Zur Kunst des Visualisierens
Es ist nicht einfach, komplexe Zusammenhänge mit wenig Strichen zu veranschaulichen.
Folgende Darstellung von Netanjahu - es ist eine gute Vereinfachung - wird sofort verstanden.
Vereinfachen ist eine Kunst. Die Vereinfachung darf den Inhalt nicht verfälschen.
Ich zitiere Bild:
Freitag, 28. September 2012
ARENA am Ende?
Einschaltquoten sinken ständig
SF-Polit-Talk: Ist die klassische Arena am Ende?
play
Moderatorin Sonja Hasler: «Die Idee dazu kam Redaktionsleiterin Marianne Gilgen und mir in der Badi.»(SRF/Markus Bertschi)
«Das ganze ist ein Abenteuer. Die Idee dazu kam Redaktionsleiterin Marianne Gilgen und mir im Sommer letzten Jahres in der Badi.» Sie hätten viele Zuschriften von Leuten bekommen, die selber mal an einer Sendung teilnehmen wollten.
Am 19. Oktober gehts um die Acht-Millionen-Schweiz
Beim neuen Konzept «Arena vor Ort» wird alles umgedreht. «Im Zentrum stehen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anliegen, die sie an Politiker und Experten herantragen», so Hasler. Die erste Sendung kommt am 19. Oktober aus dem Bahnhof Zug.Thema ist die Acht-Millionen-Einwohner-Schweiz. «In unserem Land wird es immer enger. Viele Menschen aus dem Ausland haben bei uns Arbeit gefunden. In den Zügen gibt es weniger Platz, und es wird immer schwieriger, eine Wohnung zu finden», erklärt Hasler.
Eine zweite «Arena vor Ort» sei für den 21. Dezember geplant. Hasler versichert, dass es die klassische «Arena» im Studio weiterhin geben werde. Aber vieles deutet darauf hin, dass SF das einschränkende Konzept mit den oft immer gleichen Polit-Köpfen sprengen will.
Konkurrenz Fussball und Olympia
Denn die «Arena» verliert Quote: Die ersten 30 Sendungen dieses Jahres sahen durchschnittlich 188 000 Zuschauer (Marktanteil: 18,7%). Allerdings hatte die «Arena» auch gegen die Fussball-EM und Olympia zu kämpfen. 2011 schalteten aber noch 200 000 Zuschauer (21%) ein.Am meisten verlor die Sendung, als im Jahr 2000 die Zahl der Protagonisten von zwei auf sechs erhöht wurde. 1996 hatte die «Arena» noch 37 Prozent Zuschauer erreicht.
«Die Quote spielte bei der Entwicklung der ‹Arena vor Ort› keine Rolle, sagt Redaktionsleiterin Marianne Gilgen (52). «Sie ist ein Experiment. Wir werden danach prüfen, ob das Konzept ankommt – Pläne für Sendungen nächstes Jahr hätten wir schon.»
Kommentar: Es muss kein Ende geben bei der ARENA. Doch muss die Sendung zurück zum verbalen "Hoselupf".
CLUB deckt bereits das dialogische Element ab. ARENA darf nicht zu eine Plauderstunde oder einem PALAVER verkommen. Die ARENA müsste in Richtung HART aber FAIR (deutsches Fernsehen) gehen. Dann folgen die Einschaltquoten auf dem Fuss.
Notiert von
marcus knill
um
08:13
Donnerstag, 27. September 2012
Wie vermutet, nimmt die Kündigung Mörgelis groteske Züge an
Ich zitiere BLICk-online:
Wie kann das sein? Für Aussenstehende war nach dem öffentlichen Auftritt des Rektors klar: Mörgeli ist weg und zwar per sofort.
Doch dem ist nicht so! Blick.ch hat drei offene Fragen unter die Lupe genommen.
1. Was ist jetzt mit der Freistellung?
Am Freitag hiess es, Mörgeli werde nicht nur gekündigt, sondern auch freigestellt. Im normalen Arbeitsleben heisst das: Der entlassene Arbeitnehmer muss umgehend seinen Arbeitsplatz räumen.Nicht so bei Mörgeli: Am Wochenende empfing er gut gelaunt die Reporter des SonntagsBlick in «seinem» Medizinhistorischen Institut an der Uni Zürich. Auch zu Wochenbeginn nimmt der Professor an gleicher Stelle sein Telefon ab und erzählt munter, er sei gerade am Abstauben.
