Mittwoch, 22. April 2009

Gas oder Menschenrechte?

Folgender Artikel Tagi-online gibt dem Entgegenkommen der Schweizer -während und nach der Hassrede in Genf - eine neue denkwürdige Dimension.

Gaspipeline nach Europa oder Menschenrechte? Bundesrätin Micheline Calmy-Rey.

Gaspipeline nach Europa oder Menschenrechte? Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Bild: Keystone

Am Dienstag tauchte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey bei der UNO-Konferenz gegen Rassismus auf. Sie lobte in einer Rede die Verabschiedung der Schlusserklärung und kritisierte den Auftritt des iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad.

Vor allem verteidigte sie aber den Verbleib der Schweizer Delegation im Saal während der Rede Ahmadinedschads. Die Politik des leeren Stuhls sei nicht die Politik der Schweiz, rechtfertigte sich die Schweizer Aussenministerin.

Eigenartig: Auch Norweger blieben im Saal

Könnte es sein, dass die Schweiz auch andere Gründe hatte, im Saal zu bleiben? Auch die Norweger blieben sitzen – zufällig genau jene Nation, mit der die Schweiz den Bau einer Gaspipeline aus dem Iran nach Europa plant. Natürlich sind es in erster Linie privatrechtliche Unternehmen wie die Energiegesellschaft Laufenburg (EGL) und die norwegische StatoilHydro, welche diese Gasleitung bauen wollen. Die Pipeline soll die Gasversorgung in Südeuropa sicherstellen.

Spätestens seit Tausende Südeuropäer wegen des Streits zwischen Russland und der Ukraine vorübergehend frieren mussten, weil die Versorgung mit Gas unterbrochen war, hat der Bau einer von Russland unabhängigen Versorgungsroute an Bedeutung gewonnen - auch für die EU. Sie konkurrenziert mit ihrem Projekt «Nabucco» die Pläne der Schweiz und Norwegen. Ihre Vertreter blieben in Genf aber trotzdem nicht im Saal. Hat die Schweiz also die Nase vorn?

Ob jemals Gas durch die Pipeline der EGL nach Südeuropa fliessen wird, das steht noch nicht fest. «Wenn man aber will, dass die Projekte vorankommen, dann müssen die Regierungen dem Projekt zustimmen und den jeweiligen Ländern ihre Aufwartung machen», erfährt man von Marianne Zünd, der Informationschefin im Bundesamt für Energie. So reiste zum Beispiel Bundesrat Leuenberger nach Aserbaidschan und unterschrieb dort ein «Memorandum of Understanding», eine Art Absichtserklärung. Unter Umständen wird das Gas aus Aserbaidschan nach Westeuropa fliessen.

Calmy-Rey pushte Treffen mit Ahmadinedschad

In den Iran reiste 2008 Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Leuenberger habe einen anderen Termin wahrnehmen mussen, heisst es. Noch mehr als die Unterzeichnung des Gas-Liefervertrags gab der Auftritt der Aussenministerin zu reden. Die Tatsache, dass Calmy-Rey sich beim Tête-à-Tête mit Mahmud Ahmadinedschad mit einem Schleier bedeckte, führte in der Schweiz zu heftiger Kritik an der Aussenministerin.

Ihre Lehren hat sie daraus insofern gezogen, als dass sie diesmal Bundespräsident Hans-Rudolf Merz vorschickte. Sie habe wegen des Gasdeals Merz zu einem Treffen mit dem iranischen Staatspräsidenten gedrängt, sagen Insider. Merz traf Ahmadinedschad. Das Bild des frivol lachenden Merz im Gespräch mit dem iranischen Staatspräsidenten brachte der Schweiz international Prügel ein - womöglich wegen eines unsicheren Gasdeals.

Eine lesenswerte amüsante Kolumne über zwei Grundformen des Lächelns:

Das sogenannte Duchenne-Lächeln (echtes Lächeln) und das «soziale Lächeln», das auf die Umgebung reagiert.

Soziallächler

Von Thomas Widmer. Aktualisiert am 21.04.2009

Thomas Widmer.

Thomas Widmer.

Das Lächeln unseres Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz am Sonntag in Genf ist um die Welt gegangen. Drückt es tatsächlich Komplizenschaft mit dem Bösen in Gestalt von Irans Präsident aus – warum empfinden manche dieses Lächeln als frivol?

Die Gelotologie, die Wissenschaft vom Lachen, kennt zwei Grundformen des Lächelns: das sogenannte Duchenne-Lächeln, absichtslos, tief, aus wahrer Freude entspringend. Und das «soziale Lächeln», das auf die Umgebung reagiert. Es entkrampft, zeigt Grundsympathie, guten Willen, baut Beziehungen auf. Schon Säuglinge besitzen auch dieses soziale Lächeln.

