Donnerstag, 14. Juli 2011

Daniel Eckmann,  Gründungsmitglied der neuen


Beraterfirma Klaus-Metzler-Eckmann,



war für mich immer ein Vorbild



Ich hatte vor Jahren das Glück mit Daniel Eckmann in einem Projekt zusammenzuarbeiten. Von ihm habe ich gelernt, wie wichtig die Lockerheit beim Start jedes Auftrittes ist. Daniel Eckmann konnte dies als ehemaliger  Handballcoali und aktiver Boxer einleuchtend veranschaulichen. Wer verspannt da  steht, reagiert zu spät, meist falsch. Nur wer muskulär entspannt und locker ist, kann mit Ueberraschungen flexibel umgehen.

Im jüngsten Interview im PERSOENLICH  haben mir folgende Aussagen gut gefallen. Sie decken sich hundertprozentig mit meiner Beraterphilosophie:






Daniel Eckmann:


Im Vordergrund stehen die Kunden, die Berater gehören in den Hintergrund!
Es geht um sie und nicht um uns!




Ferner:


Unsere Köpfe machen uns aus, und das widerspiegelt sich auch im Firmennamen. Die Idee des Kürzels KME haben wir verworfen, da unsere Namen Programm sind.


Folgende Aussagen  Eckmanns kann ich ebenfalls unterstreichen:


Häufig geht es um eine genau reflektierte Aussenansicht. Und hier sind unsere Erfahrung und Unabhängigkeit von Vorteil.



Unser Ziel ist es, eine sehr individuelle, auf den Fall bezogene, nicht rezyklierte Beratung zu bieten und uns stark als Person einzubringen.


Auch die Partnerin Ruth Metzler weist auf einen wichtigen Aspekt hin, der mir auch ein zentrales Anliegen ist:


Namen von Kunden wollen wir bewusst nicht nennen. Diskretion ist zentraler Teil unseres Credos.




Ich wünsche Daniel Eckmann und seinem Team einen guten Start. Aus meiner Sicht ist der Erfolg vorprogrammiert.



Mittwoch, 13. Juli 2011

Nach den Hitzetagen:


Unwetter, Gewitter, Hagel und Dauerregen in der ganzen Schweiz


Die Schäden sind enorm!


Sonntag, 10. Juli 2011

ARENA des Schweizer Fernsehens bekommt Konkurrenz:


Filippo Leutenegger  wird bei Sat 1 Moderator bei der neuen POLITARENA.



Ich zitiere die SonntagsZeitung:


Auf zur nächsten «Arena»


Leutenegger:

«Ich bin zuversichtlich, dass die wichtigen Akteure in meine Sendung kommen»




Filippo Leutenegger fordert im Herbst auf Sat 1 das Schweizer Fernsehen heraus

Der Privatsender Sat 1 Schweiz startet im Wahlherbst mit einer Konkurrenzsendung zur «Arena» des Schweizer Fernsehens. Brisant: Moderator wird der ehemalige SF-Chefredaktor und Ex-«Arena»-Dompteur Filippo Leutenegger, der als FDP-Vertreter im Nationalrat sitzt und wieder kandidieren wird.

 
Die Sendung wird Mitte August 2011 bis Mitte Oktober 2011 in acht Staffeln jeweils am Mittwochabend ausgestrahlt, wie Leutenegger bestätigt. Die Folgen werden im Raum Zürich aufgezeichnet und sollen unter dem Titel «Filippos Politarena» laufen. Leutenegger: «Wir machen eine Wahlarena. Mit dem zusätzlichen Informations- und Diskussionsangebot wollen wir den publizistischen Wettbewerb bereichern.»


