Mittwoch, 20. Januar 2010

Peter Hasler wird neuer Post-Präsident

Nachfolger von Claude Béglé

Peter Hasler
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Peter Hasler (Bild: Reuters)
Der Bundesrat hat Peter Hasler, den früheren Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Post ernannt. Er tritt ab sofort die Nachfolge von Claude Béglé an, der am Dienstag zurückgetreten ist.

tsf. Die Post-Spitze bleibt nur wenige Stunden unbesetzt. Bereits am Tag nach dem Rücktritt Claude Béglés hat der Bundesrat überraschend Peter Hasler, den früheren Direktor des Arbeitgeberverbandes, zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Post gewählt.

Nicht nur Cyberchondrie kann Aengste auslösen

EinBILDungen beeinflussen unsere Psyche und Befindlichkeit

Dass die Kraft der Einbildung nicht unterschätzt werden darf, habe ich von einem Neurologen erfahren. Als ich der Gruppe in einem Intensivseminar folgendes Bild gezeigt hatte, nutzte ich sein Wissen.

Hier das Bild, das ich gezeigt hatte: Ein Mädchen wärmt sich die Hände an einem Feuer aus gelben-orangen und roten Papierschnitzeln. Es ist kalt und das Mädchen bildet sich nur ein, es sei ein echtes Feuer.

Ich fragte nun den erfahrenen Arzt aus Oesterreich, ob man wissenschaftlich nachweisen könnte, dass die Körpertemperatur des Kindes durch diesen Einbildungsprozess tatsächlich steige und das Kind das Gefühl von Wärme verspüre.

Als mir dies bestätigt wurde, wurde allen im Seminar bewusst, dass die EinBILDung eine nutzbare Kraft sein kann. (Bereiche Motivation, Selbstheilung, Therapie, Lernen usw.)

Zur Hypochondrie

Laut einem Beitrag 20 Min (18.1.10) holen sich immer mehr Leute im Internet Gesundheitsinformationen. Die gelesenen Gefahren mit den denkbaren Folgen führen oft dazu, dass sich die Menschen - wegen des Gelesenen - schwere Krankheiten einbilden und zum Cyberchonder werden. Symptome von harmlosen Krankheiten können so nach dem "Recherchieren im Netz" zu schweren Krankheiten führen und die Leser leiden dann unter Aengsten. Diese Aengste lösen dann ernsthaften Erkrankungen aus, ohne dass es dazu einen objektiven Befund gibt. Heute machen sich bis zu 10 Prozent der Patienten vor der Arztkonsultation im Internet eine Prognose und suchen (nach Felix Huber, Aerztenetzwerk MEDIX Zürich) eine Erklärung für Ihre Beschwerden. Viele verlieren jedoch beim Surfen und Lesen die Uebersicht.

Bei allen Beeinflussungsprozessen spielen EinBILDungen eine grosse Rolle.

Es ist übrigens auch erwiesen, dass Leute nach dem Lesen der Beipackzettel bei Medikamenten nachher die möglichen Nebenwirkungen recht schnell verspüren. Wenn beisüielsweise im Beipackzettel steht: Das Medikament könnte zu Uebelkeit und Appetitlosigkeit führen. wird es es nachher tatsächlich übel. Als mich vor Jahren ein Autofahrer als Velofahrer auf dem Velostreifen angefahren hatte und die Knieverletzung operiert werden musste, sagte ich dem Anästhesiearzt: Hören Sie, ich bin ein Hypochonder. Alle denkbaren negativen Auswirkungen der Narkose beeinflussen mich negativ. Ich weiss: Aus juristischen Gründen müssen Sie mir alle möglichen negativen Folgen aufzählen. Aber ich will es nicht hören. Mit guten Gefühlen erwachte ich aus der Narkose.

Einbildungen können auch hilfreich sein

Beim "Autogenen Training", bei Motivationsprozesse, Lernbilder werden Bilder zur Beeinflussung genutzt. Uebrigens basiert die Wirkung der Hypnose ebenfalls auf der Wirkung von EinBILDungen. Argumente überzeugen vor allem mit Bildern.

Die Werbung - auch Parteien- nutzen die nachhaltige Wirkung von Bildern.

Bei Kommunikationsprozessen können wir uns dank positiven Bildern sehr schnell entspannen und die Stimmung vor einem Auftritt günstig beeinflussen

Auch das BILD (IMAGE), das wir von einer Person haben, beeinflusst die Aussage.

