Bei doofer Anmache sind ausnahmsweise harte Konter erlaubt. ____________________________________________________________ Ein Seminarteilnehmer hat uns folgende Vorschläge zugestellt, wie man ärgerliche Anmacher kontern könnte. Wir machen in unseren Beiträgen immer wieder darauf aufmerksam, dass wir uns in der Praxis mit den sogenannten, wirkungsvollen SCHLAG-fertigen Antworten langfristig viel Aerger einhandeln können und die Lebensweisheit "Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil" im Alltag nur bedingt stimmt. Mit groben Kontern kann es zu nachhaltigen - unter Umständen irreparablen - Beziehungsstörungen kommen. Dennoch publizieren wir diese Liste, weil es t doch einzelne Fälle geben kann, bei denen wir uns auch mit deutlichen Stopsignalen behaupten müssen. Bitte lesen Sie diese Vorschläge kritisch, und überprüfen Sie die Antworten auf Ihre Tauglichkeit. Bedenken Sie: Letztlich ist immer die Situation ausschlaggebend, wo sie was, wie sagen dürfen oder können - ohne selbst Schaden zu nehmen. ___________________________________________________________________ Antwortmuster (z.T. Recht fragwürdig, weil sie das Gegenüber verletzen!) __________________________________________________________________ Wenn du immer das letzte Wort haben möchtest, solltest du mehr Selbstgespräche führen! ______________________________________________________________ Kannst du das auch rückwärts sagen? _____________________________________________________________ Das ist ja eine höchst originelle Bemerkung. Hätte ich dir gar nicht zugetraut ___________________________________________________________ Ich hatte schon interessantere Gespräche. Mit 'ner Waschmaschine ___________________________________________________________ Wenn ich du wäre, wäre ich gerne ich ____________________________________________________________ Du bist wie eine Wolke: Wenn du dich verziehst, kann's noch ein richtig schöner Tag werden _____________________________________________________________ Warum gehen wir beide nicht irgendwo hin, wo jeder von uns allein sein kann? ____________________________________________________________ Rede ruhig so lange weiter, bis dir was einfällt! ___________________________________________________________ Eins ist klar: Du bist gar nicht so blöd wie du aussiehst. Das geht gar nicht! ______________________________________________________________ Er fragt: „Ist dieser Platz frei?“ Antwort: „Ja, und meiner gleich auch, wenn du dich hinsetzt.“ _____________________________________________________________ Er sagt: „Ziemlich laut hier, oder?“ Antwort: „Dann halt doch einfach den Mund!“ _____________________________________________________________ Er sagt: „Ich könnte dich sehr glücklich machen.“ Antwort: „Wieso? Gehst du schon?!?“ ______________________________________________________________
Donnerstag, 22. März 2007
Dienstag, 20. März 2007
Im 20 Minuten online gelesen: _________________________________________________________________ «Es ist eine Frage der Zeit, bis ein Schulmassaker passiert» ____________________________________________________________ Drohungen gegen Schulen und Lehrer nehmen zu. Experten warnen bereits vor Massakern in der Schweiz. Lehrer fordern hartes Durchgreifen. Seit Oktober wurde jeden Monat mindestens ein Fall von massiven Drohungen gegen Lehrer oder Schulen bekannt. Der Psychologe Dieter Bongers musste sich allein im Februar innert 14 Tagen mit sieben Fällen von Drohungen im Kanton Baselland beschäftigen, schreibt die «SonntagsZeitung». Er spricht von einer «Seuche». ___________________________________________________________ Die Schulen stehen dem Phänomen meist hilflos gegenüber. Es fehle an Kriseninterventionsteams, und die Präventionsarbeit ziele an den potenziellen Tätern vorbei. «Es ist eine Frage der Zeit, bis bei uns ein Schulmassaker passiert», warnt der Basler Erziehungswissenschafter Wassilis Kassis. Die Hauptproblemgruppe ortet er bei männlichen Gymnasiasten und Sekundarschülern, Schweizern aus der Mittelschicht. Beat W. Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerverbands, fordert nun Kriseninterventionsteams in jedem Kanton. In der «NZZ am Sonntag» unterstützt er eine harte Linie mit Anzeige, Wegweisung und Umplatzierung der drohenden Schüler. Auch Videoüberwachung und Sicherheitsleute könnten vorübergehend sinnvoll sein. _______________________________________________________________ Kommentar: _________________________________________________________ Immerhin haben jetzt die Lehrkräfte erkannt, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Dass Konsequenz und härteres Durchgreifen hilfreicher ist, als das Segel zu streichen, leuchte ein. Wir befürchten, dass es in vielen Schulhäuseren zu stundenlangen Sitzungen kommt und Lösungen gesucht werden, um die Probleme zu delegieren. Es wäre schade wenn diese Meetings dem TEAM Begriff gerecht würden: TOLL EIN ANDERER MACHTS!
