Mittwoch, 14. September 2011

Vorwort zur individuellen Beratung eines CEOs in dieser Woche



der hofnarr

Hofnarr





Anwälte und PR Berater sind leider nicht die idealsten Berater, wenn es um heikle Medienauftritte geht. Sie erinnern sich noch an Jo-Ackermann, der am21. Januar 2004 die Finger zum Victory-Zeichen gespreizt hat, als er den Gerichtsaal betrat. Es folgte ein Proteststurm, der dem Topbanker beinahe den Kopf kostete.

  Ackermann entschuldigte sich 15 Tage nach dem Faux-pas mit der Begründung:

Seine Anwälte hätten ihm dies empfohlen. Sie hätten gesagt, so zeige er sich locker. Er habe nur diesen Rat befolgt.



"Big Joe" ist nicht der einzige, der mit einer falschen Beratung ein PR-Desaster ausgelöst hat. Ich erinnere an Temporärstellenvermittler Adecco, der nach seiner anwaltlich diktierten Kommunikation in einer Börsenwoche fünf Milliarden Franken vernichtet.


Um in der Oeffentlichkeit zu überzeugen, benötigen sie einen ausgebildeten Hofnarren.


Erkenntnis: Die meisten Unternehmenschefs haben keine Ahnung, wie die Medien ticken. Sie kennen die Sicht der Kunden, Mitarbeiter, der Anleger nicht mehr.

Wenn jemand nur noch im 50. Stockwerk seines Palastes lebt, verliert jemand schnell  die Sicht der Bevölkerung

Die Bewohner auf den Teppichetagen - mit goldenen Fallschirms - brauchen Berater, die ihnen zeigen, dass nicht alles, was sie tun, vom Publikum als richtig erachtet wird.


Ein Berater, darf den Auftraggebern nicht nur Honig ums Maul streichen. Wer nur Good News verkündet, verliert den Status als Hofnarr. Er ist nur noch Hofsänger.


Bei unserem Coaching wird ein Realitäts-Check praktiziert, wie er schon im Mittelalter praktiziert worden ist. Mit dem SPIEGEL!

Ihnen wird bewusst gemacht, wie sie von Aussen wahrgenommen werden.


LINK:


Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ...
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Dienstag, 13. September 2011

Illegale Partys und Gewalt


Will die Polizei Gewalt verhindern muss sie rasch einschreiten und Leute rasch verhaften, findet ein Strafrechtsprofessor. In Zürich bei den Kravallen am Bellevue vom letzten Samstag, wurden angeblich nur zwei Personen verhaftet.
Eskaliert die Gewalt, wird den Sicherheitskräften vorgeworfen, sie habe dem Treiben tatenlos zugesehen. Bei Sachbeschädigungen muss dann eingegriffen werden, wonach der Vorwurf folgt, der Einsatz der Polzei viel sei brutal gewesen.


Ich zitiere 20 Min:


Wer hinter der illegalen Bellevue-Party steckt, ist weiterhin nicht bekannt - obwohl Mehrere behaupten, sie seien die «Organisatoren». Eine Schätzung des Schadens liegt nun vor.



  • Tränengas und Gummischrot: Ausschreitungen nach illegaler Party in Zürich 
    100 000 Franken beträgt der Schaden, der am Wochenende rund um das Bellevue angerichtet worden ist. Dies ist jedoch erst eine erste Schätzung der Stadtpolizei nach einer Begehung der Gegend mit Fachleuten. Die Zahl könnte noch steigen. «Wir bekommen laufend neue Schadensmeldungen von Privaten», sagt Stapo-Sprecher Michael Wirz.



