Dienstag, 20. Januar 2009

Weshalb hat das Schweizer Fernsehen keine Notstromgruppe wie ein Spital?

In Krisen sind Radio und Fernsehen die wichtigsten Informationskanäle.

Der Stromausfall (Quelle Blick online) müsste der obersten Führungsebene zu denken geben.

Nichts geht mehr bei SF!

ZÜRICH – Alle Lichter sind aus, Leute bleiben in den Liften stecken, das Schweizer Fernsehen musste evakuiert werden. Legt der Stromausfall auch die Tagesschau lahm?

In den News-Redaktionen vom Schweizer Fernsehen wird auf Hochtouren gearbeitet. Plötzlich geht gar nichts mehr. Und das kurz vor der geplanten Übertragung von Barack Obamas Vereidigung. Ab 17.40 Uhr wollte SF live über das Polit-Ereignis berichten.

Die Pläne lösen sich allerdings in Rauch auf, das SF-Gebäude muss evakuiert werden. Über den Bildschirm flimmert «Swiss View» und die immer gleiche Zeile: «Die programmierten Sendungen können momentan nicht ausgestrahlt werden. Wir bemühen uns, die technische Störung so rasch wie möglich zu beheben».

Nichts geht mehr beim SF

Kommentar: Die Panne betraf ausschliesslich das Fernsehen und nicht ganz Oerlikon. Es gilt zu bedenken: Dies ist bereits die zweite Strompanne beim Schweizer Fernsehen. Weshalb wurden nach der ersten Panne nicht sofort die notwendigen Konsequenzen gezogen?

Wie zu erfahren war:

Der Stromausfall stand im Zusammenhang mit dem Kurzschluss, den im letzten August ein Eichhörnchen im EWZ-Unterwerk Aubrugg ausgelöst hatte. Damals wurde die Übertragung der Olympia-Schlussfeier unterbrochen. Nach dem Vorfall leiteten EWZ und SF Sofortmassnahmen ein.

Zur Erinnerung ALTER KNILL BLOG:

Montag, 25. August 2008

Krisensituationen antizipieren!

Es gibt immer wieder kleine Ursachen mit grosser Wirkung. Dass ein Eichhörnchen einen Stromausfall bewirken kann, der das Fernsehen und das Radio 1 1/2 Stunden lahmlegen kann, ist doch aussergewöhnlich. Eine Notstromgruppe müsste so konzipiert sein, dass das Fernsehen und Radio auch bei Stromausfällen weiter funktionieren kann. Besonders in Krisensituationen sind elekkronische Medien besonders wichtig.

Ich zitiere 20 Min - online:

Eichhörnchen legt das Schweizer Fernsehen lahm

Ein Eichhörnchen hat im Norden der Stadt Zürich einen Stromausfall ausgelöst. Betroffen war auch das Schweizer Fernsehen: Die Übertragungen der Olympia-Abschlussfeier und das Formel-1-Rennen in Valencia wurden unterbrochen. Peinlich: Die Notstromanlage des SF ist zu klein, um einen totalen Stromausfall zu beheben.

Dieses Eichhörnchen verursachte den Stromausfall. (Bild: Markus Heinzer/Fotograf)

Das Schweizer Fernsehen habe zwar eine Notstromanlage, aber diese sei zu klein, um einen totalen Stromausfall zu beheben, sagte Pressesprecher Marco Meroni.

Nicht auszudenken, was das bei einer Katastrophe für Folgen gehabt hätte wenn die Schwamendinger Bevölkerung hätte informiert werden müssen. Die Sirenen allen nützen nichts. Wie heisst es so schön: Bei Alarm Radio oder Fernsehen einschalten!

Nach der Panne hatte sich die Fernsehdirektorin immerhin sofort persönlich für die Panne entschuldigt. Sie weiss: Kommunikation ist Chefsache.

Gewalttaten aus Langeweile: Dieses Phänomen wird leider von vielen Erziehungsverantwortlichen ausgeblendet

Jahrelang suchte man stets nach entlastenden Beweggründen bei jugendlichen Gewalttätern. Man klammerte sich an Thesen, welche die Gewalttäter entlasten, wie: Der Täter war überfordert. Er handelte so unbeherrscht, weil er unter Leistungsdruck stand, er stand unter Schulstress oder man versuchte, der Gesellschaft, den Eltern oder den Lehrern die Schuld zuzuweisen. Verhöre und Vorkommnisse im Alltag verdeutlichen jedoch, dass vielfach Jugendliche, die orientierungslos sind und beispielsweise zu wenig gefordert worden sind, oft aus purer Langeweile dreinschlagen. Nicht jeder Jugendliche, der gewalttätig ist, wurde früher selbst geschlagen. Es gibt auch Gewalttäter, die ständig verwöhnt worden sind und die nie gelernt haben, sich an Spielregeln zu halten.

