Mittwoch, 10. Dezember 2008

Hauchdünn wurde die Wiederholung des Spieles vom 10.Dez.07 verhindert

Nun sind die Würfel gefallen und Ueli Maurer wurde im dritten Wahlgang zum Bundesrat gewählt. Für die Gegner der Hardliner ging die Rechnung beinahe auf. Sie beschlossen in der Nacht der langen Messer mit dem Sprengkandidaten des SVP Bauernvertreters Hansjörg Walter der SVP auch bei dieser Wahl einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Linken und Grünen stimmten geschlossen für ihn. Obschon er deutlich erklärt hatte, er werde die Wahl nicht annehmen, gaben sie ihm bewusst die Stimme. Der Geheimplan war einfach und beinahe erfolgreich: Wäre nämlich Hansjörg Walter gewählt worden, hätte die SVP Spitze Probleme gehabt. Wäre Walter hart geblieben, hätte man die Karten neu mischen müssen und die CVP hätte dann mit einem eigenen Kandidaten aufwarten können. Im Vorfeld bestätigten alle Voten der SP und der Grünen: Die Wahl Maurers musste aus ihrer Sicht mit allen Mitteln verhindert werden. Denn mit Maurer würde wieder der Gesicht der Hardliner im Bundesrat Einzug halten. Ich gehe davon aus, dass nun im Bundeshaus die Vernunft gesiegt hat und das raffinierte Spiel gegen die SVP dieses Mal im letzten Moment knapp abgeblockt werden konnte. Es wäre tragisch gewesen, wenn man die SVP nicht mehr in der Regierung eingebunden hätte und der Konkordanz eine Abfuhr erteilt hätte. Aus den Voten der Drahtzieher (Frösch, Wyss usw) ist ersichtlich, dass man enttäuscht ist, dass die Aktion Walter im Zieleinlauf abgeblockt werden konnte. Dass die SVP mit der missliebigen Ausschlussklausel eine Wiederholung des Coups beim Herauswurf Blochers verhindern wollte, wurde zu wenig betont.

Die Voten im Tagi verdeutlichen, welches Konzept ausgeheckt wurde:

Reaktionen aus dem Bundeshaus

Die Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Bundeshausredaktion sammelt Reaktionen.

Daniel Vischer (Grüne)

Hansjörg Fehr (SP)

Thomas Christen (SP)

Pressesprecherin CVP Binder

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Folgendes Interview mit Christoph Blocher nach der Wahl gibt mir zu denken: Christoph verhält sich ähnlich wie sein Bruder Gerhard. Jener Politologe, der mir gesagt hat, er befürchte "Christoph werde immer mehr wie Gerhard" scheint recht zu bekommen. Bekanntlich spricht Gerhard so unbedacht und ichbezogen, dass man nach seinen Aussagen den Kopf schütteln muss.

aus Tagi:

Blocher: «Ich habe das gemacht, damit Maurer gewählt wird»

Interview: Hubert Mooser und Roman Weber; Aktualisiert um 18:22 Uhr

Christoph Blocher kommentiert gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnetz seine erfolglose Kandidatur und die Wahl von Ueli Maurer.

Christoph Blocher im Interview mit Hubert Mooser. Video: Roman Weber.

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Im Gegensatz zu Christoph Blocher überzeugt folgendes Interview von Ueli Maurer(Quelle 20 Min).Er hört immer gut zu , hat Blickkontakt, überlegt, präzisiert, ordnet die Gedanken und bringt die Antwort auf den Punkt - nach dem Motto "Kurz dennoch konkret!"

Maurer beschönigt nichts

Der frisch gewählte Bundesrat Ueli Maurer hofft , dass sich die SVP-Politik nicht verändern wird und er die innerparteilichen Konflikte schlichten wird, sagt er im Video-Interview.

«Ich bin eine Integrationsfigur der SVP»: Bundesrat Ueli Maurer spricht über die Armee, Hooligans und zukünftiges Verhältnis zur SVP. (Video: dga/mdr)

Dienstag, 9. Dezember 2008

Mögliche Varianten nach der Nacht der langen Messer

An Spekulationen fehlt es nicht. Nach meinem Dafürhalten ist alles möglich. Heute entscheidet die CVP, ob sie der SVP die Stirne bieten will.

20 Min listet alle denkbaren Möglichkeiten auf - wirklich alle?

Die «Nacht der langen Messer» entscheidet

Die Chancen Ueli Maurers sinken, doch noch ist die CVP uneinig. Wenn sie sich durchringt, könnte jemand anders Bundesrat werden. Wie die Wahl am Mittwochmorgen ablaufen kann, verrät Ihnen 20 Minuten Online.

Geht die Bundesratswahl zu seinen Gunsten aus? Offizieller SVP-Kandidat Ueli Maurer gibt seine Stimme am 12. Dezember 2007 ab.

(Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Für einen funktionierenden Plan braucht es eine Mehrheit, die ab Dienstagnachmittag gesucht werden muss. Die Nacht der langen Messer könnte ihrem Ruf gerecht werden, denn Möglichkeiten hat die Bundesversammlung viele.

Die Szenarien:

1) Ueli Maurer wird Bundesrat:

Noch immer sind die Chancen des früheren SVP-Präsidenten intakt. Zwar stören sich viele Parlamentarier an der SVP-Zwängerei, mit Christoph Blocher und dem früheren Parteipräsidenten keine echte Auswahl zu präsentieren. Doch wenn kein valabler Sprengkandidat oder genügend CVP-Vertreter mit dem nötigen revolutionären Willen vorhanden sind, ist Maurer gewählt.

