Dienstag, 4. November 2014

EIn Krimi der unter die Haut geht - Animierte er einen frustrierten Familienvater?

Am Sonntagabend ging es  im Krimi um einen Familienvater, der die Trennung  rächte.
Die Folge: Ein Familiendrama das auch von Jauch im Nachgang verabeitet wurde.


Der letzte Sonntagskrimi wird als EXTRAKLASSE gelobt. Und am Montag ereignen sich in der Schweiz zwei ähnliche Dramen.

Ob die Täter diesen Film gesehen hatten? Dann wäre der Krimi zum Animationsfilm mutiert.

Polizeiruf "Familiensache" Eine sogenannte Familientragödie

 

Andreas Schmidt als ebenso aufmerksamer
wie maßloser Mörder.
 Foto: NDR/Christine Schroeder

"Polizeiruf" der Extraklasse aus Rostock
Erweiterter Selbstmord und das offene Ende einer Affäre



Es ist ihr zehnter Fall und wieder einmal hat das Team des Rostocker "Polizeirufs 110" einen Krimi der Extraklasse abgeliefert. Denn der Film mit dem Titel "Familiensache" ist ein tragischer, emotionaler und fulminanter Krimi, der trotz der Schwere seines Themas Raum ein paar leichte Szenen hat und mit einer überraschenden Wendung für ein offenes Ende sorgt.

"Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie", sagt Henning Röder (Uwe Preuss), 1. Hauptkommissar der Mordkommission Rostock zu Beginn des Streifens. Da feiern die Polizisten noch ausgelassen das Dienstjubiläum ihres Chefs. Doch diese Fröhlichkeit wird ihnen schon am nächsten Morgen vergehen.

Andreas Schmidt brilliert als Psycho-Wrack

Denn bei ihren Ermittlungen erleben die Kommissare Bukow und König (Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau) genau das Gegenteil. Sie erleben, wie eine Familie zerstört wird, und müssen anfangs tatenlos zusehen, wie dieses Kostbarste im Leben eines Menschen von einer verzweifelten Person - dem psychisch völlig erledigten Familienvater Arne Kreuz (großartig verkörpert von Andreas Schmidt) - ausgelöscht wird.

Thema "erweiterter Selbstmord"

Erweiterter Selbstmord nennen Fachleute diese Tat. Davon spricht man, wenn ein Elternteil beschließt, sich das Leben zu nehmen, und es nicht in Frage kommt, die Kinder alleine zurückzulassen. Aufwühlend und dramatisch genug für einen Sonntagabendkrimi, könnte man meinen. Doch Regisseur und Drehbuchautor Eoin Moore belässt es nicht bei der Inszenierung der nervenaufreibenden Hatz nach dem Täter. Er lässt daneben die Affäre der Frau von Kommissar Bukow (Fanny Staffa) mit dessen Kollegen Thiessler (Josef Heynert) auffliegen. Und verschärft somit die Spannung noch einmal.
Der als beklemmendes Kammerspiel gestartete und zum rasanten Psychothriller mutierte Fall zieht dadurch Parallelen zwischen dem Amok laufenden Mörder und dem Privatleben des Kommissars. An Intensität ist dieses Szenario kaum zu überbieten. Das liegt auch daran, dass Eoin Moore bei aller Hochspannung ein Gespür für subtil komische Momente hat. Etwa bei der fast schon tragikomischen Szene, als Bukow von der Affäre erfährt. Oder wenn die Kommissare bei der Verfolgung eine langsame Fähre nehmen müssen, weil ein Fluss zwischen ihnen und dem Täter liegt und keine Brücke in der Nähe ist.
NACHTRAG:
Der Krimi wurde zusätzlich medial ausgewertet.
Das war jedoch umstritten. 
Nach dem „Polizeiruf 110: Familiensache“ talkt Günther Jauch mit Darsteller Andreas Schmidt und einem realen Opfer über erweiterten Selbstmord, vulgo „Familiendrama“. Foto: dpa 
Nach dem „Polizeiruf 110: Familiensache“ talkt Günther Jauch mit 
Darsteller Andreas Schmidt und einem realen Opfer 
über erweiterten Selbstmord, vulgo „Familiendrama“. Foto: dpa
Berlin. Im „Polizeiruf 110: Familiensache“ tötet ein Vater Frau und Kinder. Danach spricht Günther Jauch über das Thema erweiterter Selbstmord – mit dem „Polizeiruf“-Schauspieler Andreas Schmidt und mit einer Frau, deren Mann tatsächlich sich und den Sohn getötet hat.