20 Min:

Jugendliche verprügeln Mann aus Langeweile

Drei Jugendliche gingen mitten in der Nacht auf einen 39-Jährigen los – aus Langeweile, wie sie nach ihrer Festnahme sagten.

Die Jugendlichen hatten sich in der Nacht auf Samstag entschlossen, jemanden anzupöbeln und zu attackieren. Nach eigenen Angaben hätten sie das aus Langeweile getan, wie die Stadtpolizei Winterthur heute Montag mitteilt. Bei der Wülflingerunterführung begegneten sie einem 39-Jährigen, gegen den sie sofort tätlich wurden. Rund eine Stunde später wurden sie von Kollegen des Opfer aufgegriffen und der Polizei übergeben.

Montag, 19. Januar 2009

Ein grauer Tag hat für mich auch etwas Faszinierendes

Ich teile die Meinung des britischen Psychologen nicht, der angeblich berechnet hat, dass heute ein besonders trister Montag sei.

Zitat 20 Min:

Psychologie

Heute ist der deprimierendste Tag

Der 19. Januar 2009 hats in sich: Ein britischer Psychologe hat ausgerechnet, dass heute der deprimierendste Tag aller Zeiten ist.

Grauer Himmel, kaltes Wetter, Grippewelle, Finanzkrise: «Blue Monday»

(Bild: Thomas Kienzle)

Kommentar: Dank dem Grau als Kontrast zu Helligkeit, schätze ich später die sonnigen Tage um so mehr. Für mich hatte der heutige Tag sogar etwas Geborgenes. Das Arbeiten fiel mir leicht. Ich konnte mich gut konzentrieren und das Arbeiten im wohlig warmen Büro hatte einen besonderen Reiz. Auch den Abend vor dem Kaminfeuer und der Tasse Tee empfand ich alles andere als depressiv. Ich schätze nach dem Lesen der Meldung mit der Psychologenthese erst recht, von der Grippewelle verschont geblieben zu sein und freue mich bereits auf das erholsame Bad. Uebertragen auf Kommunikationsprozesse lohnt es sich zu bedenken, dass es glücklicherweise nicht nur SCHWARZ oder nur WEISS gibt. Das GRAU hat beispielsweise eine wichtige Bedeutung bei Verhandlungsprozessen. Es veranschaulicht uns den Kompromiss zwischen der schwarzen und der weissen Position. Auch bei der Medienarbeit ist es gut, wenn gewisse Journalisten vermehrt differenzieren und auch die GRAUtöne ebenfalls wahrnehmen.

Es lebe desahlb der heutige graue Montag, der Neunzehnte!

Eltern wollen keine Kuschelschulen

Gefragt is von allen Akteuren des Schulalltages: Gegenseitige Wertschätzung, Einhalten von Spielregeln, Lernziele und Disziplin

Wenn es um das eigene Kind geht, wünschen die meisten Eltern eine Schule, die Leistungen verlangt und das eigene Kind fordert und fördert. Jene neune Schulreformer mit Klassen, die von verschiedensten Personen betreut werden und für jedes Problem einen Spezialisten und die zusätzlichen Aufwendungen verlangen ( Schulpsychologe, Krisenmanager, Mediator, Konfliktlotse, Intergrationsexperte, Sonderpädagoge usw.) empfinden die Eltern als nicht effizient. Sie erachten den aufgeblähten Administrationsaufwand an der Volksschule als Leerlauf. Die Betreuerteams (Es gibt Schüler, die haben 5-6 Bezugspersonen, Lehrkräfte mit Teilepnsen) müssen beispielsweise zu viel Zeit für Teamsitzungen, für Koordinationsgespräche und einen fragwürden Papierkrieg aufwenden. Anstatt, dass Klassenlehrer die Arbeitszeit in erster Linie ihren Kindern und dem eigentlichen Schulauftrag widmen können. Es ist unbestritten, dass eine gute Schule von guten Lehrkräften lebt und nicht von guten Verwaltern. Ich hatte letzte Woche beispielsweise eine Lehrkraft beraten, die jahrelang erfolgreich unterrichtet hatte. Nun verlangte der neue Schulleiter von ihm, dass er ihm bis Freitag von der geplanten Schulreise ein Höhenprofil abliefert, damit er das Projekt bewilligen kann.

