Samstag, 1. Mai 2010

Gedanken zum 1. Mai

Unten zitiere ich den Beobachter. Ich teile die Ansicht, dass es am Tag der Arbeit darum geht, die Beherrschung nicht zu verlieren. Es geht darum, sich für den Arbeitsfrieden engagieren und sich für und die Gerechtigkeit Arbeitnehmer - Arbeitgeber einzusetzen. Bedenken wir:

Aus Worten werden Gedanken

Aus Gedanken werden Handlungen

Aus Handlungen werden Gewohnheiten

Es lohnt sich somit, die Worte der Plakate und Reden ernst zu nehmen.

Zitat:

Mit dem unverhohlenen Aufruf zum kollektiven Amoklauf und einem Plakat, das Dollarzeichen, eine geballte Faust und einen Totenkopf vor explodierenden Bomben zeigt, provozierte das Komitee bereits im Vorfeld des Feiertags geharnischten Protest.

Die SP reagierte irritiert, die grossen Gewerkschaften Unia, VPOD, Kommunikation und Comedia nahmen schon mal Sicherheitsabstand vom Slogan.

In der Tat ist das Motto des 1.-Mai-Umzugs eine Torheit erster Güte.

In Zürich sorgen ein paar Dutzend Extremisten regelmässig für wüste Krawalle im Anschluss an den offiziellen Arbeitnehmerumzug. Wiederholt wurde deshalb die Forderung laut, den Protestmarsch zu verbieten oder gleich den ganzen Feiertag abzuschaffen. Ausgerechnet vor diesem Hintergrund schürt das 1.-Mai-Komitee das Feuer. «Hinter unserem Motto steckt ganz klar eine politische Botschaft», sagt Anna Klieber (AL), Mitorganisatorin des Umzugs. Der Slogan sei ein Wortspiel und mitnichten ein Aufruf zur Gewalt: «Dieser Vorwurf ist weit hergeholt.»

Natürlich wäre es naiv, zu glauben, die Krawallmacher würden sich allein von einem Motto beeinflussen lassen. Aber der Slogan wird vernünftigere Leute vom Umzug fernhalten. Der Tag wird so quasi offiziell zum Randale-Ventil, dem man am liebsten nicht zu nahe kommt.Dabei gabs selten so viel Grund für eine kraftvolle 1.-Mai-Feier wie in diesem Jahr. Grenzenlose Gier der Banken, Abbau der Arbeitslosenversicherung, unkontrollierte Zuwanderung, Lohndumping, exorbitante Wohnungspreise und eine ebenso verharmlosende wie ratlose Politik fordern geradezu auf zum Protestmarsch.

Auf die Strasse gehen – für fairere Regeln

Doch statt die Dissonanzen zu benennen, statt klare Forderungen zu stellen, statt möglichst viele Leute mit phantasievollen Aktionen anzusprechen, wird signalisiert, es könne genügen, die Beherrschung zu verlieren und Unanständigkeit mit Unanständigkeit zu kontern.

Das Gegenteil wäre geboten.

Wir müssen die Beherrschung wieder gewinnen.

Über abgehobene Banker und zockende Spekulanten, über raffgierige Investoren und schamlose Immobilienhaie, über Steuerbetrüger und -hinterzieher, Sozialabbauer und Sparübungen am falschen Ort. Wir müssen jenen den Rücken stärken, die den staatstragenden Mittelbau bilden (siehe Artikel zum Thema) und die sich je länger, je mehr betrogen fühlen.

Freitag, 30. April 2010

Aufruf zur Gewalt im Internet?

Das Plakat spricht für sich. Die Folgen sehen wir morgen.

Antifa-Plakat 1. Mai ZH Fazit: In Zürich konnten die Chaoten dank geschicktem Polizeikonzept in Schach gehalten werden. Der Sachschaden hielt sich in Grenzen.