AM MONTAG KAM ES IN DER SCHWEIZ ZU EINEM AEHNLICHEN DRAMA- NUR ZUFALL?

Schiesserei



3 Tote in Wilderswil – war es ein Beziehungsdrama?

Im Berner Oberland wurde am Montagmorgen geschossen. Dabei sind drei Personen ums Leben gekommen. Laut einer Anwohnerin soll es sich um ein Beziehungsdelikt handeln.

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Am Montagmorgen, 3. November, wurden unweit des Bahnhofs in Wilderswil BE drei Tote gefunden.








Schiesserei in beschaulichem Berner Oberländer Dorf: In Wilderswil bei Interlaken BE hat sich am Montagmorgen kurz nach 7 Uhr eine schreckliche Bluttat zugetragen. Wie die Berner Kantonspolizei bestätigte, wurden in der Nähe des Bahnhofs drei Personen tot aufgefunden. Die Identität der drei Opfer ist noch unbekannt.
Eine Anwohnerin berichtet gegenüber 20 Minuten, es soll sich bei der Tat um ein Beziehungsdelikt handeln. Der Täter, ein Portugiese soll seine Ex-Partnerin und ihren neuen Mann und dann sich selbst erschossen haben. Eine Nachbarin geht davon aus, dass der Mann mit der neuen Beziehung seiner Ex-Frau nicht klar kam. 

Auch in Basel kommt es am Montag zu einem ähnlichen Drama:
Am Montag sind in Basel zwei Frauen getötet und ein Mann schwer verletzt worden. Die Anwohner sind geschockt. 



Montag, 3. November 2014

Auch der Martini-Sommer verabschiedet sich

Letztes Aufblühen

Neues im Fall Geri Müller

Die Indizien mehren sich, das Geri Müller selbst den Medien Material aus dem Chat zugespielt hatte.

Laut Beitrag vom 2. November in der NZZ am Sonntag (Medienschlacht mit intimen Chats)
geht die juristische Aufarbeitung der Affaire um die Nacktbilder des Badener Stadtrates Geri Müller nach gut unterrichtete Kreise in eine neue Runde. Müller  soll nächste Woche von der Bieler Polizei befragt werden. Dabei geht es um die Screenhots aus seinen Monate dauernden intimen SMS- und  Whatsapp-Austausch mit einer Studentin und die Frage, wie diese zur "Schweiz am Sonntag" gelangen konnten.
Es geht auch darum, zu klären, wie weitere Medien an zusätzliches Material aus den Chat gelangen konnten.
Müllers Chatpartnerin beteuert, dass sie Material, das sie selbst ins schlechte Licht rücke  unniemandem weitergegeben habe. Tatsächlich hätten das weitergereichte Material die Partnerin unglaubwürdig gemacht, weil es dies als instabile , suizidgefährderte Person dargestellt hatte.
"Warum sollte ich so etwas an die Medien weitergeben? Das macht doch niemand." Zudem habe sie über das Material gar nicht verfügt.
Im Gegensatz zur Studentin hatte Geri Müller ständig Zugriff auf die Chats.
Es geht nun darum, herauszufinden, ob nicht Geri Müller höchstpersönlich dieses Material den Medien zugespielt hat, um die Studentin zu demontieren.
Das wäre peinlich, zumal der grüne Nationalrat in der Sendung "CLUB" des Schweizer Fernsehens wortreich die Verletzung seiner Privatsphäre beklagt und angemahnt hatte.
Geri müller äussert sich in Anbetracht des laufenden Verfahrens nicht mehr zu diesem Vorwurf.
Die Weltwoche, die angeblich auch mit Material beliefert worden war, geriet im Fall Geri Müller  mit einem der prominentesten Journalisten der Weltwoche in tiefste Zerwürfnis. Engeler beendete die Arbeit bei der "Weltwoche" und warf ihr unethisches Verhalten vor.
Die Weltwoche erhielt das Material und machte mit der Veröffentlichung des Facebook-Namens die
Frau identifizierbar. Die Doppelbödigkeit der Weltwoche im Fall Geri Müller bezeichnete Köppel in Radio lediglich als "Lappsus".