Leutenegger könnte seine FDP bevorzugen


Das Konzept stammt von Filippo Leutenegger und Mike Gut, Geschäftsführer Prosieben Schweiz und Sat 1 Schweiz, und orientiert sich an der «Arena», die Leutenegger bis 1999 beim Schweizer Fernsehen moderierte. Politische Leithammel sollen sich einen publikumsträchtigen Schlagabtausch liefern. Dazu werden 40 bis 50 Studiogäste eingeladen, darunter Politiker, die in der zweiten Reihe stehen. Geplant sind Sendungen zu den «grossen Wahlkampfthemen», wie Leutenegger sagt: «Konkordanz, Bundesratszusammensetzung und die wichtigen Sachthemen der kommenden Legislatur wie zum Beispiel Energie oder Migration.»
Leutenegger will einen Beitrag zur «Meinungsbildung und Meinungsvielfalt in der Schweiz» leisten. Wenn das klappen soll, muss er die politischen Schwergewichte in die Sendung bringen, die nötig sind, damit seine «Arena» für die Zuschauer attraktiv wird. Ob er das schafft, ist unklar, denn die Übungsanordnung mit Leutenegger, der als Gesprächsleiter gleichzeitig Partei ist, ist heikel. Manche könnten «Filippos Politarena» meiden, um dem Kandidaten Leutenegger keine Wahlkampfarena in eigener Sache zu bieten. Dass Leutenegger als Medienstratege seiner Partei diese bevorzugen könnte, gibt der Sache ebenfalls Brisanz.
Von alledem will Leutenegger nichts wissen. Zwar habe es noch keine Kontakte zu möglichen Gästen gegeben, doch: «Ich bin zuversichtlich, dass die wichtigen politischen Akteure in meine Sendung kommen werden.» Die «Arena» werde fair sein, garantiert er: «Man kennt meine Professionalität. Ich bin es gewohnt, mein politisches Mandat und meine journalistische Tätigkeit zu trennen.»


Der Zeitpunkt für den Angriff auf das SRF-Format ist günstig


Sat 1 hat laut Leutenegger «Absichtserklärungen von mehreren interessanten Schweizer Regionalsendern, welche die ?Arena? übernehmen wollen». Das soll die nötige Reichweite für den Frontalangriff auf das SRF-Format gewährleisten; der Zeitpunkt dafür passt: Der von SRF-Superdirektor Ruedi Matter verfügte Softkurs - grössere Talkrunden, Unterbrechung durch Einspielfilme, zurückhaltende Moderation - konnte den Quotenrückgang nicht stoppen. Betrug 2009 der Marktanteil 25 Prozent, sind es dieses Jahr noch 22 Prozent. Mancher Zuschauer wünscht sich die Duelle der Ära Leutenegger zurück.
Über Kosten seines Projekts will dieser nicht reden; aber er beteuert, dass die Sendung durch das reguläre Sat-1-Budget und die Werbung sowie den Weiterverkauf an Regionalsender getragen werde. Ausserdem verzichte er auf ein Honorar.


Kommentar: Nach meinem Dafürhalten hat Filippo Leutenegger bewiesen, dass er eine ARENA professionell d.h. auch moderat und neutral moderieren kann. Doch besteht die Gefahr, dass er als FDP Parteimitglied und Nationalrat das neue Image nicht einfach ablegen kann. Wissenschaftliche Untersuchungen haben eindeutig bewiesen: Image schlägt Fakten. Wenngleich Leutenegger die Sache korrekt macht, könnten die Zuschauer seine Tätigkeit gefärbt aufnehmen.

Bei der ARENA befürchtete ich nach dem Rücktritt von Reto Brennwald, dass sie an Biss einbüssen werde und zur Plauderrunde verkommt, zumal angekündigt wurde, dass man nicht mehr so polarisieren möchte und bei den Diskutanten die Mitte vermehrt berücksichtigen will  Als Kommunikationsberater schätze ich zwar echte Dialoge und Sendungen, bei denen ein Thema vertieft beleuchtet werden kann. Doch die ARENA  ist und bleibt eine ARENA mit einem Ring - bei dem im "Sägemehl" duelliert wird. Bei diesem Sendegefäss wird debattiert (Battre=schlagen). Beim Schlagabtausch gibt es Sieger und Verlierer. Der Moderator ist Schiedsrichter und setzt die Spielregeln durch.

Bei den jüngsten Sendungen stellte ich fest, dass die Sendeverantwortlichen nicht beabsichtigen, die ARENA zu einer  Soft- oder Kuschelrunde zu gestalten.

Ich weiss, dass sinkende Einschaltquoten automatisch das Konzept positiv beeinflussen und bei Streitgesprächen sofort wieder Akteure eingeladen werden, die Klartext reden. Ein vorbildliche Sendung finde ich beim WDR die harten Auseinandersetzungen bei "hart aber fair" mit Frank Plasberg.


Für mich belebt jede Konkurrenz das Geschäft. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, dass das Schweizer Fernsehen und SAT1 künftig gezwungen werden, das Modell ARENA wieder als ARENA ernst zu nehmen. Die Qualität  kann durch die Konkurrenz nur verbessert werden.