2) Ein SVP-Sprengkandidat wird gewählt:

Dieses Szenario hat ebenfalls realistische Chancen, denn weder die CVP noch die SP bestreiten den Anspruch der SVP auf einen Bundesratssitz. Mit der Wahl eines SVP-Vertreters, der nicht von seiner Fraktion nominiert wurde, respektiert die Bundesversammlung den Anspruch der SVP auf einen Sitz in der Regierung. Gleichzeitig betont eine solche Wahl die gesetzlich gegebene Freiheit des Parlaments, einen Kandidaten nach eigenem Gusto zu wählen. Dabei sind zwei Möglichkeiten denkbar: ein SVPler, der die Wahl annimmt, oder ein SVP-Hardliner, der die Wahl vermutlich ablehnt.

2a) Ein Sprengkandidat, der die Wahl annimmt:

Einen solchen Kandidaten zu finden, dürfte schwierig sein. Denn der betreffende SVP-Vertreter sollte einen grossen Rückhalt in der eigenen Partei haben. Nur dann steht die Partei wegen ihrer Ausschlussklausel vor einem Dilemma: Schliesst die SVP die betreffenden Person aus, droht der Unmut einer Gruppe innerhalb der Partei. Bei Hansjörg Walter beispielsweise wären das die stark vertretenen Landwirte, bei Rudolf Joder die von der SVP-Abspaltung BDP bedrängte Berner Sektion. Wird die Person nachträglich wieder in die Partei aufgenommen, was die Statuten als Möglichkeit vorsehen, käme das einem Kniefall vor den Mitte-Links-Parteien gleich. SVP-Präsident Toni Brunner schliesst ein solches Zurückholen bei fast allen SVP-Vertretern aus.

2b) Ein Sprengkandidat auf Hardliner-Kurs, der die Wahl nicht annimmt:

Ein solcher Sprengkandidat müsste nicht im Voraus angefragt werden, da er die Wahl nicht annehmen muss. Mit diesem Vorgehen berücksichtigen die anderen Parteien den Anspruch auf eine linientreue Vertretung der SVP im Bundesrat. Nimmt der Gewählte die Wahl nicht an, beginnt das Wahlprozedere von vorn — vermutlich eine Woche später. Die SVP-Fraktion hätte so Zeit, andere Kandidaten vorzuschlagen und eine Auswahl ohne Blocher vorzulegen. Laut Toni Brunner käme das nicht in Frage. Die SVP würde in der Opposition bleiben, sagte er verschiedenen Medien. Ob die Fraktion dem zustimmen würde, bleibt aber offen. Auch die Wähler würden kaum verstehen, wenn ein linientreuer SVPler wie beispielsweise Adrian Amstutz nicht in den Bundesrat gehen würde. Die mögliche Fälle für die anderen Parteien: Wählen sie einen Hardliner wie Amstutz oder Caspar Baader, könnte er die Wahl annehmen und in die Partei zurückgeholt werden. Die Frage ist dann, ob den anderen Parteien nicht Ueli Maurer als Bundesrat lieber gewesen wäre.

3) Ein CVP-Vertreter wird gewählt:

Dass bereits in einem ersten Durchgang ein Sprengkandidat der CVP gewählt wird, ist unrealistisch. Die SVP würde so bewusst und offen aus der Regierung ausgeschlossen, was beim Stimmvolk auf Unverständnis stossen würde. Möglich wäre, dass ein CVP-Vertreter aufgestellt wird, wenn die SVP bei Szenario 2b) auf neue Kandidaten verzichtet. Topfavorit ist bei der CVP Fraktionschef Urs Schwaller (FR). Genannt wird auch der Ständerat Bruno Frick (SZ).

4) Luc Recordon wird gewählt:

Der offizielle Kandidat der Grünen hat keine Chance. Die SVP-, FDP- und CVP-Vertreter werden ihn nicht wählen, und er dürfte sogar aus der SP nur wenige Stimmen erhalten, da die Grünen im Bundesrat eine Konkurrenz zu den Sozialdemokraten wären.

5) Christoph Blocher wird erneut Bundesrat:

Dieses Szenario hat ebenfalls kaum Chancen - auch wenn er von einigen Freisinnigen und vielleicht gar vereinzelt von CVPlern die Stimme erhält. Möglicherweise würde Blocher gewählt, wenn nur noch er und Recordon im Rennen sind, weil selbst die CVP Blocher einem Grünen vorzieht. Dazu dürfte es jedoch kaum kommen, da die Parteien darauf achten werden, dass Maurer oder ein Sprengkandidat zu wenig Stimmen erhält.

Kommentar: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Mitleidbonus für den verunfallten Christoph Mörgeli (der kaum an der Abstimmung teilnehmen kann) der SVP entgegenkommt und die Chance wächst, dass Ueli Maurer letztlich doch noch kanpp das Rennen macht. Für mich ist es kaum vorstellbar, dass sich ein SVP Vertreter als Sprengkandidat opfert. Ich frage mich, welche zusätzlichen Ueberraschungen noch denkbar sind. Obschon es heisst. Die Nacht der langen Messer war immer wieder für Ueberraschungen gut.

Der harte Kurs der SVP wird von der SP lautstark beanstandet. Die SP hört es nicht gerne, dass sie auch einen gewählten Bundesrat gezwungen hatte, die Wahl zugunsten einer Frau auszuschlagen. Parteien rechnen immer damit, dass die Oeffetnlichkeit alte Geschchten vergisst. Wir müssen aber daran erinnern, dass die heutigen Kritiker selbst analog gehandelt und sogar nach der Wahl gewaltig Druck ausgeübt hatten. Diesen Fall dürfen wir nicht vergessen:

Francis Matthey

Geboren am 17. Juli 1942, heimatberechtigt in Le Locle. Er wurde vom Parlament offiziell den Bundesrat gewählt - als Vertreter des Kantons Neuenburg am 3. März 1993. Und wurde dann von der eigenen Partei unter grossen Druck gesetzt. Er musste dann zu Gunsten einer Frau seine Wahl ausschlagen!

