Sonntag, 16. August 2009

Schon wieder eine Panne bei der Tagesschau

Deutsche «Tagesschau» patzt schon wieder

Ein Jahr nach der Flaggen- ist der ARD nun eine Präsidenten-Panne unterlaufen: Namen sind offenbar Glücksache bei der «Tagesschau».

(Quelle: YouTube)

Der deutsche Bundespräsident Köhler wurde in der «Tagesschau» am Samstagabend umbenannt - von Horst in «Klaus Köhler». In einem Beitrag zur Eröffnung der Leichtathletik-WM in Berlin blendete der Sender bei der Rede des deutschen Staatsoberhaupts den falschen Vornamen ein.

Merkel könnte die Wahl im Schlafwagen gewinnen

Nur darf Sie jetzt die Nerven nicht verlieren.

Ich zitiere 20 Min:

Deutscher Wahlkampf

Jetzt wirds richtig persönlich

In Deutschland ist der Ton im Wahlkampf sechs Wochen vor der Bundestagswahl scharf geworden: Die SPD griff Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Wochenende mehrfach persönlich wegen ihrer Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik an.

Die Kandidaten: Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier.

(Bild: AFP)

Während SPD-Chef Franz Müntefering Merkel vorhielt, die grosse Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sei ihr «egal», warf SPD- Herausforderer Frank-Walter Steinmeier der Kanzlerin Unehrlichkeit vor.

Merkel habe Steuersenkungen versprochen, «die nicht kommen werden», kritisierte Steinmeier in der ARD. Gleichzeitig sage sie nichts zu der Debatte um eine Abschaffung des Solidarzuschlags. Das zeige, dass die CDU vor der Wahl nicht sage, was sie nach der Wahl vorhabe. «Ehrlichkeit sieht für mich anders aus», fügte Steinmeier hinzu.

Kommentar: Es zeigt sich, dass Frank-Walter Steinmeier Mühe hat, die Kanzlerin anzugreifen. Im Grunde genommen muss sie sich gar nicht wehren und könnte alle Angriffe an sich abprallen lassen, denn wenn sie die Nerven nicht verliert und Steinmeier ständig ignoriert, könnte sie noch im Schlafwagen die Wahl gewinnen. Die SP hat nämlich grosse Mühe, die bisherige Kanzlerin vom Sockel zu stossen. Das Volk hat das Gefühl, dass Angela Merkel die Sache ganz leidlich macht und fragt sich: Warum sollte man sie in der jetzigen Situation ablösen? Zumal Steinmeiers utopisches Versprechen mit den Millionen neuen Arbeitplätzen unglaubwürdig scheint.

Donnerstag, 13. August 2009

Eine Schülerin als offizielle Tagesschausprecherin?

Diese Meldung muss kritisch hinterfragt werden. Es wäre nämlich auch unverständlich, wenn Kinder in einem Spital offizielle Auskunftsinstanz spielen könnten oder als Ersatzlehrer - selbst mit Betreuung - unterrichten dürften. Es wäre ebenso undenkbar, wenn Kinder ohne Ausbildung in einer Kantine als Kochequipe in einem anspruchsvollen Restaurant die Nahrung zubereiten dürften. Dem Schweizer Fernsehen scheint es jedoch ernst zu sein mit dem geplanten Kinderexperiment an der Tagesschau.

Ich zitiere Blick:

Eine Primarklasse aus Dübendorf ZH übernimmt die Macht bei SF. Es ist kein Witz:

Ab 6. September macht das Schweizer Fernsehen die «Tagesschau» zur Kindersendung. Die 18-Uhr-Ausgabe (Zuschauer-Marktanteil: über 20 Prozent) ist dann in Kinderhand. Und zwar nicht nur hinter den Kulissen. Nein, SF lässt eine 12-jährige Primarschülerin die wichtigsten News des Tages live verlesen. Alleine.

Mit den Moderatoren (Béatrice Müller ist 48, Franz Fischlin und Katja Stauber werden bald 47) reift auch das Fernsehpublikum der Sendung. Dieses ist schon fast im Rentenalter: Der Zuschauerschnitt der Hauptausgabe liegt bei 59,5 Jahren. Das kann SF nicht gefallen.

Also kann es wohl nicht schaden, wenn man es mal mit Kindern mitten im News-Geschehen probiert. «Eine Sechstklässlerin wird die Sendung moderieren», bestätigt «Tagesschau»-Chef Thomas Schäppi (46). «Sie wird von Profis geschult.»

