Donnerstag, 25. Dezember 2008

Obama und die Paparazzi

Dass Paparazzi erfinderisch sind, ist nichts Neues. Sie mieten Segelflugzeuge oder gelangen dank Tarnung oder Tricks in die Nähe der Promis.

Der Aufwand lohnt sich. Denn die Bilder sind Gold wert.

Tagi-online berichtet:

Paparazzo kommt Obama gefährlich nahe

Barack Obama macht Ferien auf Hawaii und wird von Sicherheitskräften streng abgeschirmt. Trotzdem gelang es einem Fotografen, ein Bild vom Präsidenten zu schiessen. US-Medien zeigen sich besorgt.

Wirbel um Oben-Ohne-Foto von Barack Obama.

Wirbel um Oben-Ohne-Foto von Barack Obama.

Barack Obama im Wasser.

Barack Obama im Wasser.

Familie Obamas Ferien

Das Bild zeigt Obama mit Bermuda-Shorts und nacktem Oberkörper. Wie es dem Paparazzo einer privaten Agentur aus Kalifornien gelang, alle Bodyguards zu überlisten und sich bis auf 60 Meter an den Präsidenten heranzupirschen, ist unklar. Die Geheimdienste haben jeden Zugang zum exklusiven Ferienort der Obamas auf der Insel Oahu gesperrt, berichtet die «Washington Post». Der Nachrichtensender CNN fragte sich angesichts dieses Sicherheitslecks:

«Ist die Sicherheit Obamas gewährt?»

Der Urlaub auf der pazifischen Tropeninsel Hawaii ist Obamas letztes Atemholen vor dem Amtsantritt am 20. Januar.

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Bohlens Exekutionsrhetorik und die Folgen

Bohlens verbale Entgleisungen möchte ich nicht nochmals weiderholen. Was viele nicht wissen: Die Kommission für Jugendschutz lag sich mit dem Kölner Sender RTL jahrelang in den Haaren. Der Sender akzeptierte eine STraf von 100 000 Euro (aufgrund der verschienenden Verstösse gegen die Jugendschutzbestimmungen während den Carsting Sendungen "Dutschland sucht einen Superstar". Zudem muss der Sender bei Wiederholungen die umstrittenen verbalen Entgleisungen herausschneiden. Für die Strafe musste sich der Sender lediglich des Potokässelis bemühen. Der Betrag ist für RTL eine lächerliche Strafe. Bohlen darf weiterhin seine sprachlichen Blindgänger platzen lassen. Sie dürfen nur nicht wiederholt werden. Bohlens entgleiste Kommunikation garantieren weiterhin die Einschaltquoten. Sie sind auch für BILD wichtig. Würden sie nämlich fehlen, wäre dies wie Butterbrot ohne Butter.

Pfarrer Siebers Einwegkommunikation

Ich habe Pfarrer Sieber bei Giacobbo/Müller und gestern im Club mitverfolgt. Er hat Dutzende von Standardgeschichten und visualisierten Gleichnisse wiedergegeben, die er ständig verkündigen "muss". Fragen, die ihm gestellt wurden, beantwortet er nicht. Auf Gedanken beteiligter Gesprächspartner ging er nicht ein. Sieber war in den Medien schon immer ein schlechter Zuhörer gewesen. Wenn er angeblich auf einen Beitrag ein geht oder sich das Wort verschafft, kommt der sendungsbewusste "Anwalt der Armen" sofort auf eine seine vorgefertigten Botschaften und will sie ungekürzt loswerden. Er ist dann nicht mehr zu stoppen. Zum Teil spricht er unzusammenhängend und wirr - die Botschaften und Thesen sind selbst für die Moderatoren unverständlich. Aus meiner Sicht mangelt es bei Pfarrer Sieber an der Dialogbereitschaft. Doch für Giacobbo und Moderator Aebischer war es schwierig, den Vielredner Sieber zu stoppen. Vor allem in der Weihnachtszeit kann ein "Botschafter der Armen" nicht gut kritisiert werden. Alle waren mit Pfarrer Sieber nachsichtig - selbst Giacobbo. Es bleib nichts anderes übrig als ihn gewähren und reden zu lassen. Man liess ihn andere unterbrechen und seine vorbereiteten überlangen Statements (Predigten) geduldig über sich ergehen. Die Zuschauer merkten zwar gut, dass die Moderatoren mit der Einwegkommunikation Siebers Probleme hatten. Moderator Aebischer liess öfters durchblicken: Ich habe Mühe, Ihre Aussagen zu verstehen. Auch für mich wäre es nicht einfach gewesen, Siebers wirre Formulierungen im Blog nachzuzeichnen.Ich hätte es nur nach einer Aufzeichnung wortwörtlich wiedergeben können., um Siebers Auftritt zu analysieren. Ich verzichte ebenfalls bewusst darauf. Denn: Auch ich finde, in der Weihnachtszeit wäre es unschön, Siebers Einwegkommunikation, so detailliert zu entlarven. Denn letztlich tut er tatsächlich viel Gutes für die Armen.

