Fakten bitte nicht verzerren
In vielen Beiträgen lesen wir:
Wir dürfen die gezielte, geplante und strategisch ausgeklügelte Aktion gegen die Kandidatur Maurer nicht als Aktion des Parlamentes bezeichnen und so tun, als habe das ganze Parlament spontan eine Person auf die Wahlzettel geschrieben, die gar nicht bereit war, eine Wahl anzunehmen. Das ist eine Verzerrung der Fakten.
Das Ganze war offensichtlich ein abgekartetes Spiel von einer Kerngruppe , die im Vorfeld der Wahl nach einer SVP Person ausgesucht hatte, welche - wie bei der Aktion Blocher vor einem Jahr - nach der Wahl doch noch eine Wahl annimmt. Vor einem Jahr soll Regierungsrätin Widmer- Schlumpf noch der Wahl nach Zeugenaussagen ebenfalls gesagt haben, dass sie ohne Unterstützung der Fraktion die Wahl nicht annehme. Als sie dann dank einer geheimen Nacht- und Nebelaktion und dank des wohlorganisierten Coups mehr Stimmen erhielt als Blocher ging die Rechnung der Taktiker damals spielend auf. Widmer-Schlumpf nahm die Wahl an und Blocher konnte dank dieser Ueberraschungsaktion erfolgreich hinausgekippt werden. Die Drahtzieher - wie Ursula Wyss und Darbellay - konnten hernach lauthals verkünden: Wir anerkennen einen SVP Sitz. Wir haben ja eine SVP Vertreterin gewählt. Ihr eigentliches Ziel jedoch - "Blocher muss weg" - das hatten sie erreicht. Aus der Sicht jener Strategen war die Abwahl Blochers ein grosser Erfolg, der im Ratsaal mit unverholener Schadenfreude bejubelt wurde. Der Coup gelang, dank dem Verbund SP-GRUENE- CVP, die sich alle strikte an die Ordre der Akteure hielten.
Beim der diesjährigen Aktion M - "Maurer darf unter keinen Umständen gewählt werden" - wäre die Rechnung der Maurergegner wiederum beinahe aufgegangen. Wäre nämlich der Spengkandidat gewählt worden, wäre es nicht ausgeschlossen gewesen, dass er die Wahl angenommen hätte. Ohne Probleme wäre ein Parteiausschluss nicht möglich gewesen. Jedenfalls nicht ohne eine Zerreissprobe in der SVP. Dies wussten die Strategen des Plan M. ganz genau. Der Pakt SP- GRUEN und Teile der CVP evt. ging beinahe auf. Damit das ganze neuteraler daher kam, wurde vorgängig die Gruppe 13 gegründet, um nach aussen zu signaliseren: Alle Parteien sind gegen Maurer.
Aus den Voten vor der Wahl und nach der Wahl zeigt sich jedoch, dass die ganze Maurer - Verhinderungsstrategie wiederum von Gegnern der SVP generalstabsmässig geplant wurde. Sonst hätten nicht SP - GRUENE - und Teile der CVP Gruppe alle geschlossen "Walter" gewählt, obschon er die Wahl vorher abgelehnt hatte. Die Ordre wurde stramm befolgt.
Diese Kerngruppe mit Frösch, Wyss und Co. taktierten eneut geschickt.
Sie würden einen Generalstabskurs mit Bravour bestehen. Darbellay hielt sich bei diesem Coup bewusst zurück. Beinahe wäre für die Akteure die Rechnung erneut aufgegangen. Jedenfalls war es nicht das Parlament, das von sich aus "Walter" die Stimme gegeben hatte. Es war eine konzertierte Aktion von Parlamentariern aus dem links-grünen Lager, die Blochers Geist fürchen, so wie der Teufel das Weihwasser.
Uebrigens: Bei der Abwahl Blochers wäre Eveline Widmer- Schlumpf auch gut beraten gewesen, schon vor der Wahl bekannt zu geben, sie werde die Wahl nicht annehmen. Eveline Widmer- Schlumpf hätte letztes Jahr - wie bei dieser Wahl mit dem Sprengkandidaten Nationarat Walter bestimmt auch die notwendigen Stimmen erhalten. Sie wäre letztes Jahr - trotz ihrer Erklärung - bestimmt auch gewählt worden und im Nachhinein hätte sie dann bekannt geben können, die Situation habe sich nun verändert, und deshalb......
