Montag, 10. Juni 2013

Aus der Praxis für die Praxis


Ueberzeugen in Beruf und Alltag

 

Es liegt mir daran, an der heutigen Präsentation folgende Bausteine der Alltagsrhetorik zu vermitteln , die Sie jederzeit zu Hause wieder abrufen und vertiefen werden.


WICHTIG: Notieren Sie sich während meiner Ausführungen EINE ERKENNTNIS, die Sie später im Alltag beachten, vertiefen und umsetzen werden.   Nur so werden die heutigen Anregungne für Sie nachhaltig bleiben.



Denn: Wir wissen im Grunde genommen bereits Vieles, das ich Ihnen heute bewusst mache. Doch im Alltag halten wir uns nicht daran.


Mit der heutigen  Einführung will ich Ihnen bewusst machen, dass Kommunikation etwas GANZHEITLICHES ist. Wir werden uns vor allem mit der WIRKUNG Ihrer Person beschäftigen und der Frage nachgehen, weshalb Sie im Alltag überzeugen oder auch nicht.
Die Demonstration mit der versteckten Kamera macht Ihnen bewusst, dass Sie immer kommunizieren und vom Publikum bereits beurteilt (verurteilt?) werden, bevor Sie sprechen.

LINK:
Wir verzichten bei unseren individuellen Coachings auf rezeptorientierte oder theaterorientierte Tipps oder Rezepte. Dafür gehen wir der Frage nach, wie wir auch unter Druck oder in schwierigen Situationen dennoch natürlich, glaubwürdig und echt kommunizieren können. Weil wir in unterschiedlichen Rollen überzeugen müssen, können wir nicht einfach alles ungefiltert sagen, was wir denken. Es gilt stets die BALANCE zu finden zwischen - sich ernst nehmen und sich adressatengerecht verhalten. Es besteht ein Spannungsfeld zwischen NATUERLICHKEIT und KONZESSIONEN gegenüber den Adressaten (Anpassungen). Die Kunst des Ueberzeugens besteht darin, beide Anliegen (Natürlichkeit und Rücksichtnahme) unter einen Hut zu bringen.

LINKS:

  1. Die Balance finden

    balance artikel. Ausführlicher Artikel · Kurzgefasster Artikel · Rhetorik.ch, 1998-2007 © K-K , Weblinks sind erwünscht. Bei Weiterverwendung ist Autoren- ... www.rhetorik.ch/Balance/Balance.html - Cached - Similar
  2. Die Balance finden

    Wir müssen die situationsgerechten Balance finden im Spannungsfeld: Ich- Bezogenheit und Integrationsfähigkeit.d.h. Beides darf nicht vernachlässigt werden. ... www.rhetorik.ch/Balance/Lang.html -Cached - Similar



Selbstsicherheit ist gut und wichtig. Doch hat übertriebene Selbstdarstellung nichts mehr zu tun mit der geforderten Natürlichkeit. Offen, klar, eindeutig formulieren ist nicht zu Verwechseln mit Tatklosigkeit. Auch wenn Sie Sie selbst bleiben, müssen wir uns immer situativ verhalten. 90 Prozent des Eindrucks wird durch unser Erscheinungsbild und unser Auftreten, unser Verhalten bestimmt.
 
Deshalb sind:
- Die Rolle, die wir innehaben
- unsere Kleider
- unsere Körpersprache
- unsere Stimme
- und das, was wir sagen
keine Nebensächlichkeiten.
Wir müssen in verschiedensten Situationen überzeugen können, ohne Theater zu spielen.

 Wir müssen künftig unsere Aussagen konkret auf den Punkt  bringen können.

Schwerpunkte unserer Ausbildung sind: Wahrnehmung, Zuhören, Verstehen- Verstanden werden. Verständlichkeitshelfer.

Das Wichtigste vorweg:
Das Zauberwort: EINSTELLUNG

Bei der Einstellung geht es um die innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt die Stimme ebenfalls mit dieser Stimmung überein und der Körper sendet automatisch die Signale, die unserer Einstellung sendet.


Wir können nur überzeugen, wenn unsere EINSTELLUNG mit dem - was wir sagen - übereinstimmt!
Ich kann andere nur überzeugen, wenn ich selbst von meiner Aussage überzeugt bin.
Er ist erstaunlich, wie viel verziehen wird, wenn man die eigene Ueberzeugung - das Feux sacré - spürt. Mein Wunsch für den Alltag: Dran- bleiben und sich weiterhin Spiegel als Lernhelfer zu Nutze machen. Es gibt Hofnarren, denen ich vertrauen kann. Bestimmen Sie Ihre Hofnärrin oder Ihren Hofnarren. Um die Nachhaltigkeit zu sichern, gilt es nun: TUN - TUN - TUN (lernen Sie weiterhin praxis- und prozessorientiert )



LINKS:

Mit Spiegeln die kommunikative Kompetenz verbessern

Jean-Paul Sartre hat diese Thematik im Theaterstück 'Bei verschlossenen Türen' aufgegriffen: Ein Raum ohne Spiegel. Der eine sieht sich nur im Andern - in ... www.rhetorik.ch/Spiegel/Spiegel.html - Cached - Similar