Ich zitiere BLICK:


Nacktselfie-Affäre: Hat Geri Müller die Chat-Protokolle selbst gestreut?

Nacktselfie-Affäre Hat Geri Müller die Chat-Protokolle selbst gestreut?  

Sonntag, 2. November 2014

Die Vergangenheit hat ihn eingeholt

Günter Grass als Jungnazi

Der spätere Schriftsteller als Soldat

Aus NZZ:




Für Erregungen war dieser Autor schon immer gut. Als ihn 1959 sein Roman «Die Blechtrommel» auf einen Schlag berühmt machte, teilte sich die Leserschaft in Bewunderer und Angeekelte. War das nun Weltliteratur oder einfach ein Elaborat aus groben Schnitten, Pornografie und Nihilismus? Unter schweren Beschuss geriet Günter Grass selbst noch als alter Mann: 2006, ein Jahr vor seinem achtzigsten Geburtstag, verriet er in der Autobiografie «Beim Häuten der Zwiebel» seine jugendliche Mitgliedschaft in der Waffen-SS. Lange hatte der zum Nobelpreisträger und zur moralischen Instanz Aufgestiegene darüber geschwiegen, umso grösser war nun die allgemeine Empörung. Und 2012, nach der Publikation seines israelkritischen Gedichts «Was gesagt werden muss», stand er plötzlich als halber Antisemit im öffentlichen Raum.

 2012 brach der Leiter Jörg-Philipp Thomsa, ein Germanist und Historiker, mit dem alten Konzept. Nach all den Debatten um Grass liess sich der zeitgeschichtliche Kontext des Schaffens nicht mehr aussparen. Fünf Stationen gliedern seitdem den Hauptraum der Ausstellung nach Grassschen «Lebensthemen», als da wären: Nationalsozialismus, Geschlechterverhältnisse, politisches Engagement, Literatur und Kunst, Skandale. Jedes Modul besteht aus Einleitungstexten und Grafiken an der Wand sowie Multimedia-Tischen mit Schubladen und Touchscreens, an denen sich digital aufbereitete Materialien erschliessen lassen. Stoff ist übergenug vorhanden, denn das Archiv des Museums besitzt alle Manuskripte von Grass seit 1996 (ältere lagern in Berlins Akademie der Künste) sowie mehr als 1200 bildkünstlerische Arbeiten.

Eine Apologie liegt den Kuratoren indessen fern, ihr wissenschaftliches Bemühen um Objektivität ist unverkennbar. Mehr als siebzig digitale Folien bietet die neue Multimedia-Station auf, und man sieht nicht nur Fotos von Grass als Hitlerjunge und Soldat, sieht Altersgenossen in Uniform oder findet Erläuterungen zum Einfluss der Kriegserfahrung auf das Gesamtwerk. Auch die Medienschlacht um seine SS-Entblössung ist dokumentiert, ohne dass die Invektiven der Kritiker zu kurz kommen. In Erinnerung wird freilich auch gerufen, dass Grass bereits 1963 Klaus Wagenbach bei einem Interview im Tessin verriet, in der Waffen-SS gewesen zu sein. Die damals geplante Biografie über Grass erschien nie, die handschriftlichen Notizen Wagenbachs sind in der Ausstellung nun im Original zu sehen. Lapidar ist dort vermerkt: «Marschbefehl zur Kompanie, zuerst Schlesien, dann Berlin, Gruppe Steiner (SS).»
Warum aber das spätere lange Schweigen? Grass sagt: Aus Scham. Das mag man ihm glauben, klar ist indes auch, dass es ab den späten Sechzigern für seine Rolle als grosser Mahner politisch nicht opportun gewesen wäre, seine Zugehörigkeit zur SS aufzudecken.  Mit zehn Jahren war Grass Pimpf, mit vierzehn Hitlerjunge, mit fünfzehn endete für ihn die Schule, und er wurde Luftwaffenhelfer, mit sechzehn Soldat, mit siebzehn Kriegsgefangener. Daraus kann ihm niemand einen Strick drehen. Aus seinem Schweigen über die SS aber schon. Was er auch einräumt.