Montag, 22. Dezember 2008

Verbrecher könnten mit den Protokollen Geld verdienen

Dass Gewaltverbrechen und Kriminelle aus ihrer Tat Kapital schlagen können ist leider Tatsache. Im Grunde genommen müsste dieses Geld den Opfern oder den Angehörigen der Opfer zukommen. Dies ist leider aus verschiedenen Gründen kaum möglich. Denn kein Krimineller würde seine Geschichte preisgeben, wenn er kein Geld erhalten würde.

Aus Tagi:

Fall Fritzl

«Die schreiben an mir vorbei, ich bin der Hauptakteur!»

Das Geschäft mit der Schande: Josef Fritzl wollte seine Vernehmungs- und Ermittlungsprotokolle an britische Boulevard-Zeitungen verkaufen. Er verlangte vier Millionen Euro. Der Deal kam aber nicht zustande.

Josef Fritzl, 73 Jahre alt (Bild: AP Photo)

Nach Informationen der Zeitschrift «Stern» soll Josef Fritzl versucht haben, die Vernehmungs- und Ermittlungsprotokolle für vier Millionen Euro an britische Boulevard-Zeitungen zu verkaufen. Im August habe er damit einen ihm bekannten Immobilienmakler beauftragt. Aber das Geschäft sei nicht zustande gekommen und fallengelassen worden.

«Stern»-Reporter hätten den Makler mit den Recherchen konfrontiert. Dieser habe den geplanten Deal bestätigt. Als er Fritzl im St. Pöltener Gefängnis besucht habe, habe der ihm vorgeschlagen: «Die schreiben alles an mir vorbei, aber ich bin der Hauptakteur. Dass andere damit Geld machen, indem sie mich nutzen, geht nicht. Da wäre mir viel mehr geholfen, wenn ich der Familie etwas geben kann.» Fritzl soll nach Angaben seines Bekannten mit 3,5 Millionen Euro verschuldet sein.

Elisabeth Fritzl führte Tagebuch

Die 24 Jahre lang von ihrem Vater in einem Verlies im niederösterreichischen Amstetten eingesperrte Elisabeth Fritzl hat nach Informationen der Zeitschrift «Stern» Tagebuch geführt. Die Aufzeichnungen enthalten dem Bericht zufolge teils banale Einträge über Essen oder Kinderkrankheiten, schildern aber auch «mit bedrückender Intensität den Alltag im Verlies - die permanenten Vergewaltigungen, ihre ausbleibende Regel oder einmal eine Rattenjagd mit blossen Händen».

Josef Fritzl wird beschuldigt, seine Tochter Elisabeth 24 Jahre lang in Gefangenschaft gehalten zu haben. Er soll mit ihr sieben Kinder gezeugt haben, von denen eines nach der Geburt starb. Unmittelbar nach Entdeckung der von Josef Fritzl versteckt gebauten Räume kamen die Notizen der Frau bei Gericht unter Verschluss, wie der «Stern» berichtet.

Ab März vor Gericht

Josef Fritzl wird sich vor Gericht voraussichtlich ab März unter anderem wegen Mordes verantworten müssen. Ihm wird der Tod eines der Babys seiner Tochter zur Last gelegt. Ausserdem werden ihm Vergewaltigung, Blutschande, Freiheitsentzug, Sklavenhandel und schwere Nötigung vorgeworfen. Der 73-Jährige hat gestanden, seine mittlerweile 42 Jahre alte Tochter ab 1984 gefangen gehalten und wiederholt vergewaltigt zu haben. DNA-Tests ergaben laut Polizei, dass er der Vater der überlebenden sechs Kinder ist.

Sonntag, 21. Dezember 2008

Lässt sich mit Geld alles machen? Was bewirken teure Werbekampagnen?