  1. Erfolg dank Überzeugen

    24. März 2007 ... Der ganz Unrecht hat, ist leichter zu überzeugen als einer, der zur Hälfte Recht hat. -- Ralph Waldo Emerson Der Glaube kann uns niemals von ... www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html - Cached - Similar
  2. Mit Argumenten überzeugen

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Argumente.html - Cached - Similar
  3. Überzeugend antworten

    Kommunikation, Gespraech, Auftritt, Reden, Weiterbildung. www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Ueberzeugen.html - Cached - Similar



Die VORBEREITUNG


- Der START ist die halbe Miete


head start_bildweb


START ZELEBRIEREN



Bei allen Kommunikationsprozessen lohnt es sich, vor Gesprächen, Auftritten immer zu kontrollieren, ob der Körper, die Muskeln, die Hände  locker sind.



Die Lockerheit des Körpers beeinflusst  die Lockerheit im Denken.



Dank dieser Lockerheit fliesst die Kommunikation.



Die Spannung im Stresszustand erkennen wir sofort im Gebiss-Hals bereich. Wer sich muskulär verspannt, blockiert auch das Denken.


Offene Haltung beim Sprechen





FAZIT: Beginnen Sie nie mit einer Scheinlockerheit. Nehmen Sie sich die Zeit, den Start  zu zelebrieren, bis sie echt locker sind! Selbstverständlich benötigen Sie immer auch eine gewisse Grundspannung. Es gibt bewährte Methoden oder Techniken, diese Lockerheit innert weniger Sekunden zu gewinnen.


Zur Haltung:

Geerdet STEHEN - zur Aussage STEHEN
WURzeln







Beim Kommunikationscoaching spielt die Haltung eine wichtige Rolle.



Es zeigt sich, wer geerdet da STEHT -  mit Bodenhaftung - der wird  auch besser verSTANDen.

Die Stimme klingt auf der senkrechten Wirbelsäule sonorer. Sie ist ausbalancierter.



Wer goundet (Begriff in den Staaten), wer geerdet da steht, signalisiert, dass er zu seiner Aussage STEHT.  Wer seinen STANDpunkt eindeutig vertritt, wird zwangsläufig auch besser verSTANDen.
(In unserem fachgerechten Coaching erkennen Sie, wie  die Energie- dank richtigem Verhalten - konkret  zum fliessen gebracht werden kann.


Fazit: Wer verankert ist, kann auch bei heiklen Kommunikationsprozessen verbale Stürme überstehen. 











  1. PRAESENT SEIN!

    AUSSAGEN AUF DEN PUNKT BRINGEN

    DIE KRAFT DES BILDES



    rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren


    Die Kraft der Einbildung

    Einbildung (gr. phantasia) ist nicht nur eine Vorstellung im allgemeinen Sinne, sie kann jedoch auch ein Eindruck sein, die nichts in der Realität zu tun ...
    www.rhetorik.ch/Einbildung/Einbildung.html - Cached - Similar


    DIE MAGISCHE ZAHL EINS 

    SCHWIERIGE SITUATIONEN

    KRITIK

    UMGANG MIT SCHWIERIGEN MITARBEITERN

    FAZIT:............








Herr Professorin - ein sprachlicher Unsinn

Ein Professor für Germanistik (Karl Heinz Göttert) bringt es auf den Punkt - Kommentar überflüssig.

Ich zitiere aus DIE WELT:

Herr Professorin, was denken Sie sich dabei?

An der Uni Leipzig werden männliche Dozenten jetzt als "Herr Professorin" bezeichnet. Problematisch ist daran nicht die falsche Grammatik, sondern das Sprach-Opfer im Namen des Feminismus.

  Von

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (hier in einer Kita) kann sich Gott auch als Sache vorstellen: das Gott. An der Uni Leipzig heißen männliche Lehrkörper jetzt „Herr Professorin“

Foto: dpa Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (hier in einer Kita) kann sich Gott auch als Sache vorstellen: das Gott. An der Uni Leipzig heißen männliche Lehrkörper jetzt "Herr Professorin"

Was hat es doch die englische Sprache gut mit ihrem herrlichen Artikel, den es nur in einer einzigen Form gibt – als the. Also nichts mit unseren anstrengenden der, die, das, wovon zuletzt unsere Familienministerin so verwirrt war, dass sie Kindern die Gestalt Gottes mit neutralem Artikel vermitteln wollte.
Was vielleicht nicht so schlimm gewesen wäre, wenn der neutrale Artikel wirklich neutral wäre und nicht, wie man in der Grundschule auch sagt, sächlich – also das heißt. Das Gott klingt aber weder neutral noch sächlich, sondern so furchtbar, dass neben gläubigen Christen auch eingefleischte Atheisten protestierten und am Niveau ihrer Volksvertreterin zweifeln ließen.
Und nun Herr Professorin.
Doch singen wir zunächst noch einmal das Lob der englischen Sprache, die im Allgemeinen (wegen der Anglizismen) eher verteufelt wird. Sie hat ja nicht nur diesen wunderbar friedensstiftenden einfachen Artikel, sie hat auch Substantive ohne eindeutiges Geschlecht. Wer in England (oder in vielen anderen englischsprachigen Ländern dieser Welt, klar) seiner Frau sagt, er habe sich mit seiner Nachbarin getroffen, kann dies perfekt in einem neighbour verbergen, bei dem der Ehepartner an einen Nachbarn denken soll.

