Freitag, 16. März 2012

Viele Medien gingen nach dem Car Unfall im Wallis zu weit!


Es ist ein Verstoss gegen die Persönlichkeitsrechte und verletzt die herrschende Ethik im Journalismus, wenn Medien nach einem Unfall Fotos von Toten publizieren, zumal die Aufnahmen der Betroffenen  nicht mit einem öffentlichen Interesse gerechtfertigt werden können.
Der Protest der flämischen Medienministerin nach dem tragischen  Unfall im Wallis ist somit berechtigt.


Ich zitiere TAGI:


«Das geht viel zu weit»

 
Die flämische Medienministerin Ingrid Lieten ist verärgert über gewisse Medien. Die Veröffentlichung der Fotos der Opfer des Busunfalls im Wallis verletze die herrschende Ethik.

Ermahnt die Medien nach dem Busunglück im Wallis: Ingrid Lieten bei einer Gedenkveranstaltung in Lommel. (15. März 2012)
Ermahnt die Medien nach dem Busunglück im Wallis: Ingrid Lieten bei einer Gedenkveranstaltung in Lommel. (15. März 2012)
Bild: AFP

Presserat kritisiert «Blick»

Der Schweizer Presserat wirft Fragen zur Veröffentlichung von Fotos verstorbener Kinder durch den «Blick» auf. Das Fehlen von öffentlichem Informationswert sei unverkennbar, sagte Dominique von Burg, Präsident des Presserates. Der Informationswert dieser Bilder liege «nahe bei null», sagte von Burg auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Der Präsident des Presserats fragt sich zudem, ob die Zeitung das Einverständnis der Eltern für den Abdruck der Bilder hatte. Die Vorgehensweise schien von Burg «mindestens fragwürdig». Ob der Presserat aktiv werde, sei derzeit noch nicht klar. Der Presserat werde üblicherweise nach Beschwerden aktiv. Er könne aber auch aus eigener Kraft aktiv werden. Eine Intervention müsse von der Mehrheit des Presserats beschlossen werden. Der «Blick zeigte in seiner Ausgabe vom Freitag ein Mädchen auf dem Titelbild, das beim Busunglück vom Dienstagabend in den Tod gerissen wurde. Der Vater gab im Bericht Auskunft. Zudem wurden Bilder von weiteren Opfern abgedruckt. (sda)

Bildstrecke

Busunfall im Wallis
Busunfall im Wallis
Zwei belgische Schulklassen verunfallen auf dem Rückweg aus den Skiferien. Über 20 Kinder sterben.

Weil Fotos der verunfallten Kinder irgendwo in einem sozialen Netzwerk im Internet verfügbar seien, «heisst das noch lange nicht, dass man sie auch brauchen und veröffentlichen kann», sagte die flämische Medienministerin Ingrid Lieten heute gegenüber dem flämischen Radiosender VRT. Vor allem dann nicht, wenn die Bewilligung zur Veröffentlichung nicht gegeben worden sei, ergänzte sie. «Das geht viel zu weit», sagte sie.





Unverpixelte Bilder




Mehrere Zeitungen in Belgien hatten am Donnerstag teils sämtliche Fotos der getöteten und verletzten Opfer des Busunfalls vom Dienstagabend veröffentlicht, unverpixelt. Auch in der Schweiz kursierten Fotos der Opfer im Internet. Beim Unglück waren 28 Menschen, darunter 22 Kinder, ums Leben gekommen. 24 Kinder waren verletzt worden.


AUS NZZ:


Recht am eigenen Bild

Laut dem Schweizer Presserat hat jeder ein Recht am eigenen Bild sowie ein Recht auf Privatsphäre. Wird dieses Recht beschnitten, kann es zu einer Persönlichkeitsverletzung kommen.