Dafür konnte sich der schwarze Block in Basel ausleben. Die Taktik "Gewähren lassen", "Zurückhaltung üben" hatte bei Jugendlichen keinen Erfolg. Denn sie wüteten aus Langeweile - aus Lust an der Zerstörung!

Ich zitiere blick:

Häuser, Trams, die UBS, Luxus-Karossen: Alles versprayt, im Steine-Hagel oder in Brand gesetzt. Zum 1. Mai erlebte Basel gestern einen Gewaltausbruch von rund 120 vermummten Chaoten. Die Polizei konnte dabei nicht mal ihr eigenes Quartier schützen: Der «schwarze Block» setzte die Polizeiwache Clara unter Dauerbeschuss. Erst schleuderten die Zugsteilnehmenden noch Farbbeutel, Stühle, Fahrräder und Steine gegen das Gebäude. Dann griffen sie zu gröberem Geschütz: Ein Molotow-Cocktail landete im Eingangsbereich des Postens, so dass dieser augenblicklich in Vollbrand stand . Die Feuerwehr konnte das Feuer schliesslich stoppen. Nach diesem Angriff flüchteten die Demonstranten. Die Polizei nahm rund 15 Tatverdächtige fest. Gegen die 13 Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 17 und 41 Jahren aus der Region Basel wurden Strafverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Weitere Ermittlungen sind im Gange.

Abgefackelte Luxus-Karossen

Zur gleichen Zeit musste die Feuerwehr ein vermutlich von den Chaoten in Brand gestecktes Fahrzeug löschen. Das Auto brannte vollständig aus. Das Feuer beschädigte auch ein Gebäude. Schon am frühen Morgen des 1. Mai mussten in Basel drei Luxuskarossen dran glauben: Zwischen 2 und 3 Uhr wurden bei einer Garage an der St. Alban-Anlage zwei Porsches vollständig zerstört. Ein weiteres in der Nähe parkiertes Fahrzeug wurde ebenfalls ein Raub der Flammen. (SDA/bih)

ZUM BURKAVERBOT:

Politiker machen ernst: Runter  mit dem Schleier!
Video

Endlich wagt es ein Land, die Totalverhüllung zu verbieten

«Mobiles Gefängnis»

29. April 2010

Belgien verbietet die Burka

Belgien hat als erstes europäisches Land ein Burka-Verbot auf den Weg gebracht.

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Dieses Bild wird in Belgien nicht mehr zu sehen sein: Die Burka wird verboten. (Bild: Keystone)

Das Parlament in Brüssel stimmte am Donnerstag ohne Gegenstimmen für das Verbot der Vollverschleierung von muslimischen Frauen, das an allen öffentlichen Orten gilt.

136 Abgeordnete stimmten für das Gesetz, zwei enthielten sich. Der Text verbietet «das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt».

Darunter fallen also die Burka, die ein Stoffgitter vor die Augen setzt, und der Nikab, bei dem ein Sehschlitz frei bleibt. Allerdings wird keines der Kleidungsstücke ausdrücklich genannt. Normale Kopftücher sind ohnehin nicht betroffen, Ausnahmen gibt es für Verkleidungen an Karneval oder für Schutzhelme.

Das Verbot gilt an Orten, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Darunter fallen nach Auskunft von Parlamentariern neben Strassen, Parks und öffentlichen Gebäuden auch Geschäfte und Restaurants. Würde eine Frau dort verschleiert angetroffen, drohen ihr Geldstrafen und/oder Haft von einem bis zu sieben Tagen.

«Mobiles Gefängnis»

Die Würde der Frau bildete ein Hauptargument der Parlamentsdebatte. «Die Burka ist ein mobiles Gefängnis», sagte der flämische Liberalen-Abgeordnete Bart Somers. Georges Dallemagne von der gemässigten frankophonen Partei Cdh machte geltend, dass Kleidungsstücke wie Burka oder Nikab oft nur «den sichtbarsten Angriff auf die Rechte der Frau darstellten».

«Wir hoffen, dass uns Frankreich, die Schweiz, Italien, die Niederlande, die Länder, die darüber nachdenken, folgen», sagte der frankophone Liberale Denis Ducarme.