Gefunden habe SF die Wunderkinder per Bewerbung. Ein Theaterstück einer 6. Primarklasse aus Dübendorf ZH überzeugte die TV-Macher vom Können der Kids. Lehrerin Linda Bärtschi (51): «Für die Kinder wird es ein grosses Abenteuer. Sie freuen sich sehr auf ihre Arbeit.»

Die junge Moderatorin heisst Anna und kommt aus Dübendorf. Ihr Vater ist Walliser, die Mutter stammt aus der Türkei.

Anna hat Grosses vor. Sie soll ihre Texte möglichst allein schreiben. «Die Kinder sollen unbekümmert und unbedarft über alles berichten dürfen, was sie ­interessiert», sagt Lehrerin Linda Bärtschi, begeistert vom Projekt.

Wird die «Tagesschau» zum Kindergarten?

Was geschieht, wenn ein schreckliches Ereignis passiert – ein Krieg, Bomben-Terror?

Schäppi betont, dass brutale internationale News-Bilder, die im Laufe des Tages die Redaktion erreichen, vorher angeschaut werden. «Falls wirklich etwas sehr Schlimmes passiert, können die Redaktoren jederzeit einspringen.» Und Lehrerin Bärtschi hofft sehr, «dass die Kinder nie in ungemütliche Situationen kommen.»

Medienprofis haben Bedenken:

Kurt Felix findet das eine Superidee. «Für den KI.KA – den Kinderkanal – nicht für ein öffentlich-rechtliches Fernsehen», sagt er.

Als «Konzessionsverletzung» bezeichnet Ex-«Tagesschau»-Chef Anton Schaller das Projekt. «Der Grundgedanke wäre ja an sich gut, aber nur, wenn man so was im Anschluss an die 18-Uhr-Ausgabe sendet», sagt er. «So ist es Humbug. Man muss ja damit rechnen, dass man im Anschluss an die Sendung Fehler korrigieren muss.»

Schaller schlägt vor, «Glanz & Gloria zu kippen und im Anschluss an die «Kindertagesschau» beide Sendungen von Medienpädagogen analysieren zu lassen.

Deutlicher wird «TeleZüri-Chef Markus Gilli: «Nachrichtenjournalismus ist kein Schülertheater. Ein 12-jähriges Mädchen bei CNN am Moderationspult – undenkbar», sagt er. Die SRG betreibe eine respektlose Quotenbolzerei auf dem Buckel der in der Tagesschau vermeldeten Opfer im Irak und in Afghanistan. «Showtime beim Staatssender – wir warten gespannt auf Naked News», sagt er.

News-Profi Erich Gysling hingegen meint: «Von mir aus kann man dieses Experiment wagen. Die Sendungen fallen ja mitten in die Session – das wird ja spannend, wie Kinder darüber berichten.»

Frank Baumann (51,«Das volle Leben») findet die Idee nicht neu. «Schon Grönemeyer forderte ja, dass Kinder an die Macht gehören.» Für Baumann ist klar, dass das Rennen für den «Superdirektor» von Radio und TV gelaufen ist. «Jetzt wird mein Nachbar Timmi Zingg den Job bekommen. Er ist 14 Jahre alt.»

Ende Zitat

Kommentar: Persönlich finde ich es gut, wenn Schüler mit den Medien vertraut gemacht werden. Die Auseinandersetzung mit modernen Medien ist enorm wichtig. Es gibt bereits unzählige medienpädagogisch wertvolle Möglichkeiten, Jugendliche mit Mikrofon und Kamera aber auch mit Printmedien aktiv auseinander setzen zu lassen um die Medientätigkeit praxisorientiert kennen zu lernen. Dass man Jugendliche jedoch am offiziellen Informationskanal experimentieren lässt, ist ein faux pas. Das wäre, wie wenn man Journalisten unausgebildet wursteln liesse, in der Hoffnung, sie würden an den gemachten Fehlern on the job selbst wertvolle Erkenntnisse sammeln können. Offizielle Informationskanäle dürfen unter keinen Umständen zum Experimentierfeld medieninteressierter Jugendlichen werden. Jene Instanzen, die sich für die Kindertagesschau auf dem echten Kanal stark gemacht haben, würden wohl kaum diese Kinder im Informationszentrum einer Kantonspolizei experimentieren lassen oder sie als Mediensprecher in einer Firma medienspezifische Erkenntnisse sammeln lassen. Niemand würde es verstehen, wenn Kinder vorübergehend als Bundeshausprecher wirken - selbst wenn sie so einen wertvollen Einblick in die Welt der Politik erhalten könnten. Dies würde niemand begreifen. Erstaunlich, dass bei der offiziellen Tagesschau das Schweizer Fernsehen keine Bedenken hat. Deshalb müsste die Uebung sofort abgebrochen werden, verbunden mit einer selbstkritischen Pressemitteilung, der Versuch sei leider ein gut gemeinter Fehlentscheid gewesen.