Die Erklärung der Uni: «Die Freistellung von Prof. Mörgeli erfolgt Ende Woche», sagte Uni-Sprecher Beat Müller am Montagabend auf Anfrage. «Er kann deshalb sein Büro (er hat eines als Oberassistent des Instituts) bis zu diesem Zeitpunkt noch benutzen. Danach wird er das Büro zu vereinbarten Zeiten benützen können, um allfällige Arbeiten abschliessen zu können.»
2. Hat Mörgeli wirklich noch keine Kündigung erhalten?
Tatsächlich: Obwohl am Freitag der Eindruck vermittelt wurde, die Kündigung sei rechtzeitig abgeschickt worden, hat weder Mörgeli noch Landmann eine solche erhalten. Verschickt wurde lediglich eine «Ankündigung der Kündigung» und zwar nicht an Mörgeli direkt, sondern an dessen zweiten Anwalt Manfred Küng.Die Erklärung des Arbeitsrechtlers: «Herr Prof. Mörgeli ist öffentlich-rechtlich angestellt, da es sich bei der Uni Zürich um eine staatliche Anstalt handelt», sagt Thomas Geiser, Professor für Arbeitsrecht der Universität St. Gallen. «Bevor die Universität die Kündigung ausspricht muss sie dem betroffenen Angestellten die Möglichkeit geben, sich dazu zu äussern, sie muss ihm das rechtliche Gehör gewähren. Erst anschliessend darf sie ihm offiziell kündigen.»
3. Anhörung von Mörgeli Was bringt das noch?
Am Freitag hiess es, Mörgeli habe sich fürs Mitarbeitergespräch abgemeldet, die Chance auf ein letztes Gespräch nicht wahrgenommen. Nun gibt es aber offenbar aus rechtlichen Gründen doch noch eine Anhörung. Morgen läuft die Frist ab, dann erst kann die offizielle Kündigung ausgestellt werden.Was also bringt dieses rechtliche Gehör, wenn der Rausschmiss von Mörgeli eh schon beschlossene Sache ist?
Die Erklärung eines Experten: «Da im vorliegenden Fall wohl alle Argumente pro und contra Kündigung und Freistellung bereits bekannt sind, wird das rechtliche Gehör kaum sehr viel bringen», sagt Arbeitsrechtler Geiser. «Es ist aber aus formellen Gründen dennoch zu gewähren. Es ist auch immer möglich, dass plötzlich, unerwarteter Weise noch ein neues Argument auftaucht.»
Noch scheint der letzte Akt nicht geschrieben...
Nachtrag: Fortsetzungsgeschichte (nach 20 Min)
«Die Entlassung ist noch nicht rechtsgültig»
Die angekündigte Entlassung von Christoph Mörgeli als Kurator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich sorgt noch immer für Gesprächsstoff. Sein Anwalt pocht darauf, dass die Entlassung noch nicht gültig ist.
Würde man Mörgeli dazu bitten, wäre dies informell bereits der Start einer Untersuchung, gab Kommissisonspräsident Hans-Peter Portmann Anfang Woche zu bedenken. Und dann müssten auch andere Beteiligte, etwa Mörgelis Chef Flurin Condrau, zugezogen werden.
Die SVP-Fraktion im Kantonsrat hat inzwischen eine Anfrage an den Regierungsrat eingereicht. Sie will darin verschiedene «Ungereimtheiten in der Affäre Condrau» geklärt haben.
Erst noch rechtliches Gehör
Mörgelis Anwalt in arbeitsrechtlichen Belangen, Manfred Küng, betonte in Schreiben an verschiedene Medien, von einer rechtsgültigen Entlassung und Freistellung seines Mandanten könne keine Rede sein. Mörgeli habe unbestritten Anrecht auf rechtliches Gehör. Zum Einreichen der schriftlichen Stellungnahme hatte er bis Mittwoch Zeit (Datum des Poststempels). Erst danach könne die Uni vollziehen, was sie angekündigt habe.
Unirektor Fischer hatte letzten Freitag Mörgelis Kündigung und fristlose Freistellung angekündigt. Ursachen seien Mörgelis Leistungen als Museumskurator, die sein neuer Chef Condrau als ungenügend beurteilt hatte, sowie Mörgelis Verhalten und Äusserungen gegen die Universität, seine Arbeitgeberin, nachdem der «Tages-Anzeiger» die schlechte Beurteilung aus einem noch nicht freigegebenen Akademischen Bericht der Universität publik gemacht hatte.
Wegen der vorzeitigen Herausgabe des Akademischen Berichtes 2011 hat die Universität Zürich Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung erstattet.