Erkenntnis aus der Geschichte: Wenn zwei daselbe tun, ist es bekanntlich nicht dasselbe.

Illustration 20 Min:

Bundesratswahl

Die «Nacht der langen Messer» entscheidet

Nicht nur Beni - auch seine Verwandtschaft - ist in eine Medienfalle getappt

Beni Thurnheer wäre gut beraten gewesen, hätte er mit seiner Verwandschaft das Verhalten vor den Medien besprochen. Nun nehmen alle Vewandten Stellung zur medienträchtigen Story mit seiner Blondine. Als Medienprofi hätte wissen müssen, wie man nicht beides haben kann: Medienpräsenz und Respekt vor der Privatheit. Wer der Boulevardepresse den kleinen Finger gibt, muss sich nicht wundern, wenn diese die ganze Hand ergreifen. Jetzt hat Beni die Bescherung. Jetzt sind die Aussagen bereits publiziert. Alle hätten bei Medienkontakten konsequent nur eine Aussage machen dürfen: Darüber rede ich nicht öffentlich. Das ist Privatsache der Beiden. Im Grunde genommen ist Beni selbst schuld an der unerfreulichen Situation. Beni Thurnheer hätte es an der Hand gehabt, Zurückhaltung zu üben. Ohne seine ausfühlichen Stellungnahmen der letzten Woche wäre es nicht zum derzeitigen Klatsch seiner Frauen gekommen. Auch seine Jeannine ist mitschuldig, sie heizte die "Lovestory" ebenfalls an, weil sie auf die Geschichte einging.

Ich zitiere blick:

Jetzt redet Benis Mutter Louise Thurnheer (85)

«Mein Sohn ist in eine Falle getappt»

Mama Thurnheer ist nicht gut zu sprechen auf die Blondine ihres Sohnes. Noch we­ni­ger auf deren Mutter und Grossmutter. Die hätten alles angezettelt.

Die Frauen rund um Beni: Jeannine (3. v. l.) mit Anhang bei Beni Thurnheer vor «Die grössten Schweizer Hits». (Philippe Rossier)

Ihr Sohn ist der «Schnurri der Nation». Doch Louise Thurnheer ist auch nicht auf den Mund gefallen – auch mit ihren 85 Jahren nicht. Ihr Hochdeutsch mit französischem Ak­zent wirkt charmant. Doch wenn die Waadtländerin in Fahrt kommt, ist sie dezidiert. «Mein Sohn ist in eine Falle getappt», sagt sie. «Die drei Frauen haben ihn erwischt.» – Was meint sie da genau mit «erwischt»?

«Dieses Meitli Jeannine wollte nur die ganz grosse Welt sehen – an der Seite meines Sohnes», sagte sie . «Ihre Mutter und Gross­mutter halfen ihr dabei.»

Tatsächlich kennen sich die vier. «Jeannines Grossmutter hilft meiner Mutter bei der Bewältigung des Alltags», erklärte Beni im grossen Interview mit BLICK. Die Frauen hätten oft über sie beide getratscht. Auch darüber, dass sie sich während eines nicht gemeinsamen Aufenthalts in Hamburg begegnen könnten. Er und Jeannine hätten sich auf dem Rückflug von Hamburg tatsächlich ge­trof­fen. «Das war Zufall», sagt Beni.

Doch Madame Thurnheer will davon nichts wissen. «Das soll Zufall gewesen sein? Das glaube ich nicht.» Und noch konkreter: «C’est un coup mon­té – ein abgekartetes Spiel. Schreiben Sie die Wahrheit!» Sie wis­se nicht, ob sie sich von Jeannines Familie noch helfen lassen wolle.

Später liebte sie ihre Enkel Thomas und Peter über alles und hütete sie oft. Über ihre Schwiegertochter Daniella (von der sich Beni im Frühling trennte) sagte sie vor Jahren: «Sie macht mir oft das Kompliment, sie möchte so kochen können wie ich, und sie gibt viel auf meinen Rat.»

Jeannines Mutter hingegen wolle nur an Benis Seite bekannt werden. «Sie hat Polo Hofer bei den «Schweizer Hits» sogar das Du aufgedrängt. Das ist doch peinlich.»

Trotzdem, Madame. Ihr Beni ist doch nicht auf den Kopf gefallen. Louise Thurnheer bleibt hart.

«Mein Sohn ist zwar intelligent, aber leider auch etwas naiv.»

Kommentar überflüssig! Diese unnötigen Verlautbarungen sprechen für sich.

Montag, 8. Dezember 2008

Ich gehörte vor Jahren auch zu jenen Sündern, die in den Sträuchern vor Weihnachtren im Garten Hunderte von Lämpchen installiert hatten. Doch gab es bei uns weder Blinklichter noch farbige Kläuse , Engel oder Rentiere. In der Schweiz waren damals Lichterketten recht selten anzutreffen.

Als bei uns auch das Wettrüsten Einzug hielt, installierten wir nur noch kleine Scheinwerfer, dieiusere Bäume und Sträucher in der Adventszeit verzauberten. Dieses Jahr bauten wir nochmals ab und nun haben wir nur noch Dutzende von Laternen mit echten Kerzen rund um unser Haus.