Kommentar überflüssig!

20 Min bestätigt dies:

Privatschulen im Trend

Internate werden mit Anfragen überrannt

Sonntag, 18. Januar 2009

Schlappe für die SPD in Hessen

In allen Beiträgen über die politische Situation in Hessen vertrat ich die Meinung dass sich, dass Lavieren der SPD - vor allem unter der Leitung Ypsilantis rächen werde. Nun lesen wir heute Abend in ZEIT online:

Wahl in Hessen

Erdrutsch-Sieg für Schwarz-Gelb

Roland Koch bleibt Ministerpräsident in Hessen - dank einer überaus starken FDP. Die Liberalen verdoppeln ihren Stimmanteil. Die SPD stürzt ab

Der Chef der Sieger: FDP-Bundesvorsitzender Guido Westerwelle

Der Chef der Sieger: FDP-Bundesvorsitzender Guido Westerwelle

Das einst verlachte Projekt 18 der FDP scheint in Hessen fröhliche Urstände zu feiern: Die Liberalen sind die großen Sieger der Neuwahl. Mit 16 Prozent verdoppelten die Freien Demokraten nach ersten Prognosen ihren Anteil im Vergleich zur Wahl am 27. Januar 2008 nahezu.

Auch die CDU gewinnt und wird wohl erwartungsgemäß wieder stärkste Partei im Wiesbadener Landtag. Sie kommt auf 37,5 Prozent, nach 36,8 Prozent in der vergangenen Wahl. Union wie Liberale hatten vor der Wahl angekündigt, eine Koalition bilden zu wollen. Dem steht nun nichts mehr im Wege.

Kommentar: Es wäre unbegreiflich, wenn Ypsilantis nach so vielen Rückschlägen nicht sofort von all ihren Aemtern zurücktritt.

Nachtrag Bild 19.1.09:

Wahl-Drama in Hessen: Ypsilanti wirft alles hin

Hamas hält sich nicht an Waffenruhe

Nach den weltweiten Protesten gegen den Waffengang Israels gegen die Hamas muss doch in Erinnerung gerufen werden, dass vor dem Krieg die Hamas ständig Raketen gegen Israel abgefeuert hatte und israel diese Angriffe nicht einfach hinnehmen durfte. Nach der Waffenruhe gehen nun diese Angriffe unvermindert weiter. Die Hamas wollen keinen Waffenstilltand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Weltgemeinschaft das Beschiessen eines Nachbarlandes als legaler Akt hinnehmen kann. So lange die Hamas nicht bereits sind, auf ihre Angriffe zu verzichten, sehe ich schwarz für einen längerfristigen Frieden im nahen Osten.

Tagi:

Hamas kämpft trotz Waffenruhe weiter

Die von Israel erklärte Waffenruhe ist schon nach wenigen Stunden gestört worden. Palästinensische Extremisten schossen am Sonntagmorgen fünf Raketen auf die israelische Stadt Sderot ab

20 Min:

Aufnahme einer Rakete, die am 16. Januar vom Gazasteifen auf israelisches Gebiet abgefeuert wurde. (Bild: Keystone)

Hamas lenkt am Abend doch noch ein

laut Spiegel:

Hamas und Israel erklären Waffenpause

AFP

nach Bild:

Gaza zu Waffenruhe bereit

Freitag, 16. Januar 2009

Erfolg dank Training

Das Trainieren "heikler Situationen" gilt nicht nur bei der Medienrhetorik im Simulator mit Kamera und Sparringpartnern. Auch Piloten üben schwierige Flugsituationen, wie beispielsweise das Segeln eines Flugzeuges ohne Motor. Nur wer solch ungewohnte Szenen übt, übt übt wird sehen, dass er von diesem Training profitiert, wenn es einmal ernst gilt. Es hat sich nun herausgestellt, dass der Pilot der gelungenen Wasserlandung bei New York solche Situationen immer wieder trainiert hatte.

Ich zitiere BILD:

Chesley B. Sullenberger – der Pilot, dem das Unglaubliche gelang

Er wird wohl als Held in die Geschichte der US-Luftfahrt eingehen. Dem Piloten von Flug 1549 ist es zu verdanken, dass alle 155 Menschen an Bord das Unglück überlebten. Angeblich stieg er als letzter aus der Maschine.