LINKS: IMAGE - EINBILDUNG und BEEINFLUSSUNG :

rhetorik.ch aktuell: Image schlägt Fakten

18. Okt. 2009 ... Aktuell Artikel · Artikel Inhaltsverzeichnis, Suche in Rhetorik.ch: www.rhetorik.ch aktuell: (18. Okt, 2009). Image schlägt Fakten ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/10_18/ - Cached

  1. Die Kraft der Einbildung

    Einbildungen positiv nutzen Beispielsweise, bei Leitbildern, bei Motivationsbildern wird die Kraft der Einbildung genutzt. Uebrigens schon seit Urzeiten. ... www.rhetorik.ch/Einbildung/Einbildung.html - Cached - Similar
    1. Beeinflussung-Manipulation-Propaganda

      5. Apr. 2000 ... Wer sich mit Manipulation auseinandersetzt, sollte sich auch mit den Beeinflussungstechniken vertraut machen. www.rhetorik.ch/Beeinflussen/Beeinflussen.html - Cached - Similar

Dienstag, 19. Januar 2010

So täuschte das Fernsehen das Publikum

Aus 20 min:

Das Rätsel um den doppelten Prêtre

Als das Schweizer TV-Publikum vorletzten Samstag René Prêtre zum Schweizer des Jahres wählte, weilte dieser in Mosambik. Kein Problem – dachten wohl die meisten, für sowas gibt es ja modernste Technik. Die Sache liegt aber anders. Und: Warum stand ein People-Magazin in Mosambik bereit, als der Herzchirurg von der Nachricht «überrascht» wurde?

Nichts war live: Videobotschaft von Herzchirurg René Prêtre nach dem Gewinn des Swiss Award als Schweizer des Jahres im Zürcher Hallenstadion.
(Bild: Keystone)
Info-Box
Der beliebteste Arzt der Schweiz ist noch zu haben Mit komplizierten Herzoperationen rettet René Prêtre kleinen Kindern das Leben. Sein Herz hat der Star-Chirurg derzeit nicht verschenkt – er ist Single. René Prêtre hat alles, was einen Mann sexy macht: Er rettet Leben, sieht blendend aus und ist äusserst erfolgreich im Job – genau wie die Filmstars in den Krankenhausserien. Und aufgepasst, liebe Frauen, nun kommt aus: Prêtre ist Single! «Es stimmt, ich habe momentan keine Beziehung», bestätigt er auf Anfrage von «Sonntag» am Telefon. Doch Prêtre gibt sich bescheiden: «Über mein Privatleben möchte ich lieber nicht reden.» Eins ist klar: Eine Beziehung mit dem smarten Arzt ist für keine Frau einfach, denn René Prêtre ist als leidenschaftlicher Chirurg, der sich international engagiert, im Dauereinsatz. Seit acht Jahren ist er Chefarzt der Herz-Chirurgie am Zürcher Kinderspital (Kispi) und Professor an der Universität Zürich. Gut möglich, dass darum die Ehe mit Gabriela – auch sie Ärztin – in die Brüche ging. Trotzdem feierten die beiden die letzten Weihnachten mit ihren Töchtern Tatiana und Camille. «Wir sind gute Freunde geblieben», so Prêtre, der in seinen Ferien in den vergangen Wochen herzkranke Kinder in Moçambique operierte. Morgen landet er in Zürich, und am Kinderspital gibts einen grossen Empfang für den Publikumsliebling. René Prêtre: «Seit dem letzten Samstag habe ich mehr als 300 SMS und über 400 Email erhalten. Das ist unglaublich. Ich bin ja gespannt was mich in der Schweiz noch alles erwartet.»

Herzchirurg René Prêtre wurde zum Schweizer des Jahres gewählt. Jubel im Saal, doch war Prêtre zum damaligen Zeitpunkt in Mosambik. Dann die Moderatorin: «Wir haben ihm aber die frohe Botschaft überreichen können und wir schalten jetzt nochmal nach Maputo, nach Mosambik, zu ihm», so Sandra Studer. Sekunden später war auf der Grossleinwand im Studio ein freudig überrascht wirkender Prêtre in Arbeitskleidung zu sehen: «Wow, das ist einfach unglaublich, so eine Anerkennung!» Was SF nicht transparent machte, erklärt jetzt der «SonntagsBlick»: Prêtres Statement war Tage zuvor aufgezeichnet worden – für den Fall, dass er gewinnen würde. Sven Sarbach, SF-Redaktionsleiter Events, räumt ein: «Der Satz der Moderatorin wurde in der Hitze des Gefechts nicht ganz korrekt formuliert; sie hätte sagen sollen: 'Für diesen Fall haben wir eine Videobotschaft erhalten.'» Die Botschaft des Arztes aus Mosambik –

die der Rhetoriktrainer Marcus Knill in seinem Blog als spontan, verständlich auf dem Punkt und «hundertprozentig mediengerecht» lobt

– ist also vorproduziert gewesen: «Es sollte auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass das eine echte Live-Verbindung war,» so Sarbach weiter.