Die Franzosen und "die" Mond

Sehr praktisch, auch wenn man nun umgekehrt Klage führen könnte, dass der Bestseller von Bernhard Schlink, "Der Vorleser", nur umständlich ins Englische zu übersetzen ist, jedenfalls bei einem reader das Geschlecht offen bleibt. Aber die Vorteile der Deutschsprecher halten sich in Grenzen, wenn man an die armen Deutschlerner denkt, die sich nicht nur die Substantive, sondern auch noch diese Artikel merken müssen.
Wobei die Engländer mit ihrem Einwegartikel nicht einmal den größten Nachteil haben. Was machen erst die Spanier, die eine männliche Brücke kennten (le puente) und im Deutschen nur weibliche überqueren können? Oder die Franzosen mit einem weiblichen Mond (la lune), dessen Geschlechtsumwandlung im Deutschen sie nicht nur gequält zur Kenntnis nehmen, sondern auch an unseren romantischen Fähigkeiten zweifeln lassen.
Und nun Herr Professorin.
Man kann die Aufregung in Deutschland über die falsche Grammatik verstehen, aber die falsche Grammatik ist natürlich nicht das wirkliche Problem. An falsche Grammatik kann man sich leider gewöhnen – falls man sie denn überhaupt bemerkt. Wer vom letzten Tag diesen Jahres spricht, verletzt grammatische Spielregeln meist ganz ungerügt, obwohl dieser kein Adjektiv ist, sondern ein Demonstrativpronomen, das im Genitiv korrekt dieses heißt. Was diesen Jahres recht ist, müsste also Herr Professorin billig sein.
Ist es aber nicht. Denn da ist etwas anderes in uns berührt als die Frage der grammatischen Korrektheit. Die Empörung sitzt einfach tiefer, nicht im Verstand, sondern mehr in der Seele, jedenfalls in dem Organ, das es mit Emotionen zu tun hat. Und nun muss ich es sehr vorsichtig ausdrücken, weil es sehr missverständlich sein könnte. Es geht natürlich um den Feminismus. Ist der gut oder schlecht? Quatsch! Aber es gibt Felder, auf denen der Feminismus gut oder schlecht war. Und nun lasse ich jedenfalls meinen Emotionen freien Lauf und sage: Auf dem Feld der Sprache war er manchmal komisch.

Aber wehe, wenn es zwickt

Die meisten werden sich noch gut daran erinnern, wie die ersten Beamtinnen und Beamten auftauchten. Gut so. Dann kamen die Bürgerinnen und Bürger, die die heutigen Politikerreden noch länger machen als ohnehin schon. Befriedigend so. Und dann hörten wir von einem Vorschlag, den gewohnten Werbespruch von der Frage an den Arzt oder Apotheker umzuformulieren in die nach der Ärztin oder dem Arzt oder der Apothekerin oder dem Apotheker.
Das reicht. Die deutsche Sprache ist eine schöne Sprache, auch mit ihren Artikeln und Substantiven, die das Geschlecht verraten. Wir (ich spreche jetzt für die meisten, hoffentlich auch für Feministinnen und Feministen) sind bereit, dem Feminismus zu geben, was des Feminismus ist. Aber nicht die deutsche Sprache, wie wir sie mögen. Und wir mögen sie möglichst korrekt, möglichst so, wie die meisten anderen sie auch schön finden. Mit einem Herrn Professor und einer Frau Professorin, die wir – Chapeau! – den Feministinnen verdanken.
Am Anfang soll übrigens ein bloßer Scherz gestanden haben. Woran man wieder einmal sehen kann, dass man gut über Dinge scherzen kann, die niemandem weh tun. Aber wehe, wenn da etwas zwickt oder zwackt.
Karl-Heinz Göttert ist Professor für Germanistik an der Universität Köln

Sonntag, 9. Juni 2013

De Mesière begibt sich ins Dickicht von Widersprüchen und dies führt immer zu einem
Kommunikationschaos.

Es geht nun um die Glaubwürdigkeit des deutschen Verteidigungsministers.

Hat er gelogen?
 


Ich zitiere Spiegel online:

Im Kern geht es bei der fragwürdigen Drohnenbeschaffung heute um die Frage, wann genau der Minister mit den Problemen des Drohnenprojekts "Euro Hawk" befasst gewesen ist und wie er genau davon erfuhr.
Er selbst hatte die Debatte angestoßen, indem er am Mittwoch steif und fest behauptet hatte, er sei erst am 13. Mai 2013 durch eine Vorlage auf seinem Tisch von der ganzen Misere informiert worden. Da hatten seine beiden Staatssekretäre das Projekt "Euro Hawk" schon gestoppt.