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marcus knill
um
07:53
Montag, 19. März 2007
Heute im Bild online gelesen: ______________________________________________________________ Muss das sein? Superstars immer schlüpfriger _________________________________________________________ Was ist da nur bei „Deutschland sucht den Superstar“ los? Nach dem Wirbel um die fiesen Bohlen-Sprüche gibt’s in der RTL-Show jetzt derbe Sexzoten! Erst vor zwei Wochen hatte RTL von TV-Jugendschützern eine kräftige Abmahnung kassiert: Die „Kommission für den Jugendmedienschutz“ („KJM“) stellte bei den „Superstars“ klare und häufige Verstöße gegen den Jugendschutz fest. ___________________________________________________________ Samstag ging’s dann richtig deftig ab. Dieter Bohlen begrüßte den homosexuellen Sänger Mark Medlock mit der Frage: „Hast du einen Revolver in der Hose, oder freust du dich nur so, mich zu sehen? Ich bitte dich gleich, in meine Garderobe zu kommen.“ Jurorin Anja Lukaseder mischte sich ein: „Na, wenn da mal nix geht, du! Ich hab die Garderobe daneben, ich werde an der Wand horchen.“ Der schrille Mark konterte frivol: „Du kannst auch mit reinkommen, da machen wir direkt ’nen flotten Dreier, Baby!“ Darauf Anke: „Schatz, ich denke, du stehst nur auf Männer.“ Und Mark grinst: „Du bist so geil, glaub mir das.“ Auch „Superstar“-Sänger Max Buskohl bekam einen saftigen Schlüpferspruch um die Ohren. Bohlen zu dem Mädchenschwarm: „Das war wirklich so, dass den kleinen Mädchen zu Hause ein bisschen warm im Schlüpper wird.“ ________________________________________________________________ BILD fragte den Pop-Titanen: Muss das denn sein, Herr Bohlen? Bohlen zu BILD: „Meine Sprüche sind spontan. Auch mir passiert mal, dass ich in einer Sackgasse lande, aus der ich nicht so einfach rauskomme. Dass es sich gestern so gehäuft hat, war Zufall. Schlimm fand ich das überhaupt nicht.“ _________________________________________________________ KOMMENTAR: __________________________________________________________ Schlimm ist, dass Dieter Bohlen seine fiesen Beleidigungen und menschenverachtenden Sprüche und jetzt auch die schlüpfrigen Bemerkungen nicht schlimm findet. Weshalb sollte ihn dies stören? All die Sprüche unter der Gürtellinie sind für ihn und die Boulevardpresse Kapital. Sie werden als sogenannte "Hammersprüche" geschätzt und vermarktet. Was uns wundert: Jeder Lehrer würde entlassen, wenn er mit den anvertrauten Jugendlichen verbal so umgeht wie Bohlen. Bohlen scheint Sonderrechte zu geniessen. Bohlens Begründung - Weil er spontan sei, lande er ab und zu in einer Sackgasse - ist nicht nur eine billige Selbstschutzbemerkung: Diese Antwort bestätigt einmal mehr, dass es immer besser ist , zuert das Gehirn einzuschalten, bevor man einfach spontan drauflos redet!!!
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marcus knill
um
07:14
Sonntag, 18. März 2007
Samstag, 17. März 2007
Zitat aus 20 Minuten:
Blocher: Polizisten sollen Schulen bewachen
Kommentar:
Wir haben immer wieder über Jugendgewalt geschrieben und vertraten dabei die Meinung: Der nachweisbaren Eskalation von Gewalt von Jugendlichen müsste rasch Einhalt geboten werden.
An Ratschlägen fehlt es in den Medien wahrlich nicht. Nun kommt auch noch Christoph Blocher mit seinem Rezept: Die Polizei soll sich in Schulen vermehrt engagieren.
Dass Lehrkräfte in gravierenden Fällen notfalls mit der Polizei kooperieren müssen, ist unumstritten. (Anzeigen bei Körperverletzung), Doch vertreten wir die Meinung, dass in erster Linie die Schule und das Elternhaus SELBST befähigt werden müssen, vereinbarte Spielregeln im Umgang untereinander (im Schulhaus, auf dem Schulweg und zu Hause) wirkungsvoll durchzusetzen.
Verhaltensgestörte ( ich schreibe bewusst "gestörte", weil das Zusammenleben gestört wird), diese Schüler müssen erleben, dass der menschenwürdige Umgang untereinander nicht nur mit hohlen Worten, Drohungen abgetan werden kann. Eltern, Lehrkräfte und Mitschüler haben ALLE ein Anrecht darauf - weder misshandelt, noch verletzt oder psychisch erniedrigt zu werden. (Es gibt leider nicht nur Kindermisshandlungen, es gibt sogar schon Lehrer- oder Elternmisshandlungen).
Körperverletzungen, Vergewaltigungen und Beleidigungen sind und bleiben Verletzungen und Gewaltakte. Sie dürfen weder entschuldigt, übersehen, bagatellisiert, beschönigt noch mit dem Spruch "Es war ja nicht so gemeint" abgetan werden.