Just dieser Eindruck entstand aber, wie die Berichterstattung belegt: Sogar SF selber sprach auf seiner Website von einer «Videoschaltung nach Moçambique», schreibt die «SonntagsZeitung». Und die Täuschung dürfte die Wahl entscheidend beeinflusst haben. Denn René Prêtre, der gemäss Insidern seit Monaten Wahlkampf betrieb, konnte sich schon bei ­einer vermeintlichen Liveschaltung bedanken, als er zuvor einen Swiss Award gewann: «Der Arzt, über knuddelige afrikanische Kleinkinder gebeugt, musste der Nation an Herz und Nieren gehen», schrieb der «Bund».

War alles schon vor dem Voting entschieden? Fragen über Fragen. Klar ist aber: Vielen Zuschauern kam die Sache spanisch vor. Eine weitere Geschichte verwirrt ebenfalls: Weshalb standen die Journalisten im fernen Afrika bereit, als die Wahl aus 18 Nominierten auf Prêtre fiel? Die «Schweizer Illustrierte» gibt gegenüber der «SonntagsZeitung» zu, dass sie sich die künstlerische Freiheit nahm, also von Zürich aus die romantische Szene beschrieb und ein doppelseitiges Jubelfoto abdruckte, das von einem Teammitglied stammen soll.

Publikumsrat schaltet sich ein

«Wenn der Eindruck entstand, das sei live, finde ich das sehr ­bedenklich», sagt Manfred Pfiffner, der Präsident des Publikumsrates, zur «SonntagsZeitung». Sein Gremium habe die Swiss Awards nicht auf dem Radar. «Aber ich werde sie an der nächsten Sitzung zur Sprache bringen.»

(kub)

Auch im Tagi und in der Sonntagspresse wurde ich so zitiert.

Präzisierung:

Der erste Journalist zitierte mich aus meinem Blog und riss einen Satz heraus und vermischte meine positive Beurteilung mit der Täuschung. Alle anderen Medien übernahmen diese Formulierung.

Meine Beurteilung über die rhetorische Leistung des neu erkorenen "Schweizer des Jahres" anlässlich der Verdankung des Preises wurde in verschiedenen Zeitungen übernommen. Obschon sich mein Lob nur auf den rhetorischen Auftritt bezogen hatte, stellte ich heute in einigen Reaktionen (Mail und Tf) fest, dass es viele Leser gab, die davon ausgegangen sind, dass ich bei meiner Beurteilung vom fragwürdige Vorgehen des Schweizer Fernsehens Kenntnis gehabt und auch das Falschspiel des Fernsehens akzeptiert habe. Dies war aber nicht der Fall.

Es liegt mir deshalb daran, nochmals mit aller Deutlichkeit zu unterstreichen, dass sich mein Lob lediglich auf die kurzen, emotionalen, überzeugenden persönlichen Gedanken des Chirurgen bezogen hatte. Dazu sehe ich heute noch. Als ich die Analyse geschrieben hatte, wusste ich noch nichts von der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Ich ging davon aus, dass das Fernsehen die Liveschaltungen vorher minutiös vorbereitet hatte. Wenn jedoch eine Sequenz so präsentiert wurde, als sei sie spontan, finde ich dies nicht nur äusserst unprofessionell. Dies ist und bleibt ein gravierender journalistischer Fehler. Uebrigens: Auch vorbereitet, hatte der neue Schweizer des Jahres aus dem Herzen gesprochen. Er nahm in glaubwürdiger Bescheidenheit die Auszeichnung im Namen aller anderen Helfer entgegen. Alles: Körpersprache, Emotionen, Stimme und Inhalte der Aussage stimmten völlig überein. Sie waren so oder so glaubwürdig! Die journalistische Fehlleistung darf nicht mit der rhetorischen Leistung des Herzchirurgen vermischt werden. Der Fehler im Studio wird bestimmt noch Einiges zu reden geben und die Macher werden aus dieser Panne hoffentlich etwas lernen.

Aus dem Medienspiegel:

Beispiel PERSOENLICH.COM:

SF
Trickserei beim "Swiss Award"
Publikumsrat wird sich mit Sendung beschäftigen.

Stand der "Schweizer des Jahres" schon fest, bevor ihn das Volk per Televoting bestimmte? Diese Frage wirft die "SonntagsZeitung" auf. In der Sendung "Swiss Award" verkündete Moderatorin Sandra Studer vor einer Woche den Überraschungssieger, den Zürcher Herzchirurgen René Prêtre, und sagte kurz darauf: "Wir schalten nochmals nach Maputo." Auf dem Bildschirm sahen die Zuschauer dann den Arzt, der jeweils zwei Wochen im Jahr in der Hauptstadt von Mozambique Kinder mit Herzproblemen operiert, in voller Montur der Arzt: "Wow - einfach unglaublich, so eine Anerkennung."