Kommentar: Die Medien spielen nach Unfällen eine wichtige Rolle. vor allem hinsichtlich Fakten, Informationen und Nachrichten. Doch dürfen die Grenzen des Ethik-Kodex nicht überschritten werden. 
Die Publikation von Toten beschäftigt immer wieder die Verlage und Redaktionen. Diesen Aspekt haben wir in unseren Beiträgen immer wieder thematisiert:
LINKS:





11. Dez. 2011 ... Insbesondere die Bild- und Videosequenzen seiner tumultartigen Festnahme in Sirte und die kurz darauf gezeigten Bilder des toten Diktators ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/12_11/index.html
5. Mai 2011 ... Das Weisse Haus hat keine Bilder freigegeben, die den Jubelbildern auf der Strasse ähneln. Es wollte auch keine Bilder des toten Terroristen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/05_05/index.html
Das Bild soll den toten Lincoln im Sarg zeigen. Das Bild kursierte nach dem Bürgerkrieg. In Wirklichkeit liess die Armee keine Bilder von Lincoln im Sarg zu.
www.rhetorik.ch/Bildmanipulation/Bildmanipulation.html
2. Mai 2011 ... Um sicher zu sein, dass es sich beim Toten um Bin Laden handelt, wurde laut US -Informationen eine DNA-Analyse gemacht. Bild Kurz nach ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/05_02/index.html
24. Febr. 2012 ... Das Bild. In Frieden ruhen... Das kann Whitney Houston wohl vorerst nicht! Der # National Enquirer" hat in seiner neuesten Ausgabe ein Foto ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/02_24a/index.html
25. Juli 2003 ... Die Veröffentlichung von Fotos der toten Söhne Hussein's hat weltweit Diskussionen ausgelöst. Die USA behauptete, die Veröffentlichung der ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jul_25_2003.html
20. Okt. 2011 ... Wie bei Bin Laden ist die Frage bereichtigt, ob die Publikation von Bildern des toten Gaddafi's nicht gegen den Ehrenkodex der Medien ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/10_20/index.html





Die Ursache der Tragödie (Car Unglück im Wallis) könnte nach Aussagen Ueberlebender eine kleine Ablenkung des Chauffeurs gewesen sein.



Hat er oder hat er nicht?

Quelle 20 Min

Das Gerücht hält sich hartnäckig. Das tragische Car-Unglück in Sierre soll passiert sein, weil der Chauffeur mit einer DVD hantierte. Die Behörden ermitteln in diese Richtung.



14|26
Das Wrack des Reisecars nach der Bergung. Es wurde nach Visp gebracht.

 
Man kann sich die Szene gut vorstellen. Ein Car mit aufgestellten Kindern, die in bester Laune sind nach tollen Skilager-Erlebnissen und sich darauf freuen, Freunde und Familie bald wieder zu sehen. Da will man nicht ruhig sein, nicht schlafen. Also wird die lange Fahrt in die Heimat mit einem kurzweiligen Film etwas spannender gestaltet.
Am Donnerstagmittag, eineinhalb Tage nach dem Unglück, veröffentlichen «Het Laatste Nieuws» und die «Aargauer Zeitung» als erste die Gerüchte, wonach eine DVD oder eine CD der Auslöser für den Unfall gewesen sein soll. «Der Fahrer wollte eine Kassette wechseln», sollen mehrere überlebende Kinder in den Spitälern ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesagt haben. Eine Begleitperson habe dem Chauffeur kurz vor dem Aufprall einen Silberling gebracht.


. Auf den Videoaufzeichnungen aus dem Tunnel ist nicht ersichtlich, dass es kurz vor dem Unfall eine entsprechende Handlung gegeben habe.Die Verantwortlichen der Car-Firma Toptours gaben derweil bekannt, dass es wegen der Einrichtung des Bus-Inneren für die Passagiere «unmöglich» sei zu sehen, ob der Chauffeur zum Zeitpunkt des Unfalls eine DVD eingelegt habe. Sicher ist, dass das Unglücks-Gefährt mit einem DVD-Player ausgerüstet war. In der Regel sei es die Aufgabe des Ersatzchauffeurs, diesen zu bedienen, lassen die Toptours-Verantwortlichen weiter verlauten.