Gespräche auf den Fluren


Schon am Tag nach dieser Aussage aber gab es viele Fragen. Konkret geht es bis heute darum, warum de Maizière bereits am 7. Mai bei einem Redaktionsbesuch bei der Zeitung "Donaukurier" die Erwartung äußerte, aus der geplanten Beschaffung der Drohnen werde nichts werden ("Im Moment sieht es nicht so aus").
De Maizière räumte nun im "Focus" ein: "Ich habe durchaus von Problemen gehört." Das Projekt sei im Ressort besprochen worden. Allerdings könnten Gespräche auf den Fluren keine offizielle Information ersetzen, betonte de Maizière. "Der geordnete Geschäftsbetrieb eines jeden Ministeriums findet bestimmt nicht auf dem Flur statt."
Die Erklärungen wirken wohl selbst auf Behördenkenner ungelenk. Formal zieht sich der Minister darauf zurück, dass er nur dann reagiert, wenn er bestimmte Vorlagen auf den Tisch bekommt. In den Parlamentsausschüssen erklärte er am Mittwoch, bis zum 13. Mai 2013 habe es "keine Vorlage an den Minister mit einer Beschreibung der Zulassungsprobleme oder überhaupt zum Gesamtproblem gegeben". Er habe aber "im Rahmen einer allgemeinen Besprechung zu vielen Rüstungsvorhaben" am 1. März 2012 von Zulassungsproblemen gehört. Diese seien ihm aber als lösbar geschildert worden.
Warum er aber nicht reagierte, als ihm über den "Flurfunk" Probleme geschildert wurden, die auch in den Medien spätestens im März 2013 breit beschrieben wurden, bleibt bis heute offen.

Genaue Formulierung nicht nachvollziehbar

Hinzu kommt, dass sich der Minister zuvor anders geäußert hat. So berichteten die "Süddeutsche Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Samstag, dass de Maizière zuvor im Haushaltsausschuss angedeutet hätte, dass er schon 2011 von den Problemen beim "Euro Hawk" erfahren und sich trotzdem entschieden habe, das Projekt weiterlaufen zu lassen.
Im Protokoll der Sitzung, das bisher nur als Kurzversion vorliegt, kann man die genaue Formulierung nicht mehr nachvollziehen. Dort heißt es nur, "man" habe votiert, die Entwicklung trotz der Probleme weiterzuführen. Abgeordnete erinnern sich jedoch, dass de Maizière im Ausschuss "wir" gesagt haben soll. Damit erweckte er den Eindruck, er sei an der Entscheidung beteiligt gewesen.

Chaos in der Kommunikation


Um das Chaos zu komplettieren, teilte das Ministerium am Donnerstag mit, der im "Donaukurier" wiedergegebene Kenntnisstand des Ministers vor der Entscheidung, das Projekt zu beenden, habe auf "Hintergrundinformationen" beruht. Diese habe er bei einer Besprechung im März 2012 "sowie auch später erhalten".
Ein Minister führe auch eine Vielzahl von Gesprächen mit Personen, die nicht zum Ministerium gehörten, erklärte ein Ministeriumssprecher nun zusätzlich am Wochenende. Darauf bereite ihn das Haus vor - für möglichst alle Themen: "So hat es auch zum Thema 'Euro Hawk' allgemeine Informationen aus Anlass verschiedener Gespräche, beispielsweise mit der Industrie, gegeben." Daraus beziehe ein Minister Informationen: "Aber auch diese Informationen zum Thema 'Euro Hawk' waren allgemein gehalten und stellten die vorhandenen Probleme als lösbar dar."

Nahles spricht von einem Treppenwitz
SPD und Grüne werfen de Maizière vor, immer neue Ausflüchte zu suchen. Der SPD-Politiker Hans-Peter Bartels erneuerte in der "Welt" den Vorwurf der Lüge. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast erklärte: "De Maizière redet sich gerade um Kopf und Kragen." Er habe ein inakzeptables Amtsverständnis. De Maizière habe zunächst behauptet, er sei bis zur Entscheidung über die Aufgabe des "Euro-Hawk"-Projekts lange nicht mit dem Thema befasst gewesen, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles der "FAS". Jetzt komme heraus, dass er es doch gewesen sei. "Die Argumentation, dies sei über Gespräche auf den Fluren geschehen, die keine offiziellen Informationen ersetzen könnten, ist ein Treppenwitz." Der Minister habe offensichtlich mehr gewusst als er zugegeben habe. Zudem müsse man sich "voller Entsetzen die Frage stellen, warum er sich nicht unverzüglich auf offiziellem Wege informiert hat."
Am Montag muss de Maizière erneut Rede und Antwort vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestags stehen. Dann werden alle Ungereimtheiten auf den Tisch kommen. Es wird mit ziemlicher Sicherheit nicht die letzte Sitzung zu dem Thema sein.
(Ende Zitat)


KOMMENTAR:

Wenn widersprüchliche Aussagen nachgewiesen können, wird es für  Politiker immer heiss.
Man hat beim unverhofften Rücktritt des Schaffhauser SP Nationalrates Hans-Jürg Fehr nachweisen können, dass er vor der Wahl eindeutig gesagt hatte, er bleibe die ganze Amtsdauer d.h. er trete nicht vorzeitig zurück. Nun hielt er sich nicht an sein Versprechen. Die Vermutung liegt nahe, dass er damals bewusst gelogen hatte.