Damit hätte sie sich immehin den Ruf als Verräterin ersparen können.
Ich gehe davon aus, dass auch Nationalrat Walter nach einer Wahl das Amt nicht mehr so leicht abgegeben hätte. Dies zeigen jedenfalls alle seine Aeusserungen und nonverbalen Verhaltensweisen. Dies haben die Maurerverhinderer ganz genau gewusst und gezielt jenen Kandidaten ausgesucht, bei dem sie rechnen konnten, dass die SVP bei einer Wahl am meisten Probleme bekommt.
Damit muss man für SVP Präsident ein gewisses Verständnis haben, wenn er diese Spielchen als "Dreckspiele" bezeichnet. Vor allem wenn im Nachhinein Ursula Wyss verkündet: Wir waren stets für die Konkordanz und sind der Meinung, die SVP hat das Recht auf einen Bundesrat. Wir wollten deshalb auch einen SVP Vertreter wählen. Selbst für Bürger, die bei der SVP Bedenken haben, sind solche Aussagen unglaubwürdig. Das hat sicher Auswirkungen bei den nächsten Wahlen.
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Der neue Bundesrat vor der Kamera
Die einzelnen Magistragen sagen etwas aus - ohne zu reden.
Subjektive Interpretation diese Blitzaufnahme (es gibt noch andere):
Doris Leuthard steht am Rand -neutral. Die Hände hängen rechts und links des Körpers hinunter. Mit den leicht eingebogen Fingern ähneln die Hände zwei Schöpflöffeln. Was beabsichtigt sie zu ergreifen?
Hans-Rudolf Merz wirkt gesund und munter, obschon er vor Wochen nach der Herzoperation noch auf der Intensivstation lag. Er wirkt stabil. Die blaue Kravatte und das Lachen wirken im Gegensatz zu den versteckten Händen zuversichtlich.
Pascale Couchepin überragt wei gewohnt alle. Erstaulicherweise steht er als Alphatier und Bundespräsident nicht mehr - wei gewohnt - in der Mitte. Er fasst sich die Hände, als ob er sich sagt: Pass auf, dass Du den neuen SVP Kollegen nicht so schnell beleidigst, wie den los gewordenen Rivalen Christoph Blocher.
Moritz Leuenberger zeigt offen, dass er solche gestellten Aufnahmen nicht schätzt. Er wendet sein Gesicht ab und steht wie auf einer Konfirmandenfoto etwas hilflos da. Jahrlenag hatte man im vorgeworfen, er sei der einzige, der auf den offiziellen Aufnahmen nicht lache. Hierauf setzte er dann ein gequältes Lächeln auf. Nun weiss nicht mehr so recht, wie er sich verhalten soll.
Micheline Calmy-Rey fühlt sich vor Kamera und Mikrofon immer wohl. Sie liebt Auftritte in der Oeffentlichkeit. Die freundliche Art, die Zähne zu zeigen ist ihr nicht neu. Doch bemüht sie sich bei dieser Aufnahme, nicht mehr so maskenhaft zu lachen . Wie SP Kollege Leuenberger lässt sie die Arme baumeln.
Eveline Widmer Schlumpf und der frisch gewählte Bundesrat Ueli Maurer stehen nebeneinander. Eveline Widmer Schlumpf wirkt nach ihrem Erfolg als Stellvertreterin des erkrankten Finanzminister auf dieser Aufnahme tatsächlich viel selbstsicher - nicht mehr so eingeknickt, wie vor einem Jahr. Sie weiss immer noch nicht so recht, wo sie hinschauen soll. Wie der neue echte SVP Vertreter neben fasst sie sich auch die Hände hinter dem Rücken. Um sich zu stabilisieren?