Das Rätselraten um die Unfallursache geht also weiter.
(rme)
Kommentar: Falls es nur eine kleine Aufmerksamkeit gewesen ist, die zu diesem grossen tragischen Ereignis geführt hat, so wäre dies nicht nur für die Car Firma eine unliebsame tragische Geschichte. Vorstellbar ist aber diese Version sehr gut.  Wer hat nicht schon während der Fahrt telefoniert oder hat etwas hantiert und erschrak dann, wenn das Fahrzeug die Spur geändert hatte? Das Touchieren des Randsteines erhärtet die Version mit dem Einlegen der CD. Dies konnte möglicherweise zu einer Ueberreaktion und dann  zur grossen Tragödie geführt haben.


Nachtrag TAGI:
Gestern kursierte die Zeugenaussage, wonach der Chauffeur im Wallis kurz vor dem Unfall damit beschäftigt gewesen sei, auf Wunsch eines Fahrgasts eine DVD oder CD einzulegen (siehe TA von gestern). Sollte sich ein solcher Moment der Unaufmerksamkeit als Unfallursache erweisen, wäre eine andere Forderung als der Ruf nach technischer Verbesserung von Bussen gerechtfertigt – nämlich ein abgeschirmter oder doch ungestörter Arbeitsplatz für jeden Chauffeur sowie obligatorische Busbegleiter.
Es ist undenkbar, dass Flugpassagiere ihre Piloten etwa mit der Reklamation belästigen, die Toilettenspülung funktioniere nicht. Carchauffeure hingegen schlagen sich oft Hunderte von Kilometern auch noch mit solchen Fragen herum.

Der schwarze Block kopiert den FDP Videoclip und verkündet jedoch im Gegensatz zur FDP eine Botschaft


Ich zitiere Blick:




Singend um Sympathien kämpfen

 

 Der schwarze Block kopiert die FDP


Sie dachten schräger als die FDP Reinach gehts nicht mehr? Dann lagen Sie falsch. Aber sehen Sie selbst.

Im Februar sorgte ein Wahlkampfvideo der FDP Reinach (BL) für Aufsehen und Erheiterung (Blick.ch berichtete). Darin besangen die Kandidaten ihre politischen Ziele und Ansichten, was im Refrain «Gäll, du wäählsch mi!» gipfelte. Die Reaktionen gingen von «erfrischend anders und originell» bis «peinlich und deplatziert». Das Ziel erreichte die Partei so oder so: Der Song brachte die kleine Ortspartei landesweit ins Gespräch.
Nun kopiert eine andere politische Gruppierung die Idee, und was für eine: Das Berner «Bündnis alle gegen rechts» änderte selbstverständlich den Inhalt der Botschaft, bleibt dem Original aber in weiten Teilen treu: Die Posen und Satzstellungen der Reithalle-Aktivisten sind dem Wahlvideo nachempfunden.
Auch technisch lässt sich das Video durchaus sehen. Das lässt sich von den Mitgliedern der Antikapitalistischen Kampagne nicht behaupten: Sämtliche Protagonisten treten maskiert auf.
Die F.T.P. ­– Die Libertären kämpfen gegen den Kapitalismus an. Für was F.T.P. steht, darf jeder für sich selbst entscheiden. Die Links-Aktivisten kritisieren unser Wirtschaftssystem und die regierenden Politiker als ungerecht. Sowohl Arbeitgeber wie Politiker würden sich nur um ihre eigenen Interessen kümmern und nicht um das der Arbeiter. Deshalb fordern sie «Luxus für alle, statt den Gürtel enger schnallen!» (vuc)


Kommentar: Der schwarze Block imitiert die FDP Reinach. Doch trifft es nicht zu, dass sie eine andere Botschaft hatten als die FDP. Die FDP hatte nämlich gar keine Botschaft. Der schwarze Block versteht es immerhin - im Gegensatz zur FDP - den Gag mir einer griffigen politischen Botschaft zu koppeln:


«Luxus für alle, statt den Gürtel enger schnallen!»