Die SVP Kampagnen waren immer mit grossen finanzaiellen Aufwendungen verbunden. Im Hintergrund konnte die Partei mit der Unterstützung Blochers rechnen, der viele Aktionen mit grossen Summen unterstützt hatte. Viele gehen davon aus, dass man mit einer Million aus einem Kartoffelsack einen Bundesrat machen könnte. So einfach ist dies nicht. Ich habe bei einem reichen Naationalratskandidat vor Jahren gesehen, dass er trotz der 300 000 Fr. Werbekampagne (mit Inseraten im Tagesanzeiger) nicht gewählt wurde, nachdem entlarvt wurde, dass er persönlich diese Summe in den Wahlkampf investiert hatte. Der gleiche Kandidat hat dann später nochmals eine aufwendige Kampagne geführt - aber so, dass man die gleichgrossen Aufwendungen weder erkannt noch offenlegen konnte. Er versandte nämlich allen Stimmberechtigten des Kantons persönliche Briefe (wirkten handgeschieben, so als wäre der Brief persönlich unterschsrieben). Der Brief wurde frankiert und den Stimmberechtigten auch mit einer handgeschriebenen Anschrift zugestellt . Diese zweite Aktion führte dann zum Erfolg! Was ich damit sagen will: Wenn eine Kampagene gleichsam durchschaut wird und man weiss, wer, wieviel bezahlt hat, ist sie unter Umständen kontraproduktiv.

Diese Gedanken gingen mir duch den Kopf als ich heute im Tag von der aufwendige Kampage der FDP gegen Blocher gelesen habe. Ich frage mich nun, ob diese teure Kampagne durch die "Entlarvung der Kosten" nicht "in die Hosen gehen" könnte. Folgende Kampagne könnte auch zu einem Rohrkrepierer werden, weil die Aktion hinsichtlich Kosten gleichsam vom Tagesanzeiger etnlarvt wurde.

Personenfreizügigkeit

FDP zielt scharf auf Blocher

In einer noch nie dagewesenen Kampagne lanciert die FDP einen Frontalangriff auf Alt-Bundesrat Christoph Blocher. Auf Plakaten und Inseraten für eine halbe Million Franken wird der Anführer des SVP-Gegnerkomitees beschuldigt, Totengräber der Bilateralen und der Wirtschaft zu sein.

Interaktiv-Box

Sowohl der persönliche Angriff als auch der Umfang der Kampgne sind für die FDP neuartig, schreibt die «SonntagsZeitung». Parteisekretär Stefan Brupbacher begründet: «Herr Blocher missbraucht das wichtigste Dossier dieser Legislatur für parteipolitische Zwecke. Das rechtfertigt den persönlichen Angriff.» Als Nationalrat und später als Bundesrat war Blocher noch für die Personenfreizügigkeit, seit seine Partei in der Opposition auseinander zu fallen drohte, hat er sich zum Anführer des Gegnerkomitees gewandelt, um die Parteibasis zufriedenszustellen.

Freitag, 19. Dezember 2008

Ernst Mühlemann : Statt Wahrsager - Falschsager

Alt- Nationalrat Mühlemann - er bezeichnet sich zwar immer bewusst als Ex-Nationalrat - spielte bei Toni Brunner vor der Bundesratswahl in Bern prominenter Wahrsager und Berater (Die Aussagen des Zuflüsterers sind im Brunner Dok Film "Reporter" gut zu hören). Mühlemann machte den SVP Präsidenten kurz vor der Wahl darauf aufmerksam, dass er die grösste Gefahr nur bei Rita Furrer suchen müsse. Sie werde zur Sprengkandidatin. Nur sie werde Maurer den Platz streitig machen können. Die anderen NAmen dürfe er ruhig vergessen, wie WALTER usw. Da sei gar nichts zu befürchten,

Vor der Jahreswende ist man sich gewohnt, dass die obligaten Wahrsager daneben greifen. Gestern publizierte 20 Minuten, dass Astrologen 2008 ziemlich falsch lagen. Demnach nicht nur die Astrologen, sondern auch Polit-Hellseher. Ernst Mühlemann - der umtriebige Politexperte - wird sich nachträglich gewiss ärgern, dass er beim letzten historischen Wahlvorgang so völlig daneben lag. Nicht Furrer, sondern Walter war die grösste und einzige Gefahr für die SVP. Ich gehe nicht davon aus, dass Ursula Wyss - die erfolgreiche Strippenzieherin der generalstabsmässig organiserten Aktionen B und nun auch bei M (Maurer) - den Ex- FDP - Natonalrat geschickt Mühlemann als Falschmelder benutzt hatte , um die SVP zu irritieren.