1/30 Kurz vor der Notlandung auf dem Hudson River: Einem Augenzeugen gelingt ein Schnappschuss der tieffliegenden Passagiermaschine. Bild: KEYSTONE/AP

Aus 20 Min:

Vor New York ist ein Passagierflugzeug mit 155 Insassen auf dem Hudson notgelandet. Wie durch ein Wunder haben alle Passagiere überlebt. Zu verdanken ist das der «Meisterleistung» des Piloten Chelsey «Sully» Sullenberger.

Spiegel:

Airbus- Notlandung im Hudson River vor Manhattan - alle Passagiere gerettet

REUTERS

Dramatische Szenen in New York: Ein Airbus 320 der US Airways mit rund 150 Menschen an Bord musste im eisigen Hudson River notlanden - wie durch ein Wunder wurden alle Fluggäste gerettet. Dutzende konnten auf eine Tragfläche klettern, andere wurden aus dem Wasser gezogen. Die Maschine war offenbar zuvor mit einem Vogelschwarm kollidiert.

Tagi:

FAZIT: Das Wunder auf dem Hudson River veranschaulicht uns: Wer in Krisensituationen bestehen will, muss diese Situationen antizipieren und simulieren. K+K ermöglicht es Ihnen, im Bereich Kommunikationstraining - dank learning by doing - heikle Situationen erfolgreicher zu meistern. Gewiss hatte der Pilot auch Glück (weil keine Fähre auf dem Fluss war). Doch wäre das Wunder ohne sein intensives Training nicht möglich geworden.

Blick:

UEBRIGENS:

Heute bringen oft Laien erste Photos:

Ein iPhone-Reporter schiesst das erste Bild

Die ersten Bilder der Beinahe-Katastrophe lieferte nicht ein schneller Agenturreporter sondern ein Mobile-Reporter. Seine iPhone-Bilder schickte er per Twitter um die Welt.

Das Video von der Notlandung

Aktuell

20 Min:

Per Zufall wurde Janis Krums Zeuge, als vergangene Woche ein Airbus eine spektakuläre Notlandung auf dem Hudson in New York hinlegte. Ein mit seinem iPhone geknipstes Foto machte ihn im Nu zum gefragten Medienstar.

(Quelle: YouTube)
«Da ist ein Flugzeug im Hudson. Ich bin auf der Fähre, die die Passagiere aufnimmt. Verrückt!», schrieb Janis Krums über die iPhone-Applikation Twitterlator.

Seit dem 16. Januar ist Janis Krums Bekanntheitsgrad exponentiell angestiegen. Er befand sich gerade auf der Fähre in Richtung New Jersey, als ein Airbus der US Airways im Hudson-River landete. Mit seinem iPhone knipste er ein Bild der im Wasser treibenden Unglücksmaschine und lud es um 12:23 Uhr Ortszeit auf den Microblogging-Dienst Twitter hoch (20 Minuten Online berichtete).

Auch eine heikle Landung (Quelle Tagi 10.2.09)

Schreckmoment für Schweizer Passagiere: Turbulente Landung in Bilbao

Kurz vor der Landung in Bilbao wurde ein Flugzeug von heftigen Winden erfasst und geriet arg in Schräglage. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Auch das Basler Ballett war mit an Bord. Mehr...

Einige Tänzerinnen haben geschrieen, einige mussten sich nachher übergeben.

11.02.09; 20 Min:

Landen bei Sturm

Krebs-Landung statt Flugzeug-Crash

Am Dienstag tobte der Wintersturm «Quinten» und zwang in Zürich 25 Flugzeuge zum Durchstarten. Immer wieder gibt es jedoch Piloten, welche an - oder sogar über - ihre fliegerischen Grenzen gehen, um die Vögel auf die Piste zu setzen.

Es ist die Mutter aller Crosswind-Videos: Beim Anflug in Hamburg wurde ein Airbus A320 der Lufthansa vom starken Wind (Böen: 91 km/h) erfasst und schlug mit dem linken Flügel auf der Landepiste auf. Nur mit viel Glück entgingen Passagiere dem sicheren Tod, weil die Cockpit-Crew den Flieger mit grösster Mühe durchstarten konnte.

Gefunden 12.2.09 (20 Min):

Spektakuläres Video aufgetaucht

Flieger kämpfen in Zürich gegen Sturmwind

Am Dienstag zwang der Wintersturm «Quinten» in Zürich-Kloten fast 30 Maschinen zum Durchstarten. Das Video eines Fluzeug-Spotters zeigt jetzt, warum.

Im Krebs-Anflug gegen den Seitenwind: Flugzeuge landen in Zürich-Kloten (Leservideo Dani Rotzetter)