So wie ich Filippo Leutenegger kenne, verzichtete er nur der SACHE wegen auf ein Salair, zumal er als Nationalrat zusätzlich bezahlt wird und er als FDP Mitglied kein Abzocker sein will. Doch seine Gegner könnten dieses Entgegenkommen bösartigerweise negativ auslegen, beispielsweise:
Filippo macht dies alles nur, damit er wieder Bildschirmpräsenz hat. Nur deshalb habe er auf seine Gage verzichtet.



Nachtrag: Die Ankündigung einer ARENA unter Nationalrat  Leutenegger hat wie der Schlag in ein Wespennest gewirkt. Es kam zu einem Medienwirbel.  Politiker überlegen sich sogar, ob sie  Leutenegger nicht boykottieren sollten. Das Bundesamt für Kommunikation muss überprüfen, ob die Moderation eines Politikers keine Schleichwerbung ist. Wie bei Tele Blocher  hat auch der Presserat, Bedenken, ob die ARENA unter der Moderation Leutenegger rechtens ist. Gespannt warten wir die Resultate der Untersuchungen ab.


Müssen Politiker alle Fragen beantworten?


Die Medienstellen des Bundes haben die Aufgabe, für die Fragen der Journalisten eine Antwort bereit zu stellen. Sachlich, höflich und zeitgerecht, auch bei unangenehmen Fragen.


Dabei sollte man jedoch die Begriffe Öffentlichkeitsgesetz und Mediendienstleistung nicht miteinander vermischen. Zum Beispiel die Frage von Frau Fahmy an die Bundesanwaltschaft nach den Kosten eines eben erst initiierten Strafverfahrens in der Affäre Ghadhafi, ist eine Frage die selbstkritisch hätte gelöscht werden dürfen und hat nichts mit der Praxis bezüglich Öffentlichkeitsgesetz zu tun. Was soll die Medienstelle zu dieser Frage sagen, ausser laut zu seufzen? Einerseits sind die erfragten Kosten, mit 99,9 Prozent Sicherheit, aktuell nicht zu eruieren und andererseits verursacht die Frage unnötigerweise Kosten für die Verwaltung. Dabei, so wünschen wir es uns doch immer wieder, soll der Staat gefälligst schlank bleiben und keine Divisionen von Kommunikationsleuten aufstellen. Das Beispiel taugt also eher nicht zur Empörung bezüglich Transparenz und Öffentlichkeitsgesetz.
So kann es schon sein, dass auch mal wetterfühlige Fragen von Medien einen geplagten Beamten aus der Fassung bringen können. Zum Beispiel …


Manchmal schiessen ihre Fragen übers Ziel hinaus.

  Journalisten im Gemenge.
Wir alle tapferen Schweizer Bürgerinnen und Bürger haben jedoch ein Anrecht zu erfahren, wie die Verwaltung resp. unser Staat arbeitet. Seit dem Inkrafttreten des Öffentlichkeitsgesetzes können wir dies einfacher tun als früher. Wir haben einfacheren Zugang resp. das Recht auf Einsicht in amtliche Dokumente, was nicht zwingend bedeutet, dass wir alles erfahren können was wir gerne erfahren würden. Denn es gibt viele genau definierte Ausnahmen und dies ist gut so, da der Staat zum Schutz von öffentlichen und privaten Interessen die Pflicht hat, Sorgfalt zu üben.


Die Schwierigkeiten eines Normalsterblichen, die mit juristischen Fachausdrücken nur so gespickten Dossiers zu lesen, geschweige denn diese zu verstehen, blenden wir hier für einmal vornehm aus.
Womit wir wieder zurück bei den amtlichen Medienstellen und der Empörung über deren Service-Leistung angelangt sind. Informationsbeauftragte des Bundes sind nun wirklich auch nicht immer zu beneiden. Die Bundesverwaltung ist auch eine Papierfabrik. Berge von Dossiers, Medienbulletins, Studien und Gutachten und täglich Medien-Anfragen bis zum Abwinken.


Hinzu summieren sich die vielen Bedürfnisse vorallem in Bezug auf die Profilierung vieler interner Protagonisten. So kann es schon sein, dass auch mal wetterfühlige Fragen von Medien einen geplagten Beamten aus der Fassung bringen können. Zum Beispiel jene, ob die eigene Departementschefin ein Piercing trage und wo. Dies eine Frage, bei der selbst der erfahrene Infochef dann doch eher zum Mittagessen geht, als sie umgehend zu beantworten.



