Montag, 31. Januar 2011
Sonntag, 30. Januar 2011
Bürgeramts-Mitarbeiterin will so gekleidet zum Dienst kommen. Jetzt entschied OB Roth Burka geht nicht!
Die Verhüllung ist somit eine Kommunikationssperre.
In einem solchen Gewand will die Bürgeramt-Mitarbeiterin zur Arbeit kommen. Sie ist seit 10 Jahren bei der Stadt beschäftigt und Mutter von vier Kindern.
Notiert von
marcus knill
um
17:46
Am Unglücksort werden die Polizisten von einer Gruppe vermummter Männer abgefangen. Sie werfen mit Flaschen nach den Beamten.
Die Patrouille kann den Unfall nicht aufnehmen und muss sich zurückziehen. Später wird ein zweites Polizei-Fahrzeug in der Nähe der Reithalle angegriffen. Unbekannte haben das Auto mit Farbe beworfen.
Der eigentliche Unfallverursacher konnte trotzallem ausfindig gemacht werden. Zu der Identiät der vemummten Männer ist noch nichts bekannt.
Kommentar: Bei Gewalt darf es kein Nachsehen geben - weder von links noch von rechts. Gewaltakte sind rasch zu stoppen!
Nachtrag: Frank A. Meyer bringt es im SOBLI auf den Punkt:
Nichts
Man stelle sich vor: Anderntags erklärt Christoph Blocher: «Wer glaubt, bei Demonstrationen einfach so durchlaufen zu können, muss sich nicht wundern, wenn etwas passiert.» Mario Fehr ist also selber schuld.
Man stelle sich vor, was los wäre, hätte sich dieses Szenario wirklich abgespielt: Aufheulen der linken und linksliberalen Kreise im Land, Protestresolutionen von Intellektuellen und Schriftstellern und Künstlern, Bezichtigung Blochers als Komplize der radikalen rechten Szene, Verurteilung der SVP als demokratiefeindliche Bewegung, Mobilisierung aller anständigen Demokraten gegen den Rechtspopulismus.
Am 21. Januar – wie jeder weiss – fand Folgendes statt: Die SVP versammelte sich im Zürcher Albisgüetli zur all- jährlichen Blocher-Messe. Draussen blockierten vermummte Vandalen der radikalen linken Szene die Strasse. Sie griffen sich den Zürcher Nationalrat Hans Fehr, schlugen ihn mit Fäusten zu Boden und traten ihm mit ihren Springerstiefeln ins Gesicht.
Anderntags erklärte Beatrice Reimann, Co-Präsidentin der Stadtzürcher SP: «Wer glaubt, bei Demonstrationen einfach so durchlaufen zu können, muss sich nicht wundern, wenn etwas passiert.» Hans Fehr war also selber schuld.
Wenigstens ist sich die SPS uneinig, ob Frau Reimanns Satz wirklich angebracht war.
In der Linken ist eine andere Diskussion längst überfällig: Was kommt mit den vermummten Vandalen, die ja besonders gerne auch 1.-Mai-Feiern mit ihren Gewaltorgien begleiten, auf die Demokratie zu? Derzeit vernetzen sie sich zu einer gesamteuropäischen Bewegung. Seit kurzem haben sie sogar ein Manifest für ihre Rebellion, ein Buch mit dem programmatischen Titel: «Der kommende Aufstand».
Die natürlich anonyme Anleitung zum totalen Bruch mit der freiheitlich-offenen Gesellschaft propagiert: «Lasst uns von der Sabotage folgendes Prinzip behalten: ein Minimum an Risiko, ein Minimum an Zeit, ein Maximum an Schäden.»
Genau so inszenieren sich die Schwarzen Blocks von London, Paris, Berlin, Zürich: Anonymität und Vermummung, um das Risiko kleinzuhalten; Koordination über Twitter, um kurzfristig an demokratischen Veranstaltungen zuzuschlagen; «Abfackeln» von Personenwagen und Zerstören von Ladengeschäften, um die Schäden zu maximieren.
Die ominöse Schrift drängt: «Noch zu warten, ist Wahnsinn. Die Katastrophe ist nicht das, was kommt, sondern das, was da ist.»
Was aber ist da? Demokratie ist da. Rechtsstaat ist da. In den Augen der Autoren beides nichts anderes als «die Katastrophe, die da ist».
Ist das Pamphlet «Der kommende Aufstand» links, rechts, anarchistisch? Nichts von alledem. Dieses Manifest propagiert das Nichts – zum Beispiel am 21. Januar in Zürich schwarz vermummt mit Springerstiefeln.
Notiert von
marcus knill
um
17:20
Samstag, 29. Januar 2011
|
| |
Notiert von
marcus knill
um
16:37
Freitag, 28. Januar 2011
Ich wünsche morgen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kommunikationslehrganges
eine erfolgreiche Prüfung!
|
||||
Sie kennen den Ablauf der mündlichen Prüfung und die Experten.Wer zwischen den Modulen die erworbenen Erkenntnisse vertieft hat, wird die Prüfung problemlos bestehen.