"Gäll du wählsch mi" ist leider keine politische Botschaft - es  ist nur eine Wunschvorstellung.
LINKS:


12 März 2012
Der Videoclip der FDP Reinach führte zu einem enormen Medienecho. Wir fragten uns nach dem Abstimmungssonntag, wie sich diese umstrittene Aktion auf die Wahlen ausgewirkt hat. Der Aufmerksamkeitseffekt ist zwar bei ...
vor 11 Minuten gefunden
Im Februar sorgte ein Wahlkampfvideo der FDP Reinach (BL) für Aufsehen und Erheiterung (Blick.ch berichtete). Darin besangen die Kandidaten ihre politischen Ziele und Ansichten, was im Refrain «Gäll, du wäählsch mi!
14 März 2012
Urteilen Sie selbst: Bewegt diese Neuauflage der FDP Reinach im facebook, das Stimmvolk, künftig vermehrt FDP zu wählen? Ich zweifle daran! fadeout GmbH. Der Jugendsender JOIZ TV hat dem FDP Song einen Remix ...
 

Donnerstag, 15. März 2012

Wie sicher sind wir vor  verwahrten Gewalttätern?


Die Diskussion über Wiederholungstäter, die im Ausgang oder im Urlaub erneut Frauen vergewaltigen können (trotz elektronischer Fussfessseln) oder durch Flucht erneut eine Gewalttat verüben können, bricht nicht ab.

Neue Nahrung für jene, die zum Schutz der Bevölkerung eine härtere Verwahrung verlangen, liefert die jüngste Amokfahrt eines ausgebrochenen Häftlings.

Dass es keine absolute Sicherheit gibt, leuchtet allen ein. Die Oeffentlichkeit hat dennoch ein Recht, von gefährlichen Menschen geschützt zu werden   - bei denen die Gefahr besteht, dass sie rückfällig werden.

Aus 20 Min:


Der Basler Amokfahrer ist am Dienstag gewaltsam aus der geschlossenen Abteilung der Psychiatrischen Uniklinik in Basel ausgebrochen. Der 27-Jährige sitzt inzwischen in einer Isolationszelle.

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Der Amokfahrer von Basel ist am Dienstag gewaltsam aus der Psychiatrischen Klinik ausgebrochen. Als eine Praktikantin kurz nach 18 Uhr die Abteilung verlassen habe, um im ebenfalls nach aussen geschlossenen Übergangsbereich zu arbeiten, sei ihr der 27-jährige Patient durch die noch nicht ganz geschlossene Abteilungstür nachgerannt. Er entriss ihr trotz Gegenwehr den Abteilungsschlüssel und stiess sie dabei um. Danach schloss er die Tür zum Treppenhaus auf und rannte los.



Wie Marc Graf, Direktor der forensischen Abteilung der Psychiatrischen Uniklinik in Basel am Mittwoch an der Pressekonferenz sagte, hat die Praktikantin darauf sofort Alarm ausgelöst. «Obwohl die Kollegen schnell vor Ort waren, konnte der Patient schon entfliehen.» Zum Zeitpunkt des Ausbruchs sei die Abteilung mit drei Pflegefachleuten und einer Pflegepraktikantin normal besetzt gewesen. «Überall, wo Schlüssel im Einsatz sind, muss man mit einer Überwältigung oder einer Geiselnahme rechnen», sagte Graf. Die Klinik will nun mit einem externen Audit überprüfen lassen, ob die bisherigen Sicherheitsstandards angepasst werden müssen.