Beide wirken dadurch gefasst. Im Gegensatz zu den meisten Magistraten sucht Maurer den Blickkontakt mit Bundeskanzlerin Corina Casanova und lacht herzlich.
Die Bundeskanzlerin schliesst den Halbkreis markant ab. Sie wirkt locker, unkompliziert und freundlich. Nur die Arme parkiert sie wie Leuthard, Leuenberge und Clamy-Rey.
Notiert von
marcus knill
um
07:34
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Hauchdünn wurde die Wiederholung des Spieles vom 10.Dez.07 verhindert
Nun sind die Würfel gefallen und Ueli Maurer wurde im dritten Wahlgang zum Bundesrat gewählt. Für die Gegner der Hardliner ging die Rechnung beinahe auf. Sie beschlossen in der Nacht der langen Messer mit dem Sprengkandidaten des SVP Bauernvertreters Hansjörg Walter der SVP auch bei dieser Wahl einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Linken und Grünen stimmten geschlossen für ihn. Obschon er deutlich erklärt hatte, er werde die Wahl nicht annehmen, gaben sie ihm bewusst die Stimme. Der Geheimplan war einfach und beinahe erfolgreich: Wäre nämlich Hansjörg Walter gewählt worden, hätte die SVP Spitze Probleme gehabt. Wäre Walter hart geblieben, hätte man die Karten neu mischen müssen und die CVP hätte dann mit einem eigenen Kandidaten aufwarten können. Im Vorfeld bestätigten alle Voten der SP und der Grünen: Die Wahl Maurers musste aus ihrer Sicht mit allen Mitteln verhindert werden. Denn mit Maurer würde wieder der Gesicht der Hardliner im Bundesrat Einzug halten. Ich gehe davon aus, dass nun im Bundeshaus die Vernunft gesiegt hat und das raffinierte Spiel gegen die SVP dieses Mal im letzten Moment knapp abgeblockt werden konnte. Es wäre tragisch gewesen, wenn man die SVP nicht mehr in der Regierung eingebunden hätte und der Konkordanz eine Abfuhr erteilt hätte. Aus den Voten der Drahtzieher (Frösch, Wyss usw) ist ersichtlich, dass man enttäuscht ist, dass die Aktion Walter im Zieleinlauf abgeblockt werden konnte. Dass die SVP mit der missliebigen Ausschlussklausel eine Wiederholung des Coups beim Herauswurf Blochers verhindern wollte, wurde zu wenig betont.
Die Voten im Tagi verdeutlichen, welches Konzept ausgeheckt wurde:
Reaktionen aus dem Bundeshaus
Hansjörg Fehr (SP)
Thomas Christen (SP)
Pressesprecherin CVP Binder
****************
Folgendes Interview mit Christoph Blocher nach der Wahl gibt mir zu denken: Christoph verhält sich ähnlich wie sein Bruder Gerhard. Jener Politologe, der mir gesagt hat, er befürchte "Christoph werde immer mehr wie Gerhard" scheint recht zu bekommen. Bekanntlich spricht Gerhard so unbedacht und ichbezogen, dass man nach seinen Aussagen den Kopf schütteln muss.
aus Tagi:
Blocher: «Ich habe das gemacht, damit Maurer gewählt wird»
Interview: Hubert Mooser und Roman Weber; Aktualisiert um 18:22 Uhr
Ihre E-Mail wurde abgeschickt.
Christoph Blocher im Interview mit Hubert Mooser. Video: Roman Weber.
*************************
Im Gegensatz zu Christoph Blocher überzeugt folgendes Interview von Ueli Maurer(Quelle 20 Min).Er hört immer gut zu , hat Blickkontakt, überlegt, präzisiert, ordnet die Gedanken und bringt die Antwort auf den Punkt - nach dem Motto "Kurz dennoch konkret!"
Maurer beschönigt nichts
Der frisch gewählte Bundesrat Ueli Maurer hofft , dass sich die SVP-Politik nicht verändern wird und er die innerparteilichen Konflikte schlichten wird, sagt er im Video-Interview.