Eine Urschrift fast ohne Eingriffe

Grass schreibt mit der Hand. Seine Aufrisse von Romanen und grösseren Erzählungen kombinieren tabellarische Gliederungen mit organischen Zeichnungen; so birgt denn der Werkplan zu der Autobiografie von 2006 auch eine Zwiebel, in deren Schalen sich die Themen einlagern. Es ist das erste Mal, dass das Grass-Haus Werkpläne zeigt. Das interessanteste Schaustück ist eine rot gebundene Kladde mit der Urschrift von «Das Häuten der Zwiebel». Den Text der aufgeschlagenen Doppelseite leitet die Skizze eines Soldatenprofils mit Stahlhelm ein; dass es ein Selbstporträt ist, verrät der Unterbiss, den Grass später mit seinem Schnurrbart kaschierte.
Erstaunlicherweise wirkt die Urschrift wie eine Reinschrift, die Eingriffe sind minimal – was nicht die Regel ist, die Manuskripte anderer Romane sind voller Korrekturen. Auch gibt es, wie Museumsleiter Thomsa sagt, «im Manuskript keine Überraschungen, keine inhaltlichen Abweichungen von der Druckfassung». Was daraus zu schliessen ist, dass Günter Grass die «Zwiebel» offenkundig in einem Rutsch herunterschrieb, bleibt eine offene Frage.

LINKS:
16. Aug. 2006 ... Das späte Eingeständnis des deutschen Schriftstellers Günter Grass, im zweiten Weltkrieg Mitglied der Waffen SS gewesen zu sein, erregte die ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_16.html
3. Apr. 2012 ... Es ist nicht das erste Mal, dass wir das Verhalten von Günter Grass kommentiert haben. Wo bleibt die Selbstkritikfähigkeit eines so intelligenten ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_03/

Was kann man gegen das Mobber App tun?


Yik Yak – Kanti-Schüler mobben mit neuer App

An der Kantonsschule Wil kursiert eine neue App namens Yik Yak: Schüler schicken anonyme Nachrichten an die ganze Schule, darunter auch wüste Beleidigungen. Was tun? Genügt ein Appell an die Schüler?

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Von mehr oder weniger harmlosen 
Witzen bis zu wüsten Beleidigungen 
findet man alles auf Yik Yak. (Bild: Screenshot Yik Yak App)

«D Herpes vo derä Frau isch wieder am eskaliere» oder «Kerim figgt Müettere» – solche oder ähnliche Nachrichten werden an der Kantonsschule Wil über die neue App Yik Yak verschickt. Laut einer Umfrage wird die App an der Kanti Wil rege genutzt: Mindestens einmal pro Stunde wird etwas gepostet, wie die «Wiler Nachrichten» berichteten.
Die kostenlose App Yik Yak wurde von zwei amerikanischen College-Absolventen erfunden und kam Ende vergangenen Jahres auf den Markt. Yik Yak ermöglicht es jedem, anonyme Nachrichten zu verschicken. Die Nachrichten können von allen App-Benutzern in einem Umkreis von gut zwei Kilometern empfangen werden.
Durch die Anonymität und die enge geografische Zusammengehörigkeit der Nutzer scheint Yik Yak wie geschaffen dafür zu sein, intimste Gedanken, dunkelste Geheimnisse, saftigen Tratsch und beissende Kritik zu verbreiten. Das führt dazu, dass die App, die eigentlich als Kommunikationsplattform für Schulen und Universitäten gedacht war, auch an der Kanti Wil immer mehr zu einer Mobbing-Plattform wird und sich Informationen in Windeseile an der ganzen Schule verbreiten.
App auf dem Schulareal sperren lassen