In Belgien stelle die Burka allerdings eine Randerscheinung dar und dürfe nicht mit dem muslimischen Glauben gleichgesetzt werden. «Wir respektieren den Islam.» Schätzungen zufolge tragen nur ein paar Dutzend Frauen in Belgien in Burka, so dass das Votum eher ein politisches Signal ist.

Inkrafttreten noch unklar

Wegen der innenpolitischen Krise ist unklar, wann das Gesetz in Kraft tritt. Der Sprachenstreit zwischen Flamen und Frankophonen hatte zum Rücktritt der Regierung von Yves Leterme vor einer Woche geführt. Neuwahlen im Juni sind wahrscheinlich.

Der Senat könnte das Gesetz zwar nicht blockieren, aber noch prüfen. Ob dies noch vor den Wahlen gelingt, ist fraglich.

Ein Burka-Verbot wird in halb Europa derzeit diskutiert:

In FRANKREICH soll ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung noch vor der Sommerpause ins Parlament. Mit dem Gesetz will die Regierung jegliche Vermummung im öffentlichen Raum verbieten. Eine Resolution soll begleitend klarstellen, dass Burka und Nikab in Frankreich nicht erwünscht sind, wo mit über fünf Millionen Menschen die grösste muslimische Gemeinde Europas lebt.

Mehrere Gesetzentwürfe für ein Verbot der Vollverschleierung sind in den NIEDERLANDEN in Vorbereitung. Die geplanten Verbote betreffen unter anderem Schulen und den öffentlichen Dienst.

In ÖSTERREICH erklärte der sozialdemokratische Bundeskanzler Werner Faymann jüngst, er könne sich ein Burka-Verbot vorstellen. Die mitregierende konservative ÖVP plädiert aber zunächst für eine breite Debatte. Das rechtspopulistische Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) will demnächst einen Gesetzentwurf für ein Burka- Verbot ins Abgeordnetenhaus bringen.

In DÄNEMARK kündigte die rechtsliberale Regierung Ende Januar an, die Verschleierung zu «bekämpfen». Kopenhagen verzichtet zwar auf ein Gesetz, setzt aber darauf, dass Schulen, Behörden und Firmen so scharf wie möglich gegen die Vollverschleierung vorgehen.

In ITALIEN untersagen Regelungen zum «Schutz der öffentlichen Ordnung» seit 1975, sich in öffentlichen Einrichtungen zu vermummen - ganz gleich ob mit einem Schleier oder einem Motorradhelm. Die mitregierende rechtspopulistische Lega Nord brachte 2009 einen Gesetzentwurf ein, der eine Strafe von maximal 2000 Euro vorsieht, wenn Menschen aus religiösen Gründen ihr Gesicht unkenntlich machen.

Auch in der SCHWEIZ ist die Forderung nach einem Burka-Verbot vereinzelt laut geworden. Der Bundesrat stellte jedoch Ende Februar klar, dass er kein Verbot der Vollverschleierung will. In der Schweiz gebe es nur wenige Frauen, die einen Ganzkörperschleier trügen, argumentierte er. Zudem ermögliche ein komplett verschleiertes Gesicht diesen Frauen, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ohne Schleier würde sie bloss zuhause weggeschlossen.

(sda) aus TAGI

Kommentar: Die Begründung des Bundesrates überzeugt nicht. Bei Kontrollen, in der Oeffentlichkeit, beim Autofahren, in einer Bank oder zur Identifizierung muss das Gesicht erkennbar sein. Wer nichts zu verbergen hat, darf das Gesicht zeigen. Es gibt auch keinen Grund, Kriminellen oder Gewalttätern das Vermummungsverbot aufzuheben. Die Argumentation eine Frau würde sonst zu Hause eingesperrt, wenn man sie nicht im Kleidergefängnis herumlaufen lässt, ist eine sonderbare Begründung.