«Leidet unter paranoider Schizophrenie»


Der 27-jährige Mazedonier, der in der Schweiz geboren wurde, wurde im September 2007 wegen einfacher Körperverletzung zu sechs Monaten Haft verurteilt - er hatte einen Mann mit einem Hammer geschlagen. Nach einem psychologischen Gutachten wurde die Strafe in eine stationäre Massnahme umgewandelt. Allerdings war das Massnahmenzentrum St. Johannsen mit der Behandlung des jungen Manns überfordert - deshalb sitzt er seit 2008 sitzt er in der geschlossenen Abteilung der Forensisch-Psychiatrischen Klinik.
«Er leidet an einer paranoiden Schizophrenie», sagte Graf vor den Medien. Diese äussere sich vor allem durch Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Ebenfalls weise er eine Persönlichkeitsstörung auf.Der Patient werde medikamentös behandelt. Mehrere Überprüfungen hätten allerdings ergeben, dass es sich «bei diesem Patienten um einen als nicht gemeingefährlich eingestuften Täter handelt». Der bisherige Behandlungsverlauf sei wegen der Schwere der Störung schwierig gewesen. Dabei sei es auch zu Tätlichkeiten gegenüber Mitpatienten gekommen, jedoch nicht zu schweren Delikten.


Verwirrter Mann zurück in Psychiatrie


Der 27-Jährige befindet sich wegen Suizidgefahr inzwischen in einer Isolationszelle in den Psychiatrischen Kliniken, von wo er entwichen war. Laut Graf wurde er bereits ein erstes Mal untersucht. «Es geht im nicht gut.» Momentan gebe es keinen Anhaltspunkt, dass er Menschen auf der Flucht töten oder verletzen wollte. Offenbar wollte er die Schweiz verlassen. «Er hat schon in der Klinik geäusert, dass er nach Mazedonien auswandern will - obwohl er zum Land keinen familiären Bezug mehr hatte», sagt Graf. Die Staatsanwaltschaft will nun Untersuchungshaft beantragen und hat ein Verfahren unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung und Körperverletzung eingeleitet. Sie wird auch entscheiden, ob der Patient in der Klinik bleibt oder allenfalls in ein Gefängnis verlegt wird.


Bei der Irrfahrt am Dienstagabend kam eine 46-jährige Radfahrerin ums Leben. Sieben Personen wurden insgesamt verletzt. Drei Schwerverletzte befanden sich am Mittwochmittag noch immer in Spitalpflege. Der verwirrte Fahrer soll noch im Verlauf des Mittwochs einvernommen werden.
Den Anfang nahm das Drama etwa um 18.30 Uhr am Voltaplatz in Basel, wo der geistig verwirrte Mann einen Autolenker angriff und dessen Fahrzeug entwendete. Mit hoher Geschwindigkeit fuhr er danach durch das St.-Johann-Quartier und über die Mittlere Brücke, wobei er insgesamt acht Personen überfuhr. Nachdem der Wagen auf der Kleinbasler Seite der Brücke zum Stehen gekommen war, versuchte der Mann zu Fuss zu flüchten, konnte aber von drei Passanten überwältigt werden.
(jep/mdr/sda)


Nachtrag:


Bereits im September floh ein Patient aus derselben Abteilung. Für die SVP ist das zu viel. Sie fordert, dass Verantwortliche bei der UPK zur Rechenschaft gezogen werden. Auch die Angehörigen des Amokfahrers erheben schwere Vorwürfe. «Hätte die Klinik besser aufgepasst, wäre es nicht so weit gekommen», sagt seine Mutter heute im «Blick».

Kommentar: Grafs Antwort befriedigt nicht: Ueberall, wo Schlüssel im Einsatz sind, müssten küftig erneut mit... rechnen. Da überall Schlüssel im Einsatz sind, heisst dies, dass wir Verbrechen von Wiederholungstäter in Kauf  nehmen müssen.
Wenn die  Schwachstellen intern bekannt sind, müsste ernsthaft eine Lösung gesucht werden, damit ein derartiger leichter Ausbruch künftig verunmöglicht werden kann.
LINK:


11 März 2012
Sonntag, 11. März 2012. Trotz Verwahrungsinitiative werden gefährliche Täter nicht verwahrt. Der Wille des Volkes wird nicht umgesetzt. (Blick). Der Bundesrat will nichts ändern. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich gestern im ...

