Das Bild zum Tage:
Soja Plantagen - nicht um die Menschheit zu ernähren, sondern um Betriebstoff herzustellen.
Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
Das Bild zum Tage:
Soja Plantagen - nicht um die Menschheit zu ernähren, sondern um Betriebstoff herzustellen.
Das Vorgehen gibt zu Denken: Abholzen von Wäldern. Dann Mais, Soja oder Raps anpflanzen - um Ethanol zu produzieren! ***********************************************************************
Notiert von
marcus knill
um
10:12
Justizministerin Widmer- Schlumpf zeigt die Zähne
aus 20 min:
Kommentar: Es ist zwar erfreulich, wenn die Schweiz nicht nur defensiv reagiert. Doch frage ich mich: Ist diese Kritik vorgängig mit dem Gesamtbundesrat abgesprochen worden? Oder handelt es sich einmal mehr um eine persönliche Einzelaktion?
Notiert von
marcus knill
um
10:04
Bohlen ist nicht zu hart für die Schweiz - er wäre mit seiner Exekutionsrhetorik eine Zumutung (so, wie in Deutschland)
Es geht mir nicht darum, Music Star in der Schweiz zu beurteilen. Doch kann ich nachweisen, dass Bohlens menschenverachtender Umgang mit Jugendlichen auch in Deutschland die Grenzen überschritten hat. Ich bin froh, haben die TV Verantwortlichen den Wünschen der Boulevardpresse nicht nachgekommen und klar gegen Bohlens Exekutionsrhetorik eindeutig Stellung bezogen. Gratuliere! So wie BILD von den verbalen Entgleisungen des Pop Titans profitiert, hätte wahrscheinlich BLICK auch gerne die angeblich mutigen, verletzenden und erniedrigenen Sprüchen gerne publiziert. Bekanntlich kann man dank Schadenfreude der Leser Auflagen steigern. Ich zitiere Blick-online:
Wer sich persönlich vergewissern wird, wie Bohlens Expertensprache bei der Be- oder vielmehr Verurteilung die Grenze des Zumutbaren überschreitet, kann dies in Rheotrik.ch nachlesen
(Klicken Sie im Suchfenster das Wort Bohlen ein und Sie kommen auf alle Analysen ).
Sie können dann die angeblich originellen, provokanten und deftigen Sprüche selbst zu Gemüte führen. Versetzen Sie sich dabei in einen Jugendlichen, der noch keine Ahnung hat, in was er sich einlässt und nicht weiss, welche Folgen psychische Erniedrigungen haben können, wenn mansich von Bohlen freiwillig "fertig machen" lässt. Eine Lehrperson würde jedenfalls bestraft, wenn sie bei einem Kritikgespräch so mit Jugendlichen umgehen würde wie Bohlen. Die Sendung Music Star kann auch ohne Exekutions-Rhetorik optimiert werden. Sie finden folgende Beiträge:
26. Nov. 2005 ... Nachdem Dieter Bohlen die Gesangskünste der letzten 14'000 Bewerber im "DSDS" auf primitive Art und Weise verbal schikaniert und beleidigt ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/11_26.html - 9k - |
21. Aug. 2003 ... Bohlen öffnet darin einen Becher Milchreis mit den Worten "Jetzt brauch ich mal etwas Ehrliches." Politiker meinten, das sei eine ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Aug_21_2003.html - 10k - |
28. Nov. 2004 ... Jetzt macht Markromarkt Dieter Bohlen zum Gespött. Dieter Bohlen war von der Boulevardpresse nicht zu erreichen. Vielleicht befand er sich ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Nov_28_2004.html - 6k - |
3. Okt. 2003 ... Die Leute, die Bohlen im ersten Buch vorgeführt habe, seien ein bisschen ... Im neuen Buch entwickelte Bohlen eine Vermarktungstrategie, ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Oct_03_2003.html - 15k - |
Sie wurde in letzter Zeit von Dieter Bohlen im Fernsehen praktiziert. ... Wenn Bohlen nach den Auftritt zu einem Jugendlichen sagt: ...
