Wertvoller Gedanke an der gestrigen Maturafeier in Schaffhausen
Wirtschaftsförderer Thomas Hollenstein verstand es, in seiner aussergewöhnlichen Maturarede nicht nur eine wertvolle Geschichtsstunde über China zu vermitteln. Als Chinakenner machte er den Maturanden und Gästen in der voll besetzten St. Johannskirche bewusst, dass das Reich der Mitte den totalitären Staat mit der Marktwirtschaft verbindet und den Westen als Vorbild nimmt. Im Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen im Leben der Maturanden müssten die Jugendlichen künftig auch Leistungen erbringen. Disziplin sei eine wichtige Erfolgsformel der Chinesen. Es brauche aber beides "chrampfe und gnüsse". Diese Erfolgsformel bewähre sich in allen Berufen. Das Bild der Balance zwischen Spannung und Entspannung gefiel mir sehr gut. Es ist auch das Leitbild bei meiner Tätigkeit. Dort gilt ständig, angebliche Gegensätze unter einen Hut zubringen. (Konkrete und abstrakte Aussagen/ zuhören und reden/Wort und Bild/Chaos und Ordnung/ Konzentration und Flow d.h. Spannung und Entspannung).
Freitag, 9. Juli 2010
Donnerstag, 8. Juli 2010
Sie suchen alle das Heil: Bei Massenveranstaltungen - Konzerten - in der Politik , bei Sportveranstaltungen
Beachten Sie folgende Bilder - vor allem die Körpersprache. Zu welcher Erkenntnis kommen Sie? Die Beobachtungsübung gibt Stoff für eine spannende Diskussion. Spielregel: Beschreiben - dann interpretieren.
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marcus knill
um
21:18
Auch für Angela Merkel - sie wollte die Erfolgswelle der deutschen Mannschaft für sich nutzen - hat die Niederlage Folgen. Sie glaubte, im Schatten des WM Spektakels könne sie die Gesundheitskosten heimlich erhöhen. Merkel hoffte, die Siege der deutschen Mannschaft würde ihre negative Botschaft überdecken. Nach der Niederlage werden nun sicher unangenehme Fragen gestellt, die auch die deutsche Politik beeinflussen können. Menschen die gefrustet sind, suchen bekanntlich nach Blitzableitern. Angela Merkel muss sich deshalb vorsehen. Der Stromschlag wird kommen.
0:1-Niederlage
Frust und Aggression
Notiert von
marcus knill
um
09:23
Mittwoch, 7. Juli 2010
Stellen Sie sich vor:
Es würde an allen Spitälern an Chirurgen mangeln und in der Zeitung steht folgendes Inserat:
Falls Sie gelernter Metzger sind, melden Sie sich bei der Gesundheitsbehörde. Wir geben Ihnen Gelegenheit als Chirurg zu arbeiten. In einem Sonderlehrgang erhalten sie in 6 Monaten die provisorische Zulassung und haben die Chance nach einer Zwischenprüfung als ordentlicher Chirurg in Spitälern tätig zu sein.
Spass beiseite. Aehnliches spielt sich derzeit beim akuten Lehrermangel ab.
Es fehlen fürs neuen Schuljahr immer noch Hunderte von Volksschullehrern. Die Behörden griffen deshalb in dieser prekären Situation zu einem ähnlichen Schritt, wie beim erwähnten supponierten Chirurgenmangel. Es werden jetzt Berufsleute als Lehrer eingesetzt. Sie müssen nur bereit sein, an Stelle eines Hochschulstudiums einen Schnellkurs zu besuchen.
Weil es bei den Lehrern nicht um Leben und Tod geht, gibt es keinen Aufschrei der Empörung. Es geht ja angeblich NUR um Kinder.
Persönlich vertrete ich jedoch die Meinung, dass bei allen Berufen, bei denen es um das Wohl von MENSCHEN geht, Notlösungen fragwürdig sind, bei denen die Fachkompetenz ausgeklammert wird. Niemandem dürften wir Kinder anvertrauen, bei dem nicht sichergestellt ist, dass er mit Menschen umgehen kann und das notwendige Fachwissen hat.
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marcus knill
um
13:56
Dienstag, 6. Juli 2010
Die Erfolgsformel des deutschen Fussballteams
1. Bundestrainer Joachim Löw plante immer alle Details minutiös. Er liess beispielsweise auch die Trainingspiele in 3D aufzeichnen und analysierte dann alle Details in Gruppengesprächen.
Bundestrainer Joachim Löw
3. Konditionell brachte Löw die Mannschaft auf einen enorm hohen Fitnessstand. Sam Khedira lief während 437 Spielminuten 56 Kilometer.
4. Die Spieler haben einen unglaublich hohen Teamgeist. Alle tragen
schwarz-rot-goldenen Armbänder. Es gibt auch keinen Neid, keine Streitereien.
5. Der bewährte Bayernblock stärkte der ganzen Mannschaft das
Selbstbewusstsein.
6. Der Austausch zwischen A- Mannschaft und dem Nachwuchs wurde bewusst gefördert. So sind 6 aktuelle U 21 Spieler nach Südafrika mitgenommen worden
7. Die vielen Ausfälle gaben dem Team ein völlig neues
Zusammengehörigkeitsgefühl. Jeder traut sich mehr zu, weil sich jeder mehr zutrauen muss.
8. Fussballer mit ausländischen Wurzeln wurden völlig integriert.
9. Zur Förderung der Motivation beeinflusste der Extrembergsteiger
Reinhold Messmer das Team vor den Wettkämpfen. Messmer sprach über die Thematik Grenzerfahrungen.