Notiert von
marcus knill
um
11:20
Dienstag, 9. Dezember 2008
Mögliche Varianten nach der Nacht der langen Messer
An Spekulationen fehlt es nicht. Nach meinem Dafürhalten ist alles möglich. Heute entscheidet die CVP, ob sie der SVP die Stirne bieten will.
20 Min listet alle denkbaren Möglichkeiten auf - wirklich alle?
Die «Nacht der langen Messer» entscheidet
Die Chancen Ueli Maurers sinken, doch noch ist die CVP uneinig. Wenn sie sich durchringt, könnte jemand anders Bundesrat werden. Wie die Wahl am Mittwochmorgen ablaufen kann, verrät Ihnen 20 Minuten Online.
Geht die Bundesratswahl zu seinen Gunsten aus? Offizieller SVP-Kandidat Ueli Maurer gibt seine Stimme am 12. Dezember 2007 ab.
Für einen funktionierenden Plan braucht es eine Mehrheit, die ab Dienstagnachmittag gesucht werden muss. Die Nacht der langen Messer könnte ihrem Ruf gerecht werden, denn Möglichkeiten hat die Bundesversammlung viele.
Die Szenarien:
1) Ueli Maurer wird Bundesrat:
Noch immer sind die Chancen des früheren SVP-Präsidenten intakt. Zwar stören sich viele Parlamentarier an der SVP-Zwängerei, mit Christoph Blocher und dem früheren Parteipräsidenten keine echte Auswahl zu präsentieren. Doch wenn kein valabler Sprengkandidat oder genügend CVP-Vertreter mit dem nötigen revolutionären Willen vorhanden sind, ist Maurer gewählt.
2) Ein SVP-Sprengkandidat wird gewählt:
Dieses Szenario hat ebenfalls realistische Chancen, denn weder die CVP noch die SP bestreiten den Anspruch der SVP auf einen Bundesratssitz. Mit der Wahl eines SVP-Vertreters, der nicht von seiner Fraktion nominiert wurde, respektiert die Bundesversammlung den Anspruch der SVP auf einen Sitz in der Regierung. Gleichzeitig betont eine solche Wahl die gesetzlich gegebene Freiheit des Parlaments, einen Kandidaten nach eigenem Gusto zu wählen. Dabei sind zwei Möglichkeiten denkbar: ein SVPler, der die Wahl annimmt, oder ein SVP-Hardliner, der die Wahl vermutlich ablehnt.
2a) Ein Sprengkandidat, der die Wahl annimmt:
Einen solchen Kandidaten zu finden, dürfte schwierig sein. Denn der betreffende SVP-Vertreter sollte einen grossen Rückhalt in der eigenen Partei haben. Nur dann steht die Partei wegen ihrer Ausschlussklausel vor einem Dilemma: Schliesst die SVP die betreffenden Person aus, droht der Unmut einer Gruppe innerhalb der Partei. Bei Hansjörg Walter beispielsweise wären das die stark vertretenen Landwirte, bei Rudolf Joder die von der SVP-Abspaltung BDP bedrängte Berner Sektion. Wird die Person nachträglich wieder in die Partei aufgenommen, was die Statuten als Möglichkeit vorsehen, käme das einem Kniefall vor den Mitte-Links-Parteien gleich. SVP-Präsident Toni Brunner schliesst ein solches Zurückholen bei fast allen SVP-Vertretern aus.
2b) Ein Sprengkandidat auf Hardliner-Kurs, der die Wahl nicht annimmt:
Ein solcher Sprengkandidat müsste nicht im Voraus angefragt werden, da er die Wahl nicht annehmen muss. Mit diesem Vorgehen berücksichtigen die anderen Parteien den Anspruch auf eine linientreue Vertretung der SVP im Bundesrat. Nimmt der Gewählte die Wahl nicht an, beginnt das Wahlprozedere von vorn — vermutlich eine Woche später. Die SVP-Fraktion hätte so Zeit, andere Kandidaten vorzuschlagen und eine Auswahl ohne Blocher vorzulegen. Laut Toni Brunner käme das nicht in Frage. Die SVP würde in der Opposition bleiben, sagte er verschiedenen Medien. Ob die Fraktion dem zustimmen würde, bleibt aber offen. Auch die Wähler würden kaum verstehen, wenn ein linientreuer SVPler wie beispielsweise Adrian Amstutz nicht in den Bundesrat gehen würde. Die mögliche Fälle für die anderen Parteien: Wählen sie einen Hardliner wie Amstutz oder Caspar Baader, könnte er die Wahl annehmen und in die Partei zurückgeholt werden. Die Frage ist dann, ob den anderen Parteien nicht Ueli Maurer als Bundesrat lieber gewesen wäre.