Mittwoch, 12. August 2009

Das Dümmste: Dünn- dünner - und dann....

Fotomontagen zeigen wohin das krankhafte Abmagern führen kann.

Ich zitiere Blick:

Auf 45 Kilo soll sich Paris Hilton runtergehungert haben. Unter Beihilfe von Photoshop purzeln die Pfunde gleich reihenweise weiter. (worth1000.com)

Der Irrglaube: Nur wer dünn ist, ist sexy und schön.

Schock-Bilder: Hollywoods Erfolgshunger

Selbst wenn sich Stars wie Scarlett Johansson mit ihren etwas weiblicheren Rundungen dem Trend eine Zeit lang entgegen stemmen können, haben sich krankhaft skelettierte Körper, eingefallene Wangenknochen, typisch hervorstehende Rippen oder überdimensionierte Kniescheiben in L.A. längst als Schönheitsideale etabliert. Insider nennen das «Red Carpet Anorexia», die Rote-Teppich-Magersucht. Dünn war den Künstler auf dem Internetportal 1000worth.com jedoch nicht dünn genug. Sie unterzogen die Körper von Leinwand-Göttinnen wie Angelina Jolie, Nicole Kidman oder Halle Berry einer radikalen Photoshop-Diät. Das Ergebnis sehen Sie in der Diashow. (lec)

Keine Windkraftwerke in Schutzgebieten

In Deutschland kam nach der ersten Euphorie der Windkraftwerke die Ernüchterung, spätestens als man merkte, dass die Windräder die einmal errichtet worden sind, Landschaften für immer visuell beeinträchtigen können. Und sich gezeigt hat, dass die grossen Flügelräder nicht völlig lärmfrei drehen. Im Winter sollen sogar herunterfallende Eisbrocken Fussgänger gefährdet haben und es wurde angeblich beobachtet, dass Raubvögel getötet worden sind. In der Schweiz erhoffte man sich, mit vielen neuen Windkraftwerken (dem Jura entlang) den Bau von neuen Atomkraftwerken verhindern zu können. Wie beim extensiven Ausbau von Wasserkraftwerken sehen nun Oekologen selbst bei der erneuerbaren Energie Grenzen. Die letzten schützenswerte Tälern dürfen nicht auch noch mit Wasserkraftwerken zerstört werden, denn die einmalige Pflanzenwelt wird durch den Wasserentzug nachhaltig gestört. Auch bei der Windkraft regt sich nun von grüner Seite Widerstand gegen den flächendeckenden Ausbau. Schutzgebiete sollen für alle Eingriffe nachhaltig geschützt werden.

Ich zitiere Tagi-online:

Die Vizepräsidentin der Grünen, Franziska Teuscher, sagt den Windturbinen auf den Jurahöhen den Kampf an. Auch die Nutzung von Sonne, Wind und Wasser habe ökologische Grenzen, kritisiert sie.

Den Landschaftsschutz für erneuerbare Energieträger opfern: Windturbinen im Berner Jura

Den Landschaftsschutz für erneuerbare Energieträger opfern: Windturbinen im Berner Jura Bild: Keystone

Auf den Jurahöhen sind mehr als 230 Windturbinen geplant. Auf dem Marchairuz-Pass im Vallée de Joux wollen die Gemeinden zusammen mit der Stadt Lausanne einen Windpark mit zehn Turbinen errichten. Stadtpräsident von Lausanne ist der Grüne Nationalrat Daniel Brelaz. Die Vizepräsidentin der Grünen, die Berner Nationalrätin Franziska Teuscher hat aber keine Freude an den Plänen von Brelaz

Das Gebiet um den Marchairuz-Pass im Vallée de Joux figuriert im Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN). «Das eidgenössische Natur- und Heimatschutzgesetz verlangt die ungeschmälerte Erhaltung der BLN-Gebiete», schreibt die Bernerin auf dem Blog der Grünen.

«Soll dieser Schutz für die Förderung der erneuerbaren Energieträger geopfert und Windparks auch in BLN-Gebieten bewilligt werden?»

