Lehrer machte Nacktfotos - Lauber verlegte erneut einen wichtigen Brief ________________________________________________________________ Im Klassenlager fotografiert ein Zürcher Lehrer Mädchen nackt beim Umziehen. Ein Kollege meldet den skandalösen Vorgang dem Schulvorsteher Gerold Lauber. Dieser «verhühnerte» auch diesen Brief. -Quelle 20 Minuten- Somit ist bei Schulvorsteher Gerold Lauber erneut Post unters Eis geraten. In der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins Facts wird ein weiterer Skandal an einer Zürcher Schule aufgedeckt: Lehrer G. soll über Jahre hinweg an der Schule Friedrichsstrasse in Schwamendingen ZH ungebührliches Verhalten an den Tag gelegt haben. Der Lehrer soll im Sommerlager Schülerinnen beim Umziehen fotografiert haben. Ein jüngerer Kollege, der auf den Missstand aufmerksam gemacht hat, wurde unterdessen aus dem Job gemobbt. ________________________________________________________ Sonderbarer Umgang eines Politikers mit wichtigen Briefen __________________________________________________________________ Im Fall der «Terror-Klasse» am Schulhaus Borrweg, die sechs Lehrer verheizt hatte, geriet ein eingeschriebener Brief besorgter Eltern «unters Eis». Im Fall des Schulhauses Bachtobel, wo vier Lehrer wegen interner Konflikte Reissaus nahmen, wurde Post besorgter Eltern ebenfalls lange Zeit nicht beantwortet. Und jetzt im Fall des Schulhauses Friedrichstrasse musste Lehrer F. bis Dezember 2006 auf eine Antwort Laubers warten. Er hatte ihn im Sommer mit einem vierseitigen Brief über die stossenden Umstände um Lehrer G. informiert. Auch dieser Brief geriet «irgendwie unters Eis» - so Lauber. Unternommen wurde bisher trotzdem nichts. __________________________________________________________________ Kommentar: Es hiess früher: Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht. Bei der Schulbehörde gibt es angeblich Krüge, die nicht brechen können. Eine Behördemitglied darf auch dann im Amt bleiben, wenn ihm krasse Führungsfehler unterlaufen. __________________________________________________________ Nachtrag aus 20 Minuten: Briefe «unterm Eis» _______________________________________________________________ Schulhaus Friedrichstrasse: Lehrer F. beklagt sich am 17.8.2006 schriftlich bei Stadtrat Lauber, er werde gemobbt. Antwort am 6. Dezember von Lauber: «Am 18.8. ist ihr Brief bei uns eingetroffen. Leider geriet er dann irgendwie unters Eis.» _______________________________________________________________ Schulhaus Borrweg: Eltern beklagen sich per eingeschriebenem Brief vom 18. Februar bei Lauber über den Lehrerverschleiss einer Klasse. Lauber sagt am 4. April gegenüber dem «Tages-Anzeiger»: «Es ist denkbar, dass dieser Brief nicht angekommen oder irgendwo untergegangen ist.» _________________________________________________________________ Schulhaus Bachtobel: Eltern orientieren Lauber in einem Brief vom 21. Dezember über die Spannungen unter der Lehrerschaft. Lauber meldet sich im März - zu spät. Als Ende April drei Lehrer künden, sagt Lauber gegenüber den Medien, er Brief sei «unters Eis geraten». _________________________________________________________________ Was stutzig macht: Lauber ist zu keiner Stellungsnahme bereit. Versucht er es nach der Methode Anita Fetz? Abtauchen, oder nach der gängigen Methode vieler Politiker: Aussitzen und abwarten. ___________________________________________________________
Mittwoch, 9. Mai 2007
Dienstag, 8. Mai 2007
Schweigen ist Gold __________________________________________________________ Seine Aussagen vor der TV-Kamera bei der gewalttätigen 1.-Mai-Nachdemo in Zürich könnten einem Lehrling nachträglich seinen Job kosten. Sein Vorgesetzter findet nämlich nicht so toll, wenn Polizisten mit Steinen und Flaschen beworfen werden. Der 19-jährige B. R.*; Lehrling bei der Gemeindeverwaltung Fehraltorf, gab dem Fernsehsender Telezüri während der Ausschreitungen am Tag der Arbeit bereitwillig und unüberlegt Auskunft über seine Motivation zur Teilnahme an den Krawallen: Es mache doch Spass, Polizisten mit Steinen zu bewerfen, sagte er vor der Kamera. (Quelle 20 Minuten) _________________________________________________________ Der Lehrling war sich jedoch nicht bewusst: In den Medien müssen wir immer zuerst überlegen, bevor wir reden. Der Jugendliche hatte nicht berücksichtigt, dass die Aussagen vor Mikrofon und Kamera nicht nur von den eigenen Kollegen gehört werden. In diesem Fall hat der Arbeitgeber den Fernsehauftritt seines Lehrlings im Tele Züri mitverfolgt. Fehraltorfs Gemeindepräsident Wilfried Ott ist entsetzt über die Äusserungen des jungen