Wer die Veranstalter waren, ist indes schwierig zu eruieren. 20 Minuten Online hat mehrere Schreiben von Leuten erhalten, die behaupten, sie hätten die Party organisiert. Reto* sagt: «Wir haben das ursprüngliche SMS verfasst und auch verschickt.» Am Schluss hätten Mehrere mitorganisieren wollen.
Er bezeichnet seine Gruppe als eine von mehreren Veranstaltern von illegalen Parties in Zürich. Das Team sei ein Mix aus DJ's, Musikern, Leuten aus der Elektro-Szene - die meisten seien jung. «Wir veranstalten solche Partys weil wir keine Lust haben, in teure Clubs voller hochnäsiger Leute zu gehen», erklärt Reto weiter.


«Gehen sicher nicht zur nächsten Party»


«Es war uns wichtig, dass die Party friedlich über die Bühne geht, dass es keine Krawalle gibt.» Als Jugendliche habe man beweisen wollen, dass so etwas auch ohne Tumulte gehe. «Leider kamen dann auch gewaltbereite Fussballfans.»


Was das aktuell kursierende SMS mit einer Einladung für eine weitere Party am Samstag in Zürich betrifft, stellt Reto klar. «Das kommt nicht von uns, wir gehen da sicher nicht hin.»


«Polizei muss möglichst viele Personen verhaften»


Mittlerweile hat sich auch der Zürcher Strafrechtsprofessor Martin Killias zu den Ausschreitungen gemeldet. Er verlangt von der Polizei ihre Strategie zu überdenken. Der Fokus der Einsatzkräfte dürfe nicht allein darauf liegen, Sachschäden zu verhindern, so Killias. «Die Polizisten müssten sich darauf konzentrieren, möglichst rasch viele Personen zu verhaften», sagte Killias am Montag Nachrichtenagentur SDA. Am Sonntag waren lediglich zwei Personen verhaftet und angezeigt worden.
Gebe es nach solchen Ausschreitungen nur wenige Festnahmen, erhielten die Gewaltbereiten ein Gefühl der «Risikolosigkeit». «Sie wissen, dass sie randalieren und Private erheblich schädigen können, ohne das etwas passiert», sagte Killias.


«Solche Veranstaltungen sind auf Ausschreitungen angelegt»


Der Strafrechtsprofessor findet es grundsätzlich richtig, dass die Polizei die Party auflösen wollte. «Solche Versammlungen sind auf Ausschreitungen angelegt.» Es sei jeweils nur eine Frage der Zeit, bis die Situation eskaliere.
Die Tumulte seien ein «Happening» mit hohem Unterhaltungswert. Killias hält es deshalb sehr wohl für denkbar, dass sich die Szenen wiederholen.


Ermittlungen laufen auf Hochtouren



Im Hintergrund liefen die Ermittlungen auf Hochtouren, sagte Michael Wirz, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich. «Wir hoffen, weitere Täter festzunehmen.» Bei solchen Ausschreitungen müsse die Polizei immer situativ Massnahmen ergreifen.
Am Samstag seien die Einsatzkräfte sehr stark gefordert gewesen, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und eine Ausweitung der Tumulte zu verhindern. «Diese Sofortmassnahmen waren sehr wichtig». Um die Situation zu entschärfen, seien zudem sehr schnell Kantonspolizisten beigezogen worden.
*Name von der Redaktion geändert
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Kommentar: Insoweit hat Killias recht. Bekommt so eine illegale Party eine Eigendynamik,  zieht sie  die unterschiedlichsten Gruppen an, die gewaltbereit sind und die Chance nutzen können - im Schutze der Massen - die Lust an der Gewalt risikolos auszuleben. Es kommt zu einem Konglomerat von links und rechts, gewaltbereiten Fussball-Hooligans, Jugendlichen, die sich langweilen und Exponenten der linksextremen Szene, wie der schwarze Block, dessen Handschrift wir vor allem am 1. Mai sehen.