Der sichtbare Unterschied: Beim zweckfreien Duchenne-Lächeln sind laut Forschern die Muskeln links und rechts der Augen beteiligt. Davon kann auf den Merz-Fotos von Genf nicht die Rede sein. Die Zähne sind gebleckt, die Muskeln um den Mund angespannt – aber die Augenpartie macht nicht mit.

Merz lächelte in Genf also sozial. Taktisch. An sich ist das professionell. Der Politiker sagt dem Politiker: «Hey, ich beisse nicht. Wir können reden.»

Allerdings ist Merz ein forcierter Soziallächler. Man nehme das offizielle Bundesratsfoto. Ueli Maurer lächelt scheu; als Hardliner muss er auf der Strasse ja auch stets damit rechnen, dass einer ihm den Vogel zeigt oder schlimmer. Micheline Calmy-Rey grinst so ehrgeizig maskenhaft, dass die Mundwinkel die Ohren erreichen. Moritz Leuenberger lächelt moralisch-mitleidvoll aus erhabener Warte.

Doris Leuthard, mit geschlossenem Mund schmunzelnd, spielt gutmütige Gotte.

Vollbild anzeigen

Pascal Couchepin markiert durch Knapplächeln etatistische Reserviertheit.

Und Eveline Widmer-Schlumpf kneift die Lippen zur Linie zusammen. Sie will Respekt nur für ihre Leistung.

Von allen lächelt der Ausserrhoder Merz am festesten. Dazu etwas helvetische Physiognomik: Den Romand (Couchepin) steuert die Schwere der französischen Mission civilisatrice.

Will den Prämienaufschlag stoppen: Bundesrat Pascal Couchepin.

Beim politisierenden Tessiner schleicht sich die Gravitas des römischen Senators ins Mienenspiel (Flavio Cotti). Der stoische Berner nutzt die Gesichtsmuskulatur kaum (Samuel Schmid, der unbewegte Mann).

Merz, sympathie- und harmoniesüchtig, verkörpert die gewitzte Appenzeller Frohnatur.

Hans-Rudolf Merz in Genf, von der Seite fotografiert, lächelte also gar nicht breit – für seine eigenen Begriffe. Doch von aussen gesehen wirkte die Gebissentblössung heftig. Dies umso mehr, als der Merz-Schädel weitgehend haarlos ist: Jedes Signal in diesem nackt-hageren Gesicht ist ein starkes Signal. Leider ist es nun aber so, dass ein guter Politiker seine Mimik beherrscht und nicht umgekehrt. Zudem: Das diplomatische Genfer Parkett ist etwas ganz anderes als der Herisauer Obstmarkt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.04.2009, 22:59 Uhr

Kommentar: Kommt hinzu, dass das Lachen der Appenzeller oft eine Prise des giftigen Appenzeller Witzes hat. Bei den Medienauftritten stellte ich immer wieder fest, dass Bundesrat Merz auch bei ernsthaften Antworten immer wieder sein typischen kurzes Lächeln aufsetzt.

Lächeln, das mit der Aussage nicht überein stimmt, beeinträchtigt Kommunikationsprozesse. Es zählt zu den pardoxen Verhaltensweisen. Micheline Calmy- Rey zeigte früher ständig mit breitem Lachmund die Zähne. Doch erwies sich ihr "Blecken" als eine Methode, auf angeblich freundliche Art die Zähne zu zeigen. In Genf trug sie den Uebernamen "la Cruelle" (die Schreckliche). Tatsächlich verstand sie es immer wieder, den Gegnern nicht nur die Zähne zu zeigen. Sie konnte auch beissen.

http://www.wilerzeitung.ch/storage/pic/newsml-sda/schweiz/143846_1_20090318063137.jpeg

LINKS:

rhetorik.ch aktuell: Körpersprache und Bundesrat

19. Dez. 2007 ... Erstaunlicherweise zeigt die Bundespräsidentin auf dieser Foto nicht mehr das künstliche Lachen von früher, mit dem Zähnezeigen. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/12_19/index.html - 10k -Cached - Similar pages

Politikerportraits

Politikerportraits. ... Ausstellungstext, Politiker Portraits, DRS2, 1. November 2008, Redaktion: Karin Salm. Ausstellung im Museum für Gestaltung in ... www.rhetorik.ch/Politikerportraits/Politikerportraits.html - 8k - Cached - Similar pages

Bundespräsident Merz begreift den Aerger nicht

Obschon die Schweiz ein Vermittlungsmandat hat und auf Wunsch einer Seite den Dialog nicht abbrechen durfte, hätte Bundesrat Merz voraussehen müssen, dass der gemeinsame lächelnde Auftritt mit einem Holocaustleugner, Verweigerer von internationalen Abmachungen und wiederholten Hasspredigen gegen den Staat Israel - Folgen haben wird. Obschon Micheline Calmy-Rey mit einer unvorhergesehener Rede gestern in Genf die Wogen der Entrüstung glätten wollte, ist der Graben noch lange nicht zugeschüttet zwischen Israel und der Schweiz.