Mannes, der beim Werkhof Fehraltorf eine Betriebspraktikerlehre macht. Jetzt überlegt man sich bei der Gemeinde Sanktionen gegen den Angestellten: Diese Woche soll angeblich entschieden werden, ob ihm gar gekündigt wird. B. R. bangt um seinen Job und gibt sich nachträglich reuig: Laut Radio Top hat soll er sich brieflich bei der Gemeinde für seine Äusserungen entschuldigt haben – und er habe zudem versichert , dass er selber nicht zu den Steinwerfern zähle. Ob diese Einsicht, die Vorgesetzen erweichen lässt? __________________________________________________________________ Kommentar: Auch Erwachsene könnten aus dieser Geschichte etwas lernen: Oft ist SCHWEIGEN doch GOLD. ___________________________________________________________ _______________________________________________________________
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marcus knill
um
20:15
Könnten Politiker von „Super-Sarko“ lernen? ____________________________________________ Sakozys Erfolgsprogramm: ************************************************************* Der Sieger bei der französischen Präsidentschaftswahl hat den Puls am Volk gefühlt und angeblich gemerkt, welche Inhalte und Probleme die Regierung ansprechen und anpacken sollte. Ob Sarkozy sein Programmtatsächlich durchsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt: ____________________________________________________ Politik: ____________________________________________________ Statt bisher 29 Minister soll es nur noch 15 geben. Jeder soll einmal im Jahr „bewertet“, nötigenfalls entlassen werden. ________________________________________________________ Europa: _____________________________________________________ Wie Kanzlerin Merkel lehnt Sarkozy einen vollen EU-Beitritt der Türkei ab. Er warnt vor weiteren EU-Erweiterungen. Im Gegensatz zu Merkel will der neue Präsident statt einer EU-Verfassung (der Entwurf war in Frankreich per Volksentscheid abgelehnt worden) nur einen Minimalvertrag als EU-Grundgesetz. __________________________________________________________ Aussenpolitik: _____________________________________________________ Sarkozy setzt auf eine enge Freundschaft zu den USA. __________________________________________________________ Arbeit: ____________________________________________________ Bis 2012 Vollbeschäftigung, unter 5 Prozent Arbeitslose. __________________________________________________________ Energie: ________________________________________________________ Festhalten an der Atomkraft. _____________________________________________________________ Wirtschaft: ________________________________________________________ Als eine seiner ersten Amtshandlungen hat Sarkozy angekündigt, Überstunden von Steuern und Abgaben freizustellen. So will er die 35-Stunden-Woche aufweichen. „Jeder soll die Möglichkeit bekommen, mehr zu arbeiten, um mehr zu verdienen.“ Gleichzeitig will er die Zahl der Beamten (derzeit rund 5 Mio.) drastisch reduzieren. Vorstandsabfindungen à la „Goldener Handschlag“ will er gesetzlich verbieten. ______________________________________________________________ Innere Sicherheit: ________________________________________________________ Für Wiederholungstäter (ab 16) soll künftig kein Jugendstrafrecht mehr gelten. Richter sollen für die Folgen ihrer Urteile (z. B. bei Sexualstraftaten) zur Rechenschaft gezogen werden können. Einwanderer müssen Französisch lernen, bevor sie nach Frankreich kommen. Auch soll ein „Ministerium für Einwanderung und nationale Identität“ gegründet werden. _______________________________________________________________ Der Eintritt in alle staatlichen Museen soll künftig kostenlos sein. __________________________________________________________ Ob Nicolas Sarkozy sein ehrgeiziges Programm durchsetzen kann, hängt bestimmt auch von den Parlamentswahlen im Juni ab: Sollten die Franzosen wider Erwarten ein linke Parlamentsmehrheit ins Amt wählen, müsste Sarko bei den meisten Themen Mehrheiten Kompromisse suchen. Quelle: BILD online. ______________________________________________________________ Kommentar: In der Schweiz haben viele Parteien noch nicht erkannt, wo der Bevölkerung der Schuh drückt: Die Leute möchten arbeiten und dann sollten sie besser fahren, als wenn jemand Sozialleistungen bezieht. Man ist sogar bereit, mehr zu arbeiten und will sich nicht nur für die Steuern abmühen. Die Stimmberechtigten möchten sich im Land sicher fühlen. Kriminelle Einwanderer sollten ausgewiesen werden. Das Volk will keine Energieengpässe. In der europäischen Union wünscht die Nation trotz des Zusammenschlusses eine gewisse Selbständigkeit.