Nachtrag: Aus 20 Min ein Erklärungsversuch von







Wie kann eine ursprünglich friedliche Veranstaltung plötzlich derart ausarten?
Claude Ribaux: 



  Wir sind hier mit einem klassischen Phänomen des menschlichen Verhaltens in einer Masse konfrontiert: Sobald jemand ein Tabu bricht, wird es für die anderen einfacher, diese Grenze auch zu überschreiten. Die persönliche Hemmschwelle sinkt deutlich und man gibt sich in einem gewissen Sinn dem Ritual der Masse hin. Alkohol und andere Drogen verstärken diesen Effekt noch.


Generalisieren Sie damit nicht das Verhalten von einer Handvoll Leute, während die grosse Masse keine Gesetzesverstösse beging?


Natürlich muss man da klar differenzieren, nur eine Minderheit hat sich am Samstag straffällig verhalten. Es ist allerdings eine Tatsache, dass bei derartigen Ereignissen immer auch junge Leute mitmachen, die sonst völlig unauffällig leben.


Schwelt also in uns allen ein Gewalttäter?

 
Wir sind nicht zivilisiert geboren, sondern werden es durch unsere Erziehung und Bildung. Anstand und Rücksicht wird einem beigebracht. Sozialpsychologische Versuche wie das berühmte Milgram-Experiment in den Sechzigerjahren zeigen aber, dass Leute in Extremsituationen bereit sind, diese aufgebaute innere Grenze zu verschieben. Es ist wie ein Feuer, das – einmal ausgebrochen – nur noch schwer zu kontrollieren ist. Hinzu kommt, dass man in der Masse seine eigenen Aktionen ohnehin weniger reflektiert.


Wie soll sich die Polizei bei solchen Massenveranstaltungen verhalten?

 
Die deutschen Behörden haben gute Erfahrungen mit sogenannten Konfliktvermittlern gemacht. Das sind speziell ausgebildete Polizisten, die ihr Vorgehen gegenüber potentiellen Krawallmachern so transparent wie möglich machen und ihnen Ultimaten setzen. Das soll aber nicht heissen, dass Gesetzesverstösse einfach toleriert werden dürfen. Im Fall vom Bellevue kam natürlich erschwerend hinzu, dass die Organisatoren nicht erkennbar waren. Die Polizei wusste also gar nicht, an wen sie sich hätte wenden können. Generell gilt, dass sie mit solchen Szenen auf Tuchfühlung bleiben muss.


Haben wir hier – wenn auch in kleinerem Ausmass – mit einem ähnlichen Jugendphänomen zu tun, das vor kurzem die englischen Städte heimsuchte?


Es gibt durchaus Faktoren, die vergleichbar sind. Dennoch besteht meiner Ansicht nach kein direkter Zusammenhang. Die Krawalle in England hatten soziokulturell eine tiefere Ursache als diejenigen vom Bellevue. Die Botschaft der Zürcher Jugend war schlicht: «Wir wollen Party machen und dabei von niemandem gestört werden!»


LINKS:


5. Apr. 2000 ... Politiker, Agitatoren und Bandmanager wissen die Massenphänomene geschickt zu nutzen. Um Massen zu beeinflussen, gab es nicht nur die ...
www.rhetorik.ch



Sonntag, 11. September 2011

Bilder beeinflussen und üben Macht aus.


Bilder können zu einer historischen Grösse werden.


Bilder haben eine andere Logik als Worte.






Die Bilderikonen der brennenden Türme des World Trade Center (WTR) und die explodierenden Kernkraftwerke in Fukushima gehen über das Dokumentarische hinaus. Diese ikonischen Bilder entfalteten ein Eigenleben. Früher waren Ikonen sakrale Bilder, denen heilsame Kräfte zugeordnet werden. Welches sind nun die Kräfte, die von den besagen Bilder ausgehen. Gottfried Boehm der Universität Basel prägte den Begriff "iconic turn". Er ging der Frage nach, mit welcher Logik Bilder Sinn erzeugen.