www.rhetorik.ch/Exekution/Exekution.html - 6k - |
16. Jan. 2007 ... Es ist eine Zumutung fürs Publikum, wenn Bohlen weiterhin Jugendliche ... Bohlen wehrt sich gegen den Vorwurf, er ginge in der Casting-Show ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/01_16/index.html - 8k - |
Doch bestätigte mir heute ein Interview mit Dieter Bohlen in seiner "Bild" Blattkritik bei der ... Bohlen will bei der "Bild" auf keinen Fall Kopfbeiträge. ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/11_11/index.html - 5k - |
17. März 2003 ... Dieter Bohlen und Co ihre Millionen. So ist allen gedient. ... Dieter Bohlen schreckt selbst vor "verbaler Exekution" nicht zurück. ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Mar_17_2003.html - 25k - |
17 Feb 07: Die Exekutionsrhetorik des Dieter Bohlen · 16 Jan 07: Geht der Krug doch zum Brunnen, bis er bricht? 26 Nov 05: Bohlen und die Apfelringe ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Bohlen.html - 7k - |
17 Feb 07: Die Exekutionsrhetorik des Dieter Bohlen · 27 Jan 07: Steinmeier unter Druck · 19 Jan 07: Die Rücktrittsankündigung Stoibers ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Deutschland.html - 37k -
|
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marcus knill
um
09:20
Comagic Zwillinge und die Medien
Seit 2000 halten sich die Comagic Zwillige illegal in der Schweiz auf. Sie haben keine Papiere. Dank Rekursen und Rekursen konnten die Kinder nicht ausgewiesen werden und haben sich in der Schweiz während der Jahre der Rekurszeit in der Schule recht gut integriert. Verständlich, dass die Kollegen und Kolleginnen sich gegen die Ausschaffung mit allen Mitteln weiter zur Wehr setzen. Die Mediengeschichte veranschaulicht, dass so die Ausschaffung ein ganz andere Dimension bekommt, wenn die Geschichte medientauglich ist. Tatsächlich gelang es, die Medien ( Presse, Radio, Fernsehen und Lokalsender und 20 Min Internet TV, und Internetplattformen zu gewinnen und zu nutzen. Die Zwillinge haben etwas gelernt. Sie sagten am Mikrofon:
Wenn wir in den Medien kommen, kümmern sich auch die Politiker um uns!
Die Jugendlichen haben erkannt, dass die Medien eine grosse Macht sein können. Die Medien müssen nur genutzt werden.
ich zitiere Tagi online:
Ihre E-Mail wurde abgeschickt.
Aleksandra und Tijana Comagic nach der Medienkonferenz im Schulhaus Lavater. (Video: Roman Weber)
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marcus knill
um
19:01
Zum Auftritt des Finanzministers an der heutigen Medienkonferenz
Ich zitiere:
Kann der Bundesrat den Druck aus dem Ausland noch abwehren? (Bild: Keystone)
Merz sagte vor den Medien, dass der Bundesrat am Schutz der Privatsphäre festhalten wolle, im Verkehr mit dem Ausland aber Gesprächsbereitschaft signalisieren wolle.
Wie man die Zusammenarbeit mit dem Ausland in Steuerfragen ausbauen könne und wolle, sei Gegenstand von
Abklärungen, die eine Expertengruppe aus Juristen und Finanzfachleuten vornehmen soll. Bis in zwei Wochen soll die Gruppe unter Leitung des Juristen und Völkerrechtlers Manuel Sager erste Resultate vorlegen.
Merz betonte, dass es sich bei der Expertengruppe nicht um eine Taskforce handelt, dass sie nicht kommuniziert und dem Sitzungsgeheimnis untersteht. Bezüglich der Probleme mit den USA brauche es in einer späteren Phase zusätzliche Spezialisten, welche dem Bundesrat unter die Arme greifen.
Im Verkehr mit dem Ausland will der Bundesrat auf gleich lange Spiesse pochen: Wenn Deutschland eine Abgeltungssteuer von 28 Prozent einführe, so Merz, und die Schweiz eine Quellensteuer von 35 Prozent kenne, dann betreibe Deutschland Dumping, und dann müsse die Schweiz gleiches Recht verlangen.
Ob man die Unterscheidung in Steuerbetrug und Steuerhinterziehung aufrechterhalten könne und wolle, beantwortete Hans-Rudolf Merz nicht: Genau darüber solle die Expertengruppe beraten und dem Bundesrat berichten.