7|182Signale schaffen Klarheit. Aber nicht in Signale schaffen Klarheit









ERKENNTNIS:


In der Alltagskommunikation schaffen eindeutige Worte
KLARHEIT. 


LINKS:


Missverstehen durch Mehrdeutigkeit ... Denn jede Seite kann die mehrdeutige Code nach den eigenen Bedürfnissen auslegen. Jede Seite wird versuchen, die ...
www.rhetorik.ch/Missverstehen/Missverstehen.html
15. Juni 2003 ... Es lohnt sich deshalb, sich mit Doppeldeutigkeiten, Zweideutigkeiten oder Ambiguitäten in der Kommunikation eingehender ...
www.rhetorik.ch/Doppeldeutigkeiten/Doppeldeutigkeiten.html
Knill+Knill Kommunikationsberatung. Knill.com ...
www.rhetorik.ch/Verstehen/Verstehen.html

Mittwoch, 14. März 2012

Der Umgang mit dem schwarzen Schaf ist gewöhnungsbedürftig


storybild

Können wir vom schwarzen Schaf lernen? Wenn sich Vorurteile abbauen lassen, könnte dies zu einem persönlichen Mehrwert führen? (Bild: Keystone)

(Quelle 20 MIN)

Menschen mit Vorurteilen sind auf die Dauer im Nachteil. Sie lernen nichts dazu und verpassen dadurch viele Chancen, wie zwei Forscher der ETH Zürich anhand von Computersimulationen im Fachmagazin «PLoS ONE» zeigen.
Vorurteile gelten gemeinhin als irrational, wie die ETH Zürich in ihrer Webzeitung «ETH Life» schreibt. Trotzdem sind sie allgegenwärtig: Wir alle stecken ab und zu einen anderen Menschen vorschnell in eine Schublade. Könnte es also sein, dass Vorurteile eine effektive Methode sind, um Gefahren rasch zu beurteilen?
Dieser Frage gehen die beiden ETH-Soziologen Dirk Helbing und Thomas Chadefaux nach. Sie haben untersucht, unter welchen Bedingungen intuitiv gefällte Urteile sinnvoll sein können - und wann sie in die Irre führen. Sie verwendeten dazu Computersimulationen, in denen sie Spieler aufeinander treffen liessen.