 
Hans Klaus ist ehemaliger Informationschef von Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold im EJPD und heute Partner des Beratungsunternehmens KLAUS-METZLER-ECKMANN in Zürich.



Quelle Tagi online

Samstag, 9. Juli 2011

 Presse belauschte Prominente


Ein Abhörskandal, der allen Medien und dem Image der Journalisten schadet.  Die Paparazzis, welche skrupellos die Persönlichkeitsphäre krass missachten - nur  des Geldes wegen - sind hinlänglich bekannt. Nun bringt eine Geschichte das Fass zum Ueberlaufen. Man könnte von einem GAU reden.


 Ich zitiere Tagi online:

«News of the World» ging bei der Recherche weit über das Erträgliche hinaus. 

Hier ist für einen Teil der Belegschaft nach diesem Wochenende Schluss: Eine Frau verlässt das Mediengebäude des Murdoch-Konzerns in London.

Hier ist für einen Teil der Belegschaft nach diesem Wochenende Schluss: Eine Frau verlässt das Mediengebäude des Murdoch-Konzerns in London.
Bild: Reuters
«Die Affäre Borer hatte dem ‹Blick› sehr geschadet»: Peter Rothenbühler. (Bild: Keystone )


Die zum Murdoch-Konzern News International gehörende «News of the World» steht im Mittelpunkt eines Abhörskandals, der seit Jahren Grossbritannien erschüttert.

«News of the World» war immer eine der aggressivsten Zeitungen. Aber dass so etwas passieren konnte, das ist wie in einem schlechten Film», sagt Journalist und Edipresse-Manager Peter Rothenbühler. Er kennt den Boulevard-Journalismus, war von 1985 bis 1988 Chefredaktor beim «SonntagsBlick».
Dass so etwas in der Schweiz passieren könnte, hält er für unwahrscheinlich. Was Rothenbühler besonders erschüttert: «Kaum zu fassen, dass auch Polizei und Behörden noch mitmachten und sich sogar noch dafür bezahlen liessen.» Laut dem Branchen-Kenner fliesst in der Schweiz kein Geld für Informationen.


Bei Promis geht das noch durch


«Der britische Boulevard-Journalismus ist extrem und weltweit wohl einzigartig», sagt auch Peter Übersax. Auch er ein früherer Ringier-Mann. Er leitete zweimal die Redaktion des «Blick», zuletzt von 1980 bis 1986. Solange die grenzwertigen Recherchemethoden die Welt der Promis betrafen, wurden die Machenschaften noch akzeptiert. «Da mag auch eine gewisse Schadenfreude den Schönen und Reichen gegenüber eine Rolle gespielt haben», erklärt Übersax.
Nun aber ist das Fass mit dem Abhören der Handys von Opfern von Gewaltverbrechen übergelaufen. «Das ist ein GAU in Sachen übertriebener angelsächsischer Boulevard-Journalismus», so Rothenbühler.



Angegriffen nach medienkritischem Film


Immer wieder gerät die Boulevard-Presse in die Kritik. Bestens erinnert sich Übersax noch an die Zeit, als der medienkritische Film «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» gezeigt wurde. Es war die Geschichte über eine Frau, die einen Kriminellen deckte und deswegen von der Boulevard-Presse verfolgt und in die Enge getrieben wurde. «In dieser Zeit wurden wir oft angegriffen», blickt Übersax zurück.
Er war es allerdings auch, der dem Boulevard-Journalismus in der Schweiz selber eine forschere Gangart verordnete. «Wir waren viel direkter, als es bis dahin üblich war, und wir sprachen Dinge aus, die noch tabu waren», erklärt Übersax. Der Journalist lebte in den 50er-Jahren selber in der Wiege der Medienwelt, in London. Sein Vorbild war der «Daily Express», die «damals grösste Zeitung Englands».


Zeitung nach Skandal ruiniert



Dass nun Murdoch die «News of the World» gleich schliesst, kann Übersax nicht nachvollziehen. «Ich bin erstaunt. Das ist ein gewaltiger finanzieller Verlust.» Für Rothenbühler ist die Schliessung eine logische Folge: «Diese Zeitung hatte keine Chance mehr. Mit diesem Skandal ist sie ruiniert. Die Inserenten wenden sich ab. So gesehen ist es nur logisch, dass Murdoch sie einstellt.»


