Montag, 11. April 2011
Frankreich geht voran mit dem Burkaverbot
Sarkosi erlässt das Burkaverbot unter dem Titel Vermummungsverbot. Damit setzt er das durch, was unserer Politiker und unsere Polizei nie durchzusetzen vermochten.
Ob andere Länder folgen werden?
Ich zitiere Tagi:
Diese Zugfahrt mit Burka kostet sie 150 Euro
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Mischt sich unter die Berufspendler: Kenza Drider protestiert in Paris gegen das Burkaverbot. (11. April 2011)
Bild: AFP
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Wer eine Frau dazu zwingt, sich zu verschleiern, muss mit weitaus empfindlicheren Strafen rechnen. Das Gesetz war im vergangenen September vom französischen Parlament verabschiedet worden und trat heute in Kraft. Das Tragen einer Burka oder Niqab in der Öffentlichkeit wird künftig mit einer Geldbusse von 150 Euro und einem Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis bestraft.
Sarkozy: «Gefängnisse für Frauen»
Präsident Nicolas Sarkozy hatte die Gesichtsschleier als Gefängnisse für Frauen und Angriff auf die Prinzipien der Gleichheit und der Säkularität bezeichnet. Von vielen Muslimen wurde das Gesetz hingegen als stigmatisierend kritisiert. In Frankreich leben rund fünf Millionen Muslime.
Das Gesetz werde «unendlich schwierig anzuwenden» sein, warnte die Polizeigewerkschaft. Wenn die Polizei in der Öffentlichkeit eine Muslimin mit einem Ganzkörperschleier wie der Burka oder dem Niqab sehe, werde sie die Frau ansprechen und «belehren», sagte Manuel Roux von der Gewerkschaft SCPN.
Ende Zitat
Kommentar: Wer nichts zu verbergen hat, darf das Gesicht in der Oeffentlichkeit zeigen. Aus der Sicht der "Kommunikation als Brücke zum DU", spricht nichts gegen das Verbot.
Nachtrag (Mai 2011)
Burka-Verbot in Belgien
Als zweites europäisches Land nach Frankreich verbietet Belgien den Vollschleier Burka.
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marcus knill
um
20:16
Notiert von
marcus knill
um
14:20
Ist ein kurzfrister Schulverweis (Time-out) kontraproduktiv?
In einem Beitrag in der NZZ vom 11. April zweifelt Allan Guggenbühl an der Wirksamkeit des Schulausschlusses von renitenten Schülern. Wenn wir davon ausgehen, dass ein unflätiger Schüler, nach einem Time-out reumütig und einsichtig in die Schule zurückkehrt werde, so hat Guggenbühl recht, wenn er daran zweifelt.
Renitente Schüler, aber auch die Mitschüler erkennen immerhin durch einen Aussschluss, dass ein permanentes verweigern von Spielregeln nicht geduldet werden kann. Der Schulausschluss ist nicht als Therapie gedacht. Er wird wie beim Sport nur als Zeichensetzung gedacht: Wenn die gelbe und rote Karte nichts nützt, so folgt dort auch ein Spielausschluss. Es geht somit lediglich um das Einhalten von Spielregeln, sofern ein verhaltensgestörter Schüler sich weigert, sich einzugliedern.
Renitente Schüler, aber auch die Mitschüler erkennen immerhin durch einen Aussschluss, dass ein permanentes verweigern von Spielregeln nicht geduldet werden kann. Der Schulausschluss ist nicht als Therapie gedacht. Er wird wie beim Sport nur als Zeichensetzung gedacht: Wenn die gelbe und rote Karte nichts nützt, so folgt dort auch ein Spielausschluss. Es geht somit lediglich um das Einhalten von Spielregeln, sofern ein verhaltensgestörter Schüler sich weigert, sich einzugliedern.
Der Begriff "gestört" wird heute leider vermieden, obschon wir bei einem Kind, das dauernd den Unterricht "stört" und beispielsweise dem Tischnachbarn den Stift in die Hand sticht oder sein Etui zum Fenster hinaus wirft, eher von einer "Störung des Verhaltens" sprechen, als von einer "Verhaltensauffälligkeit". Das Verhalten ist zwar auffällig, aber es stört. Ein Schulpsychologe beschönigte das Verhalten eines Schülers (welcher die Anweisungen der Lehrerin ebenfalls ständig verweigerte und sie vor der Klasse sogar als "fette Sau" bezeichnet hatte). Er bezeichnete das Verhalten beschönigend als "verhaltensoriginell".
Nach meinem Dafürhalten lohnt es sich, Worte vermehrt ernst zu nehmen.
Das "Time-out" als Schutz und deutliches Signal "Das akzeptieren wir nicht!"
Der Ausschluss ist nicht als therapeutische Massnahme gedacht. Er kommt nur dann in Frage, wenn alle andern Erziehungsmassnahmen versagt haben.
Ich begreife Lehrkräfte, die sich nicht gefallen lassen wollen, von einem Schüler terrorisiert zu werden. Ich kenne sogar Fälle von Tätlichkeiten gegen Lehrpersonen.
Erzieher dürfen bekanntlich Kinder nicht mehr körperlich züchtigen. Jugendliche haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Weshalb soll ein Lehrer oder Mitschüler des Täters darauf nicht auch ein Recht haben?
Erzieher dürfen bekanntlich Kinder nicht mehr körperlich züchtigen. Jugendliche haben ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Weshalb soll ein Lehrer oder Mitschüler des Täters darauf nicht auch ein Recht haben?