Reinhold Messmer
10. Die Fans brachten die Spieler in eine Stimmung der Euphorie. Die Welle der Begeisterung schwappte durchs ganz Land und beflügelte die Spieler.
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marcus knill
um
21:34
Sonntag, 4. Juli 2010
Dokumentation für die Einzelcoachings von dieser Woche:
Zu den Intensivseminaren der kommenden Woche:
Auftritt in der Oeffentlichkeit Aus der Praxis für die Praxis Wichtige Hinweise im "Umgang mit Medien und Journalisten" Der rote Faden
Zur Einstimmung folgender Beitrag ( LINKS):
Kommunikation und Medien
Oeffentliche Auftritte
|
von Marcus Knill
Medienauftritte
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Beantworten Sie folgende Fragen:
Das Telefon kingelt. Ein Journalist meldet sich und will von Ihnen eine Auskunft über PS.
Wie verhalten Sie sich?
- Kennen Sie das Kommunikationskonzept Ihrer Institution?
- Können Sie die Telefonnummern der Informationsverantwortlichen sofort abrufen?
************************
Falls Sie Auskunft geben müssen:
UEBERZEUGEN DURCH.....
Sie ueberzeugen, wenn Sie
* sich natürlich, situationsgerecht verhalten (kein Theater spielen)
* überlegen vor dem Sprechen (denken, dann sprechen!)
* Gefühle nicht ausklammern
* nicht an die Mimik und Gestik denken
* sich verständlich ausdrücken
* eine EINFACHE SPRACHE wählen
* EINEN KERNGEDANKEN (EIN ARGUMENT, EINE ANTWORT) mit einem BILD, einer ERZAEHLUNG, einer GESCHICHTE koppeln
Sie werden abgelehnt, wenn Sie
* sich künstlich und affektiert verhalten
* während des Sprechens an sich denken
* die Emotionen kontrollieren
* Theater spielen
* eine Spachebene wählen, die nicht zur Situation passt
* zu lange reden oder zu kompliziert, zu abstrakt und zu vage formulieren
* zu perfekt sind
Sie überzeugen vor allem durch Ihre Person. Erst in zweiter Linie interessiert sich das Publikum oder Ihr Gegenüber für den Inhalt. Dies klingt zwar hart, trifft aber zu.
Ein Redner, der sich nicht "verkaufen" kann, besser: Der nicht zu sich steht (seine Schwächen und Stärken nicht kennt), der nicht "im Lot ist", der überzeugt nicht, selbst dann, wenn er die besten Argumente auf seiner Seite hat.
Oder umgekehrt: Jemand, der beim Publikum ankommt, kann sich sogar erlauben, einmal etwas schwächere Argumente vorzubringen. Weil man die Person sympathisch findet, fällt es schwerer, sich der Argumentation zu verschliessen.
LINKS:
rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten
WICHTIGE ERKENNTISSE AUS DER PRAXIS:
Das Antizipieren (Wir können die meisten Fragen gedanklich vorbereiten)
Achtsamkeit, das heisst: Sich auf ETWAS 100%ig konzentrieren können
Ich wiederhole bewusst:
- Natürlich bleiben (authentisch bleiben - trotz ungewohnter Umgebung)
- EIN-fach reden, EIN-deutig antworten
- Narrative Rhetorik nutzen (EIN persönliches Erlebnis, EINEN Fall, EINE Geschichten oder EIN Beispiel erzählen)
FAZIT:
Sie müssen wissen,
- wie Journalisten arbeiten
- wie Sie sich bei Medienanfragen verhalten müssen
- dass jeder Medienauftritt eine Chance ist
- Dass Medienauftritte geübt werden müssen
*************************
Zur Vertiefung der Thematik:
Selbstmanagement
Selbstmanagement. ... Selbstmanagement. von Marcus Knill. "Selbst" - ein Schlüsselwort der Kommmunikation", Handelszeitung, 29. Oktober - 4. ... www.rhetorik.ch/Selbst/Selbst.html -Medienauftritte
rhetorik.ch aktuell: Ärzte vor Mikrofon und Kamera1. Febr. 2009 ... Sie haben vor dem Auftritt zu klären, was gesagt wird und was noch nicht erwähnt wird. Was sie vor Mikrofon und Kamera äussern, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/02_01/index.html - Cached - Simil |
Notiert von marcus knill um 06:17
Notiert von
marcus knill
um
13:05
Die Deutschen sind bereits im Siegesrausch- und wie!!
Ich bin durch eine kleine deutsche Stadt gefahren. Ich wähnte mich in Italien: Hupkonzerte - Autokorsos - Jubel und südländische Ausgelassenheit der sonst so trockenen deutschen Fans. Als wären die angesäuselten Jubler selbst schon Weltmeister. In der Schweiz kommt diese Selbstüberschätzung der Deutschen nicht gut an. Falls Deutschland den Halbfinal und den Final auch noch siegreich überstehen würde: Wie lässt sich diese Ausgelassenheit noch steigern?
Doch: Es ist noch nicht so weit.
Um das Video zu sehen, den obigen Link "Mehr Videos zum Thema" anklicken.
Den Politikern - vor allem der Kanzlerin - kommt diese Welle der Entrückung gelegen. So lassen sich politische Zeitprobleme wie "Ueberschuldung" oder "Parteienstreit" übertünchen. Angela Merkel geniesst es jednefalls, auf der Welle des Sporterfolges zu reiten.
Notiert von
marcus knill
um
09:54