Angst in den Redaktionen


Folgen haben wird die Affäre für die britischen Medien ganz bestimmt: «In allen englischen Redaktionen wird man sich jetzt fragen, ‹wo sind wir gefährdet›. Niemand will ein existenzgefährdendes Urteil riskieren», sagt Rothenbühler. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Kommentar:
Diese krasse Geschichte könnte den Schweizer Boulevardjournalisten  eine hilfreiche Lehre sein.
Seit Jahren besteht nämlich auch bei uns  eine deutliche Tendenz zur Boulvardisierung der Medien. Dass damit eher zu unredlichen Mitteln gegriffen wird, ist nachvollziehbar. Es ist für alle Akteure wichtig, dass immer wieder die Grenzen des Zulässigen bewusst gemacht wird!

Lernen Sie die Regeln im Umgang mit Mikrofon und Kamera



Im bevorstehenden Intensivseminar machen wir Sie mit den wichtigsten Prinzipien bekannt, die Sie im Umgang mit Medien für die Praxis kennen müssen:


    Quelle Foto: Journalisten.de



Sie verkörpern die Botschaft!


Wer in den Medien auftritt, muss etwas zu sagen haben. Sie haben immer eine Kernbotschaft. Es geht nicht nur um Informationen. Ihre Botschaft muss nicht nur kurz und verständlich sein. Sie sollten sie mit einem passenden Bild (Geschichte Beispiel), mit Emotionen koppeln können. Einfach, kurz  und dennoch konkret und anschaulich zu reden, dieses Prinzip lernen Sie bei uns in wenigen Stunden.

Klären sie vor jedem Auftritt die Situation!


Wer in den Medien auftritt, muss die Situation einschätzen können.
Klären Sie vor dem Auftritt, worum es in Ihrem Beitrag geht, bei dem Sie mitwirken sollten. Kennen Sie die «Storyline» der Journalisten? Kennen Sie auch Ihre Rolle? --> Neutraler Experte, Good Gay, Bad Gay?



Kennen Sie Ihre Rechte? Wie verhalten Sie sich, wenn die branchenüblichen Regeln nicht eingehalten werden?





Vertrauen ist gut. Blindes Vertrauen ist schlecht. Know-how ist besser.


In unserem Simulator gehen wir auf Ihre individuellen Wünsche ein. Wir arbeiten immer prozess- und praxisorientiert. Die massgeschneiderten Uebungseinheiten basieren auf aktuellen Vorkommnissen aus Ihrem Tätigkeitsfeld Wir simulieren die Situationen so realistisch wie möglich. Wir geben keine Bänder ab. Wir werben nicht mit Kunden.  Alles ist vertraulich. 



Ich freue mich auf die Arbeit im Simulator. Bis bald! 

Freitag, 8. Juli 2011

ZITAT PERSOENLICH- BLOG:


Marketing und Werbung: 

Zur Oben-ohne Foto der FDP Frauen

Marcus Knill
Aufmerksamkeit wecken darf nie Selbstzweck sein. Es geht bei der Werbung vor allem auch um die glaubwürdige Übermittlung einer Kernbotschaft. Das Image der FDP wird mit der jüngsten “oben ohne Foto” nicht aufgewertet. Es darf bezweifelt werden, dass durch diese Aktion künftig mehr Frauen in der Verwaltungsräten sitzen.






Ein Ausschnitt aus der neusten Kampagne der FDP Frauen, die ab Donnerstag auf Facebook und ab September im Kino zu sehen sein wird. Ich zitiere 20min.ch: “So sexy haben sich die Freisinnigen Frauen noch nie präsentiert: Mit nackter Brust, nur bedeckt von einem Banner «Nicht mehr oben ohne», posiert Generalsekretärin Claudine Esseiva ab heute Donnerstag auf Facebook für die neuste Kampagne der FDP Frauen. «Der Slogan zielt auf unsere Forderung, dass mehr Frauen in den oberen Etagen von Wirtschaft und Politik vertreten sein müssen», sagt die 32-jährige Generalsekretärin gegenüber 20 Minuten Online. «Mit dem Bild und dem Satz bringen wir das Thema auf den Punkt», ist Esseiva überzeugt.
«Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen»
Esseiva ist aber klar, dass gerade ihr Auftritt einigen zu gewagt sein könnte. «Mit dem Oben-ohne-Foto provozieren wir bewusst. Wir wollen, dass die Leute darüber sprechen.» Zudem sei das Ziel der Kampagne, junge urbane Frauen anzusprechen, und dies gelinge nur mit einer frischen und frechen Kampagne. Dieser Meinung ist auch Carmen Walker-Späh, Präsidentin der FDP Frauen und betont gegenüber 20 Minuten Online: «Mit der Kampagne wollen wir weg vom feministischen Mief, hin zu einer fortschrittlichen liberalen Politik, die auch einmal lustvoll sein darf.»