Norbert Neininger und Robin Blank von den Schaffhauser Nachrichten stellten ihm  in einem Interview folgende konkrete Frage:

Stand Ihr Entschluss, frühzeitig zurückzutreten, schon fest, als Sie stets das Gegenteil beteuerten?

Fehr:

Ich kann nur wiederholen, was ich schon gesagt habe: Ich wurde auf die SP- Liste zusammen mit Martina Munz gewählt. Gemäss proportionalem Wahlrecht ist das ein Parteisitz. Ich habe eine Verantwortung, dass dieser Sitz bei der SP bleibt. Ich wurde 1999 mit nur gerade 132 Stimmen Vorsprung in den Nationalrat gewählt gewählt und führt weiter aus, er habe etwas gelernt. Man dürfe nicht mit zwei neuen Kandidaten  antreten, vor allem nicht wenn die Partei etwas schwächer geworden sei.

ANALYSE: Auch in diesem Fall gibt der Nationalrat keine Antwort. Er weicht aus und macht einen Exkus über die Chancen der Partei, bei einer Neuwahl. Es gibt dadurch nur indirekt zu, dass er bei seinem Versprechen genau gewusst hatte, dass er vorzeitig zurücktreten wird.

Die Journalisten mussten nachhaken:

Aber weshalb haben Sie nicht die Wahrheit gesagt,  als man Sie vor den Wahlen gefragt hat? Sie hätten den Zeitpunkt des Rücktrittes ja offen lassen können.

Fehr:

Bei der bekanntlich grossen Sympathie, die Ihre Zeitung für mich hegt, hätte sie mir das einen Wahlkampf lang um die Ohren gehauen, um meine Wahlchancen zu schmälern.

Journalisten:

Wenn es dem Machterhalt dient, ist lügen also legitim?

Fehr:

Ich sage, es geht um die Sache, nicht um die Person. Aber warum haben Sie nicht so argumentiert, als Erhard Meister und Heinz Albiker als Regierungsräte vorzeitig zurückgetreten sind?

ANALYSE:

Hans-Jürg Fehr sagt damit eigentlich: Ich darf lügen, wenn es um die Sache geht. Dann versucht er den Widerspruch VERSPRECHEN und HANDLUNG mit anderen Unzulänglichkeiten zu rechtfertigen, nach dem Motto. Ich bin ja nicht der Einzige.

FAZIT:

Tatsächlich ist Hans-Jürg Fehr nicht der Einzige, der sich nach dem Ertappen einer Lüge windet und sich in Widersprüche verstrickt. Politiker sind gut beraten, stets zu bedenken, dass die Medien jederzeit überprüfen können, was früher gesagt oder geschrieben worden war. "Gesagt ist gesagt und geschrieben ist geschrieben".






Samstag, 8. Juni 2013

Nach monatelangem GRAU und monatelanger KAELTE/NAESSE
ist es nun endlich SOMMER geworden

Wir freuen uns:

Regula Stämpfli flippt schon vor der Sendung aus
Ich zitiere Blick:

EKLAT BEIM SCHWEIZER FERNSEHEN:

Stämpfli flippt aus – Schawinskis Talk geplatzt

Roger Schawinskis geplanter Talk mit Regula Stämpfli ist geplatzt. Grund: Die Politologin flippte schon vor der Sendung völlig aus.

«Die einen nervt sie bis aufs Blut, andere sind von ihr begeistert. Die Berner ­Politologin Regula Stämpfli polarisiert extrem und scheint gerade daran grossen Spass zu haben.»
So stand es im offiziellen SRF-Text für die Sendung von Montagnacht.
Und weiter: Stämpfli attestiere «Berufskollegen den Reflektionsgrad eines Planktons».
Das Problem: Stämpfli hat an dieser Beschreibung gar keinen Spass und lässt die Sendung platzen. «Ich verzichte auf eine öffentlich-boulevardistische Hinrichtung à la Kafkas Strafprozess», schreibt die Politologin heute auf Facebook. «Ich bin doch nicht blöd.»

Gehässiger E-Mail-Austausch

Roger Schawinski bestätigt gegenüber Blick.ch den Sachverhalt. «Die Absage ist ein reiner Vorwand. Sie hat offenbar Panik und Schiss vor der Sendung bekommen. Ich kann das nicht nachvollziehen.»
Schawinski versuchte heute Morgen vergeblich, Stämpfli noch umzustimmen. Doch in einem längeren E-Mail-Verkehr, der Blick.ch vorliegt, wurde der Ton zwischen den beiden Duz-Freunden immer gehässiger:

Stämpfli: «Ich werde an deiner Sendung nicht teilnehmen und bin entsetzt.»

Schawinski: «Ich verstehe deine Reaktion überhaupt nicht und kann sie so auch nicht akzeptieren.»

Stämpfli: «Ich lass mich nicht als Unschuldige auf ein Brett schnallen und mir die Strafe von Dir auf den Leib tätowieren.»