Wegen immer wieder auftretenden Cybermobbing-Vorfällen haben mehrere Schulen in den USA die App nun auf ihren Arealen gestoppt: Auf Antrag der Schulen haben die Yik-Yak-Verantwortlich den Dienst, der über GPS funktioniert, für bestimmte Gebiete gesperrt.
Die App auf dem Schulareal zu verbieten oder wie in den USA sperren zu lassen stellt aber für die Kanti Wil keine Lösung dar: «Verbote reizen dazu, sie zu übertreten und scheinen mir in diesem Zusammenhang nicht sehr zielführend», so Rektorin Doris Dietler.
Auch Christoph Mattle, Leiter des Bildungsdepartements des Kantons St.Gallen, ist nicht sicher, ob eine solche App-Sperre an Schweizer Schulen umsetzbar wäre. Zudem wisse er nicht, ob die Massnahme etwas bringen würde. Mattle: «Wenn wir diese App an unseren Schulen sperren, kommt nach wenigen Monaten bestimmt eine neue App, die diese Sperre umgehen kann.»

KOMMENTAR:
Als Ombundsmann einer Kantonsschule kenne ich die Problematik des Mobbings und Cybermobbings unter Schülerinnen und Schülern. Aus meiner Sicht bringt es am meisten, wenn solche Vorkommnisse nicht unter den Teppich gekehrt werden. Es gilt, den Jugendlichen die Folgen solcher Attacken sofort (RASCH!) aufzuzeigen und sie zu unterstützen im Aufbau von moralischen Massstäben. Man muss ihnen auch beibringen, mit den neuen Plattformen vernünftig umzugehen.
In der Kantonsschule Schaffhausen werden beispielsweise für solche Belange bestimmte Projekttage durchgeführt an denen auch Mobbing und Cybermobbing zur Sprache kommt.  

Samstag, 1. November 2014

Was Hänschen nicht lernt, das....

Als Prinzip ist es richtig, immer ans Gute zu glauben und Menschen Vertrauen zu schenken.


Ans Gute zu glauben will jedoch nicht heissen: Naiv zu sein und bei allen Menschen immer blind  zu vertrauen.
Bei der leiden Mediengeschichte des Messerstecher Carlos konnte rasch erkannt werden, dass Carlos schon in der Schule, in der Familie, im Knast und in der Therapie ständig wieder rückfällig geworden ist und nie gelernt hat, auf Bedürfnisse zu verzichten.
Psychologen dürfen bei Carlos nicht von verhaltensgestört reden. Er war angeblich nur verhaltensauffällig obwohl er überall gestört hatte). Ein Schulpsychologe bezeichnete in einem Seminar ein Kind das mit seinem Verhalten stets gestört hatte: Das Kind sei "verhaltensoriginell."
Carlos Muster (vom Kleinkind bis zum Gewalttäter):
Wenn ist etwas will, hole ich mir einfach. Wenn ich ezwas nicht bekomme - erhalte ich es durch Gewalt. Mit diesem Muster hatte er zu Hause, in der Schule und in der Therapie stets Erfolg. 

Die Fortsetzungsgeschichte  "Carlos" können wir heute in der Boulevardpresse lesen:

Carlos ist wieder im Knast!


Carlos mit Samurai-Schwert im Zürcher HB. Dieses Foto postete er Mitte Oktober auf Facebook.  Carlos mit Samurai-Schwert im Zürcher HB. Dieses Foto postete er Mitte Oktober auf Facebook.
(Facebook)

Er hatte ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit. Messerstecher Carlos* (19) konnte tun und lassen, was er wollte. Schluss mit Betreuung, fertig Sondersetting. Das war Ende September. Nicht einmal einen Monat später ist eingetroffen, was alle verhindern wollten: Carlos sitzt wieder hinter Schloss und Riegel – diesmal weil er im Zürcher Chreis Cheib Ärger machte.
 Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren gegen Carlos. Der Vorwurf: Drohung und Hinderung einer Amtshandlung.