Hier ein Beispiel (Quelle 20 Minuten) aus Amerika, das zu denken gibt. Ich bin überzeugt, dass Europa diese Lichterspiele ebenfalls in einigen Jahren auch copieren wird. Es sei denn, die Finanzkrise korrigiere diesen fragwürdigen Trend.

Der Wahnsinn geht wieder los

Jedes Jahr findet in amerikanschien Vorgärten ein regelrechtes Weihnachts-Wettrüsten statt. Wer am meisten LED-Lichter ums traute Heim verbaut, ist der Grösste.

Krasser die Lämpchen nie leuchten: Die Lichtshow der Familie Cox besteht aus 200'000 Lämpchen.

In der Adventszeit schmücken unzählige Lichterketten Fenster und Fassaden. Einige Hobby-Dekorateure geben sich allerdings mit dem herkömmlichen Angebot nicht zufrieden und bauen deshalb ein bisschen aus. Dieses Phänomen nimmt speziell in den USA immer extremere Ausmasse an.

So stellt die Weihnachtsbeleuchtung des Amerikaners Robert Cox alles bisher Dagewesene in den Schatten. Rund um sein Haus in Pittsburgh, Pennsylvania, verlegte der Elektroingenieur gemeinsam mit seiner Gattin Raquel ganze neun Kilometer Kabel. Sie sorgen dafür, dass rund 200'000 Birnchen auch genügend Saft bekommen. Die einzelnen Lichtchen werden abgestimmt zu einem einstündigen Musikprogramm automatisch an-und ausgeschaltet.

Mit ihrer verrückten Lichtshow ziehen die Cox jedes Jahr Tausende von Fans an. Aus Rücksicht auf die Nachbarn wird die Musik nicht über riesige Boxentürme verteilt, sondern über eine eigens dafür eingerichtete UKW-Frequenz. Diese Lösung hat sich bei den Lichtkünstlern schon seit Jahren bewährt.

Weshalb hat Obama seine frühere Widersacherin zu seiner Aussenministerin gemacht?

Es ist denkbar:

--> Dass er sich an das Sprichwort hält: "Sei Deinen Freunden nah und Deinen Feinden noch näher!"

--> Dass er mit einem Schlag mit dieser Wahl die Maschinerie der Clintons unter Kontrolle hat.

--> Dass er Clintons Fähigkeit zur exaltierten Selbstdarstellung neutralisieren kann.

--> Dass er sich mit diesem Entscheid aus dem schweren Geschütz Clintons nehmen kann.

--> Dass er sich mit der Ernennung Hillarys auch die Stimmen der Frauen sichert.

--> Einiges deutet darauf hin, dass er durch die allein erziehenden Mutter und durch die einflussreiche Grossmutter geprägt wurde und auch in der Familie durch seine Frau und die Töchter, in der Politik auch Frauen mit grösster Selbstverständlichkeit mit einbezieht. Und damit merken alle Frauen, dass sie mehr als nur Dekor sind.

--> Obama hat sich vielleicht auch deshalb für Hillary entschieden, um zu demonstrieren, dass er Bürger einer globalisierten Welt ist.

--> Hillary Clinton hat auch einen enorm grossen Leistungsausweis. Sie hat ein grosses Beziehungsnetz und kennt die Länder dank der Reisen mit ihrem Mann.

--> Im Unterschied zu Condoleezza Rice hielt sie sich nicht in den klimatisierten Hotels auf. Sie besuchte auch verarmte Dörfer. In der dritten Welt vergöttern deshalb viele Frauen Hillary Clinton.

--> Zudem verfügt Hillary über ein enorm grosses Netz hervorragender Berater.

Wahrscheinlich wissen beide, Obama und Hillary, das Schlüssel zur Bewältigung der Krisen, die Fragen von Krieg und Frieden sind.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Ob Christophe Darbellay das schlechte Gewissen plagt?

Es ist hinlänglich bekannt, dass Christophe Darbellay einer der wichtigsten Drahtzieher der Nacht- und Nebelaktion vom 12..12.07 gewesen war. Er zählt zu den Architekten des erfolgreichen- aber hinterhältigen - Coups mit der überraschenden Abwahl Blochers. Es wäre dem Präsidenten der CVP peinlich, wenn man ihm wiederum vorwerfen könnte, er agiere im Dunkeln und wirke nochmals aktiv am Plan M (Verhinderung Maurers zum Bundesrat) mit. Er liess sich deshalb auch nicht unter der Gruppe 13 aufführen, obwohl alle wissen, dass für ihn nur ein Bundesratkandidat wählbar ist, der gewisse Bedingungen erfüllt - Bedingungen die Maurer jedenfalls für ihn nicht erfüllt. Mich verwundert es nicht, dass er nun kurz vor der Wahl betont, er werde bei dieser Wahl keine Spiele mehr spielen. Es geht Darbellay um seine Reputation, denn vor einem Jahr hatte er mit Erfolg der SVP einen Streich gespielt und musste lange darunter leiden. Vielleicht wurde er sogar deswegen im Wallis als Staatsrat nicht gewählt.

Ich zitiere den Tagi:

«Wir hecken keine Streiche aus»

Laut CVP-Präsident Christophe Darbellay könnte die Ausschlussklausel der SVP zum Verhängnis werden.

Er verspricht aber, am Mittwoch mit offenen Karten zu spielen.

Christophe Darbellay: Der CVP-Chef verspricht Transparenz für die Wahl vom Mittwoch.

Christophe Darbellay:

Der CVP-Chef verspricht Transparenz für die Wahl vom Mittwoch. Bild: Keystone

«Für uns ist klar: Wir spielen mit offenen Karten, wir hecken keine Streiche aus», sagt Darbellay im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Auf jeden Fall aber will der CVP-Chef ein Duell von Christoph Blocher gegen den Grünen Luc Recordon verhindern. «Klar ist: Ein solcher Betriebsunfall darf nicht passieren. Die Grünen sind nicht am Zuge, und Blocher ist nicht wählbar», sagt der Christdemokrat.