Ganz anders las sich die Szene gemäss der "SonntagsZeitung" in der "Schweizer Illustrierten", die das Patronat über den Anlass hat: "Als der Fisch serviert wird draussen am Strand, rauscht das Meer, die Luft flirrt bei 29 Grad, reicht Barbara, eine Krankenschwester, ihr iPhone über den Tisch und sagt: ‹Hey René, du bist Schweizer des Jahres!" Die "Schweizer Illustrierte" gibt zu, dass sie sich die künstlerische Freiheit nahm und die romantische Szene von Zürich aus beschrieb. Daneben druckte sie ein doppelseitiges Jubelfoto, das von einem Teammitglied stammen soll.

Und das Schweizer Fernsehen räumt ein, die Botschaft des Arztes aus Mozambique, die der Rhetoriktrainer Marcus Knill in seinem Blog als spontan, verständlich auf dem Punkt und "hundertprozentig mediengerecht" lobt, sei vorproduziert gewesen: "Es sollte auf keinen Fall der Eindruck entstehen, dass das eine echte Live-Verbindung war". Just dieser Eindruck sei aber entstanden, schreibt die "SonntagsZeitung" weiter. Sogar SF selber sprach auf seiner Website von einer "Videoschaltung nach Mozambique". Und die Täuschung dürfte die Wahl entscheidend beeinflusst haben. Denn Prêtre, der gemäss Insidern seit Monaten Wahlkampf betrieb, konnte sich schon bei einer vermeintlichen Liveschaltung bedanken, als er zuvor einen Swiss Award gewann: "Der Arzt, über knuddelige afrikanische Kleinkinder gebeugt, musste der Nation an Herz und Nieren gehen", schrieb der "Bund".

Nun wird sich der Publikumsrat mit der Sendung beschäftigen. "Wenn der Eindruck entstand, das sei live, finde ich das sehr bedenklich", sagt Manfred Pfiffner, der Präsident des Publikumsrates, zur "SonntagsZeitung". Sein Gremium habe die Swiss Awards nicht auf dem Radar. "Aber ich werde sie an der nächsten Sitzung zur Sprache bringen."

Freitag, 15. Januar 2010

Zum dritten Ausbildungstag des neuen Kommunikationslehrganges vom Samstag

AUFBAU DES NEUEN LEHRGANGES (UEBERSICHT):

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1. BAUSTEINE DER RHETORIK (12. Dezember)

2. AUSSAGEN und ARGUEMTNE AUF DEN PUNKT BRINGEN (19. Dez)

3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN (16. Januar)

4. SCHWIERIGE SITUATIONEN UND KUNDEN - Umgang mit Stress (23. Januar)

5. VERHANDELN- aber wie? (30. Januar)

6. PRUEFUNG (6. Februar)

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1. BAUSTEINE DER RHETORIK (12. Dezember)

Sie werden im ersten Modul die wichtigsten BAUSTEINE der angewandten Rhetorik kennen lernen, damit sie diese Erkenntnisse bis zum nächsten Modul festigen können.

1. Der ERSTE Eindruck

Wir lernen uns auch kennen

Sie wissen, wie wir während des Lehrganges arbeiten werden - bis zur Prüfung.

Ich werde Ihnen laufend mitteilen , was prüfungsrelevant ist

2. Start ist die halbe Miete

3. Sich vorbereiten- aber wie?

4. Zeitaspekt

5. Das Wichtigste ist Ihre Einstellung gegenüber dem Kunden und der Sache

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2. AUSSAGEN UND ARGUMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN (19. Dez)

Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation

Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement

  1. Information - Informationsflut

    Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
  2. Zeit managen - aber wie?

    3. März 2002 ... Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu ... www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - Cached - Similar
  3. Knill+Knill Kommunikationsberatung

    Wie können nun Informationsabläufe organisiert werden, damit die Angestellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein ... www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html - Cached - Similar
  4. Die Informationen sammeln – und sinnvoll verarbeiten Beschaffung ...