Schawinski: «Im Vergleich zu den Beschimpfungen im Mail» sei der Pressetext ein «mildes Gesäusel». Sie enttarne sich «als Heuchlerin der übleren Sorte.»

Als Ersatz für Stämpfli  für die Sendung am Montag wird nun Journalist René Zeyer einspringen. Für den Talk-Profi steht aber fest: Mit Regula Stämpfli will er nichts mehr zu tun haben. Er wirft sie deshalb per sofort aus seinem «Radio 1». Dort trat die Politologin bisher regelmässig als Kolumnistin auf.
Pikant: Beim Telefonat mit Blick.ch wusste Stämpfli noch nichts vom Rauswurf. «Ich kann das nicht glauben. Schawinski würde sich ins eigene Fleisch schneiden.»

Für Stämpfli ist klar: «Schawinski hat ein Problem mit Frauen, die mit ihm auf Augenhöhe sind.

 KOMMENTAR:

Wer kein Blatt vor den Mund nimmt, muss damit rechnen, dass er  aneckt. Regula Stämpfli polarisiert immer wieder durch ihre provozierenden und zum Teil ungefilterten Aussagen.  Persönlich schätze ich zwar klare, unmissverständliche Aussagen. Doch gilt es, die jeweilige Situation mit zu berücksichtigen.

Ich habe schon vor Jahren einer Institution   die medienpräsente Politologin  als Referentin  empfohlen, weil ich mir bewusst war: Wenn Regula Stämpfli spricht, kommt es zwangsläufig zu heftigen Reaktionen. Tatsächlich war ein Teil der Anwesenden von der Referentin eingenommen,  viele sagten mir jedoch unverblümt, sie hätten auf diese  Person gut verzichten können.

Regula Stämpfli hat mich immer wieder auf beachtenswerte Mediengeschichten hingewiesen und sie hat auch öfteres für rhetorik.ch einige lesenswerte Gedanken geschrieben. Die hoch intelligente Politologin schreibt gut und ich schätze viele ihrer pointierten Aussagen.  Doch hätte Regula Stämpfli  bei dieser neuen Geschichte nicht so reagieren dürfen. Wie beim tragischen Car Unfall mit so vielen toten Kindern (nach dem Kommentar Stämpflis kam es zu einem Medienwirbel) wäre es in diesem Fall wiederum von Vorteil gewesen, vorher zu überlegen, ob man schreiben und in diesem Fall - ob man überhaupt zusagen soll.
 


 LINKS:

..
21 März 2012
Ich habe einmal die bekannte Politologin einer Institution bewusst als Referentin empfohlen, weil ich wusste: Wenn Regula Stämpfli spricht, kommt es zwangsläufig zu Reaktionen. Tatsächlich war ein Teil der Anwesenden ...
25 Okt. 2012
Kommentar: Regula Stämpfli hatte Glück. Der Presserat hat die Beschwerde gegen sie zurückgewiesen. Damit ist Stämpfli mit einem blauen Auge davongekommen. Ich vermute: Die Welle an harter Kritik in den Medien wird ...
23 Okt. 2010
Politologin Regula Stämpfli ist ausser sich: Weil ihr Berufskollege Michael Hermann der SVP einen Wahlsieg voraussagt, beschimpft sie ihn als «Plankton», das von der Rechtspartei bezahlt werde. storybild. Greift an: Regula ...
http://knill.blogspot.com/

Vernichtende Leserechos auf blick-online:

Nur die ersten der zahlreichen Kommentare, die Regula Stämpfli schmerzen müssten:

  • Regula  Brändli , Bülach , via Facebook
    Schawinski contra Stämpfli wäre sicher spannend gewesen. Sind beide arrogant und Rechthaberisch.

  • Sali  Manna
    Ich bin auch nicht gerade ein "Freund" von Schawinski...aber das problem bist du selber Regula...weil wo du bist immer davon ausgehst das die Männer gegen Frauen sind.....

  • Eugen  Dubeli , St.Gallen
    Ich mag Frau Stämpfli nicht, aber wen ich noch viel weniger mag ist der SCHAWI !

  • Nadja  Rossi , Uster
    Diese Stämpfli ist mir seit je unsympathisch. Wenn ich sie im Radio höre, muss ich immer gleich den Sender wechseln.

  • Andreas  Aebi , via Facebook
    Das Mimosenhafte Verhalten von Frau Stämpfli ist absolut unprofessionell und erinnert mich an die Mädchen in der Pubertät in meiner Schule, einfach lächerlich, soll sie doch in Brüssel bleiben und dort ihre Gesülze loswerden.

  • mario  gsell , allschwil
    Regula Stämpfli hat die "Durchsicht eines detonierten Blindgängers" - pardon "Blindgängerin". Frau Dr.Arroganz teilt gerne überall aus, ist jedoch zu feige für ein Schlawinski - sorry - Schawinski-Talk. Dabei würden diese zwei so richtig gut zusammenpassen.