Selbstverständlich kann das ständige Aussrasten eines Schülers ein Symptom einer persönlichen Krise sein. Das Time-out wird das Fehlverhalten nicht grundsätzlich lösen können. Aber es setzt immerhin ein Signal: Das was Du machst, geht nicht! Es gibt Taten, die einfach nicht geduldet werden können, wenngleich der Täter Probleme hat und das Fehlverhalten begründet werden kann. Persönliche Krise hin oder her. Es geht beim Time-out lediglich darum, dafür zu sorgen, dass das Lernklima nicht vergiftet wird und sich die Lehrerin nicht mehr im vorgesehenen Mass mit der Klasse beschäftigen kann.
Auf Gewalt oder unflätiges Verhalten muss die Schule reagieren können. Sie kann nicht tolerieren, dass ein Lehrer angespuckt wird. Selbstverständlich braucht es Verständnis für Jugendliche, die Grenzen ausloten und bewusst brechen wollen. Das Time-out ist nicht als Standarderziehungsmassnahme gedacht. Es ist lediglich eine letzte Massnahme, die eine Lehrerin oder ein Lehrer als Signal und Schutzmassnahme anwenden darf. Es gibt nämlich nicht nur der Schutz des Kindes. Es gibt auch einen Schutz der Klasse. Das Time-out ist kein Abschieben von Problemen. Es ersetzt auch nicht die Kooperation mit Eltern und Schule. Ich kenne übrigens Fälle, bei denen sich Jugendliche nach dem Schock des Ausschlusses problemlos integriert hatten.
Notiert von
marcus knill
um
11:40
Sonntag, 10. April 2011
Luzerner Wahlen: Erdrutschsieg der Grünliberalen!
Luzerner Wahlen SVP und Grünliberale strahlen – FDP und CVP im Elend
Kommentar: Was ist mit der FDP und CVP los? Für den Herbst sieht es düster aus.
Meine These, dass die Wählerinnen und Wähler alles ablehnt, was mit Eiertanzen, Wischiwaschi und Lavieren zu tun hat.
Angeblich wird EINDEUTIGKEIT geschätzt. Besonders in Krisensituationen. Sonst hätte nach der Japankatastrophe die SVP auch einbrechen müssen.
Umweltfragen und Ausländerpolitik (bevorstehende Flüchtlingsströme) brennen unter den Nägeln!
Für Politologen interessant: In Luzern ist von der Erfolgswelle bei der BDP nichts mehr zu sehen.
Meine Prognose für den Herbst:
Die Grünliberalen erben die FDP und CVP Stimmen.
Die FDP kann den Tauchgang nicht mehr aufhalten.
Das lädierte Image kann in so kurzer Zeit nicht mehr verbessert werden.
Die Grünen werden die Position halten.
Die SP könnte dank der neuen Strategie einen weiteren Einbruch aufhalten.
Je nach Situation bei der Einwanderung wird die SVP auch leicht zulegen können. Aber nur im Nationalrat.
Tagi:
FDP-Präsident Fulvio Pelli sucht Erklärungen für zwei weitere Niederlagen. Ein Rücktritt ist kein Thema. Mehr...
Nach der Wahlschlappe in Zürich verliert die Partei sogar in ihrer Hochburg Luzern – vor allem an die Grünliberalen. Der Parteipräsident zeigt sich verärgert. Mehr...
Welche Botschaften verkörpern sie?
Für Politologen interessant: In Luzern ist von der Erfolgswelle bei der BDP nichts mehr zu sehen.
Meine Prognose für den Herbst:
Die Grünliberalen erben die FDP und CVP Stimmen.
Die FDP kann den Tauchgang nicht mehr aufhalten.
Das lädierte Image kann in so kurzer Zeit nicht mehr verbessert werden.
Die Grünen werden die Position halten.
Die SP könnte dank der neuen Strategie einen weiteren Einbruch aufhalten.
Je nach Situation bei der Einwanderung wird die SVP auch leicht zulegen können. Aber nur im Nationalrat.
Tagi:
«Es genügt nicht mehr, gut zu arbeiten»
CVP-Präsident Darbellay ist «frustriert»
Nach der Wahlschlappe in Zürich verliert die Partei sogar in ihrer Hochburg Luzern – vor allem an die Grünliberalen. Der Parteipräsident zeigt sich verärgert. Mehr...
Kommentar: Weder CVP noch FDP wollen heute Konsequenzen ziehen aus den Niederlagen. Das ist tragisch. Nach meinem Dafürhalten müssten jetzt die zentralen Köpfe ausgewechselt werden. Es fehlen Personen, welche nicht nur Träger der Botschaft sind. Sie müssten sich mit der Botschaft identifizieren. Das Image der jetzigen Parteipräsidenten ist am Boden. Die Parteien sollten auf aktuelle Themen eingehen, die das Wahlvolkes beschäftigt. Die konkreten Botschaften benötigen Bilder und Beispiele. "Es fehlt heute das Fleisch am Knochen" habe ich vom ehemaligen Parteipräsidenten der FDP (Steinegger) gelesen. Wie recht er hat. Eine Partei müsste viel geeinter auftreten und dürfte harte Auseinandersetzung mit den Konkurrenten nicht scheuen.
Was die Köpfe der lädierten Parteien erkennen müssten:
Der Botschafter ist die Botschaft.
Schaut Euch die Botschafter dieser Parteien an.
Welche Botschaften verkörpern sie?
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marcus knill
um
16:14
Der heutige Waldspaziergang war einmalig.
Ueberall blühten Buschwindröschen
Notiert von
marcus knill
um
13:19
Samstag, 9. April 2011
Gestern: Erster Hitzetag des Jahres im Tessin
aus TAGI
Heute werden wahrscheinlich an anderen Orten auch 30 Grad gemessen.
Notiert von
marcus knill
um
10:16
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