20 Min zitiert aus der amerikanischen Presse:

US-Medien

Schweiz reichte «dem Hitler von heute die Hand»

Die Hasstirade des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel anlässlich der Antirassismus-Konferenz in Genf macht in den USA Schlagzeilen. Diese werfen zum Teil auch ein schlechtes Licht auf das Gastgeberland Schweiz

Kommentar: Wie bei Bankengeheimnis gelang es dem Bundesrat nicht, der Presse glaubhaft zu kommunizieren, weshalb die Schweiz den Dialog mit dem "Hitler von heute" pflegen muss. Wäre es nicht auch möglich gewesen, diese Vermittlungsaufgabe auf diplomatischer - nicht auf Regierungsebene - zu führen. Dass Ahmadinedschad als Rassist den Auftritt am Antirassismuskongress missbrauchen wird, war vorhersehbar.

Ein Leser schrieb uns gestern:

"Mich wunderte es, dass ein Rassist an einem Kongress das Wort erteilt wird, bei dem es um die Bekämpfung des Rassismus geht. Ich könnte mir kaum vorstellen, dass an einer Antirauchertagung einem Vertreter der Tabaklobby überhaupt eine Werbeplattform zur Verfügung gestellt wird."

Eine Frau fand:

"Spätestens dann, als Ahmadinedschad die Plattform in Genf missbraucht hatte, wäre es angebracht gewesen, dass auch die Schweiz ein Signal des Protestes gezeigt hätte. Die Duldung von rassistischen Aeusserungen hat nichts mehr mit Redefreiheit zu tun. In der Schweiz wird eine Normalbürger bestraft, wenn er gegen das Antirassismusgesetz verstösst. Unglaublich: Bei einem echten Rassisten beruft sich der Bundesrat auf die Redefreiheit!"

Dienstag, 21. April 2009

Zum heutigen Aprilwetter

Gegensätze beleben auch Kommunikationsprozesse:

So wie Wärme und Kälte - Sonne und Regen - so ist auch bei der Rhetorik ein sinnvoller Wechsel von Reden und Zuhören, von sachlichen und emotionalen Anteilen wichtig. Bei der Kommunikation ist es ein Kunst, Gegensätze unter einen Hut zu bringen, wie beispielsweise

Kürze und Redundanz.

Montag, 20. April 2009

Ahmadinejad:

Hassrhetorik eines Unbelehrbaren

Die Antirassismuskonferenz stand unter einem unguten Stern. Journalisten prognostizierten, dass der iranische Ministerpräsident

Ahmadinejad seine Anwesenheit als Plattform nutzen wird, gegen Israel. Einige Staaten blieben deshalb dem Treffen fern. Nun kam es, wie es kommen musste:

Ich zitiere Tagi-online:

Eklat: Ahmadinejad mit «Hassrede» – Delegierte verlassen den Saal

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat an der Uno-Konferenz gegen Rassismus Israel und die westlichen Staaten als rassistisch kritisiert. «Der Weltzionismus ist der personifizierte Rassismus», sagte er am Montag in Genf.

1/10 Haben genug gehört: Westliche Diplomanten verlassen... Bild: Reuters

Leere Sitze: Die USA kamen schon gar nicht, andere Delegierte verliessen während der Rede des iranischen Präsidenten den Saal.

Leere Sitze: Die USA kamen schon gar nicht, andere Delegierte verliessen während der Rede des iranischen Präsidenten den Saal. (Bild: Keystone)

Artikel zum Thema

Israel missbrauche religiöse Gefühle um seinen Hass zu verbergen, sagte Ahmadinejad in seiner Rede weiter. Die westlichen Länder hätten nichts gegen die Bombardierung der Menschen im Gazastreifen gesagt.

Die Europäer hätten zudem den Ersten und Zweiten Weltkrieg verursacht und als Kompensation für ihren Rassismus ein rassistisches Regime nach Palästina gebracht, das sie zusammen mit den USA seit 60 Jahren unterstützten.

Aus Arroganz und um ihr Einflussgebiet auszuweiten, hätten die USA und ihre Verbündeten Krieg gegen Irak und Afghanistan geführt. Im Übrigen forderte Ahmadinejad eine Reform des Uno-Sicherheitsrats.