Falls die Schweiz auf eine schwarze Liste komme, meinte Merz, gehörten Österreich und Luxenburg auch darauf. Mit den Finanzministern dieser Länder mit Bankgeheimnis wird sich Merz an diesem Wochenende treffen. Sie seien die natürlichen Koalitionspartner der Schweiz in dieser Frage.
Die Expertengruppe steht unter der Leitung des Völkerrechtlers und Diplomaten Manuel Sager. Sager hat das amerikanische Anwaltspatent und war in mehreren Funktionen als Diplomat für die Schweiz in den USA tätig. Seit letzten Herbst leitet er die Politische Abteilung V im Aussendepartement. Weiter gehören dem Gremium neben Bundesvertretern auch Nationalbank-Vizepräsident Philipp Hildebrand an, Urs Roth, Geschäftsführer der Bankiersvereinigung, Professor Alfred Mettler, der an der Giorgia State University lehrt, Professor Xavier Oberson, Ordinarius für Steuerrecht an der Universität Genf, und Titularprofessor Jens Drolshammer.
Kommentar:
Finanzminister Merz wies alle Vorwürfe zurück, der Bundesrat habe "geschlampt". Obschon er unter Druck war, versuchte Merz souverän und mehrsprachig die kritischen Fragen zu beantworten. Was mir auffiel:
Zu dem von seiner Kollegin Widmer Schlumpf geprägten neuen Begriff "schwere Steuerhinterziehung" wollte er nichts wissen und sagte eindeutig:
"Es gibt keine schwere Steuerhinterziehung".
Der Kollegin werden wohl die Ohren geläutet haben!
Die Expertengruppe wurde zum Rettungring
Bei allen heiklen Fragen konnte sich Bundesrat Merz hinter die Expertengruppe verschanzen. Die Gründung dieser wissenschaftlichen Beratergruppe, ohne eigene Befugnisse, ohne eigene Auftritte rettete Merz vor heiklen Klippen. So gesehen half diese neue Experten-Gruppe immer wiede rals hilfreicher Blitzableiter bei Interviews. Es liegt nun an dieser Gruppe, alle Möglichkeiten zu prüfen. Damit muss sich nun der Bundesrat bei keiner heiklen Frage mehr konkret festlegen. So gesehen, war die Gründung dieser Gruppe für den Bundesrat ein geschickter Schachzug. Denn alle müssen jetzt zuerst abzuwarten, was diese Gruppe in 14 Tagen sagt.
Nachtrag Blick (zeigt dass es nun die Experten richten sollen):
Am Abend gibt Bundespräsident Merz endlich zu, dass es hinsichtlich Kommunikation im Bundesrat nicht immer gut gelaufen ist.
Meine Beurteilung zur Krisenkommunikation des Bundesrates möchte ich an dieser Stelle nicht nochmals wiederholen.
Die Medienkonferenz bestätigt heute folgende graviernden Versäumnisse des Bundesrates hinsichtlich Krisenkommunikation, nachdem er seit Wochen - wenn nicht seit Monaten - gewusst hat, wie der Hase läuft:
Das was jetzt die Expertenguppe tun muss, hätte schon längst - während der Phase des Antizipierens - gemacht werden können: Der Bundesrat hätte die notwendige Zeit gehabt, alle Varianten und möglichen Lösungen aufzulisten - mit Vor- und Nachteilen - auch unter Beizug von Spezialisten.
Nun, lässt der Bundesrat lediglich das nachholen, was schon längst fällig gewesen war!
Der Finanzminister versprach heute: Künftig werde der Bundesrat die Kommunikation führen. Die Führung liege künftig in der Hand des Bundespräsidenten. Bitte, auch das hätte längst festgelegt werden müssen!
< style="color: rgb(204, 102, 0);">professionelles Kommunikationskonzept
Ferner vermissten wir seit Wochen einen offiziellen Krisenstab. Der einberufene Ausschuss von drei Bundesräten kann gar kein taugliches Führunsinstrument sein. Denn jeder der Drei kann sich in diesem Ausschuss verstecken. Denn niemand trug die Verantwortung.
Es mangelte während der ganzen Führungskrise an einer Strategie, um das Bankenkundengeheimnis zu verteidigen.