Bilder waren seit je politische Grössen. Digitale Technologieen machen aus trägen Bildern - durch globale Reichweite und enormen Tempo - ein flüssiges Medium, das beinahe verzögerungsfrei die Botschaft verbreiten kann. Milliarden werden sofort in den Bann der gleichen Darstellung gezogen. Bilder können sich machtvoll entfalten. Es fragt sich nur , welche Bilder den Status von "Ikonen" schaffen.


Es sind jene Bilder, die extreme Effekte generieren und sich dem kollektiven Bildgedächtnis einprägen. Es sind Bilder, die schnell, wortlos und einleuchtend kommunizieren. Wenn sie auch Ueberblick verschaffen. Solche Bilder brauchen keinen Text. Das nutzt auch die Werbung. So ein Bild erreicht Auge, Herz und Verstand. Es nimmt Menschen für sich ein. Im Zeitalter der weltweiten babylonischen Sprachverwirrung erhält das Bild heute die grösste Kraft. Wir sind dank der Aufnahme gleichsam Augenzeugen. Das Bild suggeriert Teilhabe.

Welche Kriterien stehen uns zur Verfügung, Bilder von Bildern zu unterschieden? Aus der Flut der Pressefotos und Werbebildern ist es nicht einfach, die meisten  Bilder zu ignorieren und sie mit mit leerem Blick einfach zu übersehen d.h. über alles weg zusehen, um nur das zu speichern, was  relevant ist.

Nicht von ungefähr sind die Bilder vom Angriff des Pentagons heute wie ausgeblendet. Es gibt davon keine Bildikonen. Nur der Angriff auf zwei Machtsymbole hatten die beste Voraussetzung für eine starke visuelle Rhetorik. Sie wurden zu Bildikonen und haben sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.



«Staubfrau» Marcy Borders


Dieses Foto ging um die Welt: Staubbedeckt sucht Marcy Borders nach dem Einsturz des ersten der brennenden Zwillingstürme Zuflucht in einem Bürogebäude voller Rauch - Dies Aufnahme wurde zur Ikone.



Ich zitiere aus meiner Analyse  im September 01:






Krisenkommunikation und Medien - Terroranschlag vom 11. September 2001





Flugzeug Crash, Photoquelle: cnn.com Die überraschenden Terror-Schläge gegen das World Trade Center und das Pentagon in den USA-mit Tausenden von Toten- führten zu einer aussergewöhnlichen Krise mit unabsehbaren Folgen.
Der Schock übertrug sich schlagartig auf alle demokratischen Staaten. Der unerwartete Terrorkrieg führte zu Szenarien, die kaum mehr mit den üblichen Checklisten der Krisenplanung gemanagt werden konnten. Die Überraschung führte in der ersten Phase zu einer Überforderung von vielen Instanzen. Der Schock lähmte die Börse und den internationalen Flugverkehr für Tage.
Wir wollen hier die Bedeutung der Medien bei diesem Disaster punktuell beleuchten. Mehr darüber auch in einem Anhang zum Aktuell artikel über Macht der Bilder. Es geht um die moderne Medienlandschaft bei Krisensituationen. Es wurde bei dieser Krise festgestellt: Sowohl bei mobilen Telefonen als auch bei Telefonleitungen gab es sehr rasch Probleme. Internetverbindungen zu den wichtigsten Nachrichtenlieferanten (cnn, reuters, abcnews,cbs) funktionierte auch für Stunden nicht mehr effizient. Dies beweist einmal mehr, dass in Krisensituationen das Radio und Fernsehen als Einweginformationsquellen noch zu den bewährtesten Informationsmedien gehören. Für Zweiwegkommunikation wie z.B. Nachfragen nach Bekannten hatte sich das Internet eindeutig als zuverlässigstes Informationsmedium bewährt. In den USA sprach man von einem grossen Tag des Internets.
Collaps eines Twintowers, 
photoquelle washingtonpost.com Die These, dass die Attentäter vor allem die USA demütigen wollten und deshalb bei ihrer Aktion mit der Präsenz von Newsgiganten wie CNN gerechnet hatten, ist nicht völlig absurd. Ohne CNN und die mediengerechte Inszenierung hätte die "Demütigung" und das generalstabsmässig geplante Teufelswerk nicht der ganzen Welt (zuerst live und dann -X Mal aufgezeichnet-) vorgeführt werden können.
Trägt damit die heutige Mediensituation Mitschuld an der furchtbaren Höllentat? Weltweit sind seit Jahren TV-Kameras "schussbereit". Attentäter oder Terroristen sind überall sofort auf der Medienbühne. Geistesgestörte Menschen können damit rechnen, dass ihre Tat gefilmt und übertragen wird und die medienwirksamen Bilder schnell verbreitet werden.
Für Terroristen sind die Übertragungen gleichsam eine Dokumentation. Die grauenhaften Bilder, die sie geschaffen haben, wurden dank der Nonstop-TV Übertragungen und Internet verewigt.
Die "eigene Leistung" wurde mit den Bildern belegt, visualisiert und damit auch verstärkt. Es ist längst bekannt, dass nach gewaltsamen Demonstrationen die Akteure gerne die Aufzeichnungen ihrer eigenen Straftaten am Bildschirm mit Freude nacherleben.
Wenn beispielsweise eine Chaotenszene im Fernsehen nicht ausgestrahlt wird, gibt es enttäuschte Gewalttäter, die sich um den Genuss beraubt fühlen, das Auto, das sie angezündet hatten nochmals so schön brennen zu sehen.
Die Attentate zeigten wieder, welche Wirkung eine kleine Gruppe anrichten kann und wie mit wenig Mitteln sich Ordnungskräfte austricksen lassen.
Der Horrordokumentarfilm vom 11. September wurde nach der Tat auf allen Kanälen unablässig wiederholt. Die Bilder sind auf dem Internetnetz auf Galerien aufgereiht und Videos können beliebig oft wiedergegeben werden, 3D animationen veranschaulichen die Tat. Für die Drahtzieher hat sich damit die Medieninszenierung gelohnt. Vor der ganzen Welt konnte die beabsichtigte "Demütigung" stundenlang zelebriert werden. Der Wiederholungseffekt war für die Organisatoren eine günstige Gelegenheit, den "Akt der Erniedrigung" gratis zu verbreiten.
Die Medien sind bei Krisen und Katastrophen in einem Dilemma: Auf der einen Seite besteht eine Informationspflicht. Die Öffentlichkeit will und muss informiert werden. Auf der andern Seite sollten die Medienschaffenden ethischen Fragen mitberücksichtigen. Die Redaktion muss sich fragen, ob er nicht von Akteuren missbraucht wird oder; ob die Bilder nicht andere Kriminelle animieren könnten, ebenfalls ähnliche "mediengerechte" Szenarien zu produzieren. Die Gefahr eines Dominoeffekts duch Nachahmetäter ist real. Andererseits hat die Katastrophe die USA auch aufgerüttelt und vereint. Der gestärkte Patriotismus, verbesserte Sicherheitsvorkehrungen könnte längerfristig die immer präsente Terrorismusgefahr verkleinern.
Eigentlich fand nur in New York und beim Pentagon die eigentliche
Wirklichkeit statt. Die Medien übersetzten mit der Übertragung diese Wirklichkeit mit ihrem Medienabbild. US-Präsident Bush konnte sich selbst nur über die Medienwirklichkeit ins Bild setzen und nutzte dann die Medien mit Verlautbarungen.