Keine Windparks in Schutzgebieten

Dank der kostendeckenden Einspeisevergütung komme Bewegung in die Produktion von erneuerbarer Energie. «Aber auch Windkraft muss ökologisch verträglich produziert werden», findet Teuscher. Auch wenn sie die Förderung von Sonne-, Wind- und Wasserkraft befürworte, wolle sie nicht die anderen, ebenso berechtigten Anliegen (Landschaftsschutz) über den Haufen werfen.» Windräder hätten wie neue Hochspannungsleitungen in BLN-Gebieten nichts zu suchen.

«Es wäre unglaubwürdig, Windräder zur Produktion von erneuerbaren Energien zuzulassen, während Hochspannungsleitungen nicht toleriert werden - obschon sie ja auch Strom aus erneuerbaren Energieträgern transportieren.» Teuscher weist auch darauf hin, dass Umweltverbände und Energiewirtschaft bereits 2004 vereinbart hätten, Windparks nur dort zu bauen, wo sie das Landschaftsbild wenig stören und bereits bauliche Beeinträchtigungen bestehen. Die Grünen hätten diese Position in ihrem Energiepapier festgehalten. Also keine Windparks in BLN-Gebiten im Jura. Daran dürfte wiederum Teuschers Fraktionskollege Brelaz keine Freude haben. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Dienstag, 11. August 2009

Merkel / Lengsfeld - ein unfreiwilliges Doppelpack

Offenbar wollte die CDU Kandidatin Vera Lengsfeld um jeden Preis auffallen. Der 57 jährigen Politikerin ist dies jedenfalls mit einer Bildmontage - zusammen mit Angela Merkel und einer Selbstdarstellung - gelungen. Die zweideutige Ankündigung mit den tiefen Décolletés: "Wir haben etwas zu bieten" weckte auf Anhieb grosse Aufmerksamkeit. Ob dieser Werbegag jedoch der ehemaligen DDR- Bürgerrechtlerin dient, darf bezweifelt werden. Ihre Webseite mit den tiefen Einblicken besuchten innert weniger Tage 17000 Leute. Doch die Reaktionen sind eher gemischt. Ein Bürger schrieb bereits von "Schlampenplakat". Vera Lengsfeld nimmt dies gelassen und findet:

"Wer die Selbsttirionie nicht erkennt, dem ist nicht zu helfen".

Dass Angela Merkel auf das Plakat nicht reagiert, finde ich richtig. Mit einem Protest würde sie die Geschichte nur noch zusätzlich anheizen. Manchmal ist Schweigen doch Gold.

CDU-Kandidatin

Das Dekolleté des Anstosses

Zitat 20 Min:

Ein Wahlplakat, das tiefe Einblicke erlaubt: Die Berliner CDU-Kandidatin Vera Lengsfeld macht Werbung mit dem Dekolleté von Kanzlerin Angela Merkel und einem zweideutigen Slogan. Die Partei ist irritiert.

Vera Lengsfeld (r.) und die Kanzlerin mit tiefem Ausschnitt.

(Bild: Reuters)

«Voller Körpereinsatz an der Strassenlaterne» – mit diesen fast schon bösartigen Worten kommentiert «Spiegel Online» das Plakat, das seit Sonntag im Berliner Szenebezirk Friedrichshain-Kreuzberg hängt. Es zeigt die CDU-Bundestagskandidatin und ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld neben Bundeskanzlerin Angela Merkel – beide Frauen tief dekolletiert, dazu der Slogan «Wir haben mehr zu bieten».

Dabei griff Lengsfeld auf das Foto zurück, das Merkel im April 2008 bei der Eröffnung der neuen Oper in Oslo zeigt. Die Aufnahme der Kanzlerin mit tiefem Ausschnitt machte weltweit Schlagzeilen. In der Parteizentrale der CDU zeigte man sich wenig amüsiert: «Das ist nicht mit uns abgesprochen», so ein Sprecher zu «Spiegel Online». Und auch nicht mit Angela Merkel, wie Vera Lengsfeld freimütig einräumte. Kreuzberg-Friedrichsrain sei für die CDU ein spezielles Umfeld. «Da musste ich mir etwas einfallen lassen», so die 57-Jährige.

Rot-grüne Hochburg

In der Tat ist der trendige Bezirk für die Union ein hartes Pflaster, vor vier Jahren brachte sie es auf einen Anteil von gerade mal 12,4 Prozent. Kreuzberg ist eine rot-grüne Hochburg, am meisten Stimmen machte Christian Ströbele: der Fundi-Grüne, der 2002 mit dem Motto «Ströbele wählen – Fischer quälen» den eigenen Aussenminister aufs Korn genommen hatte, holte hier das einzige Direktmandat für seine Partei.