3) Ein CVP-Vertreter wird gewählt:
Dass bereits in einem ersten Durchgang ein Sprengkandidat der CVP gewählt wird, ist unrealistisch. Die SVP würde so bewusst und offen aus der Regierung ausgeschlossen, was beim Stimmvolk auf Unverständnis stossen würde. Möglich wäre, dass ein CVP-Vertreter aufgestellt wird, wenn die SVP bei Szenario 2b) auf neue Kandidaten verzichtet. Topfavorit ist bei der CVP Fraktionschef Urs Schwaller (FR). Genannt wird auch der Ständerat Bruno Frick (SZ).
4) Luc Recordon wird gewählt:
Der offizielle Kandidat der Grünen hat keine Chance. Die SVP-, FDP- und CVP-Vertreter werden ihn nicht wählen, und er dürfte sogar aus der SP nur wenige Stimmen erhalten, da die Grünen im Bundesrat eine Konkurrenz zu den Sozialdemokraten wären.
5) Christoph Blocher wird erneut Bundesrat:
Dieses Szenario hat ebenfalls kaum Chancen - auch wenn er von einigen Freisinnigen und vielleicht gar vereinzelt von CVPlern die Stimme erhält. Möglicherweise würde Blocher gewählt, wenn nur noch er und Recordon im Rennen sind, weil selbst die CVP Blocher einem Grünen vorzieht. Dazu dürfte es jedoch kaum kommen, da die Parteien darauf achten werden, dass Maurer oder ein Sprengkandidat zu wenig Stimmen erhält.
Kommentar: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Mitleidbonus für den verunfallten Christoph Mörgeli (der kaum an der Abstimmung teilnehmen kann) der SVP entgegenkommt und die Chance wächst, dass Ueli Maurer letztlich doch noch kanpp das Rennen macht. Für mich ist es kaum vorstellbar, dass sich ein SVP Vertreter als Sprengkandidat opfert. Ich frage mich, welche zusätzlichen Ueberraschungen noch denkbar sind. Obschon es heisst. Die Nacht der langen Messer war immer wieder für Ueberraschungen gut.
Der harte Kurs der SVP wird von der SP lautstark beanstandet. Die SP hört es nicht gerne, dass sie auch einen gewählten Bundesrat gezwungen hatte, die Wahl zugunsten einer Frau auszuschlagen. Parteien rechnen immer damit, dass die Oeffetnlichkeit alte Geschchten vergisst. Wir müssen aber daran erinnern, dass die heutigen Kritiker selbst analog gehandelt und sogar nach der Wahl gewaltig Druck ausgeübt hatten. Diesen Fall dürfen wir nicht vergessen:
Francis Matthey
Geboren am 17. Juli 1942, heimatberechtigt in Le Locle. Er wurde vom Parlament offiziell den Bundesrat gewählt - als Vertreter des Kantons Neuenburg am 3. März 1993. Und wurde dann von der eigenen Partei unter grossen Druck gesetzt. Er musste dann zu Gunsten einer Frau seine Wahl ausschlagen!
Erkenntnis aus der Geschichte: Wenn zwei daselbe tun, ist es bekanntlich nicht dasselbe.