Samstag, 10. September 2011

In der Demokratie gibt es angeblich auch das Recht, Torten zu schmeissen


Obschon  Nationalrat Freysinger aus nächste Nähe  mit Rasierschaum eingedeckt wurde und die Attacke geschmerzt hat - (ständiges Augenbrennen) verzichtet der Politiker auf eine Anzeige und reagierte nachträglich erstaunlich  souverän. Wir haben in jüngster Zeit verschiedene Politiker erlebt, welche die Nerven verloren hatten und in der Hitze des Gefechtes verbal entgleist sind.


Ich zitiere Blick:


Rasierschaum-Attacke auf SVP-Nationalrat Freysinger

 SVP-Nationalrat Oskar Freysinger bekam gestern eine «Torte» ins Gesicht geworfen. Der Angreifer schlug bei einer Veranstaltung der Genfer SVP zum Jahrestag des Attentats vom 11. September 2001 zu.


SVP-Nationalrat reibt sich die Augen. Ein Student hat ihn mit einer Rasierschaum-Torte attackiert. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
Im Rahmen einer Veranstaltung der Genfer SVP zum Jahrestag des Attentats vom 11. September 2001 und dessen Auswirkungen auf die Beziehung des Westens zur islamischen Welt schlug der Angreifer zu. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
Freysinger sagt: «Ich lasse mich nicht einschüchtern.» (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
Die Veranstaltung war für jedes Publikum offen. Etwa 800 Besucher wollten teilnehmen, aber nur 700 fanden Platz in dem Raum der Uni Genf. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
Der SVP-Nationalrat debattierte unter anderem mit Hani Ramadan, dem Direktor des islamischen Zentrums Genf. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
Am Ende habe er über die Attacke lachen können, sagt Freysinger. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
SVP-Nationalrat reibt sich die Augen. Ein Student hat ihn mit einer Rasierschaum-Torte attackiert. (Lioudmila Clot, NashaGazeta.ch)
«Die Stimmung im Saal war ziemlich heiss», sagt SVP-Nationalrat Oskar Freysinger zu Blick.ch. Er sprach gestern auf einer Veranstaltung der Genfer SVP zum Jahrestag des Attentats vom 11. September 2001. Es ging insbesondere um die Auswirkungen auf die Beziehung des Westens zur islamischen Welt.

«Ich wusste, es wird eine heftige Debatte», sagt Freysinger. Während er Bücher signiert, nähert sich der Angreifer von hinten. So konnte der SVP-Politiker sich nicht mehr wehren. Der Kartonteller mit Rasierschaum landete mitten in seinem Gesicht.


«Eine echte Torte wäre ja Fairplay gewesen», sagt er. Aber der Rasierschaum und die Attacke aus so kurzer Entfernung – «Das hat wirklich weh gemacht.»

«Ich lasse mich nicht einschüchtern»
Freysinger sieht dennoch von einer Strafanklage ab. Ihn interessiert auch nicht, wer hinter der Attacke steckt. «Ich lasse mich nicht einschüchtern», sagt er. Das Thema der Diskussionsrunde werde uns noch 50 Jahre bewegen. In unserem Staat stehe die Verfassung nun mal über jedem religiösem Dogma. «Ich führe den Kampf weiter.»

Am Ende habe er über die Attacke lachen können. Gegenüber dem Westschweizer Radio RSR sagte Freysinger:
«Die Freiheit eine Torte zu werfen» gehöre zur Demokratie.


Kommentar: Das Verhalten Freysingers könnte Vorbild sein für viele Politiker, die auch hart sind im austeilen. Nun spielt bei Freysinger der Mitleideffekt und die SVP hat das, was sie stets zu schätzen weiss: Sie steht im Zentrum des Medieninteresses.

Radiofrau wird «Club»-Moderatorin

20 Min: Das SF überrascht, setzt im «Club» auf Frauenpower: DRS1-Frau und TV-Greenhorn Karin Frei übernimmt Christine Maiers Chef-Job. Und Mona Vetsch wird zweite Moderatorin.