«Hassrede» verurteilt

Die Delegierten mehrerer EU-Staaten verliessen aus Protest den Saal. Frankreich hat scharf gegen die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad auf der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf protestiert. Sarkozy rief die EU zu einer «Reaktion von äusserster Entschlossenheit» auf.

Ahmadinejad rufe zum Rassenhass auf, er verhöhne die Ideale und Werte, die in der universellen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben seien, erklärte Sarkozy. Aussenminister Bernard Kouchner nannte die Aussagen des iranischen Präsidenten als «inakzeptabel».

«Hasstiraden, Schmähreden und anti-israelische Ausfälle»

Frankreich hatte in letzter Minute entschieden, anders als etwa Deutschland und die USA mit einem Botschafter an der Uno-Konferenz teilzunehmen. Nach den Äusserungen Ahmadinejads verliess der französische Uno-Botschafter aber gemeinsam mit den Delegationen zahlreicher europäischer Staaten die Konferenz.

Ausser von Deutschland und den USA wird die Konferenz von Israel, Italien, den Niederlanden, Polen, Kanada, Australien und Neuseeland boykottiert. Hintergrund des Boykotts war die Sorge, dass die Konferenz zu einem Podium für anti-israelische Erklärungen werden könnte.

Die deutsche Regierung rechtfertigte ihre kurzfristig beschlossene Nicht-Teilnahme mit Befürchtungen, dass die Veranstaltung von einzelnen Teilnehmern «für Hasstiraden, Schmähreden und anti-israelische Ausfälle» missbraucht werden könnte.

Kommentar: Die Sorge jener Länder, die der Konferenz fern geblieben sind war unmissverständlich: Die Konferenz könnte zu einem Podium für anti-israelische Erklärungen werden. Diese Sorge war berechtigt und voraussehbar. Es stellt sich somit die grundsätzliche Frage, weshalb man einen Staatschef, der internationales Recht nicht anerkennt, den Holocaust leugnet und Israel vernichten will, überhaupt empfängt?

Unsere Aussenministerin, die den Kontakt mit dem Hassrhetoriker schleiertragend stolz gepflegt hatte, in der Hoffnung, sie könnte mit ihrem Lächeln etwas bewirken, müsste heute endlich einsehen:

Mahmud Ahmadinejad ist und bleibt unbelehrbar. Auch Bundespräsident Merz sollte einsichtig über die Bücher gehen und sich fragen, ob es nicht doch besser gewesen wäre, dem Treffen fern zu bleiben. Für mich ist der Eklat keine Ueberraschung. Er war vorhersehbar und lag in der Luft.

Bild findet:

Iran-Präsident Ahmadinedschad: Eklat auf  auf Anti-Rassismus-Konferenz

Nachlese: Bundespräsident Merz versteht die Empörung nicht. Nach seinem Dafürhalten durfte die Schweiz den Dialog mit dem Holcausleugner nicht abbrechen, weil die Schweiz einen Vermittlungsauftrag hat und der Bundesrat dem Wunsch des iranischen Präsidenten entsprechen musste.

Jeder Kommunikationsberater weiss, dass Dialoge nur weiter führen, wenn jede Seite bereit ist auf das Gegenüber zu hören. Wir haben bei der katholischen Kirche gesehen, dass Dialoge durchaus eine Grenze haben können, beispielsweise bei jenem geistlichen Holocaustleugner der uneinsichtig blieb und nicht bereit war seine Haltung zu korrigieren.

Auch bei Ahmadinedschad hätte die Schweiz auf die Vermittlung verzichten müssen, solange dieser Gesprächspartner auf der Vernichtung des Staates Israels pocht. Rassisten müssen nicht geduldet werden mit der Begründung, man verteidige die freie Meinungsäusserung. Es gibt in jedem Staat mit freier Meinungsäusserung Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

Interessant: Als man der Schweiz mit einer schwarzen Liste drohte, war Bundespräsident erstaunlich rasch nachsichtig und berücksichtigte sofort die Meinung anderer Staaten. Beim Holocaustleugner hingegen setzte er sich angeblich konsequent für die Meinungsfreiheit ein und setzt sich über die berechtigte öffentliche Kritik hinweg. Ein verkehrte Welt: Beim rechtlich gefestigten Bankgeheimnis gibt Merz nach. Beim einem offensichtlichen Rassisten hingegen setzt er sich für die angebliche Meinungsäusserungsfreiheit eines Hassredners ein.