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marcus knill
um
14:11
Montag, 7. Mai 2007
___________________________________________________________________ ZKB-Chef Vögeli tritt zurück ____________________________________________________________ Quelle TAGI online: Am Wochenende wurde der Druck zu stark: Der operative Chef der ZKB Hans Vögeli zieht die Konsequenzen aus dem Sulzer-Debakel und tritt vorzeitig zurück. Dies erfuhr der «Tages-Anzeiger» aus dem Bankrat, dem Aufsichtsgremium der Zürcher Staatsbank. Über die Hintergründe und die personellen Weichenstellungen wird morgen ZKB-Präsident Urs Oberholzer um 8.15 Uhr den Kantonsrat informieren und um 10.00 an einer Pressekonferenz die Medien. Es ist davon auszugehen, dass der designierte Vögeli-Nachfolger Martin Scholl ab sofort die Leitung der Bank übernimmt. Am Wochenende verdichteten sich die Anzeichen, dass die ZKB-Spitze nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. So soll Hans Vögeli viel früher als bisher bekannt um die umstrittenen Aktienkäufe und Optionsgeschäfte zu Gunsten des russischen Financiers Viktor Vekselberg gewusst haben. Laut der «NZZ am Sonntag» musste Bankpräsident Urs Oberholzer überdies bestätigen, dass ein weiteres Sulzer-Aktienpaket von 4 % geschnürt worden war, allerdings nicht bei der ZKB direkt, sondern über die Swisscanto, einem Gemeinschaftsunternehmen der Kantonalbanken. AdLINK Internet Media AG Die Position Vögelis war eigentlich bereits nach dem Rücktritt von Handelschef Hans Fischer unhaltbar geworden. Dieser soll seine Vorgesetzten viel zu spät informiert haben. Wie weit die Ermittlungen der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) Vögelis Rücktritt beschleunigt haben, ist bisher noch nicht klar. (gin) _________________________________________________________________ Kommentar: Es geht erneut um Informationen, die beanstandet werden. Wir hatten bereits früher Hans Vögelis Informationspolititk in einer Krise beanstandet. (Siehe rhetorik.ch --> im Suchfenster Hans Vögeli eingeben). Hans Vögeli konnte zwar jüngst sehr gute Zahlen vorweisen. Ob die umstritten Aktion- und Optionskäufe dazu mit beigetragen haben? Wir haben uns bereits bei seinem Amtsantritt gewundert, dass bei der umstrittenen ERB- Geschichte Hans Vögeli bestritten hatte, bei Erb für die Finanzen verantwortlich gewesen zu sein. Später dann aber doch bekannt wurde, dass er die Funktion als Finanzchef faktisch eingenommen hatte. Informieren- aber wie? Diese Frage taucht bei Hans Vögeli immer wieder auf. _____________________________________________________________ Nachtrag 15. Juni WIEDER EIN EKLAT: Hans Vögeli handelte privat mit Sulzer Aktien! _____________________________________________________________ "ZKB Chef predigte Wasser und trank Wein" ____________________________________________________________ Der Rücktritt von Hans Vögeli am 7. Mai muss neu geschrieben werden. Gegen den Chef der Zürcher Kantonalbank (ZKB) lief ein Verfahren der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK), weil er privat Sulzer-Optionen gekauft hatte. Die Winterthurer Industriefirma war ins Visier von österreichischen und russischen Grossinvestoren geraten. Während ZKB-Chef Vögeli privat auf steigende Sulzer-Aktien setzte, schrieb er seiner Bank vor, «die Finger von Sulzer zu lassen». Der Gewinn aus dem Deal, heisst es in Bankenkreisen, soll über 50 000 Franken betragen haben. Die ZKB bestätigt den Vorfall. «Für die EBK bot Herr Vögeli nicht mehr Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung», sagt ZKB-Sprecher Urs Ackermann. «Vögelis Optionendeal ist gravierend», heisst es in der Bankenszene, «schliesslich hat er privat gegen seine eigene Weisung als Chef verstossen.» Das sei nicht strafbar, aber ethisch fragwürdig. Der vor Monatsfrist zurückgetretene Vögeli beharrt darauf, dass er nichts von den Machenschaften seiner Händler gewusst habe. Mit seinem Befehl, Sulzer dürfe nicht angerührt werden, habe er gemeint, dass keine Meldehürde übersprungen werden dürfe. Ein Anteil von unter fünf Prozent sei hingegen immer erlaubt gewesen. «Mir war bis zum 20. April nicht bekannt, dass die ZKB vier Prozent von Sulzer an die Swisscanto übertrug, um keine Meldegrenze zu überschreiten», sagt Vögeli. Im Übrigen mache ihn betroffen, dass niemand mehr davon spreche, dass «die ZKB in meiner fünfeinhalbjährigen Zeit als CEO mehr Eigenkapital erwirtschaftete als in den 132 Jahren zuvor». _____________________________________________________________ Kommentar: Einmal mehr stellen wir fest, Vögeli versteht es immer wieder, Sachverhalte schön zu reden. In diesem Fall widerspricht sogar ein ZKB Mitarbeiter den Aussagen des ehemaligen CEO und bezichtigt damit seinen ehemaligen Chef - indirekt - der Lüge.