Nachtrag:

Ein Burkaverbot für ganz Europa?

Nach dem belgischen Votum fordert die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, dass sämtliche Mitgliedstaaten den Ganzkörperschleier verbieten. Die Verhüllung verunsichere sie, so Silvana Koch-Mehrin.

Muss bald Strafe zahlen, wenn sie den Schleier  trägt: Eine 22-jährige Französin am 26. April vor dem belgischen  Parlament in Brüssel.

Muss bald Strafe zahlen, wenn sie den Schleier trägt: Eine 22-jährige Französin am 26. April vor dem belgischen Parlament in Brüssel.

«Die Freiheit darf nicht so weit gehen»: Silvana Koch-Mehrin, hier im Europaparlament in Strassburg.

Nachdem das belgische Parlament den Ganzkörperschleier für Belgien verboten hat, fordert nun die Vizepräsidentin des europäischen Parlaments, die deutsche FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin, ein Verbot des Ganzkörperschleiers auch für ganz Europa.

Die Burka sei ein massiver Angriff auf die Rechte der Frau, schrieb Koch-Mehrin in einem Gastbeitrag für die «Bild am Sonntag». «Ich wünsche mir, dass auch in Deutschland - und in ganz Europa - das Tragen aller Formen der Burka verboten wird.» Wer Frauen verhüllt, nehme ihnen das Gesicht und damit ihre Persönlichkeit. Die Burka sei «ein mobiles Gefängnis», so Koch- Mehrin.

«Werte, die wir nicht teilen»

«Die vollständige Verhüllung von Frauen ist ein aufdringliches Bekenntnis zu Werten, die wir in Europa nicht teilen», schrieb die Vorsitzende der FDP im EU-Parlament weiter. Niemand solle in seiner persönlichen Freiheit und in seiner Religionsausübung eingeschränkt werden.

«Die Freiheit darf aber nicht so weit gehen, dass man Menschen öffentlich das Gesicht nimmt. Jedenfalls nicht in Europa», so Koch-Mehrin. Zugleich bekannte sie, dass verschleierte Frauen auf der Strasse bei ihr Befremdung auslösen: «Ich gebe offen zu: Wenn mir auf der Strasse voll verschleierte Menschen begegnen, bin ich irritiert. Ich kann nicht einschätzen, wer da mit welcher Absicht auf mich zukommt. Ich habe keine Angst, aber ich bin verunsichert.» (oku/sda)

Nicht alle Bekleidungen verhüllen das Gesicht. Es geht nur um die Gesichtsverhüllung- die Niqab und die Burka.

storybild

Burka

Nachtrag Tagi:

Vorstoss für ein Schweizer Burka-Verbot

01.05.2010

Diese Woche hat Belgien als erstes europäisches Land die Vollverschleierung verboten. Jetzt soll die Schweiz folgen: CVP, FDP und SVP drängen auf ein Burka-Vebot.

Auch in der Schweiz zunehmend umstritten: Frau  mit Burka.

Auch in der Schweiz zunehmend umstritten: Frau mit Burka. Bild: Keystone

Lesenswerte Gedanken zur Thematik Clemens Studer:

Burka und Nikab nehmen ihren Trägerinnen das ­Gesicht. Sie sind nicht als ­eigenständige Persönlichkeiten erkennbar. Darin sind sich alle einig. Sogar die Fundamentalisten, die ihre Frauen und Töchter in diese mobilen Gefängnisse zwingen. Es ist von ihnen so ­gewollt. Voll verschleierte Frauen widersprechen allen Werten, derer sich unsere Gesellschaft zu Recht rühmt und die es immer wieder aufs Neue zu verteidigen gilt. Noch sind es wenige Verschleierte in Europa und in der Schweiz vielleicht ein paar Dutzend. Aber darf die Zahl der Betroffenen ein Argument gegen das ­Verbot unerwünschten Ver­haltens sein? Natürlich nicht! Nur weil es im Verhältnis zu allen Männern relativ wenige Vergewaltiger gibt, ist Vergewaltigung trotzdem nicht erlaubt. Selbstverständlich ist es mit einem blossen Verbot nicht getan. Wenn die Burka-Trägerinnen dann einfach in ihren Wohnungen gefangen gehalten werden, ist für die Menschenrechte nichts gewonnen. Darum braucht es zusätzliche Mass­nahmen. Der französische Weg ist gerade deswegen interessant, weil er Sanktionen mit Aufklärung verbindet. Für die Burka-Trägerin gibts eine kleine Busse, die in ­einen Staatsbürgerkurs umgewandelt werden kann – für den Mann ­hinter der Burka-Trägerin eine grosse Busse oder Gefängnis. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche Politiker neben Sanktionen auch auf Bildung und Emanzipation setzen. Bei den Sanktionen ist die Einigkeit derzeit erfreulich gross.