Auch bei Dialogen gibt es Grenzen, die eingehalten werden müssen. Anstatt ein Brücke aufzubauen hat unserer Aussenministerin und unser Bundespräsident mit ihrem ungeschickten Verhalten einen Graben aufgerissen, der sicherlich nicht so rasch überwunden werden kann. Es war gewiss ein gravierender Fehler, dass sich bei der Vermittlung der USA und dem IRAN sich die Aussenministerin persönlich und der Bundespräsident ebenfalls persönlich engagiert hatten.

Diese gravierenden Fehler dürfen nicht beschönigt werden!

Aus Tagi:

Schweizer Delegierte blieben im Saal bei Ahmadinejads Hetzrede

Das Treffen zwischen Hans-Rudolf Merz und Mahmud Ahmadinejad belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel.

Die Frage ist berechtigt: Wer hatte dieses unverständliche Verbleiben angeordnet? Frau Calmy- Rey oder Herr Merz? Bei Rassismus und Völkerverhetzung darf es keine Neutralität geben. Es gibt bei Rassisten keine Gesinnungsneutralität.

Sonntag, 19. April 2009

Die fünf Tugenden für das UEBENDE LEBEN

Wir sind ständig übende Menschen, die unser Leben ständig verbessern können. Erfreulich ist der Umstand, dass dieses LERNEN bis ins hohe Alter möglich ist. Mich hat es heute gefreut, dass die fünf Tugenden des Philosophen Professors Peter Sloterdijk 1:1 auf die Rhetorik und die Verbesserung der kommunikativen Kompetenz übertragen werden können.

Peter Sloterdijk
Peter Sloterdijk

Prof. Dr. Peter Sloterdijk Professor für Philosophie und Ästhetik, Rektor Kontakt E-Mail: rektorat@hfg-karlsruhe.de Internet: http://www.petersloterdijk.net

Ich zitiere diese fünf Tugenden und kommentiere sie:

1. Körper und Geist regelmässig fit halten!

Kommentar Marcus Knill: Das Training der körperlichen Fitness wird den Menschen immer mehr bewusst und immer mehr ältere Menschen merken, dass man den Körper auf Trab halten kann. Bewegung ist ein MUSS. Leider sind sich die Wenigsten bewusst, dass man genau so den Geist regelmässig fit halten muss. Wir vermitteln in unseren Seminaren Uebungen, wie wir im Beruf und Alltag aber auch in der dritten Lebensphase geistig beweglich bleiben können.

2. Aufmerksam und geistesgegenwärtig sein!

Kommentar Marcus Knill: Die Präsenz und die Fähigkeit sich bei jeder Tätigkeit voll und ganz auf das jeweilige Tun zu konzentrieren ist etwas vom Zentralsten bei allen Kommunikationsprozessen. Es gibt bestimmte Rituale, dank derer wir besser dies Aufmerksamkeit fördern können. K+K hilft Ihnen gerne weiter.

3. Bereitschaft zur Belastung zeigen!

Kommentar Marcus Knill: Wer die Muskeln schont, merkt bald, dass sie sich ohne Belastung rasch zurückbilden. Wer nicht gelernt hat, mit Belastungen umzugehen, ist nicht fähig, ein Projekt oder eine Aufgabe zeit - und zielgerecht zu erledigen. In der Erziehung wurde leider vielerorts über Jahre hinweg das Durchstehvermögen vernachlässigt, im Glauben, Druck schade und sei kontraproduktiv bei den Lernprozessen (Kuschelpädagogik). Wer gelernt hat, Belastungen auszuhalten, wird im Nachhinein ein grössere Freude empfinden, als jene Person, die den Belastungen ständig ausweicht. Dies erleben wir beispielsweise, wenn wir die Mühsal eines Aufstieges auf einen Bergipfels auf uns nehmen und dann die Aussicht mehr geniessen, wie nach der Benützung der Bergbahn.

4. Auf die Ausdruckskultur achten. Nicht das Erstbeste (ohne Inhalt) drauflos reden.

Kommentar Knill: Diese Sloterdijk Tugend kann hundertprozentig auf die Rhetorik übertragen werden. Sie deckt sich mit unserern Grundregeln: Zuhören ist wichtiges als Reden! Schweigen ist auch Kommunikation. Immer Gehirn einschalten vor dem REDEN! d.h. DENKEN dann SPRECHEN!

LINKS:

Schweigen können

Sie wundern sich vielleicht, dass das Schweigen ein wichtiges Element der ... Diese Geschichte macht deutlich: Schweigen können hat verschiedene Vorteile. ... www.rhetorik.ch/Schweigen/Schweigen.html - 10k -Cached - Similar pages
Results 1 - 10 of about 146 from www.rhetorik.ch for zuhören. (0.14 seconds)
  1. Hoeren, Hinhoeren, Zuhoeren

    Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören. ... Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen. ... www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html - 17k - Cached - Similar pages
  2. Überzeugend antworten

    Nur wer sich vorbereitet, zuhört und reflektiert hat die Möglichkeit, ... Ohne konzentriertes Zuhören können wir beim Antworten nicht lenken. ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - 11k - Cached - Similar pages
  3. Überlegen antworten Gesprächserfolge durch strukturierte ...