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View stellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein? In unserem Fall zeichneten wir ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar

Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen

Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen (für Kunden) bei einer Kantonalbank.
Eine Kernbotschaft
So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
  • Einem Bild
  • Einer Analogie
  • Einer Geschichte
  • Einer Erzählung
  • Einem Beispiel
Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass Sie alle verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer Person länger als nur 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild. Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig. Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig einen Eindruck hinterlassen.
  1. Mut zum Vereinfachen

    Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen. www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - Cached - Similar

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3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN (16. Januar)

  1. Hoeren, Hinhoeren, Zuhoeren

    Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören. ... Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen. ... www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell: Zuhören, Fragen, Argumentieren

    27. Apr. 2008 ... www.rhetorik.ch aktuell: (27. Apr, 2008). Zuhören, Fragen, Argumentieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Reden über das Reden ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_27/index.html - Cached
  3. Schweigen können

    Wir haben einmal in einem Seminar den Redeprozess wir folgt skizziert: "Hören bis zum letzten Wort" d.h. konzentriert, aufmerksam zuhören dann warten, ... www.rhetorik.ch/Schweigen/Schweigen.html - Cached - Similar
  4. Überzeugend antworten

    Nur wer sich vorbereitet, zuhört und reflektiert hat die Möglichkeit, ... Ohne konzentriertes Zuhören können wir beim Antworten nicht lenken. ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Simila

Dienstag, 12. Januar 2010

Zum selbskritischen Auftritt Béglés im CLUB

Geschickte Argumentatinsstrategie des angeschossenen Postchefs.

Nach der Phase des Schweigens überzeugte der gelbe König, in dem er die Kritik ernst nahm und Fehler eingestand. Sein Auftritt, seine Argumente überzeugten im CLUB:

1. Er sprach ruhig, bedacht, in lockerer Haltung. Er machte überlegte Pausen, wirkte sicher, sprach nicht hektisch, zeigte keine Anzeichen eines Falschspieles. Nur der gerötete Nacken liess vermuten, dass der Redner gestresst sein musste.

2. Mit den Eingeständnissen - am Anfang der Sendung - gelang es Béglé , Druck wegzunehmen.

- Er gab zu, früher zu schnell und zu laut gewesen zu sein.

- Er gab auch zu, dass der Nestlé Vergleich ein Kommunikationsfehler gewesen war. Alles sei jedoch nur ein Missverständnis gewesen. Er verwies darauf, dass Französisch seine Muttersprache sei.

3. Er verzichtete im CLUB auf eine weitere Medienbeschimpfung. Im Gegenteil: Er nutzte nun die Medien geschickt als Plattform, die (empfohlenen?) Argumenationen zu vermitteln . Leider hatte er sich vor der jüngsten Schweigephase nicht so gut verhalten. Aber der Fernseh-Auftritt war professionell. Er scheint viel gelernt zu haben.

Das Argument, dass es überall schwierig sei, Veränderungen zu akzeptieren, war nachvollziehbar und wurde verstanden.

Die drei Rücktritte schob Béglé der "Postkultur" zu, die wie eine Familie zusammenhält und sich dadurch gegen alles Neue gewehrt hatte. Er verglich sich mit einem Fremden (analog dem bekannten Verhalten der Bevölkerung , Ausländern gegenüber).

Seine Bemerkung: Eine so grosse Welle an Kritik habe er noch nie erlebt. So etwas sei bei ihm das erste Mal gewesen in seinem Leben, verstärkte das Bild, dass Béglé nur Opfer seines Tatendranges im Dienste der Post wurde.

Wenn es Béglé mit dieser Sendung gelungen ist, Druck weg zu nehmen, könnte es für ihn ein Befreiungsschlag gewesen sein. Wer Schuld auf sich nimmt, kann nicht mehr gut weiter beschuldigt werden. Das zeigt sich immer wieder beim MEA CULPA. Diese selblstkritische Haltung vermisste ich bereits bei Bundesrat Schmid (Nefaffaire) oder bei Bundespräsident Merz (UBS, Geiseln)

Ich habe Béglé in anderen Interviews beobachtet. Da gab er sich leider nie so souverän wei im CLUB

Die angebliche Einsicht (wenn gleich etwas spät) könnte nun den Postchef retten. Bereits im jüngsten NZZ Interview gab er zu, dass er die Tendenz hatte, zu viel zu reden. Wortwörtlich sagte er:

"Dies war wohl ein Fehler. Ich war zu vertrauensselig und habe unterschätzt, was ich auslösen kann, wenn ich laut denke."

Kommentar: Es ist im Grunde genommen ein gravierender Fehler jeder Führungspersönlichkeit, wenn Sie redet, bevor sie denkt.

Früher hatte Béglé genau diesen gravierenden Fehler gemacht. Nun scheint er einsichtiger geworden zu sein. Im Gegensatz zu damals handelte er jetzt bedacht.

Er schwieg längere Zeit vor der Medienoffensive, um genau zu überlegen, wie er sich aus der Schlinge um den Hals befreien kann. Erst dann redete er.

Die Nagelprobe folgt jedoch erst in der Praxis: Hat er es tatsächlich ernst gemeint mit seiner Aussage, die kleinen Poststellen mit dem service public sei wichtig? Auch muss er beweisen, dass er tatsächlich auf die Auslandstrategien verzichten wird (Zu dieser Thematik hat er leider vorherandere Aussagen gemacht) und dass er ein Teamplayer ist.