Nachtrag:

«Runter mit den Masken!»

So will die SVP die Vermummung auf Ämtern und in öffentlichen Verkehrsmitteln verbieten. SVP-Nationalrat Oskar Freysinger hat bereits eine Motion mit dem Titel «Runter mit den Masken!» eingereicht.

Die CVP stösst ins gleiche Horn. Parteipräsident Christophe Darbelllay kämpft schon seit längerem für ein Burka-Verbot. Die Vollverschleierung sei «Symbol für Fundamentalismus».

Hardliner sogar in der SP

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Druck auf verschleierte Frauen und ihre Männer steigt

Der Druck auf verschleierte Muslime nimmt in ganz Westeuropa rasant zu. Nicht nur Belgien plant ein Burka-Verbot. In Frankreich wird eine Gesetzesvorlage vorbereitet, die Männer mit Haft und einer Geldstrafe von 15´000 Euro bestrafen, die Frauen zum Tragen von Burka oder Nikab zwingen. Frauen drohen beim Tragen eines Ganzkörperschleiers bis zu 150 Euro Busse.

Das Verschleierungsverbot ist jetzt auch in der EU selber ein Thema. Die Vize-Präsident hat übers Wochenende angeregt, eine einheitliche Lösung für alle Mitgliedsländer zu finden. (roc)

Nachtrag:

Die Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz beim Wandern. (ZVG)

Die Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz beim Wandern. (ZVG)

Für Nora Illi, Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats, ist die Debatte ein Skandal: «Durch ein Burka-Verbot würden die Begriffe Religions- und Kultusfreiheit zur Farce», sagt die Mutter von zwei Töchtern. Und was macht Nora Illi, falls die Schweiz ein Burka-Verbot beschliesst? «Ich würde den Schleier nicht ausziehen.»

"..... Ich würde freiwillig einen lebenslangen Hausarrest antreten.»

Dienstag, 27. April 2010

Vertritt extreme Positionen: Nicolas Blancho,  Präsident des Islamischen Zentralrats.

Vertritt extreme Positionen: Nicolas Blancho, Präsident des Islamischen Zentralrats. Bild: Bruno Schlatter

Obschon rhetorisch geschult, gelingt es den konvertierten Extremisten nicht immer, ihr gefährliches Gedanken zu kaschieren.

Wer den radikalen Fundamentalisten auf den Zahn fühlt, merkt, dass sie sich nicht integrieren wollen.

(Aus TAGI)

Er vertritt nicht einmal ein halbes Prozent aller Musliminnen und Muslime in der Schweiz. Dennoch wird derzeit mehr über ihn berichtet als über alle anderen. Denn der Schweizer Konvertit Nicolas Blancho, der den Islamischen Zentralrat der Schweiz präsidiert, gibt mit seinen Positionen extrem zu reden. Er verlangt eigene Schulen für Muslime, nennt die Steinigung «einen Wert meiner Religion» und möchte seine Organisation als Vertreterin des traditionellen Islams in der Öffentlichkeit etablieren. Das ist ihm spätestens mit dem Auftritt in der «Arena» des Deutschschweizer Fernsehens auf grelle Weise gelungen.