    Nur wer sich vorbereitet, zuhört und reflektiert hat die Möglichkeit, ... Konzentriert zuhören Wie bei jedem Gespräch muss vor der Befragung überlegt ... www.rhetorik.ch/Alphaartikel/ueberlegen.html - 10k - Cached - Similar pages
  4. Die Balance finden

    Schweigen heisst noch nicht Zuhören. Zuhören bedeutet: Das Gehörte aufnehmen. Das Gehörte bedenken und auf das Gehörte eingehen. Aktives Zuhören bedingt ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html - 40k - Cached - Similar pages

5. Musik hören

Kommentar Marcus Knill: Musik gehört für mich zum Lernen. Musik kann entspannen und uns emotional beeinflussen. Ich lasse in Seminaren meist vor der Eröffnung ein "Brandenburgisches Konzert" von Johann Sebastian Bach laufen. Für mich enthält diese Musik eine ausgewogene Balance zwischen Kopf und Herz. Diese barocke Musik folgt mathematischen Gesetzmässigkeiten und weckt zugleich emotionale Bilder.

%%%%%%%%%%%%

Weder Versehen noch einmaliger Ausrutscher:

Bohlen bleibt sich seiner gewohnten Exekutionsrhetorik treu -

wie gewohnt ohne Folgen!

Ich zitiere Bild:

Bohlen nennt Annemarie Bitch: Entgleisung oder übler Scherz?

Entgleisung oder übler Scherz? Bohlen nennt Annemarie „Bitch“ (Schlampe)

Eklat bei DSDS: Dieter Bohlen beschimpft Kandidatin Annemarie (18)!

Es passierte nach der ersten Runde, nach Annemaries erstem Auftritt (sie sang den Song „Bailando“ von Loona).

Bohlen maulte, das Original sei ja noch „ganz charming“ – aber, an Annemarie gerichtet: „...wenn so eine Bitch (Schlampe) so eine Nummer singt...“

Das Publikum war geschockt – genau wie die anderen Kandidaten. Daniel hielt sich vor Entsetzen die Hand vor den Mund, Sarah blieb der Mund offen stehen, Dominik schüttelt den Kopf. Sogar Moderator Markus Schreyl: sprachlos.

Kommentar: Ich sehe keinen Grund, geschockt zu sein. Bohlen beleidigt die Teilnehmer nicht zu ersten Mal. Es ist sogar nach BILD sein Markenzeichen. BILD schätzt diese "lustigen" Sprüche und publiziert sie immer wieder als originelle Aussagen.

LINKS:

  1. rhetorik.ch aktuell: Die Exekutionsrhetorik des Dieter Bohlen

    17. Febr. 2007 ... "Die Sprüche von Dieter Bohlen werden bewusst lanciert, ... Wir sehen es ähnlich: Nach unserem Dafürhalten wird Dieter Bohlen von den Medien ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/02_17/index.html - 5k - Cached - Similar pages
  2. rhetorik.ch aktuell:

    3. Okt. 2003 ... Im Herbst letzten Jahres landete Dieter Bohlen mit seinem ersten Buch "Nichts als die Wahrheit" auf Anhieb einen Megaseller. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Oct_03_2003.html - 15k - Cached - Similar pages
  3. rhetorik.ch aktuell: Bohlen und die Apfelringe

    26. Nov. 2005 ... Nachdem Dieter Bohlen die Gesangskünste der letzten 14'000 Bewerber im "DSDS" auf primitive Art und Weise verbal schikaniert und beleidigt ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/11_26.html - 9k - Cached - Similar pages
  4. rhetorik.ch aktuell:

    Dieter Bohlen war von der Boulevardpresse nicht zu erreichen. Vielleicht befand er sich im Makromarkt und wurde inmitten der vielen Doppelgängern nicht mehr ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Nov_28_2004.html - 6k - Cached - Similar pages
  5. rhetorik.ch aktuell: Benny's Anti-Bohlen Lied

    Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Aktuell Bohlen · Klatschkommunikation ... trällerte beim Ludwigshafener Radio-Sender RPR1 ein Lied zum Thema Dieter Bohlen: ... www.rhetorik.ch/Aktuell/09/03_29/index.html - 5k - Cached - Similar pages
  6. rhetorik.ch aktuell:

    17. März 2003 ... Dieter Bohlen und Co ihre Millionen. So ist allen gedient. ... Dieter Bohlen schreckt selbst vor "verbaler Exekution" nicht zurück. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_17_2003.html - 25k - Cached - Similar pages
  7. rhetorik.ch aktuell:

    Thomas Anders, die Stimme des einst erfolgreichen Pop-Duos "Modern Talking" feierte Mitte der achziger Jahre mit Dieter Bohlen Erfolge auf der ganzen Welt. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jun_24_2004.html - 5k - Cached - Similar pages
  8. Exekutionsrhetorik

    Exekutionsrhetorik ist der Griff in die unterste Schublade der Rhetorikkiste. Sie wurde in letzter Zeit von Dieter Bohlen im Fernsehen praktiziert. ... www.rhetorik.ch/Exekution/Exekution.html - 6k - Cached - Similar pages
  9. rhetorik.ch aktuell: Geht der Krug doch zum Brunnen, bis er bricht?

    16. Jan. 2007 ... Das müsste auch ein Dieter Bohlen wissen. Als er beim Tauchen jüngst von Haien attackiert worden ist, hätte er erkennen können, ... www.rhetorik.ch/Aktuell/07/01_16/index.html - 8k - Cached - Similar pages
  10. rhetorik.ch aktuell:

    21. Aug. 2003 ... In einem Werbespot für den Milchreisproduzenten "Müller-Milch" nimmt der Musikproduzent Dieter Bohlen deutsche Politiker auf die Schippe. ... www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Aug_21_2003.html - 10k - Cached - Similar pages

Donnerstag, 16. April 2009

Die Lust am Schecklichen - solange man nicht betroffen ist

Standbild aus dem Amnesty-International-Film «Stuff Of Life», das Waterboarding zeigt.

(Bild: Keystone/AP)

Für Kinder üben Folternkammern auf Burgen einen sonderbaren Reiz aus. Ich weiss noch gut, wie mich an einer Schulreise die "eiserne Jungfrau" Beim Besuch einer Folterkammer in einem Museum lange beschäftigt hatte. Ich versuchte mir auszumalen, welche Schmerzen erduldet werden müssen, wenn man in die eiserne Rüstung gesteckt wird und beim Schliessen der Rüstung die zahlreichen Nadeln durch den Körper dringen.

Später musste sich mich als Medienpädagoge mit den Darstellungen in Brutalovideos und Gewaltdarstellungen beschäftigen und erkannte, dass Gruselszenen und Folterungen für viele Jugendliche einen Reiz haben und der Nervenkitzel - wie im Kino bei Krimis - lustvoll sein kann, aber nur, wenn man das Geschehen nur als Unbeteiligter gleichsam nur von aussen mitverfolgen kann.

http://www.spieleradar.de/PC/spiele/news/wheelman/uploads_cms/pics/63172461300000.jpg

Heute wurden im Internet (Tagi online) Foltermethoden publiziert, die in Amerika angewendet wurden, um Geständnisse zu erzwingen. Wer folgende Publikation liest, dem wird es ähnlich ergehen, wie es mir als Kind in der Folterkammer in der Kyburg ergangen ist.

Ich zitiere:

Die Memoranden aus dem US-Justizministerium enthalten Einzelheiten zur harschen Verhörpraxis unter der Regierung von Präsident George W. Bush. Die Dokumente aus den Jahren 2002 und 2005 dienten dem US-Geheimdienst CIA als Richtlinie für die Befragungen von Häftlingen, die mutmasslich zum Terrornetzwerk al-Qaida gehörten. Nur wenige Textstellen sind geschwärzt worden.

Die vier Memoranden, die alle zwischen 13 und 20 Seiten lang sind, enthalten 14 Foltermethoden, mit denen Häftlinge dazu gebracht werden sollen, Informationen preiszugeben. Dabei weisen die Autoren permanent darauf hin, wie harmlos die Verhörmethoden seien.

Das US-Justizministerium hat die Verhörtechniken in drei Kategorien eingeteilt. Zur ersten zählen Methoden, um den Häftling zu erniedrigen und in einen «Zustand der Abhängigkeit» zu bringen:

Schlafentzug:

Der Gefangene wird gezwungen zu stehen, die Hände gefesselt vor dem Bauch. «Das verhindert, dass er einschläft.» Auch an den Füssen gefesselt, kann er sich in einem Rechteck von 60 auf 90 Zentimetern bewegen und wird bis zu elf Tagen wach gehalten.

Erzwungene Nacktheit:

Der Häftling wird gedemütigt, weil sein «kulturelles Empfinden» verletzt wird oder indem ihn eine weibliche Beamtin betrachtet.