Grundsätzlich anerkennt die CVP den Anspruch der SVP auf den freiwerdenden Bundesratssitz.

Ob sie Maurer unterstützt, bleibt aber offen: «Das werden wir am Dienstag in der Fraktion besprechen», so Darbellay.

Die zentrale Frage sei, ob Maurer, vor allem aber auch die SVP als Partei, tatsächlich gewillt sei, in die Regierung zurückzukehren und das Doppelspiel Regierung-Opposition zu beenden. Es sei an Ueli Maurer, der CVP diesen Willen glaubwürdig zu vermitteln.

Weshalb muss Darbellay immer wieder betonen?

Wir hecken keine Streiche (mehr?) aus!

Wir werden die Karten auf den Tisch legen!

Worte wie TRANSPARENZ, OFFEN!

Die SVP hat einen Anspruch auf einen Sitz!

Meine Prognose: Es wird wieder versucht, einen SVP Sprengkandidaten zu finden, dann ist für ihn dieses Versprechen eingehalten. (Bei der Sprengkandidatin gegen Blocher betonte Darbellay vor einem Jahr immer wieder: Wir haben ja eine SVP Vertreterin gewählt!) Wenn bei der kommenden jedoch kein SVP Sprengkandidat Hand bietet, Ueli Maurer zu verhindern, dann stehen für die CVP alle Türen offen, auch mit einem transparenten Spiel. Die Partei kann dann das Duo Blocher/ Maurer mit einer anderen Kandidatur auszutricksen.

Es steht für mich eindeutig fest: Darbellay will keinen SVP Hardliner. Denn diese sind für ihn nicht wählbar. Er will nur einen Kandidaten, der ihm genehm ist. Und da agiert er bestimmt aktiv mit, nur nicht mehr an der vordersten Front. Dabellay weiss, die heimlichen fragwürdigen Spielchen könnten langfristig der CVP nach dieser Wahl wiederum grossen Schaden anrichten. Bei der Politik geht es immer wieder um die Glaubwürdigkeit bei den Bürgern.

Samstag, 6. Dezember 2008

Nach dem Geheimplan B folgt nun der Plan M

Am 12. Dezember 07 hatte der Geheimplan zur Abwahl Blochers tadellos funktioniert. Die SVP wurde überrascht und die verschworene Kerngruppe, die im Geheimen den Plan B geschmiedet hatte, brachte es fertig - mit einem strategisch geschickten Coup Blocher aus dem Bundesrat zu kippen. Die Sieger jubelten damals nach der Abwahl (Wir erinnern und an die Fernsehaufnahmen im Bundeshaus). Ihr Erfolgsrezept: Die Trumpfkarte wurde erst kurz vor der Wahl gezogen. Die Blochergegner Fehr, Hämmerle, Darbellay, Wyss und Co. konnten sich auf die Schultern klopfen. Es ist gut nachvollziehbar, dass die Sieger vom 12. Dezember alles unternehmen werden, dass der Erfolg keine EIntagsfliege ist und der unliebsame SVP Hardlinergeist noch einem schon wieder im Bundesrat Einzug halten könnte. Meine Prognose: Wir werden in den wenigen Tagen vor den Bundesratwahlen bestimmt ein Trommelfeuer gegen den missliebigen Kandidaten Ueli Maurer erleben. Alle Register werden von der Gruppe 13 gezogen, um dem Parlament bewusst zu machen, dass diese Person nicht wählbar ist. Sicherlich werden auch Argumente aus der untersten Schublade gezogen. So wird man beispielsweise alle alte unangenehme Aussagen des Kandidaten zusammenschneiden, so wie wir es an der letzten ARENA erlebt haben. Dort wurde Maurers Rechtfertigung zu seinem Ausspruch, man sei nicht gerne der NEGER, so präsentiert und zusammengeschnitten , als habe Maurer bei offiziellen Aussagen das Wort Neger in den Mund genommen. Dabei legte er nur dar, dass wir im Volkmund dieses Wort oft ohne rassistische Absicht benutzen: "Ich bin doch nicht der Neger." Ueli Maurer muss nun nach den Attacken eine dicke Haut haben. Vor der Wahl werden wir gewiss die unmöglichsten Taktiken des Fertigmachens erleben. An Unterstellungen und bösartigen Behauptungen wird es wohl nicht mangeln. Der Tagesanzeiger erweist sich schon heute als Wasserträger der Gruppe 13. Wir lesen jedenfalls in einem einseitigen Bericht über die gestrige ARENA nur all jene Argumente Fehrs die sie gegen Maurer immer wieder betont und detailliert aufgelistet hatte.

Hier noch ein lesenswerter Artikel aus NZZ online:

Leitartikel

Unbequem heisst nicht unwählbar

Unbequem heisst nicht unwählbar

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Eigentlich ist die Ausgangslage klar. Die SVP will zurück in den Bundesrat. Von der Opposition hat sie genug. Das unterstrich die wählerstärkste Partei des Landes, kaum hatte Samuel Schmid seinen Rücktritt angekündigt. Und gleich im Dutzend stellten sich Parteigrössen in die Reihe der Nachfolgekandidaten.