Illustration 20 Min:
Bundesratswahl
Die «Nacht der langen Messer» entscheidet
Notiert von
marcus knill
um
11:00
Nicht nur Beni - auch seine Verwandtschaft - ist in eine Medienfalle getappt
Beni Thurnheer wäre gut beraten gewesen, hätte er mit seiner Verwandschaft das Verhalten vor den Medien besprochen. Nun nehmen alle Vewandten Stellung zur medienträchtigen Story mit seiner Blondine. Als Medienprofi hätte wissen müssen, wie man nicht beides haben kann: Medienpräsenz und Respekt vor der Privatheit. Wer der Boulevardepresse den kleinen Finger gibt, muss sich nicht wundern, wenn diese die ganze Hand ergreifen. Jetzt hat Beni die Bescherung. Jetzt sind die Aussagen bereits publiziert. Alle hätten bei Medienkontakten konsequent nur eine Aussage machen dürfen: Darüber rede ich nicht öffentlich. Das ist Privatsache der Beiden. Im Grunde genommen ist Beni selbst schuld an der unerfreulichen Situation. Beni Thurnheer hätte es an der Hand gehabt, Zurückhaltung zu üben. Ohne seine ausfühlichen Stellungnahmen der letzten Woche wäre es nicht zum derzeitigen Klatsch seiner Frauen gekommen. Auch seine Jeannine ist mitschuldig, sie heizte die "Lovestory" ebenfalls an, weil sie auf die Geschichte einging. Ich zitiere blick:
Mama Thurnheer ist nicht gut zu sprechen auf die Blondine ihres Sohnes. Noch weniger auf deren Mutter und Grossmutter. Die hätten alles angezettelt.
Ihr Sohn ist der «Schnurri der Nation». Doch Louise Thurnheer ist auch nicht auf den Mund gefallen – auch mit ihren 85 Jahren nicht. Ihr Hochdeutsch mit französischem Akzent wirkt charmant. Doch wenn die Waadtländerin in Fahrt kommt, ist sie dezidiert. «Mein Sohn ist in eine Falle getappt», sagt sie. «Die drei Frauen haben ihn erwischt.» – Was meint sie da genau mit «erwischt»?
«Dieses Meitli Jeannine wollte nur die ganz grosse Welt sehen – an der Seite meines Sohnes», sagte sie . «Ihre Mutter und Grossmutter halfen ihr dabei.»
Tatsächlich kennen sich die vier. «Jeannines Grossmutter hilft meiner Mutter bei der Bewältigung des Alltags», erklärte Beni im grossen Interview mit BLICK. Die Frauen hätten oft über sie beide getratscht. Auch darüber, dass sie sich während eines nicht gemeinsamen Aufenthalts in Hamburg begegnen könnten. Er und Jeannine hätten sich auf dem Rückflug von Hamburg tatsächlich getroffen. «Das war Zufall», sagt Beni.
Doch Madame Thurnheer will davon nichts wissen. «Das soll Zufall gewesen sein? Das glaube ich nicht.» Und noch konkreter: «C’est un coup monté – ein abgekartetes Spiel. Schreiben Sie die Wahrheit!» Sie wisse nicht, ob sie sich von Jeannines Familie noch helfen lassen wolle.
Später liebte sie ihre Enkel Thomas und Peter über alles und hütete sie oft. Über ihre Schwiegertochter Daniella (von der sich Beni im Frühling trennte) sagte sie vor Jahren: «Sie macht mir oft das Kompliment, sie möchte so kochen können wie ich, und sie gibt viel auf meinen Rat.»
Jeannines Mutter hingegen wolle nur an Benis Seite bekannt werden. «Sie hat Polo Hofer bei den «Schweizer Hits» sogar das Du aufgedrängt. Das ist doch peinlich.»
Trotzdem, Madame. Ihr Beni ist doch nicht auf den Kopf gefallen. Louise Thurnheer bleibt hart.
«Mein Sohn ist zwar intelligent, aber leider auch etwas naiv.»
Kommentar überflüssig! Diese unnötigen Verlautbarungen sprechen für sich.
Notiert von
marcus knill
um
08:38
Montag, 8. Dezember 2008
Ich gehörte vor Jahren auch zu jenen Sündern, die in den Sträuchern vor Weihnachtren im Garten Hunderte von Lämpchen installiert hatten. Doch gab es bei uns weder Blinklichter noch farbige Kläuse , Engel oder Rentiere. In der Schweiz waren damals Lichterketten recht selten anzutreffen.