Pikantes Detail:

Ernst Mühlemanns Falschprognose hätte ohne verstecktes Mikrofon bei Toni Brunner nicht live mitverfolgt werden können. Dass Ernst Mühlemenn nun verärgert ist, versteht sich.

20 Min schreibt:

Ernst Mühlemann zeigte sich verärgert: «Am Dienstagabend merkte ich nicht, dass Toni Brunner ein Mikrofon auf sich trug.» Mühlemann warnte im Film Toni Brunner vor SVP-Regierungsrätin Rita Fuhrer. Andere Passagen des Gesprächs waren nicht zu hören: «Im Übrigen nehmen ich mit Gelassenheit hin, dass ein Teil meiner Aussage nicht gesendet wurde», sagte Mühlemann. Der Ex-Nationalrat ist der Schwiegervater von «Reporter»-Chef Christoph Müller. Haldimann dementiert dies in der «SonntagsZeitung»: «Toni Brunner hat Ernst Mühlemann mehrere Tage vor der Ausstrahlung des Films darüber informiert, dass er zu sehen sein wird.» Genau: Zu sehen, nicht zu hören.

Kommentar: Weil sich Alt- Nationalrat gerne am Bildschirm sieht, macht er alles mit für die Medienpräsenz. Doch sollte man nicht hören, was gesagt wird.

Ernst Mühlemann kann froh sein, dass nicht alles Falsche gehört worden ist, was er prognostiziert hatte.

Mühlemann ist in guter Gesellschaft mit Falschprognosen:

aus Tagi:

Astrologin Teissier: «2008 wird ein gutes Jahr!» – dann kam das Desaster

Nicht mal sie hatten es kommen sehen: Bezüglich der Wirtschaftskrise waren Astrologen schief gewickelt und lagen mit ihren Prognosen für 2008 total daneben.

Falsch gelegen: «2008 wird ein gutes Jahr», dachte Elizabeth Teissier noch vor einem Jahr.

Falsch gelegen: «2008 wird ein gutes Jahr», dachte Elizabeth Teissier noch vor einem Jahr. (Bild: Keystone)

«2008 wird ein gutes Jahr!»

frohlockte Elizabeth Teissier in der «Schweizer Illustrierten» vor genau einem Jahr. Weit gefehlt, 2008 wurde weltweit zum wirtschaftlichen Desaster. Von den hiesigen Astrologen hatte dies keiner auch nur angedeutet. Natürlich liessen die meisten Aussagen der Sterndeuter mehrere Interpretationen offen. Doch in der Tendenz waren sie allesamt auf dem Holzweg.

«Zeichen stehen gut»

«Mitte März und Ende Juni müssen wir mit einer wirtschaftlich kritischen Phase rechnen, besonders an den Börsen», befand Teissier und lag damit immer noch meilenweit daneben, zumal sie nachdoppelte: «Ab Ende Januar sowie im März und im Oktober wirkt ein guter Jupiter, der die Wirtschaft weiter ankurbelt.»

Unglaublich aber wahr:

1. Um andere Religionen nicht vor den Kopf zu stossen beschloss der Stadtrat der Universitätsstadt Oxford, dass bei allen Veranstaltungen rund um den 25. Dezember der Hinweis auf Weihnachten zu unterlassen ist. Dieses christliche Fest dürfe nur noch als "Winter Light Festival" bezeichnet werden.

Kommentar: Ob in anderen Kulturen auch auf die Christen Rücksicht genommen wird und die entsprechenden traditionellen Feiertage umbenannt werden?

2. Das Europaparlament hat mit 504 zu 110 Stimmen beschlossen, dass in der Fernsehwerbung keine Frauen mehr bei der Hausarbeit gezeigt werden dürfen. Das Verbot wurde gegen die klischeehafte Darstellung der Geschlechter erlassen. Denn diese Arbeit sei entwürdigend.

Kommentar: Es geht nicht mehr lange und Frauen dürfen auch nicht mehr zu Hause bei der Kinderbetreuung gezeigt werden, weil nur Frauen, die nicht zu Hause arbeiten, würdige Frau ist. Müsste nicht das Amt für Gleichstellung der Geschlechter darüber wachen, dass auch Männer nicht bei der Hausarbeit gezeigt werden dürfen. Denn, falls Hausarbeit eine entwürdigende Tätigkeit ist, so müsste dies immerhin für beide Geschlechter gelten. Solch unbegreifliche Erlasse des Europaparlamentes leiten Wasser auf die Mühlen der EU Gegner! Die Bestimmung für die richtig Krümmung der Bananen lässt grüssen!