Menschen mit Vorurteilen lernen nichts dazu und verpassen dadurch viele Chancen, wie zwei Forscher der ETH Zürich anhand von Computersimulationen im Fachmagazin «PLoS ONE» zeigen.
Vorurteile gelten gemeinhin als irrational, wie die ETH Zürich in ihrer Webzeitung «ETH Life» schreibt. Trotzdem sind sie allgegenwärtig: Wir alle stecken ab und zu einen anderen Menschen vorschnell in eine Schublade. Könnte es also sein, dass Vorurteile eine effektive Methode sind, um Gefahren rasch zu beurteilen?
Forschung mit Computersimulationen
Dieser Frage gehen die beiden ETH-Soziologen Dirk Helbing und Thomas Chadefaux nach. Sie haben untersucht, unter welchen Bedingungen intuitiv gefällte Urteile sinnvoll sein können – und wann sie in die Irre führen. Sie verwendeten dazu Computersimulationen, in denen sie Spieler aufeinander treffen liessen.
Die Spieler verhalten sich entweder freundlich oder unfreundlich. Die Idee: Wer falsche Entscheidungen trifft, sich zum Beispiel einem unfreundlichen Konterpart gegenüber freundlich verhält, wird übers Ohr gehauen. Um dies zu vermeiden, muss ein Spieler also die anderen Spieler kennenlernen.
15 Millionen Simulationen
Helbing und Chadefaux fütterten ihr Modell mit fünf verschiedenen Strategien. Bei einem Szenario sind die Spieler bei jeder Begegnung unfreundlich, also voller Vorurteile. Eine zweite Strategie verfährt nach dem Prinzip «Wie du mir, so ich dir»: Der Spieler imitiert das Verhalten des Gegenübers. Die anderen Strategien stehen für unterschiedliche Grade von Vorurteilen.
Bei allen fünf Szenarien variierten die Forscher die Anzahl der Teilnehmer und die Dauer des Spiels. Insgesamt spielten sie die Simulationen 15 Millionen Mal durch. Die Dauer des Spiels und die Anzahl Teilnehmer sind für das Resultat entscheidend, wie Helbing und Chadefaux berichten.
Kurzfristig erfolgreich
Dauert das Spiel kurz und nehmen viele Personen daran teil, sinkt die Chance, dass zwei Spieler mehrmals aufeinander treffen. Es bleibt weniger Zeit, die anderen kennenzulernen. In diesem Fall ist die unfreundliche Vorurteilsstrategie am erfolgreichsten. Doch wenn das Spiel länger dauert, setzen sich die differenzierten Strategien durch.
«Vorurteile sind – nicht zuletzt weil sie schnell und einfach gebildet werden – in der Alltagswelt oft bequem, scheitern aber, wenn die Umgebung komplexer wird», zitiert «ETH Life» Dirk Helbing. Vorurteilsbehaftete Strategien entwickeln sich nicht weiter: Sie lernen nicht aus ihren Fehlern und schneiden deshalb auf die Dauer schlecht ab.
Neue Erfahrungen
Am besten sind auf lange Sicht Strategien, die vielfältige Erfahrungen machen und bereit sind, ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Übertragen auf die Gesellschaft bedeutet dies laut den Forschern, dass man den Austausch mit unterschiedlichen Menschen suchen und fördern sollte.
«Besonders Minderheiten haben das Problem, dass man sie oft falsch behandelt, weil man sie nicht gut genug kennt», sagte Helbing. Es gehe also darum, mehr mit andersartigen Menschen in Kontakt zu kommen, um nicht Chancen zu vertun.
(sda)









Kommentar:
Der erste Eindruck ist und bleibt prägend.  Selbstverständlich lässt sich ein falscher Eindruck korrigieren - vor allem dann, wenn man die Person  besser kennengelernt hat. Es ist somit verständlich, dass schwarze Schafe weniger ausgegrenzt werden, wenn wir sie besser kennen.
LINKS:




15. März 2007 ... In der Fachliteratur wird der erste Eindruck unterschiedlich thematisiert. Es gibt Autoren, die messen ihm keine grosse Bedeutung bei.
www.rhetorik.ch/Erstereindruck/Erstereindruck.html
Mit verschiedensten Psychoanalysen wird heute versucht, herauszufinden, ob der erste Eindruck, die Körpersprache, das Gesicht oder die Stimme verraten, wie ...
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html
10. Aug. 2000 ... "Ich kenne sie nicht, das ist meine erste Begegnung mit ihr. Aber ich habe auf den ... sie mir nicht sympathisch ist. Der erste Eindruck trügt nie." ...
www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis1.html
Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale ... Der erste Eindruck kann trügen, zumal persönliche Vorerfahrungen und ...
www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html

Urteilen Sie selbst: Bewegt diese Neuauflage der FDP Reinach im facebook, das Stimmvolk, künftig vermehrt FDP zu wählen?

Ich zweifle daran!




Der Jugendsender JOIZ TV hat dem FDP Song einen Remix gewidmet. Siehe den Link in der Kommentarfunktion. DAS lassen wir natürlich nicht auf uns sitzen und haben Ihnen die richtige Antwort zukommen lassen ;-) !!!