Nach meinem Dafürhalten sind für Bundesrat Leuenberger noch nicht alle Probleme ausgeräumt. Es bestehen leider einige Ungereimtheiten und gegesätzliche Aussagen, die ausgeräumt werden müssen.

Ich zitiere Tagi

«Ich habe Kommunikationsfehler begangen»

Seine Aussagen zur Auslandstrategie der Post und die Abwahl des Postchefs Michel Kunz sorgten für einen Sturm in den Medien. Jetzt stellte sich Claude Béglé im «Club» den Fragen.

«Es gab so etwas wie ein Lager, von Anfang an»: Claude Béglé (Zweiter von links) im «Club»:

«Es gab so etwas wie ein Lager, von Anfang an»: Claude Béglé (Zweiter von links) im «Club»: Bild: SF/Club

Diskreter Seitenhieb gegen Michel Kunz: Claude Béglé.

Diskreter Seitenhieb gegen Michel Kunz: Claude Béglé.

Bis zu diesem Abend hat Claude Béglé geschwiegen. Jetzt sprach er erstmals im «Club» – und gesteht Fehler ein. Er nehme die Kritik an, dass er zu forsch aufgetreten sei. Auch habe er innerhalb der Post für Unsicherheiten und Irritationen gesorgt, weil er sich ab und zu in den Medien sehr offen geäussert habe.

Der Post-Verwaltungsratspräsident bezog sich dabei auf den Kritiksturm, den er mit dem Vergleich der Post mit Nestlé ausgelöst hat. Dazu sagte Béglé: «Ich habe einen Kommunikationsfehler begangen.» Er habe mit dem Vergleich nicht sagen wollen, dass die Post eine Multimilliarden-Expansion im Ausland starten solle. «Meine Idee war es zu sagen: Sehen Sie, eine Firma, die im Ausland erfolgreich ist, das hilft auch der nationalen Wirtschaft», erklärte sich Béglé.

Nachtrag: Nach dem angeblichen Befreiungsschlag zeigte sich, dass Béglé gegen eines der wichtigsten Grundprinzipien der Krisenkommunikation verstossen hatte. Er machte widersprüchliche Aussagen. Vor allem hatte er Bundesrat Leuenberger Nebenverdienste verschwiegen. Nun stand es fest: Leuenberger musste handeln.

20 Min 19. Jan:

Post-Chef Béglé tritt zurück

«Hatte mit erbittertem Widerstand zu kämpfen»

Montag, 11. Januar 2010

Vorlesungen unter der Lupe

Im Tagesanzeiger online lese ich heute eine aufschlussreiche Kritik von Vorlesungen. Wer sie durchliest, erkennt die häufigsten Fehler der Dozenten. Persönlich hospitiere ich seit Jahren Dozenten und Dozentinnen. Immer wieder geht es um ähnliche Schwachpunkte: 1. Vorlesungen werden abgelesen und der Dozent spielt gleichsam eine CD ab, anstatt sich in den jeweiligen Gedanken zu versetzen und diesen Gedanken NEU zu produzieren.

2. Charts sind überfüllt (Infofülle satt sinnvolle Reduktion)

3. Start und Schluss wird zu wenig ernst genommen

Lesen Sie folgende Kritik und überlegen Sie sich, wie sich der Auftritt in einem Hörsaal optimieren lässt.

Im Vorlesungssaal werden die Studierenden inspiriert, verwirrt oder auch gelangweilt.

Im Vorlesungssaal werden die Studierenden inspiriert, verwirrt oder auch gelangweilt. Bild: Keystone

Jakob Tanners Blick in die Runde

Geschichtsprofessor Jakob Tanner betritt den Raum und murmelt eine Begrüssung, die keiner erwidert. Der Titel der Veranstaltung ist «Künstliche Paradiese», es geht um Drogen und Sucht in den letzten dreihundert Jahren. Nach zehn Minuten erkundigt sich Tanner, ob jemand eine Frage habe, sein Blick gleitet über die Köpfe wie ein Suchscheinwerfer. Niemand will etwas wissen.

Tanner spricht schnell und frei, oft schlägt er Brücken zur Gegenwart, hüpft vom Opiumkrieg zur Frankfurter Buchmesse, von der 4-Säfte-Lehre zur Naturheilkunde. Er verzichtet auf Fachbegriffe, doch bringt er Wörter ein, die schon fast verschwunden sind. Begriffe, welche die Zeit spiegeln: Giftbude, Irrenarzt, Saufteufel. Nach einer Stunde erkundigt sich Tanner erneut, ob jemand eine Frage habe. Die Arme bleiben unten. Er schweigt wie ein Redner im Theater und schaut in die Runde, von Gesicht zu Gesicht, während einer Ewigkeit von fünfzehn Sekunden. Dann sagt er: «Falls tatsächlich niemand eine Frage hat, fahre ich fort.»