Es nimmt kein Ende:
Würde man Mörgeli dazu bitten, wäre dies informell bereits der Start einer Untersuchung, gab Kommissisonspräsident Hans-Peter Portmann Anfang Woche zu bedenken. Und dann müssten auch andere Beteiligte, etwa Mörgelis Chef Flurin Condrau, zugezogen werden.
Die SVP-Fraktion im Kantonsrat hat inzwischen eine Anfrage an den Regierungsrat eingereicht. Sie will verschiedene «Ungereimtheiten in der Affäre Condrau» geklärt haben.
Unter anderem fragt die SVP:
- Warum Aeppli in der Sache Professor Mörgeli in der «Rundschau» aufgetreten sei.
- Warum Aeppli tatsachenwidrig behauptet habe, Mörgelis Bewährungsfrist laufe ab.
- Ob der Rektor gegen Mörgelis Vorgesetzten Professor Condrau ein Disziplinarverfahren eingeleitet habe, weil er einen vertraulichen Bericht veröffentlichen wollte.
- Warum Condrau auch auf mehrmalige Bitte Mörgeli das Gespräch verweigerte.
Mörgeli wehrt sich auch rechtlich
Mörgelis Anwalt in arbeitsrechtlichen Belangen, Manfred Küng, betonte in Schreiben an verschiedene Medien, von einer rechtsgültigen Entlassung und Freistellung seines Mandanten könne keine Rede sein. Mörgeli habe unbestritten Anrecht auf rechtliches Gehör. Zum Einreichen der schriftlichen Stellungnahme hatte er bis Mittwoch Zeit (Datum des Poststempels). Erst danach könne die Uni vollziehen, was sie angekündigt habe.
Notiert von
marcus knill
um
06:17
Mittwoch, 26. September 2012
Echte Kunst am Baum oder nachgeholfen?
Ist so oder so als Herbstbild frappant!
Notiert von
marcus knill
um
20:58
Ins Fettnäpfchen getreten - was tun?

Vorbemerkung:
Ins Fettnäpfchen treten
Die ironische Variante jemand lasse keinen Fettnapf aus beschreibt jemanden, der „alles falsch macht, was er nur falsch machen kann“.
**********
Immer wieder erleben wir es: Eine Person sagt etwas, das für einen Betroffenen unangenehm ist oder den "Fettnäpfchentreter" in eine peinliche Situation bringt.
Beispielsweise:
- Indem jemand mit eine Fettflecken auf dem Hemd vor Publikum auftritt oder mit offenem Hosenladen spricht.
- Indem man mit einem peinlichen Versprecher, einem unbedachten Witz oder mit einer unüberlegten Bemerkung sich über jemanden lustig macht und sich diese Person verletzt fühlt ("Fettnäpfchenrhetorik")
Es gibt zahlreiche prominente Politiker, die es vestehen, von Fettnapf zu Fettnapf zu treten. (z Bsp Romney)
Ich habe jüngst erlebt, dass ein Schulleiter versehentlich ein persönliches Mail mit einer harten Beanstandung "an alle" weitergeleitet hatte. Spannend: Nur ein kleine Tippfehler. Aber die Folgen waren verheerend. Obschon er es gerne getan hätte: Der Schulleiter konnte das Zeitrad nicht mehr zurückdrehen.
Ein Fettnapfpatzer ist immer irreversibel.
Auch ein ungeschicktes Verhalten kann gravierende Folgen haben.
Ein anschauliches Beispiel aus meiner Beratertätigkeit:
Das unbedachte Verhalten eines Kundendienstberaters hatte zur Folge, dass die Institution einen wichtigen Kunden verlor.
Nach einem längeren Telefongespräch mit einem Kunden (Es ging um einen wichtigen Verkaufsabschluss), vergass der Kundendienstberater den Hörer aufzulegen. Dadurch konnte der Kunde den Kommentar des Beraters mit seinem Büronachbarn mitverfolgen. Der Kunde wurde nun als "unmögliche Nervensäge" bezeichnet und die beiden machten sich über den "lästigen Langredner" lustig, nur weil der Berater viele offene Fragen beantworten musste.
Wenngleich solche Patzer nicht rückgängig gemacht werden können, gibt es Möglichkeiten, derartige peinlichen Situationen zu entschärfen.
Was können wir nach einem Patzer tun?
1. Echtes Mea culpa
Wir entschuldigen uns - ohne Wenn und Aber,
das heisst, wir bitten den Betroffenen, uns zu entschuldigen. Bekanntlich können wir uns nicht selbst entschuldigen.