Ihr Prüfungsteam
***************
Notiert von
marcus knill
um
20:20
Stellenwert der CARE-Arbeit
Notiert von
marcus knill
um
20:13
Donnerstag, 27. Januar 2011
"Wer nicht lügen kann, weiss nicht was Wahrheit ist" (Nietzsche)
Luegen - flunkern - täuschen - beschönigen
Alle möchten Lügner entlarven können. Dies ist jedoch nicht so einfach.
Es gibt Grenzen bei der Lügenerkennung!
Am Morgen des 26. Januar 2011 beschäftigte sich DRS 1 im Treffpunkt mit dem Schwerpunktthema "Lügen". Die Sendung wurde mit folgendem Text angekündigt:
**************************
__________________________
Fünfzig Mal pro Tag sagen wir nicht die Wahrheit. Dies behaupten zumindest verschiedene Studien. Wir flunkern, sagen nicht alles und reden unsere Biographie schön. «Treffpunkt» geht der Frage nach, ob das tatsächlich verwerflich ist.
Nicht immer ist die Wahrheit förderlich. Kürzlich hat die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch in einem Interview zugegeben, dass sie fast täglich einmal bereue, in dieses Amt gewählt worden zu sein. Es hagelte Kritik, die sich mit ein wenig Unwahrheit wohl hätte vermeiden lassen.
«Treffpunkt» zeigt auch auf, wie wir das Lügen als Kinder lernen und wie Erwachsene mit dem Widerspruch umgehen, dass sie den Kindern verbieten zu lügen, es selber aber dauernd tun.
*************************
Weil ich mich seit Jahren mit der Thematik Kommunikation und Lüge beschäftigte, durfte ich im Studio bei dieser Sendung mit dabei sein.
LINKS: Meine Betiräge in rhetorik.ch
Wichtig schien mir, schon am Anfang der Sendung fest zu halten, dass wir nur dann von Lüge reden können, wenn der Sender (Lügner) eine Aussage macht, von der er weiss oder vermutet, dass sie unwahr ist und beabsichtigt , dass diese Aussage geglaubt wird. Wenn er nicht weiss, dass die Aussage falsch ist, sprechen wir von Unwahrheit. Wenn eine Person das felsenfest glaubt, was er sagt (gibt es oft bei Zeugenaussagen), so handelt es sich nicht um eine Lüge.
Warum lügen wir?
Die Menschen lügen vor allem aus, Scham, Höflichkeit (Sie haben eine schöne Einrichtung), aus Angst vor unangenehmen Konsequenzen, aus Unsicherheit oder in einer Notsituation (Notlüge). Man will die eigene Person, andere Personen oder Interessen schützen. Möglicherweise auch, um Konflikten aus dem Weg gehen, mitunter auch aus Unsicherheit. Man will sich durch die Lüge einen Vorteil verschaffen (falsche Erfolgszahlen bei der Bank, um einen Kredit zu bekommen) oder man will das eigene Image aufmöbeln (Ausbildung, Titel usw.)-->Wunsch nach Anerkennung.
Es gibt viele Variationen des Lügens (schwindeln, flunkern, beschönigen, betrügen).
Die Forschung unterscheidet folgende Kategorien von Lügen:
- DIE SELBSTLUEGE (Das ist die letzte Zigarette)
- DIE NOTLUEGE AUS FREUNDSCHAFT (Man will den Mitmenschen eine Freude machen (Todlangweilige Party= Das war ein schöner Abend)
- DIE GELTUNGSLUEGE (aus dem kleinen Hügel, der in den Ferien bestiegen wurde, wird plötzlich ein Viertausender)
- DIE ANGSTLUEGE (Aus Angst vor einer Trennung, verschweigt man einen Seitensprung )
- DIE SKRUPELLOSE LUEGE (Um sich ins recht Licht zu rücken gibt man den Fehler nicht zu und beschuldigt andere) Andere werden benachteiligt.
Soziologe Peter Stiegnitz erforschte das Lügenverhalten in einer neuen Disziplin der sogenannten MENTIOILOGIE (mentin= lügen). Er stellte Hitlisten von typischen Männer - oder typischen Frauenlügen auf (Nummer 1 bei den Männern war: Das Auto. Nummer 1 bei den Frauen: Das Gewicht)
Werner Stangl verweist in seinen Arbeitblättern über das Lügen darauf hin, dass heute im Internet (Twitter, facebook) - evt. als Selbstschutzmassnahme - sehr viel gelogen wird.
In der Vorbereitung zur Sendung bereitete ich mich auf folgende Fragen vor:
- Zeigt uns nicht die Natur, dass nur derjenige überlebt, der täuschen kann?
Haben doch in heiklen Situationen die Täuschungstalente (Krieg, Wirtschaft, Gericht) mehr Erfolg als jene, die grundehrlich sind?