Dagegen erhoben zwar die Grünen Einspruch, nicht aber die Bundesratsparteien: Die SP liess am Tag von Bundesrat Schmids Demission verlauten, die SVP habe «grundsätzlich Anrecht auf den frei werdenden Sitz im Bundesrat». Auch die CVP hielt nach einer ersten fraktionsinternen Aussprache fest, sie anerkenne «den Anspruch der SVP auf den frei gewordenen Bundesratssitz». Die FDP hat bereits Klartext gesprochen. Sie empfiehlt den langjährigen SVP-Präsidenten Ueli Maurer zur Wahl in den Bundesrat.

Blochers Abwahl hallt nach

Vor einem Jahr war die Ausgangslage ebenfalls klar. Alle sieben Bundesräte traten zur Wiederwahl an. Trotzdem erlebte die SVP ihr helvetisches Waterloo. Die Nichtwiederwahl von Bundesrat Blocher war für die Partei, die zuvor in den Parlamentswahlen ihre Stellung als dominante Kraft markant ausgebaut hatte, eine Katastrophe. Eine Demütigung.

Wiederholt sich die Geschichte? Gut möglich. Bei der bevorstehenden Bundesratswahl werden die Nerven deshalb strapaziert, weil die SVP nicht auf die Zukunft setzt – sondern auf Vergangenheitsbewältigung. Die Volkspartei macht mit der Nomination Christoph Blochers deutlich, dass sie das Verdikt gegen ihren ehemaligen Bundesrat noch nicht verkraftet hat. Immerhin haben sich die Parteistrategen taktisch nicht komplett verrannt. Sie haben neben dem chancenlosen Zürcher Altbundesrat Blocher den Zürcher Nationalrat Ueli Maurer auf den Schild gehoben. Die Tür zum Bundesratszimmer bleibt so für die SVP nicht von vornherein verriegelt.

Maurer verkörpert geradezu prototypisch jene SVP, die heute zur Rechten die Marschrichtung vorgibt. Zu den Kennzeichen der nicht weichgespülten Parteimehrheit gehört der unbequeme und provokative Politstil. Ueli Maurer ist in seiner langjährigen Rolle als personifizierter SVP-Lautsprecher öfters in die Leitplanken des schweizerischen Konkordanzsystems geknallt. Ihm aber deswegen von vornherein das Bundesratsformat abzusprechen, wäre falsch. Er ist mit den politischen Dossiers ebenso intim vertraut wie mit der Bundeshausmechanik. Er ist führungsstark, kommunikativ versiert, volksnah und überdurchschnittlich belastbar – und nicht zuletzt deshalb ein valabler Bundesratskandidat.

Die Landesregierung ist kein Kuschelgremium. Sie wird nicht automatisch lahmgelegt, wenn ihr Figuren mit Ecken und Kanten angehören. Die Schweiz hat jedenfalls keinen bleibenden Schaden davongetragen, als die Alphatiere Blocher, Calmy-Rey und Couchepin gemeinsam regierten.

Szenario «SVP light»

Das schweizerische Konkordanzsystem erfordert allerdings, dass sich die gewählten Magistratspersonen nicht mehr als Parteisoldaten gebärden. Diesbezüglich setzen SP und CVP ein Fragezeichen hinter die Kandidatur Maurers. Zudem wird der Anspruch der SVP, dass einzig und allein ihre offiziell nominierten Kandidaten wählbar seien, in der Bundesversammlung richtigerweise nicht als sakrosankt gewichtet. Der Wahlkörper muss frei bleiben in seiner demokratischen Entscheidfindung.

Hinter den Kulissen wird deshalb am Szenario «SVP light» gebastelt. Die rot-grün-christlichsoziale Allianz könnte sich darauf verständigen, wiederum eine Person aus den Reihen der SVP zu wählen, die von der SVP nicht portiert worden ist. Ein Novum wäre das nicht. Samuel Schmids Wahl im Dezember 2000 entsprach ebenso wie die Wahl von Eveline Widmer-Schlumpf anstelle Christoph Blochers dem Szenario «SVP light».

In der 246-köpfigen Bundesversammlung verfügt die rot-grün-christlichsoziale Allianz, die den amtierenden Bundesrat Blocher stürzte, mit 128 Stimmen unverändert über die Kraft, nach eigenem Gusto eine «wilde» SVP-Kandidatur durchzuboxen. Damit würde die SVP erneut brüskiert. Ob die auserkorene Person nun Fuhrer, Germann, Mermoud, Wandfluh oder Zuppiger hiesse: Ihr würde das gleiche Ungemach – sprich: Parteiausschluss – drohen, das bereits mit Eveline Widmer-Schlumpf durchexerziert worden ist. Dafür hat die SVP mit ihrem fragwürdigen statutarischen Imperativ vorgesorgt. Die Rückkehr zur arithmetischen Konkordanz würde faktisch verunmöglicht.

Variante Richtungswahl

Das zweite Szenario zielt darauf ab, der SVP weiterhin die Oppositionsrolle aufzubürden. Darauf arbeiten die Grünen offen hin. Die Sprengkandidatur des Waadtländer Ständerats Luc Recordon soll unterstreichen, dass es die aufstrebende Partei ernst meint. An Supportern im Bundeshaus, die eine Rückkehr der SVP in den Bundesrat partout verhindern wollen, mangelt es nicht. Der Genosse Andreas Gross, der grüne Präsident Ueli Leuenberger und der irrlichternde Freisinnige Kurt Fluri umwerben mit medialem Getöse jene Ratsmitglieder, welche die von Blocher geprägte SVP ins Pfefferland wünschen.