Als bei uns auch das Wettrüsten Einzug hielt, installierten wir nur noch kleine Scheinwerfer, dieiusere Bäume und Sträucher in der Adventszeit verzauberten. Dieses Jahr bauten wir nochmals ab und nun haben wir nur noch Dutzende von Laternen mit echten Kerzen rund um unser Haus.
Hier ein Beispiel (Quelle 20 Minuten) aus Amerika, das zu denken gibt. Ich bin überzeugt, dass Europa diese Lichterspiele ebenfalls in einigen Jahren auch copieren wird. Es sei denn, die Finanzkrise korrigiere diesen fragwürdigen Trend.
Der Wahnsinn geht wieder los
Jedes Jahr findet in amerikanschien Vorgärten ein regelrechtes Weihnachts-Wettrüsten statt. Wer am meisten LED-Lichter ums traute Heim verbaut, ist der Grösste.
In der Adventszeit schmücken unzählige Lichterketten Fenster und Fassaden. Einige Hobby-Dekorateure geben sich allerdings mit dem herkömmlichen Angebot nicht zufrieden und bauen deshalb ein bisschen aus. Dieses Phänomen nimmt speziell in den USA immer extremere Ausmasse an.
So stellt die Weihnachtsbeleuchtung des Amerikaners Robert Cox alles bisher Dagewesene in den Schatten. Rund um sein Haus in Pittsburgh, Pennsylvania, verlegte der Elektroingenieur gemeinsam mit seiner Gattin Raquel ganze neun Kilometer Kabel. Sie sorgen dafür, dass rund 200'000 Birnchen auch genügend Saft bekommen. Die einzelnen Lichtchen werden abgestimmt zu einem einstündigen Musikprogramm automatisch an-und ausgeschaltet.
Mit ihrer verrückten Lichtshow ziehen die Cox jedes Jahr Tausende von Fans an. Aus Rücksicht auf die Nachbarn wird die Musik nicht über riesige Boxentürme verteilt, sondern über eine eigens dafür eingerichtete UKW-Frequenz. Diese Lösung hat sich bei den Lichtkünstlern schon seit Jahren bewährt.
Notiert von
marcus knill
um
17:26
Weshalb hat Obama seine frühere Widersacherin zu seiner Aussenministerin gemacht?
Es ist denkbar: --> Dass er sich an das Sprichwort hält: "Sei Deinen Freunden nah und Deinen Feinden noch näher!" --> Dass er mit einem Schlag mit dieser Wahl die Maschinerie der Clintons unter Kontrolle hat. --> Dass er Clintons Fähigkeit zur exaltierten Selbstdarstellung neutralisieren kann. --> Dass er sich mit diesem Entscheid aus dem schweren Geschütz Clintons nehmen kann. --> Dass er sich mit der Ernennung Hillarys auch die Stimmen der Frauen sichert. --> Einiges deutet darauf hin, dass er durch die allein erziehenden Mutter und durch die einflussreiche Grossmutter geprägt wurde und auch in der Familie durch seine Frau und die Töchter, in der Politik auch Frauen mit grösster Selbstverständlichkeit mit einbezieht. Und damit merken alle Frauen, dass sie mehr als nur Dekor sind. --> Obama hat sich vielleicht auch deshalb für Hillary entschieden, um zu demonstrieren, dass er Bürger einer globalisierten Welt ist. --> Hillary Clinton hat auch einen enorm grossen Leistungsausweis. Sie hat ein grosses Beziehungsnetz und kennt die Länder dank der Reisen mit ihrem Mann. --> Im Unterschied zu Condoleezza Rice hielt sie sich nicht in den klimatisierten Hotels auf. Sie besuchte auch verarmte Dörfer. In der dritten Welt vergöttern deshalb viele Frauen Hillary Clinton. --> Zudem verfügt Hillary über ein enorm grosses Netz hervorragender Berater. Wahrscheinlich wissen beide, Obama und Hillary, das Schlüssel zur Bewältigung der Krisen, die Fragen von Krieg und Frieden sind.
Notiert von
marcus knill
um
10:51