Mittwoch, 9. November 2011

SELBSTDISZIPLIN:



Disziplin als selbstbestimmende Lebensführung


"Selbsdisziplin entwickeln, heisst unser Handeln. Verhalten und Denken in den Dienst unserer Vorsätze und Ziele stellen" (Zitat Verena Steiner).


Damit sind wir fähig, uns für etwas Anstrengendes zu entscheiden, statt einer bequemen Option oder eine sofortigen Belohnung nachzugehen.


Selbstdisziplin müssen wir schrittweise erwerben. Sie ist nicht in die Wiege gelegt. Wenn ein Kind  an der Kasse den Süssigkeiten auf Augenhöhe Süssigkeiten nicht widerstehen kann, so ist dies durchaus verständlich. Erziehungspersonen sind gefordert. Es ist möglich, bei solch einfache Situationen, die Selbstdisziplin zu üben. Ich kenne viele Eltern, für diese gibt es an der Kasse keine Dramen mehr. Ohne Drohungen oder Strafen verzichten ihre Kinder auf das enervierende Betteln. Sie haben gelernt, Selbstdisziplin zu üben.








Als Kind hatte ich Klavierstunden. Diese mussten meine Eltern selbst bezahlen. Persönlich wollte ich zuerst nicht gerne üben. Das ist verständlich. Doch die Eltern wollten die teuren Klavierstunden nicht ohne Gegenleistung zahlen. Meine Mutter hatte damals  eine kluge Regel eingeführt: Nach dem Essen musste ich ans Klavier und mindestens eine halbe Stunde üben. Am Anfang versuchte ich diese Regel mit verschiedenen Begründungen zu umgehen. Ich sagte beispielsweise,  ich würde später länger üben, wenn ich jetzt draussen spielen dürfe. Gottlob gab meine Mutter den Versuchen - das Unangenehme hinauszuschieben - nicht nach und innert weniger Wochen ging ich nach dem Essen automatisch ans Klavier. Der erste Baustein zur Pflege der Selbstdisziplin wurde dank des Rituals (Gewöhnung) gelegt.



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Das Erstaunliche: Es gab durch den automatisierten Ablauf für die Mutter keine mühseligen Diskussionen mehr. Ich übte automatisch, so wie man am Morgen  die Zähne putzt.


Dieses Beispiel veranschaulicht, dass Selbstdisziplin im Grunde zu mehr Freiheit und weniger Aerger führt. In meinem Fall für die Mutter und mich.
Dank Selbstdisziplin unterliegen wir nicht mehr  machtlos allen Verlockungen und Ablenkungen.

Leider wird der Begriff DISZIPLIN oft mit einem negativen Vorzeichen versehen. Es gibt Assoziationen zu Strafen oder zu Diziplinierungsmassnahmen.









Selbstdisziplin darf nicht zu Sturheit mutieren. Selbstdisziplin sollte mit Freude gepaart bleiben. Bei mir kam beim disziplinierten Ueben am Klavier immer mehr Freude auf. Dank der Freude am Erfolg.


Ein Mensch, der selbstdiszipliniert ist, kann beides intensiver:
Sich anstrengen und sich erholen. Er kann auch das Nichtstun geniessen.


Wie lässt sich Selbstdisziplin trainieren?



Weil sich Selbstdisziplin nicht von alleine einstellt, führt der Weg über die Gewohnheit (wie bei mir beim Klavierspielen).
Jede Aktivität (Negatives und Positives) kann zur Gewohnheit werden.


Bernhard Bueb - Loblied der Disziplin - YouTube



www.youtube.com/watch?v=rcSpTZZ7Xwc17. Okt. 2007 - 7 Min. - Hochgeladen von wirtschaftsjunioren
Vortrag bei den Wirtschaftsjunioren Mannheim / Ludwigshafen: Bernhard Bueb ist der ehemalige Leiter des Elite ...





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