Wenn ALLE auf der gleichen Seite des Strickes ziehen, könnte beim Zeitproblem Jugendgewalt sicherlich mehr bewegt werden, als dass sich die Polizei in der Schule engagiert. Es gibt bereits zu viele fremde Hilfen, die an Stelle der Eltern und Lehrkräfte an der Baustelle Jugendgewalt werkeln:
Berater
Psychologen
Mediatoren, Konfliktlöser
Sozialarbeiter
Therapeuten
usw.
Und nun soll uns auch noch der Polizist in der Erziehungslandschaft mitwirken.
Rüsten wir vielmehr die Erziehungsberechtigten mit tauglichen Tools aus, damit sie wieder SELBST das Szepter an die Hand nehmen können.
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marcus knill
um
14:58
Freitag, 16. März 2007
Monika Stocker:
Druck wächst
Nachtrag, 13.3.07
Jetzt verlangt auch die FDP eine Untersuchungskommission, damit alle Pannen in der Sozialhilfe eingehend geklärt werden können.
Nicht nur der SVP reisst scheinbar der Geduldsfaden. Monika Stocker wies bis jetzt alle Kritiken zurück und - lehnt nach wie vor - die erwünschten unangemeldete Kontrollen strikte ab.
Kritik ist immer berechtigt, wenn die Bevölkerung das Gefühl hat, Sozialhilfegelder oder Therapie Gelder würden ineffizient eingesetzt.
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Ein Beispiel aus einem anderen Therapiebereich, das nichts mit der Stadt Zürich zu tun hat
Diese Woche habe ich zufälligerweise im Fernsehen eine Reportage gesehen, die dargelegt hat, wie Schwerstverbrecher in einer offenen Arbeitserziehungsanstalt therapiert werden . Wohlwissend, dass Fernsehbeiträge subjektiv gefärbt sein können und auch Reportagen geschnitten werden, gaben mir die Aussagen und Antworten der Insassen und der Anstaltsleitung zu denken. Die emotionslosen Aussagen der Schilderungen der Vergehen einiger Krimineller:
"Ich habe einen niedergestochen und jemand mit einer Eisenstange schwer verletzt. Mit Drogen gehandelt, dann Autos gestohlen, usw." Auf die Frage, ob das Unrecht eingesehen werde: Keine Reue, keine Betroffenheit ist zu spüren. Nur das eigene Befinden stand im Mittelpunkt.
Obschon die offene Anstalt doppelt so viel kostet wie ein Gefängnisplatz und es doppelt so viele Therapeuten, Sozialarbeiter und Betreuer hat, als untergebrachte Schwerstkriminelle , ist die Erfolgquote erstaunlich gering. Jede Woche nehmen einige die Kurve. Vierzig Prozent werden sogar rückfällig. Die Frage über Aufwand und Ertrag müsste auch bei diesem Projekt erlaubt sein. Die Antwort des Direktors - auf die Frage, ob es dennoch richtig sei, so viel Geld für die Wiedereingliederungsversuche zu zahlen - machte mich hellhörig:
"Jede Person, die in die Gesellschaft zurückgeführt werden kann, ist ein Erfolg"
Auch die Antwort auf die Frage, was er zu den Rückfälligen sage, die nachher erneut unschuldige Mitmenschen niederschlagen können, machte mich dann stutzig:
"Das müssen wir in Kauf nehmen."
Wir fragen uns: Muss die Oeffentlichkeit das Risiko, unbescholtene Bürger trotz des Aufwandes erneut zu verletzen, zusammenzuschlagen, zu töten oder sonstwie zu schädigen - muss dies einfach so leichtfertig in Kauf genommen werden?
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Wir sehen: Monika Stocker ist krisenerprobt, gleichsam krisenresistent. Doch zweifeln wir daran, dass für sie die Rechnung langfristig aufgehen kann. Vor allem dann, wenn Beharrlichkeit zur Sturheit mutieren würde.
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marcus knill
um
21:05
Donnerstag, 15. März 2007
Cortis Rede seines Lebens
Blick veröffentlichte exklusiv am 10.3.07 Auszüge aus Mario Cortis Schlussrede vor dem Bezirksgericht in Bülach. Am Schluss gab es "Standing Ovations". Corti holte sich beim Publikum dank seiner Offenheit und Rhetorik Bonuspunkte. Doch spielt bei einem Strafprozess die Rhetorik kaum eine Rolle. Vor Gericht entscheiden die Fakten. Das Wirtschaftsstrafrecht ist verhältnismässig jung. Da geht es nur um einzelne Handlungsabläufe und Vergehen, wie ungetreue Geschäftsführung und Misswirtschaft. Cortis Erfolg im Umgang mit der Oeffentlichkeit wird deshalb das Urteil kaum gross beeinflussen. Rhetorisch brachte es Corti in der Oeffetnlichkeit fertig, immer wieder zu betonen:
- Ich habe nichts zu verbergen. Ich habe alles offen gelegt.
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marcus knill
um
06:53