Vordergründig richtet sich auch dieses Szenario gegen das Zweierticket Blocher/Maurer. In Tat und Wahrheit geht es allerdings um eine politische Richtungswahl. Im Bundesrat zu ersetzen ist der Sitz von Samuel Schmid. Auch wenn er im Spätherbst seiner Karriere von der SVP verbannt wurde, blieb er gleichwohl ein grundsolider Bürgerlicher. Die rot-grün-christlichsoziale Allianz hat es in der Hand, im Bundesrat eine neue Mehrheit zu installieren. Die Wahl des grünen Sprengkandidaten – oder eines Christlichdemokraten – käme einem klaren Linksrutsch gleich.

Ob die CVP zu diesem Szenario Hand bietet? Sie könnte der Verlockung erliegen, jetzt den zweiten Bundesratssitz zurückzuerobern, der 2003 mit der Nichtwiederwahl von Ruth Metzler verloren ging. Darauf arbeitet die Parteispitze um den umtriebigen Christophe Darbellay und den abonnierten Bundesratskandidaten Urs Schwaller beharrlich hin. Der Preis, den die zwischen links und rechts pendelnde CVP zahlen würde, wäre allerdings hoch. Der wertkonservative Parteiflügel würde heimatlos. Die CVP hinge definitiv am Rockzipfel der Sozialdemokraten. Die Grünen würden ebenfalls einen happigen politischen Zins einfordern. Und Urs Schwaller stünde im Regen. Er hat am 14. November öffentlich erklärt, er stehe als Bundesratskandidat «nicht zur Verfügung». Zudem war Schwaller einer der ersten Tenöre, die Ueli Maurer als SVP-Kandidaten mit Wahlchancen besangen.

Die SVP soll mitregieren

Nach der Abwahl Christoph Blochers lagen sich dessen Gegner im Nationalratssaal kreischend in den Armen. Wird der 10. Dezember erneut zum Jubeltag der parlamentarischen Strippenzieher? Für Spannung sorgen SP und CVP, die sich zugeknöpft geben. Die beiden Bundesratsparteien werden sich hinter verschlossenen Fraktionstüren genau überlegen müssen, ob der Zeitpunkt günstig ist, mit der Konkordanz zu brechen. In der jetzigen Konstellation ist klar, dass sowohl eine Neuauflage des Szenarios «SVP light» als auch die Wahl eines grünen oder christlichsozialen Bundesrats die schweizerische Tugend der Machtteilung ad absurdum führen würde.

Die SVP mag ebenso unbequem sein, wie es die SP zur Linken seit je ist. Der Rechtsausleger Ueli Maurer mag politisch ebenso kantig sein wie früher Otto Stich oder heute Micheline Calmy-Rey. Es wäre gleichwohl falsch, ihn nicht zu wählen – und damit die weitaus stärkste Partei auf der Oppositionsbank zu belassen. Die Konkordanz erfordert, dass die SVP wieder mitregiert. Notwendig ist aber auch, dass der zu wählende Magistrat dies konstruktiv tut.

Auswirkung der Negativkampagne - An Anti-Maurerbeiträgen fehlt es nicht

Blick:

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Ringier Vordenker Frank A .Meyer spricht im Blick Klartext gegen den SVP kandidaten:

Inzwischen ist der Gott zum Götzen geschrumpft. Jetzt soll sein Famulus zum Bundesrat erhoben werden. Kein anderer, keine andere. Niemand Anständigeres, niemand Fähigeres.

Wer immer auch gegen dieses Diktat verstosse und eine Wahl durch die Bundesversammlung annehme, werde, wie Schmid und Widmer-Schlumpf, aus dem SVP-Paradies vertrieben.

Denn so lautet die Botschaft der Partei an die Bundesversammlung: Das Parlament hat sich den SVP-Statuten zu beugen, die in Artikel 9 neuerdings den Ausschluss von SVP-Bundesräten verfügen, falls diese ohne den Segen der Partei das höchste Regierungsamt im Land annehmen.

Und genau darum geht es: um die Unterwerfung der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter die Statuten der Schweizerischen Volkspartei – angeführt von einer radikalen rechten Kohorte und ihrem vergotteten Führer.

Man sollte meinen, eine solche Provokation werde vom Parlament mit einem «So nicht!» beantwortet, vor allem von den Parteien, die sich so gern bürgerlich nennen. Die bürgerliche Bundesverfassung ist in diesem Punkt ganz klar: Jeder Parlamentarier wählt den Bundesrat ohne Inst­ruktion, nach bestem Wissen und Gewissen. Nie und nimmer trifft er seine Wahl nach dem Diktat einer Partei, nicht einmal nach dem Diktat seiner eigenen!

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Zur Sendung "Standpunkte" Ringier TV (Samstag 6. Dez SF 1):

In der Gesprächsrunde unter Leitung von Hannes Britschgi diskutierten nur Gegner der Kandidatur Ueli Maurers.

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blick:

Als Major hat Ueli Maurer den Befehl verweigert

1991 entfernte sich Ueli Maurer unerlaubt von der Truppe. Trotz eines ­abgelehnten Urlaubsgesuchs nahm er an einer Podiumsdiskussion teil.

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In der Sonntagspresse werden die Worte Nötigung und Erpressung der SP auch von Darbellay übernommen und breit gestreut:

NZZ am Sonntag:

Titel auf der Frontseite:

CVP wirft SVP Erpressung vor!

Jedes SVP-Mitglied, das gegen den Willen der Partei eine Wahl in den Bundesrat annimmt, wird aus der Partei ausgeschlossen: Diese Klausel hat die SVP im Oktober in ihren Statuten verankert. Nun gefährdet die Statutenänderung die Wahlchancen des offiziellen SVP-Kandidaten Ueli Maurer. «Die SVP riskiert, dass sich die Klausel als Eigengoal erweist», sagt CVP-Präsident Christophe Darbellay der «NZZ am Sonntag».