  • Rolf  Gilgen , Wädenswil
    Die Stämpfli ist genau der moderne Frauentyp bei dem mir regelmässig die Galle hochkommt. Okay, Schawinski ist ein arroganter Typ, aber ich denke eher dass die Stämpfli mit Männern auf Augenhöhe Probleme hat und nicht umgekehrt, wie sie dies aussagt.

Ruedi 07.06.13 | 18:52
Herr R. Schawinski müsste schon längstens von dem Medium Fernsehen entfernt werden!
Der soll zuerst mal richtig Arbeiten gehen statt Personen zu brüskieren!
Dass das SRF diesen Schwätzer überhaupt zulässt ist verantwortungslos!
Citoyen 07.06.13 | 18:40
In einem Punkt sind die beiden genau gleich: Sie haben nichts lieber als sich selber. KeinerSendung - kein verlust.
l. r. 07.06.13 | 18:22
Frau Stämpfli hat den richtigen Entscheid getroffen. Der in die Jahre gekommene Schawinski hat früher das Staatsfernsehen bis auf Blut bekämpft, heute verdient er sein Gnadenbrot, mit dürftigen Blabla Journalismus, bei seinem ehemaligen Todfeind. Das Konzept sieht wie folgt aus: Er lässt seine Gesprächspartner selten ausreden. Themen werden durch Ihn auf lapidaren Video Inserts aufgerissen, um dann in der Folge dem Gesprächspartner bei jedem Versuch seinen Standpunkt zu erklären, ins Wort zu fallen. Will der Gesprächspartner weiterer Erklärungen abgeben, wird durch Schawinski, das nächste Thema aufgegriffen und so seinem Gegenüber die Möglichkeit genommen sich zum Thema ausführlich zu äussern.
Emil Kramer 07.06.13 | 17:54
Der Feind meines Feinds ist mein Freund, in diesem Fall meine Freundin. Was sich dieses Grossmaul alles leisten kann ohne je auf Widerstand zu stossen geht auf keine Kuhhaut.
Bravo, Frau Stämpfli, obwohl ich längst nicht immer ihrer Meinung bin.
Schawinski soll sich doch eine ehemalige Miss Schweiz als Interviewpartnerin holen, da kann er dann seine schleimigen Fragen stellen, in Interviews mit diesen steht er am nächsten mit seinen Fähigkeiten.
heinz fritschi 07.06.13 | 17:27
Wäre vielleicht interessant geworden. Der egozentrische Macho Schawinski hätte vielleicht mal eins auf die Rübe gekriegt und wäre an der Intelligenz von Frau Stämpfli verzweifelt … und ausgerastet … Dass sie allerdings auf den Ankündigungs-Text soo empfindlich reagiert, wundert mich doch etwas.
Iso Meyer 07.06.13 | 16:49
Kein Verlust. Frau Stämpfli habe ich genug gesehen. Ihre Ausdruckspalette, wenn sie gegen andere aus vollen Rohren schiesst ("Schwanzlutscherin" etc.), erklärt mir diese Person hinreichend, und macht sie für mich gerade nicht zur sogenannt "starken Frau". Dazu passt, dass sie nun kneift. Dass sie ihr Buch vorstellen und es so einfach besser mit Gratiswerbung verkaufen will, wenn sie in einen Talk eingeladen wird, ist mir völlig egal. Kafka hat sie offenbar gar nicht gelesen, denn der Vergleich stimmt nicht.
H. B. 07.06.13 | 16:42
Auch wenn man den "Wer hetts erfunde"-Roger nicht unbedingt mag, ich hätte Frau Stämpfli gerne bei ihm gesehen! Ich habe selten eine derart hochnäsige und von sich selbst eingenommene und sich im öffentlichen Rampenlicht vordrängende Person gesehen und gehört als Frau Stämpfli. Auf der anderen Seite zeigte sie mir aber auch ernüchternd auf, dass eine "Politologin" beim gesunden Menschenverstand genausooft neben den Geleisen läuft wie der gemeine Bürger ohne Doktor-Titel. Ich bin überzeugt, dass sie wirklich nur Schiss hat - und das wiederum steht ihr wirklich schlecht. Denn so wie sie austeilt, sollte sie auch einstecken können - Grund dazu gäbe ihr Schawinski wohl mehr als genug.
Maya Hächler 07.06.13 | 16:32
Endlich zeigen Frauen Mut. Der Roger Schawinski treibt es wirklich manchmal zu bunt.
"Schiss?"...nein, Herr Schawinski. Sie lässt sich einfach nicht alles bieten. Sie hat etwas erreicht.

Freitag, 7. Juni 2013

Terrorbilder oder Bilderterror

Gestern lernte ich an der zhaw - anlässich der Veranstaltung "Warum wir alle über journalistische Qualität streiten müssen" - den Ombudsmann des Tagesanzeigers Ignaz Staub kennen. Da ich auch  als Obmudsmann an einer Kantonsschule wirke, hatten wir ein angeregtes Gespräch und ich interessierte mich für seine Kolumne im Tagi. Ich zitiere an dieser Stelle ein lesenswertes Beispiel:


 Terrorbilder und Bilderterror
 
Ignaz Staub



«Ein Bild ärgert mehr als tausend Worte», liesse sich, salopp, über jüngste Reaktionen einzelner Leser sagen. Sie stossen sich an Aufnahmen, die «20 Minuten» und «TA-Online» publiziert haben. Im Fall der Gratiszeitung war es jenes Foto auf der Frontseite, das einen jungen Schwarzen mit Hackebeil und blutverschmierten Händen zeigt, der in London auf offener Strasse einen britischen Soldaten bestialisch ermordet hat.