Dass der Herr im schwarzen Jackett früher roter Tanner genannt wurde, erahnt man nur an einer Stelle. Tanner sagt über den Zürcher Psychiater Auguste Forel: «Er war gegen die Profitsucht.» Und fügt halblaut an: «Wie Forel das durchaus adäquat formulierte.» Tanner ist ein guter Redner ohne Angst vor Anekdoten, sein Vortrag regt an wie eine Zigarette, wenn man selten raucht. Manchmal allerdings hört man so viele Jahreszahlen, dass man sich an einen Bingo-Abend versetzt fühlt, aber einem Historiker muss man das verzeihen. Kurz: Man würde diese Vorlesung freiwillig besuchen. Damit ist sie die grosse Ausnahme. Note: 5,5

Josette Baers stockende Stimme

Privatdozentin Josette Baer trägt Schwarz und steht in einem Saal, der wirkt wie eine Aussenstelle der TV-Kindersendung «Tigerenten Club»: grüne Tische, rosa Wände, grosse Lautsprecher. Baer führt in die politische Philosophie ein, als Hilfsmittel dient ihr eine Powerpoint-Präsentation, die so überladen ist, dass man vor Buchstaben den Sinn nicht sieht. Sie liest das Skript vor und schaut in die Menge wie eine Nachrichtensprecherin. Es ist, als plädierte sie für die Abschaffung ihrer Vorlesung, das Skript liesse sich genauso gut zu Hause lesen. Spannend ist die Vorlesung nur, wenn die Studenten tuscheln und Baer ruft: «Ich mag es nicht, wenn Sie tuscheln!» – «Lassen Sie mich bitte ausreden, bitte!» – «Schschsch!»

Baer tut viel für die Langeweile: Sie redet so, dass man sie ohne Fremdwörterduden nicht versteht. Sie spricht ein Deutsch so hölzern, als rezitierte sie einen Brief der Stadtverwaltung. Sie blendet Zitate ein, die nach viel tönen, aber bestenfalls dadaistisch sind: «Das eigentümliche Werk eines Zusammengesetzten muss daher selbst ein Zusammengesetztes sein.» Zitate, die den BullshitDetektor aufheulen lassen müssten, doch es bleibt still im Saal, vom Getuschel abgesehen. – «Schschsch!»

Baer spricht mit angenehmer, deutlicher Stimme über Aristoteles und Platon, nimmt dabei aber nie Bezug zur Gegenwart. Sie stellt eine einzige Frage und muss lange warten, bis sich jemand meldet. Fazit nach dreissig Seiten Powerpoint: Eine Vorlesung, bei der sich nach vier Minuten rasende Kaffeelust einstellt. Eine Vorlesung, bei der man sich Zündhölzer zwischen den Lidern wünscht. – «Schschsch!»

Note: 2,5

Ulrike Babusiaux: Römisches Recht rockt

Manchmal ist ihre Rede von so vielen Lateinvokabeln durchsetzt, dass sie die Vorlesung in Latein halten könnte. Hin und wieder klingt die Vorlesung wie der Vortrag eines Strebers, der zu viel recherchiert hat und dem Publikum auch das letzte Faktenpartikel nicht vorenthalten will. Mehr lässt sich an Rechtsprofessorin Ulrike Babusiaux' Veranstaltung über römisches Recht nicht aussetzen. Sie spricht frei und schnell, blickt interessiert und lächelnd ins Publikum, hat Pep und Passion, stellt und beantwortet viele Fragen.

Die Materie ist trocken wie der Staub auf dem Forum Romanum, doch Babusiaux schafft es, die Studenten mitzureissen. Mal mit Übertreibung, mal mit Witz, mal mit Gefühl. Dabei ergänzen sich Inhalt und Form der Vorlesung: auf der einen Seite die Juristen des alten Rom, die mit ihren geschmeidigen Voten die Richter auf ihre Seite zu ziehen versuchten. Auf der andern Seite die junge Professorin, die mit ihrer geschmeidigen Vorlesung die Studenten vom Schlaf fernhält. Was nicht bei allen gelingt: In dem Saal mit etwa hundert Studenten schläft einer nach einer Viertelstunde ein.