Daran dürfte sich am 27. September kaum etwas ändern. Die Aufmerksamkeit aber ist Vera Lengsfeld sicher. Seit die Plakate aufgehängt wurden, habe sie mehrere tausend Zugriffe auf ihrem Wahlblog registriert, so die Kandidatin. Die Kommentare sind kontrovers, vor allem Männer üben Kritik. Vera Lengsfeld ist mit dem Ergebnis dennoch mehr als zufrieden, wie sie gegenüber «stern.de» erklärte: «Der Effekt, den ich mir erhofft habe, ist über die Massen eingetreten.»

Nachtrag TAGI:

Vera Lengsfeld zeigt noch mehr

Im deutschen Wahlkampf hat die CDU-Politikerin mit ihrem Dekolleté-Plakat schon reichlich provoziert. Das findet sie allerdings nicht. Die Angegriffene legt nach – mit einem Seitenhieb auf Joschka Fischer.

Zeigt sich unbeeindruckt vom Sexismus-Vorwurf: Vera Lengsfeld.

Zeigt sich unbeeindruckt vom Sexismus-Vorwurf: Vera Lengsfeld. Bild: Keystone

Artikel zum Thema

In einem Interview mit der «Bild am Sonntag» kündigte Lengsfeld an, in zwei bis drei Wochen ein zweites Wahlplakat zu veröffentlichen. «Es wird ähnlich frech sein.» Aber: «Ich werde auch jetzt keinen Oben-ohne-Wahlkampf führen», sagte sie.

Die CDU-Bundestagskandidatin steht zu ihrer Wahlwerbung mit Körpereinsatz - und will nichts wissen vom Vorwurf, sie schade damit der Emanzipation der Frauen. «Ich finde, die Emanzipation ist erst vollzogen, wenn man von Frauen in der Politik nicht mehr erwartet, dass sie aussehen und auftreten wie Männer.»

Hillary Clinton pikiert, sie will nicht Schatten Ihres Mannes sein

Die Frage eines Studenten löst bei Hillary Clinton unerwartet grosse Emotionen aus, weil sie eine empfindliche Stelle der Aussenministerin trifft. Obschon sie ein grosses Geltungsbedürfnis hat, kommt sie nie richtig zur Geltung. Bill Clinton erntet jüngst grosses Lob, obschon er wahrscheinlich im Auftrag der Aussenministerin erfolgreich verhandelt hatte.

«Mein Mann ist nicht der Aussenminister»

US-Aussenministerin Hillary Clinton hat sich verärgert darüber gezeigt, dass der Schatten ihres Mannes Bill sie bis in den Kongo verfolgt. Die Frage eines Studenten brachte ihr Blut in Wallung.

(Quelle: YouTube)
Mag keine unangenehmen Fragen - Missverständnisse hin oder her: Hillary Clinton in Kinshasa. (Bild: Reuters)

Bei ihrem Besuch in Kinshasa reagierte sie am Montag ausgesprochen pikiert auf die Frage eines Studenten, was Bill Clinton von einem chinesischen Milliardenkredit für den Kongo halte. «Sie wollen wirklich, dass ich Ihnen sage, was mein Mann denkt?», erwiderte Hillary Clinton. «Mein Mann ist nicht der Aussenminister, ich bin es.» Der Moderator der Gesprächsveranstaltung ging daraufhin schnell zur nächsten Frage über. Dabei war die Frage des Studenten offenbar ein Missverständnis. Er ging später noch einmal auf die Aussenministerin zu und erklärte ihr nach Angaben des US-Aussenministeriums, er habe US-Präsident Barack Obama und nicht Expräsident Bill Clinton gemeint.

Die Clintons gelten seit Jahren als Politikerpaar mit einem ausgesprochen komplizierten gegenseitigen Verhältnis. Als erfolgreiche Anwältin hat Hillary Clinton seit Jahrzehnten darum gekämpft, ihre Interessen und Ziele gegen die ihres Mannes zur Geltung zu bringen. Die Kontroverse um des Präsidenten Affäre mit der Praktikantin Monica Lewinsky brachte Hillary Clinton die Sympathie von weiten Teilen der amerikanischen Öffentlichkeit ein. Danach wurde sie zur Senatorin von New York gewählt, verlor aber im vergangenen Jahr das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gegen Obama.