Zwangsdiät:

Die feste Nahrung wird durch Flüssignahrung ersetzt. «Verschieden Schlankheitskuren, welche in den USA erhältlich sind, reduzieren die Kalorienzufuhr mindestens so stark», heisst es. Die Verhörtechniken der zweiten Kategorie bezwecken, den Häftling «zu erschrecken oder zu massregeln».

Schlag in den Unterleib:

Der Befrager schlägt mit dem Handrücken zu, darf aber keinen Ring tragen. Empfohlen zusammen mit der Eiswasserdusche.

Gesichtsgriff:

Der Häftling wird im Gesicht so angepackt, dass er den Kopf nicht mehr bewegen kann.

Schlag ins Gesicht:

Das Ziel ist nicht körperlicher Schmerz, sondern Überraschung, Schock und Beleidigung.

Griff an den Kragen:

Der Häftling wird überrascht und erschreckt. Mit den Methoden der dritten Kategorie wird der Häftling «physisch und psychisch unter Druck» gesetzt.

Simuliertes Ertrinken (Waterboarding):

Der Häftling wird mit verbundenen Augen auf eine Bank gefesselt, die Füsse angehoben. Mund und Nase werden mit einem Tuch bedeckt und 20 bis 40 Sekunden mit Wasser begossen. Der Verhörte leidet unter «seelischen Qualen und Todesangst». Der Vorgang «kann wiederholt werden». Das simulierte Ertrinken darf nur angewendet werden kombiniert mit einer Zwangsdiät und Schlafentzug.

Stehen an der Wand:

Das Folteropfer steht einen Meter vor der Wand und muss sich nach vorn lehnen, bis es mit den Fingerspitzen die Wand berührt. Ziel ist die Ermüdung der Muskeln.

Schmerzhafte Körperhaltung:

Der Gefangene soll auch damit stark ermüdet werden. Zum Beispiel, indem der Häftling kniet und sich 45 Grad nach hinten lehnt.

Dusche mit Eiswasser:

Wasser von einer Temperatur von 5 Grad Celsius wird über den Häftling gegossen.

Arrest in dunkler Kiste:

Eingeengt, wird die sinnliche Wahrnehmung gestört.

Wurf gegen Holzwand:

Wenn der Beamte den gefesselten Häftling gegen die Wand stösst, gibt es einen Knall. «Der Aufschlag soll härter wirken, als er ist.»

Arrest in dunkler Kiste mit Insekt:

Einem Gefangenen, der Angst vor Insekten hat, wird suggeriert, dass sich in der Kiste Ungeziefer befindet. Tatsächlich ist dort aber nur eine harmlose Raupe. Diese Foltermethode hat bereits George Orwell in seinem Roman «1984» beschrieben. Das IKRK hat die Verhörmethoden der US-Behörden zwischen 2002 und 2006 untersucht. Die Gespräche mit 14 Häftlingen ergaben, dass die vom US-Justizministerium empfohlenen Verhörmethoden weitgehend angewendet wurden. (Tages-Anzeiger)

Kommentar: Die Methoden werden zwar als harmlos beschrieben. Doch Betroffene teilen diese Behauptung nicht. Mein Mentor (ein Diplompsycholge aus Deutschland, der mich in der Supervision ausgebildet hatte) kam gegen Ende des zweiten Weltkrieges ins Konzentrationslager Bautzen.

Seine Schilderungen der grauenhaften Erlebnisse sind tatsächlich noch schlimmer als jene Methoden, die der Tagi heute publiziert hat. Doch konnte ich mir alle geschilderten Methoden im Konzentrationslager gar nicht mehr richtig vorstellen, denn die Folterungen überstiegen das Vorstellungsvermögen eines Menschen, der so etwas noch nie erlebt hatte: Ein paar Monate Dunkelheit. Es wird ein Todesurteil ausgesprochen, doch die Erschiessung erfolgt ohne Munition. Stress pur. Oder: Der GEfangene wird einen Heizkörper gebunden und die Temperatur wird langsam gesteigert, bis es zu Verbrennungen kommt. Tagelang Schlafentzug d.h. wenn der Gefangene einnickt, wird er nach einigen Minuten mit einem Sirenenton aus dem Schlaf gerissen. Oder: Arbeiten ohne Schuhe draussen in der Kälte. Essenentzug. Redeverbot über Wochen usw.

Der deutsche Diplompsychologe hat zwar später seine unvorstellbaren Erlebnisse in einen Buch niedergeschrieben. Von den Gefangenen in seinem Gebäude haben übrigens nur vier seiner Freunde diese Hölle überlebt. Die fünf Ueberlebenden vertraten alle die Meinung: Physische Stärke sei nicht das Wichtigste beim Ueberlebenskampf. Vor allem die geistige Widerstandkraft habe geholfen, die Torturen zu überstehen.