 Ein Leser vermisst hier den gesunden Menschenverstand der Redaktion und erinnert daran, dass Tausende von Jugendlichen und Kindern «20 Minuten» lesen. Ob es, so fragt er, «nur noch um Verkaufszahlen und Sensationen» gehe?

 Ein anderer Leser ärgert sich bei Berichten über die «Tanz dich frei»-Demo in Bern über ein Bild im Netz, das, zumindest vorübergehend, die frisch genähte Blessur auf der Stirn eines Verletzten festhielt: «Quasi eine pornografische Detailansicht - wenn man einen Fetisch für frische Wunden hat.» Die Publikation solcher Bilder, kritisiert er, diene «rein voyeuristischen Motiven».

 Das Bild aus London ist ein Dokument, das ein unerhörtes Verbrechen dokumentiert. Es kursierte innert kurzer Zeit im Internet, auf das auch Junge fleissig zugreifen. Jenen Medien, die das Standbild eines Handy-Videos veröffentlicht haben, vorzuwerfen, sie würden dem Terrorismus Vorschub leisten, geht zu weit. Wo wäre andernfalls die Grenze zwischen Informationspflicht und Selbstzensur zu ziehen? Hätte der Terror an 9/11 verschwiegen werden sollen? Wohl kaum.

 Dagegen lässt sich fragen, ob «20 Minuten» das Bild des Täters in Woolwich so prominent oder so gross hätte zeigen müssen. Dass britische Blätter dies taten, ist angesichts des Tatorts nachvollziehbar. Andere Schweizer Tageszeitungen haben es unterlassen. Es ist aber wohl falsch, Redaktionen generell billiger Sensationshascherei zu bezichtigen. In den meisten Fällen gehen der Publikation (oder der Zensur) von Terrorbildern lebhafte Diskussionen oder heftige Dispute voraus. Ginge es Zeitungen allein um Auflage, liessen sich, etwa aus dem Bürgerkrieg in Syrien, schockierendere Fotos zeigen.
 



© Tages-Anzeiger; 04.05.2013; Seite 13
Faksimile <http://smd.ch/SmdDocuments/?userInterface=SMDDocuments&aktion=protectedDocumentsDownload&view=PDFPageScrollable&an=JM20130504002213206&me=f201305/ta_20130504_0_0_13.pdf>
 Leserforum
 In eigener Sache

Cyber & Crime
Ignaz Staub
 
 

Donnerstag, 6. Juni 2013

Wer A sagt muss auch B schlucken

Die Schweiz ist ein Einwanderungsland und will Flüchtlinge aufnehmen.
Leider ist jedoch die Schweiz unfähig, kriminelle Ausländer auszuschaffen (gemäss Volkwille)

Wenn dem so ist, müssen wir es künftig in Kauf nehmen, dass sich die Bevölkerung vom bisherigen Gefühl - in einem sicheren Land zu leben, verabschieden muss. Immer mehr werden Meldungen, wie Folgende aus 20 Min zur Normalität:




Die Berner Kantonspolizei hat einen Mann festgenommen, der in acht Kantonen Einbrüche und Raubüberfälle begangen haben soll. Er konnte dank DNA-Spuren an verschiedenen Tatorten identifiziert werden.
Dem 33-jährigen Moldawier wird vorgeworfen, zwischen September 2011 und Juli 2012 über 20 Mal in den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Luzern, Neuenburg, Waadt, Zug und Zürich in Häuser eingebrochen zu sein. Auch soll er mehrere Fahrzeuge entwendet haben, wie die Kantonspolizei Bern und die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland am Mittwoch mitteilten.
600'000 Franken Schaden
Weiter werden ihm zwei Raubüberfälle in den Kantonen Bern und Zürich zur Last gelegt. Der mutmassliche Täter soll in den meisten Fällen Schmuck, Bargeld und Computer im Wert von insgesamt über 600'000 Franken erbeutet haben.
Der Mann wurde bereits im September 2012 in Deutschland angehalten und einen Monat später an die Schweizer Behörden ausgeliefert. Seither befindet er sich in Haft. Zunächst leugnete er die Taten, dann gab er zu, die Delikte mit Hilfe von Komplizen begangen zu haben. Deren Identität wird derzeit ermittelt.
Der mutmassliche Täter muss sich nun wegen der Einbrüche und Überfälle vor der Justiz verantworten. Unter anderem wird er auch wegen Sachbeschädigung, Verwendung gefälschter Dokumente und illegalen Aufenthaltes in der Schweiz angeklagt.

Kommentar: Müssen wir diese Situation einfach so hinnehmen? Müssen wir uns  künftig wirklich daran gewöhnen? Dies muss nicht sein!!