2. Wir dürfen nicht warten, abtauchen und schweigen
3. Wir suchen ein persönliche Gespräch - Wichtig: Unter vier Augen "face to face"
4. Kein Klärungsgespräch unter Tür und Angel
5. Wir müssen zum Sachverhalt stehen und die Fakten nochmals genau beschreiben
Wer die Fakten dem Betroffenen ungeschminkt offen legt, macht den ersten Schritt zur Entschärfung der Situation. Die Beschreibung reduziert den Druck. Wer Sachen beim Namen nennt, profitiert vom "Rumpelstilzchen- Effekt". Als der Name der "Rumpelstilzchens " im Märchen genannt wurde, verflog bekanntlich der Bann.
6. Mit "Humor auf eigenen Rechnung", d.h.: Den Patzer können wir mit Humor auffangen.
Evt. Darüber lachen.
Ich kenne eine Gastgeberin, die wollte bei den Gästen mit einer grossen Platte Spaghetti auffahren. Auf dem Weg von der Küche in den Salon stolperte sie beim Teppich und der gesamte Inhalt lag auf dem Boden verstreut. Die Frau stand auf, lachte und sagte schlagfertig:
"Ich komme immer so hinein!"
7. Wir können auch dem Geschädigten mit einem Geschenk (Präsent) aufwarten.
Diese Ueberraschung kann Wunder bewirken.
8. Fragen statt sagen:
Fragen statt Rechtfertigungen können Wunder bewirken, beispielsweise:
"Kann ich so etwas Gravierendes wieder gut machen?"
Oder:
"Gibt es eine Möglichkeit, einen Strich unter die leide Geschichte zu ziehen?"
Ich rate ab von:
> Schuldzuweisungen (andere beschuldigen)
> Ausreden (Ich verweise auf die Sendung "Treffpunkt mit Dani Forler auf DRS1 )
> Notlügen
DRS 1 wird heute morgen "Im Treffpunkt" dieses Thema mit Dani Forler vertiefen.
Notiert von
marcus knill
um
09:49
Dienstag, 25. September 2012
Zum Auftritt des medienerprobten Anwaltes Valentin Landmann
Nach dem Auftritt des Mörgeli Anwaltes bei Schawinski schrieb der Tagi:
Nun hat Landmann mit Christoph Mörgeli einen nächsten schillernden Fall, der ihn wiederum in den Medien zur gefragten Person macht. So war Landmann gestern zu Gast bei SRF-Talker Roger Schawinski. Was konnte man im Vorfeld der Sendung erwarten? Inhaltlich wenig, denn Landmann gab in den Tagen zuvor in vielen Medien bereits ausführliche Interviews zum Fall Mörgeli.
Langjährige Freundinnen, die anschafften
Das Gespräch begann mit Schawinskis Einstiegsklassiker «Wer sind Sie?» trotzdem vielversprechend, weil mit Landmann ein gewiefter Interviewgast im Studio Platz sass, der Schawinskis Stil kennt. Unzählige Male begegneten sich die beiden in Interviews. Landmann antwortete lang und fast schon philosophisch: «Das ist die wichtigste aller Fragen, die ich mir täglich stelle. Bin ich ein Konglomerat aus denen, die ich verteidige oder bin ich noch mich selber? Ich bin mich selber. Ich bin ich.»
Statt sofort über die Causa Mörgeli zu diskutieren, rückte Schawinski die Person Landmann ins Zentrum. Dabei war absehbar, dass der Talker Landmanns Beziehungen zum Sexmilieu, seinem Faible für die Unterwelt und zu SVP-Kreisen ausleuchten wollte. Landmann begegnete den Fragen seines temperamentvollen Befragers mit Ruhe, als hätte er diese schon zig hundertmal beantwortet. Auf die Frage, ob Landmann im Sexmilieu aktiv sei, sagte der Jurist: «Ich hatte langjährige Freundinnen, die anschafften. Es waren fantastische Frauen. Das liegt aber viele Jahre zurück.»
Selbst als Schawinski auf Landmanns negative Erfahrungen mit einem Drogenbaron zu sprechen kam, zeigte Landmann Grösse: «Ich habe Fehler gemacht.» Später wird er sagen: «Ich bin kein Regierungsrat. Ich kann sagen, dass ich mich geirrt habe.» Erster inhaltlicher Höhepunkte ist Landmanns Anekdote zu Hermann Lei, der die Hildebrandaffäre ins Rollen brachte. Leis spontanes TV-Zitat «Ich seich id Hose» wertet Landmann als «Satz des Jahres». Und im Fall Lei kündete Landmann an, dass bald Neuigkeiten zu erfahren seien.