In der ARENA vom letzten Freitag verstanden es CVP und SP die Worte "Nötigung", "Erpressung", "Mauer ist nicht wählbar" dank mustergültiger Weiderholungstaktik in den Köpfen zu verankern.

Zwei Tage vor der Wahl im Tagi:

«Ueli Maurer als Bundesrat? Nicht geeignet!»

Es gebe keine Verschwörung einer «Gruppe 13» gegen die Regierungsbeteiligung der SVP, sagt der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri. Ebenso offen sagt er aber auch, dass Ueli Maurer für ihn nicht als Bundesrat taugt.

Die Worte "Nötigung und Erpressung" werden nun auch in anderen Zeitungsartikeln übernommen. Die NZZ am Sonntag macht immerhin bewusst, dass die CVP zusammen mit der SP Gefahr läuft, dank der Machtposition eine ähnliche Dummheit zu begehen, wie in der Nacht vor der Abwahl Blochers. Als damals die CVP und die SP die Nerven verloren und die Person Blocher mit einer ihr genehmen Kandidatin aus dem Bundesrat kippte. Dass sich die SVP gegen eine Wiederholung dieses hinterhältigen Spiels wappnen mussten (mit einer unschönen Klausel) ist nachvollziehbar. Es wäre jedoch eine politische Dummheit, wenn die CVP und die SP nur aus Angst , die erfolgreiche Nacht und Nebelaktion vom 12.12.07 werde mit der Wahl von Maurer zunichte gemacht, jetzt glaubt, die Wahl eines der SVP genehmen Kandidaten mit einem Coup verhindern zu müssen. Die Gegner der SVP Hardliner könnten es zahlenmässig durchaus gemeinsam schaffen, mit dem Argument "Wir lassen uns nicht erpressen" den Blochergeist abzublocken und die SVP erneut vor den Kopf zu stossen.

Damit riskieren sie jedoch eine politische Katastrophe. Denn ohne Einbindung der grössten Partei in die Exekutive droht eine Vergiftung des Klimas. Wenn Darbellay als erfolgreicher Blocherkiller sagt: Die SVP könnte sich als Eigencoal erweisen, so könnte ihm auch entgegengehalten werden:

Ein zweiter erfolgreicher Coup gegen die SVP würde bei den nächsten Wahlen für die CVP und SP sicher auch zum Eigencoal.

Die NZZ am Sonntag appelliert immerhin an die Vernunft!

Bei Ringier tönt es eindeutig :

Maurer darf nicht gewählt werden!

Es werden wenige Tage vor der Wahl alle Register gezogen!

So schreibt der Chefredaktor im EDITORIAL des Sobli:

UELI DER LOEWE IST NICHT WAEHLBAR!

und im Beitrag "SonntagsBlickArena" (Elefantenrunde mit den Parteipräsdidenten) steht der Titel:

"Maurer beteiligte sich an Hetzjagden"

Dann werden im Beitrag Zitate der Maurer Gegner hervorgehoben, wie:

Jetzt frisst Maurer Kreide, um Bundesrat zu werden (Das SP Argument "Schauspieler", "Wolf im Schafpelz" wird gefestigt)

Nur die Dümmsten rufen den Brandstifter statt die Feuerwehr (Unterstellt die These, dass die SVP nicht bereit ist, Lösungen zu suchen)

Nebelspalter:

Grünes Licht für Maurer?
Ueli Maurer ahnt es vielleicht: Es ist nie gut, wenn man zu früh als Favorit einer Bundesratswahl gilt. » Zur Meldung

Die rotschwarze Propaganda trug am Wochenende bereits Früchte: Ueli Maurer zweifelt jedenfalls nach heutigen Berichten an seiner Wahl. Er sieht angeblich kein grünes Licht mehr. Psychologisch ist er somit angeschlagen.

20 Min:

Bundesratswahl

Ueli Maurer glaubt nicht an Sieg

Der Wahlkrimi am Mittwoch könnte jedenfalls nicht spannender sein.

Die SVP rechnet mit einer Niederlage. Bereits werden die Folgen nach der dritten Demütigung der SVP bei Bundesratswahlen heraufbeschworen. Aus meiner Sicht könnte der dritte Streich gegen die SVP auch zu einer internen Ausmarkung in der Partei führen und die Nichtwahl könnte ein Dolchstoss für die bisher so erfolgreiche Volkspartei sein. Gelingt der dritte Streich gegen die grösste Partei, so wird - wie vor einem Jahr - bei den Grünen, Roten und Schwarzen erneut ein peinlicher Jubel ausbrechen. Ein Jubel der Schadenfreude. Und diese Freude hat bekanntlich einen schlechten Nährboden. Falls es gelingt Maurer abzuschiessen, folgt später -so wie das Amen in der Kirche - der Gegenschlag. Es wird in der Politik nicht mehr so schnell Ruhe einkehren. Könnte ich auf das Parlament Einfluss nehmen, ich würde ebenfalls an die Vernunft appellieren. Nach meiner Beurteilung wird jedoch die Gruppe 13 die Kröte nicht schlucken und das erfolgreiche Spiel 12. Dez.07 weiterspielen. Oder bringt sie es fertig, doch noch über den Schatten zu springen und Ueli Mauer die Chance geben, zu beweisen, dass er die Rolle eines Magitraten übernehmen kann? Die CVP spielt nun das Zünglein an der Waage.

Tagi:

«Ich glaube auch, dass Maurers Wahl sehr schwierig wird»

SVP-Präsident Toni Brunner sagt, man könne nicht ausschliessen, dass ein inoffizieller Kandidat der SVP die Wahl als Bundesrat annehme. Dieser würde aber definitiv ausgeschlossen. Mehr..