FAZIT: IM GRUNDE GENOMMEN BOT DER BUNDESRAT EIN TRAUERSPIEL. Die Mediensechos fallen denn auch entsprechend kritisch aus:
Nebulös! Ich zitiere die NZZ:
«Grobe Steuerhinterziehung», «dynamische Weiterentwicklung des Bankgeheimnisses»: Mehrere Mitglieder des Bundesrats hausierten in den letzten Tagen mit unverständlichen Wortschöpfungen, um sich nicht festlegen zu müssen oder Zeit zu gewinnen. Vor der Regierungssitzung am Freitag waren die Erwartungen entsprechend hoch: Der Bundesrat sollte endlich Klartext reden und eine Strategie darlegen, wie der Schweizer Finanzplatz aus dem Würgegriff Amerikas und mehrerer EU-Staaten befreit werden kann.
Der Paukenschlag blieb aus. Was Bundespräsident Hans-Rudolf Merz vor den Medien bekanntgab, hätte die Regierung schon vor Monaten beschliessen können.....
Ich zitiere die SN:
So klug als wie zuvor
Der rhetorische Nebel den Merz und Widmer-Schlumpf mit Begriffen wie
"dynamische Weiterentwicklung des Bankgeheimnisses" und "grobe Steuerhinterziehung" produziert hatten, hat sich nicht gelichtet. Stattdessen wurde eine Expertengruppe benannt, die er schon vor zwei Wochen hätte gebildet werden können.
Ich zitiere Blick:
Und dann verwies Merz auf seine Expertengruppe. Diese werde jetzt zwei Wochen beraten, und dann werde der Bundesrat informieren.
(Illu 20 Min)
In zwei Wochen mehr: Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat die Medien am Freitag in Bern über die Expertengruppe zum Bankgeheimnis informiert. (Bild: Keystone/Peter Schneider)
Indem die Expertengruppe erst jetzt gebildet wird, angeblich um Denkzeit zu gewinnen wurde im Grunde genommen erneut wertvolle Zeit vertrödelt?
Was wir heute immerhin wissen: Die Richtung des Bundesrates ist unklar!
Dafür spricht Peter Spuhler KLARTEXT!
Ich zitiere aus dem Tagi Interview vom 7.3.09:
Der Thurgauer Nationalrat Peter Spuhler sagt, dass der Bundesrat die Schweiz in der Krise um das Bankgeheimnis bisher zu wenig klar vertreten hat.
Aus dem Interview:
War es richtig, dass der Bundesrat die Herausgabe von Kundendaten der UBS an die amerikanische Behörde erlaubte?
Bisher spielte der Bundesrat in der Krise betreffend Bankkundengeheimnis eine schwache Rolle. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie die Position der Schweiz nach aussen und nach innen klar kommuniziert. Wir haben ja ein ganz anderes System als die anderen Länder, die die Steuern meist als Quellensteuer direkt vom Lohn abziehen. Sie kennen die Selbstdeklaration nicht, die wir mit der Steuererklärung haben. Der Bürger hat in der Schweiz eine höhere Eigenverantwortung als beispielsweise in Deutschland oder den USA. Daraus ergibt sich die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug.
Wie erklären Sie den Unterschied?
Wir gehen in der Schweiz davon aus, dass die Bürger die Steuererklärung nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen. Wenn etwas vergessen geht, ist das Steuerhinterziehung. Wenn man aber bewusst eine Lohnabrechnung oder ein Formular fälscht, das zur Steuererklärung gehört, ist das Steuerbetrug.
Sollte die Schweiz am herkömmlichen Bankgeheimnis festhalten?
Ja, denn rechtlich ist alles sauber geregelt. Wir haben Rechtshilfeabkommen, das Zinsbesteuerungsabkommen mit der EU und in den letzten Wochen haben wir mit England und Frankreich neue Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Ausgerechnet diese Länder attackieren uns jetzt. Aus wirtschaftlichen Gründen. Aber diese Fakten hört man nicht. Die Regierung schweigt und glaubt, dass sie eine solche internationale Krise aussitzen kann.
Aber Frau Widmer-Schlumpf war doch in Amerika.