Mein Kommentar:


Selbstverständlich hat die Oben-ohne Foto ein Teilziel erreicht. Sie macht immerhin von sich reden. Doch müssen wir uns fragen, ob die “Pin-up-Aktion” hinsichtlich Imageförderung und Botschaftenmanagement der FDP langfristig Erfolg hat. Für mich wird dieser verzweifelte Versuch mit einer provokativen Foto, diebewusst aneckt und der FDP das Image einer frechen, frischen Partei vermitteln soll, keine Ernte einfahren wird. Bei politischen Werbeaktionen ist die Wirkung beim Adressaten (Stimmvolk) ausschlaggebend. Ich habe 20 Personen das Bild gezeigt. Das Echo war ernüchternd: Muss dies sein? Weshalb hat sich die FDP nicht von Marketing-Profis beraten lassen?  war zu hören. Nur eine Minderheit fand die Aktion modern und frech. Niemand diskutierte über den Frauenanteil auf den Chefetagen.
Mit dem Pin-up-Girl lösen sich die FDP Frauen auch nicht vom feministischen Mief. Sie unterstreichen höchstens zusätzlich die Frau als Sexobjekt.


Meine kritischen Gedanken zu der Playboyaktion der deutschen Fussballerinnen bestätigten mir, wie Themen mit Frauen als Sexobjekt polarisieren. Die einen finden solche Aktionen modern, unverkampft und gut. Andere lehnen jegliche Versuche ab, mit der Frau als Sexobjekt zu spielen. Nach meinem Dafürhalten ist immer das Resultat der Werbung ausschlaggebend. In diesem Fall bezweifle ich, dass auf Grund des “Oben – ohne Auftrittes” die Frauen der FDP im Herbst mehr Stimmen bringen werden und künftig etwas getan wird, damit  mehr Frauen in den Verwaltungsräten sitzen.


Ich bin ferner davon überzeugt, dass meine Bedenken auch von vielen Marketingspezialisten geteilt werden. Der Erfolg der Kampagne zeigt erst später, ob eine Werbung gut war. On verra!


Marcus Knill 
Freitag, 8. Juli 2011 um 07:05 Uhr


Kommentare:



  • Fidel Stöhlker
    Jul 8th, 2011 um 09:02 Uhr | #1
    Welche halbwegs intelligente Frau will durch die Quote nach oben? Ich kenne keine. Letzte Woche trat beim Business Club Basel neben Doris Fiala, die übrigens vehement gegen die Quote ist, auch eine der höchsten Managerinnen von Novartis auf. Eine blitzgescheite Frau mit viel Witz und Charme aber konsequent an ihrer Zielverfolgung. Sie sagte: Reine Quote ist Quatsch. Die Intelligenten machen immer ihren Weg. Sie hat Recht und Frau Esseiva gehört offenbar nicht zu dieser Kategorie Frau. Sie muss sich auszuziehen damit sie wahrgenommen wird.
    Unsere Einladung an Generalsekretärin Esseiva gilt. Sie kann unserer Agentur in Zollikon gerne ihr Programm für den Wahlkampf präsentieren aber nur im Outfit oder eben nicht Outfit, das wir auf dem Plakat bewundern dürfen.

  • Helmut-Maria Glogger
    Jul 8th, 2011 um 10:39 Uhr | #2
    Dieser Gag ist genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit.
    Einfältig bis zur Schmerzgrenze.
    Noch sind Wahlen ja kein Vehikel um Achsel-Deos zu verhökern.
    Helmut-Maria Glogger



    Hobbykoch
    Jul 11th, 2011 um 09:52 Uhr | #4
    Es ist eine uralte Erfahrung, dass Titel und Schlagzeilen mit dem Begriff “nicht” schlecht sind. Ein Bild zu einer positiven Aussage (z. B. “Wir wollen mehr Chef-Frauen”) würde sogleich anders aussehen und besser wirken.