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Karin Frei stand noch nie vor der Kamera; Mona Vetsch unterstützt sie im «Club». (Bild: SRF)

Gratulation, Sie sind die neue Chefin im «Club». Wie geht es Ihnen?


Karin Frei: Es ist überwältigend.





Wie sind Sie zum Job gekommen?

 
Ich habe ganz normal eine Bewerbung eingeschickt und wurde dann zum Casting eingeladen.


«Karin wer?», fragen sich viele. Trifft Sie das?


Ich verurteile böse Kommentare nicht. Davon darf man sich nicht einnehmen lassen. Aber klar, ganz einfach ist das nicht.


Macht Ihnen als Radiofrau die Bekanntheit Angst?


Nein. Aber natürlich bekommt man im Fernsehen eine ganz andere Präsenz als am Radio.


Haben Sie viel über die Folgen für Ihr Privatleben nachgedacht?


Ich habe darüber nachgedacht, was es bedeutet, plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen. Aber am Ende ist es ein Job. Und zum Glück leben in der Schweiz eher zurückhaltende Leute. Mein Privatleben interessiert da nicht so sehr.


Was reizt Sie am «Club»?


Es ist ein grossartiges Format, das in der Schweizer TV-Landschaft einzigartig ist. Mir gefällt die Möglichkeit, lange in einer bestimmten Art über ein Thema zu sprechen.



Es gibt forsche und zahme Talker. Wo stehen Sie?



Mir ist wichtig, gut zuzuhören und nachzuhaken.


Ist Christine Maier Ihr Vorbild?


Es wäre ein Fehler, wenn ich versuchen würde, Christine Maier zu kopieren. Ich werde dem «Club» meine eigene Handschrift verpassen.

Nachlese MCR


Obschon die abtretende Bundesrätin beliebt war,
finden wir in der Nachlese im Pressewald viele unerfreuliche Attribute:

- eigensinnig
- starrsinnig
- inszeniert sich zu oft
- irritiert
- mediengeil
- ausser der Frisur und der Schuhe bleibt nicht viel zurück
- Nervensäge
- Machtmensch
- Chaotin
- polarisiert
- die Schreckliche (Cruella)
- provoziert
- schulmeistert
- Selbstdarstellerin
- unberechenbar
- eckig
- streitbar
- unerbittlich
- unkonventionell
- unbequem
- rechthaberisch
Trotz dieser negativer Eigenschaften hat MCR die politische Landschaft der Schweiz nachhaltig geprägt und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Donnerstag, 8. September 2011

Internet als Werbeplattform für Politiker


Immer mehr Kandidaten nutzen Videospots zur Gewinnung von Wählerstimmen. Es wundert mich, wie viele dilletantische Filmchen publiziert werden. Wenngleich die Kandidaten mit den Spots oft recht magere Einschaltquoten haben, lohnt es sich, für diese Filmchen Profis beizuziehen. Immer wieder schaden sich Politiker mit den selbstgebastelten Filmchen. Wir beraten Sie gerne beim Erstellen eines Spots.




20 Min: Kaum eine Partei, kaum ein Politiker, der diesen Herbst nicht mit einem Videospot um Wählerstimmen buhlt. Die oft marginalen Einschaltquoten scheinen dabei keine Rolle zu spielen. 



Ein Jungpoliker wurde im Youtube unfreiwillig ein Star aber im negativen Sinn. 


Marco Fischer, FDP Stadtratkandidat Luzern - YouTube


www.youtube.com/watch?v=aJq6tku5vNI
56 Sek. - 8. Juni 2009 - Hochgeladen von bwr53
Offizielles Videoporträt von Marco Fischer, Stadtratskandidat der FDP Luzern! Kein Witz! http://wahlen.fdp-stadtluzern.ch/FDP.html ...




Dieses Videoportrait verdeutlicht, wie man es nicht machen darf!
Wenn Sie nicht wollen, dass Sie sich lächerlich machen, lassen Sie sich von Profis beraten.