Doch statt den Amerikanern den Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug zu erklären, kreierte sie einen dritten Begriff, nämlich «grobe Steuerhinterziehung». Das gibt es gar nicht. Das ist der Kommunikations-Gau!
Es gibt aber sogar Banker, die meinen, dass die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung nicht mehr haltbar sei.
Wir müssen uns bewusst sein, dass ein Wirtschaftskrieg im Gange ist. Es geht um die Frage, welches Land nach der Finanzkrise welchen Anteil an den Finanzdienstleistungen hat. Und wenn wir jetzt nicht die Kraft aufbringen, unsere Position zu kommunizieren und zu verteidigen, dann wird der Finanzplatz Schweiz geschwächt. Das Geschäft geht dann nach London oder Paris oder New York.
Um was für einen Anteil am Wohlstand geht es?
Vor der Krise erwirtschaftete der Finanzplatz etwa 13 bis 14 Prozent des BIP. Und bezahlte etwa den gleichen Anteil an Steuern. Das sind Milliarden. Letztlich geht es jetzt aber um die Frage, ob die Schweiz als Finanzplatz überleben kann oder nicht.
Soll das Bankgeheimnis im Ausland anders ausgestaltet sein als im Inland?
Das ist Blödsinn. In den Bilateralen Verträgen haben wir das Zinsbesteuerungsabkommen festgelegt, bei dem auf den ausländischen Guthaben eine Quellensteuer erhoben wird. Man kann selbstverständlich darüber diskutieren, ob man das auf Amerika ausdehnen soll. Doch sonst müssen wir unsere Postion halten. Das erwarte ich auch von unserer Regierung.
Aber die Amerikaner wollen den gläsernen Bankkunden.
Eines der höchsten Güter der Schweiz ist der Schutz der Privatsphäre. Ein weiteres ist die Eigenverantwortung der Bürger. Würden wir den gläsernen Kunden einführen, wäre das eine Katastrophe. Ein Zeichen dafür, dass wir als Willensnation Schweiz nicht mehr in der Lage sind, unsere Interessen international a) zu kommunizieren und b) zu verteidigen.
Wäre der Druck kleiner, wenn wir in der EU wären?
Das glaube ich nicht. Dann würde man einfach per Gesetz aus Brüssel sagen, was gilt. Es gibt ja drei EU-Staaten, nämlich Luxemburg, Belgien und Österreich, die heute das wasserdichtere Bankgeheimnis haben als wir. Auch das muss man nach aussen kommunizieren. Dafür müsste man bereit sein, mit dem Finger auf die anderen zu zeigen. Und sie auch unter Druck zu setzen. Aber wir haben niemanden in der Regierung, der das macht.
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marcus knill
um
15:26
Der Film der US-Firma Scenesystems zeigt eindrücklich, wie präzise und gelassen Pilot Sullenberger den Airbus A320 am 15. Januar auf dem Hudson in New York notwasserte. Unterlegt ist der Film mit den originalen Tonaufnahmen aus dem Cockpit.
Kommentar: Ein Beispiel, das zeigt, dass wir ohne Training keine Spitzenleistungen vollbringen können. Es ist heute bekannt, dass Pilot Sullenberger immer wieder im Simulator Landungen ohne Triebwerk geübt hat. Uebung macht den Meister! Dies gilt auch bei der Medienrhetorik. K+K ermöglicht Ihnen ein individuelles Training in unserem Mediensimulator. Ueberall - auch beim Sport - genügt die beste Begabung allein nicht. Training ist ein MUSS.