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marcus knill
um
08:31
Sonntag, 6. Mai 2007
SVP will Schüler mit Verboten disziplinieren _______________________________________________________ Quelle 20 Minuten: _____________________________________________________________ Die SVP will an Schweizer Schulen hart durchgreifen. Respekt, Ordnung und Disziplin sollen wieder Einzug halten. Deshalb präsentierte die SVP Zufikon einen Verhaltensknigge für Schüler. ___________________________________________________________ Laut dem «Sonntagsblick» könnte der 17 Punkte umfassende Forderungskatalog der Regionalpartei Zuffikon in der ganzen Schweiz Schule machen. Auch SVP-Parteipräsident Ueli Maurer findet: «In der Schule braucht es mehr Disziplin und Ordnung. Wer vergammelt daherkommt zeigt viel von seinem Charakter.» Was die SVP unter «vergammelt» versteht, macht ein Blick auf den Verbotskatalog rasch klar: - keine Baseball-Caps - kein Haargel - keine Turnschuhe, keine Flip-Flops - keine Skate- und Kickboards - keine zerschlissenen Jeans - keine MP3-Player, keine Handys - keine Minis - keine sichtbare Unterwäsche - Brustansatz und Füdlispalt dürfen nicht sichtbar sein - Hände nicht in den Hosentaschen - in ganzen Sätzen sprechen - Erwachsene mit Namen grüssen - aufstehen, wenn der Lehrer mit einem spricht In Zufikon scheint das rigiden SVP-Regime zu funktionieren. ____________________________________________ Kommentar: Dass die Disziplin und das Einhalten von Spielregeln wichtig sind, ist unbestritten. Mit dem Aufstellen einer langen Verbotsliste ist es nicht getan. Die Durchsetzung von Spielregeln müsste in den Schulen Schritt für Schritt erarbeitet und konsequent durchgesetzt werden. Die Bibel hat bekanntlich nur EIN Kerngesetz: "Liebe deinen nächsten wie dich selbst". Dieser Grundsatz beinhaltet alle Gebote. Der rüde Umgang und die Gewalt an Schulen könnte beispielsweise am Anfang ebenfalls mit nur EINER Formel verbessert werden: "Jeder hat ein Anrecht auf Wertschätzung, auch dann, wenn ich mit seiner Gesinnung nicht einverstanden bin!" Daran kann ich jedes Verhalten messen. Dies wäre ein dialogischer Ansatz und hat sehr viel mit einer offenen Kommunikationskultur zu tun. Sie beinhaltet: Rücksichtnahme, Achtung des Gegenübers und die Bereitschaft zuzuhören. Es können dann später immer noch zusätzliche konkrete Vereinbarungen festgelegt werden, wie: - Es spricht nur einer usw. Diese Vereinbarungen müssen jedoch in der Praxis konsequent eingeübt und tatsächlich durchgesetzt werden. In jedem Klassenzimmer muss die Streit- und Konfliktkultur, der Umgang miteinander trainiert werden. Lehrkräfte, die der Meinung sind, dies gehöre nicht zu ihren Lehrauftrag, werden nach kurzer Zeit erfahren, dass sie innert Kürze nicht mehr effizient unterrichten können und sich letztlich unnötig ärgern müssen, sich belasten und wertvolle Unterrichtszeit für eskalierende Konflikte im Klassenzimmer aufwenden müssen. Der "Burn out" lässt grüssen. ____________________________________________________________
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marcus knill
um
09:39
Freitag, 4. Mai 2007
Quelle 20 Minuten: ________________________________________________________ SVP-Feldwerbung nicht erlaubt - dennoch hat der Werbegag bereits Erfolg ___________________________________________________ Die SVP will mit grossflächiger Feldwerbung auf Wählerfang. So auch an der Autobahn A2 in Dagmarsellen LU. «Nicht erlaubt», sagt das Bundesamt für Strassen. Die SVP will sich in die Herzen der Wählergunst pflanzen und mähen. Mit grossflächiger Feldwerbung in Form von Partei-Logo und SVP-Slogan will sie die Wählerschaft für sich gewinnen. (20minuten.ch