Kontrollieren, überwachen

Die politischen Reaktionen auf Blanchos Ansichten fallen heftig aus. «Dieser Mann ist gefährlich für die Schweiz», sagt zum Beispiel CVP-Präsident Christophe Darbellay; wäre er nicht Schweizer, sondern ausländischer Imam, müsste man ihn als Hassprediger sofort ausweisen.

Was aber fordern die grossen Bundesratsparteien konkret von den radikalen Muslimen in der Schweiz? In erstaunlich vielen Punkten sind sie sich einig: Erstens gelte der Schweizer Rechtsstaat auch für Islamisten, und zwar ohne jede Einschränkung. Zweitens sollen Musliminnen in öffentlichen Ämtern keine Burka tragen dürfen (hier geht Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf von der BDP noch weiter, sie könnte sich sogar ein generelles Verbot vorstellen). Drittens darf es keine Schuldispensierung aus religiösen Gründen geben. Viertens halten es die Parteien aber für kontraproduktiv, den Islamischen Zentralrat einfach zu verbieten. Dann nämlich, sagt der Bieler Stadtpräsident und SP-Nationalrat Hans Stöckli, «gehen diese Leute einfach in den Untergrund». Fünftens aber solle man solche Organisationen überwachen und kontrollieren. Dazu müsse erst, sagt der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller, endlich das neue Staatsschutzgesetz installiert werden. Dieses war vom Parlament im letzten Jahr an den Bundesrat zurückgewiesen worden, die beiden Kammern kritisierten übermässige Eingriffe in die Grundrechte.

Über die Gemeinsamkeiten hinaus sind auch Unterschiede in den Positionen auszumachen, wenn auch keine besonders grossen. Die SVP widersetzt sich auch dem Anspruch von Muslimen auf besondere Grabesregeln in öffentlichen Friedhöfen: Wenn schon, müssten dazu private Friedhöfe nach kantonalem Recht errichtet und auch privat finanziert werden. Der Nationalrat hat unlängst zwei SVP-Vorstösse überwiesen. Der eine verlangt eine Bewilligungspflicht für Imame in der Schweiz, der andere die Ausweisung islamischer Hassprediger. Zustimmend sagt CVP-Präsident Darbellay, seine Partei bekämpfe Hassprediger und Fundamentalisten und halte überhaupt nichts von Koranschulen und Parallelgesellschaften.

Bärtige Männer, verhüllte Frauen

Selbst Hans Stöckli von der SP findet, man habe den Islamismus in der Schweiz «als Problem zu lange unterschätzt, jetzt müssen wir uns intensiv damit auseinandersetzen». Er ist sich aber mit der Genfer Liberalen Martine Brunschwig einig, dass sehr viel über Islamisten gestritten und fast nie über die grosse Mehrheit der moderaten Muslime gesprochen werde. «Wir müssen differenziert und intelligent reagieren», sagt sie, es gehe nicht an, dass einige Extremisten eine ganze Bevölkerungsgruppe diffamierten.

Dieselbe Forderung gelte auch für die Medien, findet die Islamwissenschaftlerin Amira Hafner-Al-Jabaji. Ihr fällt seit längerem auf, dass mit Vorliebe über bärtige Männer und verhüllte Frauen berichtet werde, «das garantiert natürlich auch das bessere Bildsujet». Weltlich lebende, tolerant denkende Muslime wären dagegen kaum je ein Medienthema, «denn die sind nicht spektakulär genug». Der Islamische Zentralrat von Nicolas Blancho hat nach eigenen Angaben rund 1000 Mitglieder. In der Schweiz leben schätzungsweise 350'000 bis 400'000 Muslime.

Montag, 26. April 2010

Welche Pracht - diese blühenden Magnolien

magnolien

Sonntag, 25. April 2010

Nigerianische Flüchtlinge: Ineichen schlägt Alarm

Brisante Behauptung von FDP-Nationalrat Otto Ineichen: Zurzeit kämen jeden Monat rund 1000 illegale Flüchtlinge – die meisten kriminell – von Italien über die Schweizer Grenze. Er fordert drastische Massnahmen.