Notiert von
marcus knill
um
08:14
Ex-Bundesrat Villiger wird Kurer ersetzen
Weshalb dies ein geschickter Schachzug war
Ich hatte verschiedentlich Peter Kurers Rhetorik und Verhalten analysiert und kam zum Schluss: Kurer ist unhaltbar. Er muss weg. Als Rohner das Feld räumen musste, schrieb ich bereits im Blog, es würden hinsichtlich der Kurer Ablösung bereits die Messer gewetzt. Die ganze Spitze müsse ausgewechselt werden. Es brauche einen Neubeginn. Nachdem Oswald Grübel Rohner ersetzte, liess Kurer im Fernsehen noch wortstark verlauten: Er werde im Amt bleiben. Es dürften nicht zwei Spitzenleute gleichzeitig ersetzt werden, sonst sei die Kontinuität nicht gewahrt! Erstaunlich: Kurz darauf musste auch Kurer gehen und zur grossen Ueberraschung aller wurde Kaspar Villiger als Präsident des VR der UBS nominiert: Weshalb dieser Wahlvorschlag ein geschickter Schachzug war:
Illustration aus TAGI:
Bestens vernetzt: Villiger (r.) erklärte seine Motivation gestern vor Journalisten im Beisein des scheidenden VR-Präsidenten Peter Kurer. (Bild: Keystone)
--> Villiger kann das Vertrauen aufbauen
--> Er ist integer
--> Er hat eine grosse Erfahrung in Finanz- und Führungsbelangen
--> Er hat ein grosses Netzwerk
--> Er ist Krisen erprobt
--> Er hat in breiten Kreisen eine grosse Akzeptanz
--> Er ergänzt Grübel ideal (Beide haben ihre Bereiche, CEO und VR wird klar abgegrenzt )
--> Villiger ist nicht mit der Bonifrage und den Verfehlungen der UBS in Amerika verbandelt
--> Er ist ein guter Kommunikator
--> Er ist kompromissbereit
--> In der jetzigen Situation bracht es politisches Geschick und das hat Villiger
Der Vorwurf, Villiger habe es immer allen recht machen wollen, kann in der neuen Aufgabe, in der neuen Situation ein Vorteil sein. Villiger muss es nämlich gelingen bei Verhandlungen alle zu Gewinnern zu machen.
Ich zitiere Tagi online:
Ihre E-Mail wurde abgeschickt.
Sergio Marchionne: «Ich bin überglücklich, dass Villiger den Job angenommen hat.» (Bild: Keystone)
Der Name Villiger ist aber keine Topmarke in der internationalen Finanzwelt. Er ist es, unterschätzen Sie ihn nicht.
Wie muss sich das UBS-Geschäft verändern? Der Markt ist in einer sehr schwierigen Situation. Es ist schwer zu sagen, wie schnell die Bank aus der Krise herausfinden wird. Die gesamte Branche sucht wieder Tritt zu fassen und Strukturen zu finden, um erfolgreich zu bestehen. Die UBS ist in der überaus glücklichen Lage, dass sie die international grösste Vermögensverwalterin ist.
Wird sich mit Villiger die angespannte Situation mit den USA entspannen? Ich überlasse das Villiger und der Bankführung. Die Freundschaft zwischen den USA und der Schweiz ist ziemlich tief. Die Animosität, die aufgebaut wurde, ist übertrieben. Wir müssen die Sache beruhigen und die Nerven aller Beteiligten wieder auf ein normales Mass herunterbringen.
Ende Zitat
Kommentar: Ich TRAUE Villiger zu, dass er das VerTRAUEN in die UBS wieder zurückgewinnen kann.
Das Wort VerTRAUEN hat etwas mit TRAUEN zu tun.
Nachtrag Blick 5.3.09:
Wenn die SVP tatsächlich wieder (Gemäss Blick Titel) Blocher als Kandidat gegen Villiger ins Rennen schicken will, frage ich mich ein zweites Mal: Was ist mit Blocher los?
Die Idee Mörgelis ist aus meiner Sicht eine Bieridee , denn Christoph Blocher hat einmal mehr gar keine Chance. Ich vermute, dass es Blocher diesmal wiederum nur darum geht, ins Rampenlicht der Medien gehieft zu werden. "Man redet wenigstens von mir - wenngleich die Chance - wie bei der Bundesratswahl - gleich Null ist!"
Im Blocher TV erfuhren wir erst am 6. März, dass sich Christoph Blocher nie als Verwaltungsratspräsident zur Verfügung stellen würde. Er wäre auch von allen guten Geistern verlassen gewesen, wenn er den Vorschlag Mörgelis ernst genommen hätte. Sonderbar ist für mich dennoch, dass Nationalrat Mörgeli nicht mit Christoph Blocher über seinen Vorschlag gesprochen hat. Blocher behauptete, er habe davon nichts gewusst. So etwas kann ich mir nicht vorstellen. Die SVP ist sonst keine Partei, die im Führungsgremium nicht miteinander spricht.
Notiert von
marcus knill
um
08:21