Ende Zitat
Kommentar:
Ich teile die Analyse im Tagi. Inhaltlich hatten die Zuschauer nichts Neues erfahren. Die Vorwürfe gegen die Universitätsleitung auch Mobbingvorwürfe wurden einmal mehr wiederholt. Mörgelis Verhalten wurde verteidigt. Er sei in eine Falle gelockt worden. Seine Reaktionen in den Medien, hätten zur Entlassung geführt - nicht fachliche Aspekte: «Wenn man mit voller Wucht auf den Fuss von Christoph Mörgeli tretet, dann schreit er.»
Schawinski gab sich mit diesen Antworten nicht zufrieden. Er thematisierte Mörgelis akademischen Leistungsausweis. Hat der entlassene Mörgeli tatsächlich wissenschaftlich publiziert? Er sei innerhalb der Wissenschaft nicht beachtet und zitiert worden, was letztlich zur Kündigung geführt habe. Landmann verwies auf die 30 Bücher, die Mörgeli publiziert hatte.
Landmanns Auftrittskompetenz als medienerprobter Anwalt überzeugte im Grossen und Ganzen bei Schawinski.
Notiert von
marcus knill
um
09:18
Montag, 24. September 2012
Universität Zürich und Christoph Mörgeli versagten in der Krise
Bei der Auseinandersetzung Mörgeli - Universität wurden Grundsätze der Krisenkommunikation missachtet!
Die Universität Zürich entliess Prof. Dr. Christoph Mörgeli an einer Medienkonferenz fristlos.
Bei dieser medial gross aufgemachten Auseinandersetzung haben sich beide Akteure hinsichtlich Kommunikation happige Fehler zu Schulden kommen lassen.
Beide Christoph Mörgeli und die Universität kommunizierten in der Krise ungeschickt. Dies ist meist dann der Fall, wenn man solche überraschenden Situationen nicht geübt hat.
Als die Universität Zürich informierte, erfolgte dies unklar. Dies alles förderte Indiskretionen, Vermutungen und Spekulationen.
Eine Medienkonferenz 10 Tage nach dem Tagesanzeigerartikel ist unprofessionell. Aus Gründen des Persönlichkeitsrechtes hätte das Mitarbeitergespräch erste Priorität gehabt. Dass von Uni - Mitarbeitern interne Informationen den Medien zugespielt wurden, war eine gravierende Panne, eine Verfehlung, die eigentlich geahndet werden müsste.
Der Auftritt der Bildungsdirektorin als vorgesetzte Stelle war hernach deplatziert.
Regierungsrätin Regine Aeppli hätte darauf hinweisen müssen, dass es in dieser Phase an der Universität sei, den Fall zu klären. Aepplis Medienaussage wirkte unkoordiniert und stimmte mit den Fakten nicht in allen Punkten überein. Ungeschickt und peinlich! Ein Schnellschuss, der nachher korrigiert werden musste.

Anderseits reagierte Christoph Mörgeli auch unbedacht. Er stand unter Druck und informierte zu selektiv, zu ungenau. Er verschwieg zuerst, dass er bereits in einem Mitarbeitergespräch kritisiert worden war. Er musste nachträglich ebenfalls Aussagen präzisieren und der Oeffentlichkeit klar machen, dass er erst über die Medien den Bericht der vorgesetzten Stelle erhalten habe. Mörgeli verlor die Nerven, anstatt eine Denkpause einzuschalten. Der Kapitalfehler: Mörgeli bewarf die Universität mit Schmutz.
Es fehlte ihm jegliche selbstkritische Haltung. Er stellte sich nur als Opfer dar.
Dass auch politische Motive mitspielen könnten, verrieten nach der Entlassung angebliche interne Aktennotizen.
Mörgeli informierte jedoch zu diffus und verstiess gegen die Krisenkommunikationsregel: "Alles was Du sagst, muss wahr sein. Aber Du musst nicht immer alles sagen, was wahr ist."
Der vorschnelle Beizug eines Anwaltes führte zu unnötigen Schlagzeilen.
Auch das Eingreifen der SVP - mit Blocher und Brunner - schadeten dem Kritisierten.
Die Entlassung erfolgte vor allem durch seine fragwürdige Krisenkommunikation.
Als Ombudsmann der Kantonsschule Schaffhausen ist mir völlig rätselhaft, dass es zu keinem Vieraugengespräch kommen konnte.
In Krisen müssen Probleme sofort persönlich angesprochen werden.
Es scheint, dass beide Seiten zur Gesprächsverweigerung beigetragen haben.
Nun eskaliert die Situation. Die Geschichte ist noch nicht ausgestanden. Jetzt sind die Juristen am Drücker.
Notiert von
marcus knill
um
08:24