berichtete). Unter anderem soll an der Autobahn A2 bei Dagmarsellen LU ein Werbefeld in der Grösse von 5000 Quadratmetern erstellt werden. «Nicht erlaubt», sagt Mediensprecher Michael Müller vom Bundesamt für Strassen (Astra) auf Anfrage zum Standort Dagmarsellen. Der Grund: Die Werbung lenkt die Autofahrer ab. Das Verbot von Werbeflächen an Autobahnen ist seit längerem in der Signalisationsverordnung verankert und sorgte bereits in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionsstoff und nachträgliche Verbote. Müller jedenfalls sieht für die SVP keine Möglichkeit, zur Umsetzung ihres Vorhabens. Ob sich die SVP ihrerseits Gedanken über den Standort Dagmarsellen gemacht hat, konnte aus der Parteizentrale niemand sagen und Parteipräsident und Projektleiter Ueli Maurer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Weniger Probleme dürfte es für die SVP bei den anderen Standorten geben. Sowohl die «Grussbotschaft» auf dem 11'000 Quadratmeter grossen Werbefeld beim Flughafen Kloten als auch die weiteren geplanten Schriftzüge und Logos entlang der Bahnstrecken sind laut Bundesamt für Verkehr erlaubt. Soweit 20 Minuten. ________________________________________________________________ Kommentar: Mit oder ohne Verbot machte die SVP mit ihrem Ansinnen - Wiesen als Werbeflächen verkommen zu lassen - von sich reden und die Partei kann damit bereits einen PR Erfolg buchen. Die Mitteilung des "Nichterlaubtseins" ist bereit eine "Gratis - PR-- Aktion". Wenn später dann auf erlaubten Flächen doch noch Logos im ganzen Land gesichtet werden können, verankert sich die Assoziation SVP -Landwirtschaft. SVP - Land. SVP - Schweizerland? Gewiss sind die andern Parteien ebenfalls herausgefordert. Sie sind nun im Zugzwang. Die SVP Aktion dürften sie nicht einfach plump copieren, sondern sind jetzt gewungen, einen neuen, originellen Gag zu lancieren. Logos mit Flugzeugen am Himmel? Auf Hausdächern? Als Grafittis an Wänden? Kreativität ist gefragt, damit auch über die FDP, die SP und die CVP im Wahljahr vermehrt gesprochen wird. Ein Gag könnte auch genügen. Falls er verboten sürde, um so besser! Das Gerede um den SP Flop im Zürich genügte aus unserer Sicht noch nicht, obwohl diese Negativmeldung in der ganze Schweiz thematisiert worden war. ____________________________________________________________
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marcus knill
um
21:59
Dienstag, 1. Mai 2007
| Schweiz – Dienstag, 01. Mai 2007 |
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Dieser Tendenz wolle die SP mit ihrer Initiative für Steuergerechtigkeit entgegenwirken, so Wyss. Diese setzt den Hebel bei den hohen Einkommen und Vermögen an. Auch die geplante Unternehmenssteuerreform ist Wyss ein Dorn im Auge, weil sie nach ihrer Ansicht vor allem das Wohl von Grossaktionären befördert.
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KOMMENTAR:
Dies ist ein vorbildliches Botschaftenmanagement der SP. Ein Kernthema wurde herausgegriffen, das von allen nachvollzogen werden kann. Ursula Wyss hat auf eine berechtigte Schwachstelle des modernen Managements hingewiesen, das niemand begreifen kann. Jene "Abzocker" und "Firmenjongleure", die Unternehmen wie in einem Monopolyspiel verschachern, um sich zu bereichern. Diese dürfen und müssen an den Pranger gestellt werden. In diesem Fall hat die SP ein Thema angesprochen, dass nicht nur bei ihrer Basis ein positives Echo findet. Schade, dass dies bei anderen Problemkreisen weniger der Fall ist. Die Politikerin verstand es, den offensichtlichen Missstand mit einem SP Anliegen (Steuerpolitik) zu verknüpfen. ______________________________________________________________
Notiert von
marcus knill
um
13:23