- Ziehen im Wirtschaftleben nicht jene Führungskräfte den Kürzeren, die nie lügen?
- Welche Signale verraten das Lügenverhalten (Erkennungsmerkmale)?
- Gibt es taugliche Lügendetektoren?
- Wann dürfen wir lügen (Die juristische Seite konnte ich ausklammern, da im Studio eine Juristin mit dabei war)?
Was hat das Wort "VerLEUGNEN" mit lügen zu tun (Wenn wir etwas nicht wahr haben wollen)?
- Wenn die Eltern schon ihre Kleinkinder laufend anlügen (St. Nikolaus, Christkind, Osterhase) müsste man dann nicht auch über diese fragwrüdige Vorbildfunktion nachdenken? Eltern lehren quasi den Kindern das Lügen!
Lügen ist kognitive Schwerstarbeit und stresst den Körper.
Wir können beim Lügenprozess typischen Körpersignale erkennen, die sich bei Ueberraschungs-, Stress-Situationen ebenfalls zeigen. Z.Bsp:
- Druck
- Abweichungen zum normalen Sprechen: Lautstärke - Reduzierte Gestik - Ausweichen mit dem Blick - Erröten - Diktion und Sprache ändert plötzlich - sonderbares Pausenverhalten - erhöhter Schweissaustrieb - Unstimmigkeit in der Stimme, sie wird beispielsweise höher - übertriebenes Verhalten - erhöhte Lidschlagzahl - Pupillen vergrössern sich - Puls erhöht - Atmung reduziert - trockener Mund. Wirtschaftführer beschönigen Negatives: Reden z.Bsp. reden sie in der WIR, statt in der ICH-Form. Es werden extrem übersteigert positive Worte gebraucht (brillant, phantastische Resultate...), obschon es der Firma schlecht geht.
Gefährlich ist das Interpretieren eines einzigen Signales. Die jeweilige Situation und der Kontext müsste bei der Analyse mit berücksichtigt werden. Alle Versuche, Lügen über körpersprachliche Signale zu entlarven sind - sowie alle Experimente mit Lügendetektoren - sind immer noch nicht eindeutig. Von Samy Molcho habe ich gelernt: Wer Lügen erkennen will, muss zuerst alles, was wahrgenommen wird, präzis beschreiben. Dies setzt aber eine gute Wahrnehmungsfähigkeit voraus. Sonst werden wir zu Falsch-nehmern (Falsch-sehern oder Falsch-hörern)
Manager, die gelernt haben, professionell zu lügen, machen sich beim Training dieser Erkenntnisse zu nutzen, indem sie sich bewusst entspannen und die falschen Geschichten völlig verinnerlichen. Sie lernen auch, nie ins Gesicht zu greifen, mit angemessener Gestik den Druck abzubauen und dem Gegenüber offen in die Augen zu schauen.
An der Radiosendung "Treffpunkt" verwies die Erziehungswissenschafterin Marlise Küng auf die Lüge im Zusammenhang mit den sozialen Konventionen. Sie erklärte, wie Eltern bei Konventionsverletzungen intervenieren könnten. Sie wies auch auf die Bedeutung der Sensitivität der Mutter beim Säugling hin und machte bewusst, dass die Lüge eine kognitive Leistung ist.
Urs Zeiser machte deutlich, dass man Menschen nicht auf Grund eines Signales entlarven kann. Für ihn kann ein Mensch in Bezug auf die Gefühle nicht lügen. Er kann zwar die Gefühle zurückhalten. Diese Zurück- HALTUNG erzeugt immer Spannungen, die sich auf den Körper auswirken (Beispielsweise im Knie oder auch im Kiefergelenk).
FAZIT:
Nicht alles was WAHR ist, müssen wir sagen. Doch sollte alles, was wir sagen, sollte ehrlich sein. Es gilt die jeweilige Situation stets mit zu berücksichtigen. Ein Kellner, der lächelt, obschon er traurig ist, lügt nach meinem Dafürhalten noch nicht. Im Gericht gibt es Fragen, bei denen gelügt werden darf und Fälle, bei denen die Lüge strafbar ist. Die Wahrheit sollte dem Gegenüber nie wie ein nasses Tuch ins Gesicht geschlagen werden. Das WIE vor allem der TON ist sehr sehr wichtig (Wie beim Kritikgespräch). Wer lügt, erhofft sich meist einen Vorteil. Eine Lüge kann irreparablen Schaden anrichten (Ich denke an die Geschichte, bei dem ein Kind bei den Eltern das Vertrauen verloren hatte, nachdem es erst mit 18 Jahren erfuhr, dass es angelogen wurde über seine Herkunft)
Sendung im Archiv DRS1:
http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/top/treffpunkt/2785.sh10165833.html
"Die sicherste Tarnung ist noch immer die blanke Wahrheit. Die glaubt niemand" (Max Frisch)
***************************************************
ECHO EINES HOERERS:
Dieter Schmalfuss schreibt:
Notiert von
marcus knill
um
11:08