Otto Ineichen stützt sich dabei auf Gespräche mit italienischen Parlamentsabgeordneten. Es handle sich vor allem um Nigerianer. «Die italienischen Behörden animieren Flüchtlinge aus Schwarzafrika, in die Schweiz weiterzureisen», sagt Ineichen in der Zeitung «Sonntag» . Seit Anfang Jahr habe die Kriminalität im Tessin massiv zugenommen.

Ineichen fordert «eine militärische Führungspersönlichkeit», eine Art Migrations-General, der über Massnahmen entscheiden könne, ohne den Bundesrat und die Kantone zu fragen. Polizei und Auffangzentren seien «komplett überfordert». Es brauche «überwachte Migrationszentren. Am besten militärische Camps, wo die Flüchtlinge bleiben müssen, bis abgeklärt ist, ob sie in der Schweiz bleiben dürfen oder nicht.»

BFM-Direktor Alard du Bois-Reymond hatte in einem Interview gesagt, dass 99,5 Prozent der Nigerianer keine Chance auf Asyl hätten, weil sie bloss in die Schweiz kämen, um Geschäfte zu machen.

Graf sagt weiter: «Ein Nigerianer stirbt in den Händen der Polizei. Statt über die Risiken der Spezialflüge zu diskutieren, sind plötzlich die Nigerianer eine unmittelbare Bedrohung für die Schweiz. Und es wird noch nach härteren Massnahmen gerufen.»

Menschen aus Nigeria würden Gefahr laufen, die Sündenböck der Schweizer Asylpolitik zu werden. «Wir befürchten eine neue Welle von Rassismus», so Graf.

Kommentar: Es ist eine Tatsache, dass Nigerianer nicht zurückgeschafft werden können, weil sich Nigeria nicht an die Vereinbarungen hält und die Schweiz alle Nigerianer, die sich einer Ausschaffung widersetzen behalten muss. Die Medien halten sich zurück bei dieser Thematik. Es wird eine neuen Welle des Rassismus befürchtet. Könnte es nicht sein, dass das gezielte Verschweigen dieses Missstandes ein Steilpass für jene politischen Gruppierungen ist, die sich für drastischere Ausschaffungsbestimmungen einsetzen. Als die Medien die Herkunft von Kriminellen verschwieg, profitierte die SVP, nachdem sie diese Verschweigungstaktik entlarven konnte. Es ist ein gravierender Missstand, wenn Kriminelle nicht ausgeschafft werden können und ein Rechtstaat resignieren muss.

Samstag, 24. April 2010

Autofahrt im Schleier: Mehrere Missstände aufgedeckt

Dass sich Menschen in der Oeffentlichkeit nicht vermummen dürfen, müsste gar nicht lange diskutiert werden. Gegen Kopftücher hat sicher niemand etwas einzuwenden (Bergbauernfrauen, Nonnen usw. Das Gesicht ist in diesen Fällen erkennbar). Wenn jedoch Personen identifiziert werden müssen (Bank, Zoll, Autofahren, bei Kontrollen usw.) so darf ein Verhüllungsverbot durchgesetzt werden (so wie bei Demonstrationen). Wer nichts zu verbergen hat, darf das Gesicht zeigen!

Ein Muslem sagte, wenn das Verhüllungsverbot käme, müsste seine Frau zu Hause bleiben. Wenn das nicht zu denken gibt. Es ist verwunderlich, dass Frankreich das Bukaverbot immer noch nicht ratifiziert hat wie die Dänen. Und wie lange geht es noch in der Schweiz, bis....?

(Aus TAGI)

Der Fall einer Muslimin, die mit Gesichtsschleier Auto gefahren war, zieht in Frankreich immer weitere Kreise. Es geht um 22 Euro, Polygamie und erschlichene Sozialhilfe. Mehr...