Note: 5

Mit Hans Peter Wehrli im Marketing-Morast

Wirtschaftsprofessor Hans Peter Wehrli redet in eine schwafelnde Menge hinein. Es geht um: Ökomarketing, Profitmarketing, Standortmarketing, Technologiemarketing, Telemarketing, Theatermarketing, Universitätsmarketing, Verbandsmarketing, Verlagsmarketing. Wehrli geht auf und ab, während er spricht. Dies ist der einzige dynamische Aspekt seiner Vorlesung.

Er hält den Kopf gesenkt, seine Stimme klingt deshalb ein wenig froschartig. Er spricht träg und plump, lustlos und langweilig. Er vernuschelt das Ende seiner Sätze, als wollte er sich nicht einmal selbst zuhören. Seine Rede besteht zur Hälfte aus vier Bausteinen: zum einen aus dem Wort Marketing, zum andern aus den Einsprengseln «äh», «also» und «oder». Das klingt so: «Wir müssen feschthalten, äh, dass wir im Marketing, also, viele Perschpektiven haben, oder.»

Langsam schwillt das Gemurmel an, und Wehrli gibt Kontra: «Was meinen die schwatzenden Herren da oben?» Dennoch wird es lauter im Saal, und Wehrli geht in die Offensive: «Wir sind hier in der Marketingvorlesung!» Für einige Minuten ist es still, Wehrli illustriert die Theorie mit einigen Beispielen, dann ertönt endlich der Pausengong.

Note: 2,5

(Tages-Anzeiger)

Was haben Sie festgestellt? Bitte mailen Sie mir Ihre Zusatzerkenntnisse:

---> k-k@bluewin.ch (Stichwort Vorlesung)

Ich werde Ihre Gedanken später publizieren.

Sonntag, 10. Januar 2010

«Swiss Award»

Rene Pretre ist Schweizer des Jahres

Das Fernsehpublikum hat den Herzchirurgen Rene Pretre zum Schweizer des Jahres 2009 gewählt. Zuvor hatte er bereits die Auszeichnung in der Kategorie Gesellschaft gewonnen.

Rene Pretre ist vom Publikum zum Schweizer des Jahres 2009 gewählt worden. (Bild: SF)

Der jurassier Pretre konnte den Preis nicht persönlich in Empfang nehmen, weil er derzeit in Mosambik als Chirurg tätig ist.

«Das ist unglaublich, so eine Anerkennung», sagte der per Video zugeschaltete Preisträger. Es gebe in der Schweiz sehr viele Menschen, die so gut und seriös arbeiteten wie er und diesen Preis auch gewinnen könnten. «Ich fühle mich jetzt wie der unbekannte Soldat, der diese Menschen vertritt. Ich würde ihnen jetzt diesen Preis widmen», sagte Pretre. Der 53-jährige Pretre ist seit acht Jahren Chefarzt der Kinderchirurgie am Universitätsspital Zürich. In Anerkennung der Leistung wird der Name von Rene Pretre auf einem Fels im geographischen Zentrum der Schweiz verewigt, auf der Älggi-Alp oberhalb von Sachseln im Kanton Obwalden.

Kein Showstar ist Schweizer des Jahres, kein bekannter Politiker: Mit einer klaren Mehrheit von 24,3 Prozent entschied sich das Schweizer Fernsehpublikum für einen «König der Herzen», der seine humanitäre Arbeit im Stillen tut: René Prêtre (52), Chefarzt der Herzchirurgie am Kinderspital Zürich.

Derzeit arbeitet er zusammen mit einem zwölfköpfigen Team für seine Stiftung «Le petit coeur» im afrikanischen Mosambik. Dort hatte er gestern drei kleine Patienten am Herzen operiert. Den Award nahmen stellvertretend die Leiterin der Fondation, Helene Faggionato, und seine Tochter Camille (24) entgegen. Ihre Hände zitterten: «Ich bin völlig überwältigt.»

(Ende Zitat 20 min)

Kommentar: Diese Worte kamen aus dem Herzen und haben mich überzeugt. Eine derartige Aussage ist hundertprozentig mediengerecht. Emotionen und Botschaft stimmen überein. Alles stimmt und ist synchron. Körpersprache und Stimme. Die Aussage ist kurz und wird eindeutig verstanden.

Dieses Beispiel veranschaulicht uns: Bei Medienauftritten dürfen wir nie auswendig Gelerntes zitieren, sondern müssen fähig sein, einen Gedanken, spontan formuliert, verständlich auf den Punkt bringen. (Selbstverständlich wurde die Kernaussage vorher bedacht)

Wer Theater spielt, wird erstaunlicherweise von Laien entlarvt. Shows haben kurze Beine! Wenn aber jemand - so wie es der neue "Schweizer des Jahres" gemacht hat - bei Medienauftritten echt, authentisch (dennoch spontan) seinen Gedanken frei formuliert, der wird überzeugen und ist glaubwürdig.