Die Stadtpolizei wurde am Dienstag nach einer Anzeige aktiv. Offenbar war sie per Telefon alarmiert worden. Wo genau sich Carlos mit dieser Person gestritten hatte und wie er ihr gedroht haben soll, dazu will die Oberstaatsanwaltschaft nichts sagen.
«Die Hintergründe der Vorwürfe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen», sagt Bouvard.

Eine endlose Geschichte

Als die Polizisten Carlos festnehmen wollten, gab dieser laut BLICK-Informationen Fersengeld. Nach wenigen Metern holten ihn die Beamten aber ein. Carlos und die Justiz – eine endlose Geschichte.




Der 18-jährige Carlos hat bei einer Messerattacke eine Person schwer verletzt. Vorbestraft ist er wegen Raub, Gewaltdelikten, Drohung, Waffenbesitz und Drogenkonsum. Jugendanwalt Hansueli Gürber (hinten im Bild) liess ihm die Sonderbehandlung zukommen, die pro Monat 29'000 Franken kostete.
Im August 2013 stellt das Schweizer Fernsehen den verurteilten Messerstecher (damals 17) in einem Dok-Film vor. Später kommt aus: Die Betreuung des therapieresistenten Jugendstraftäters, ein sogenanntes Sondersetting, kostet pro Monat 29 000 Franken. Inklusive 4½-Zimmer-Wohnung, Thai-Boxen und Privat­lehrer.


Die Oberjugend­anwaltschaft bricht dieses Sondersetting ab und weist Carlos in ein Massnahmenzentrum für junge Straftäter ein. Monate später entscheidet das Bundesgericht für Carlos. Er kommt in Sondersetting Nummer zwei.
Die Kosten: 19 000 Franken. Bringen tut es nichts. Das Setting wird beendet, da es «keine erzieherische Wirkung» mehr hat. Carlos kommt Ende September frei und wohnt seither mit seinem Vater in einer Notwohnung der Stadt Zürich.

Kommentar: Es gibt leider Fälle, da sind Zeitgenossen unbelehrbar.
Viele Leser stört es, dass in der Schweiz jegliche masslose Therapien sang - und klanglos bezahlt werden -
die Opfer hingegen sich selbst überlassen bleiben.
Die Auswüchse der Sozial-Industrie müssten unbedingt einmal kritisch beleuchtet werden.
Bei Carlos ist eingetroffen, was Normalbürger mit gesundem Menschenverstand längst erkannt hatten.
Wie ist es möglich, dass ein renitenter Gewalttäter allen ständig auf der Nase herumtanzen kann? 
Was schlagen Sie vor? Mailen Sie Ihren Rat auf
k-k@bluewin.ch 

Die Kraft der Freundlichkeit

Wer nett ist, wirkt auf andere attraktiver

 

 

Pickel? Augenringe? Hören Sie auf, sich darüber Gedanken zu machen. Lächeln Sie stattdessen und seien Sie nett. Denn allein das lässt Sie strahlend schön erscheinen.

 In zahlreichen Seminaren (vor allem bei der Ausbildung zu diplomierten Kundendienstberatern) wurde am Schluss des Lehrganges bewusst, dass die FREUNDLICHKEIT etwas vom wichtigten ist im Umgang mit Menschen.

In jedem Beruf der mit Menschen zu tun hat, müsste sich dessen bewusst bleiben.  

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Ein strahlendes Lachen kann das Make-up ersetzen. (Bild: Aleksandar Mijatovic)
Aus 20 Min:
Aussehen ist nicht alles, weiss der Volksmund – und Recht hat er, wie chinesische Forscher im Fachjournal «Personality and Individual Differences» bestätigen. Sie haben herausgefunden, dass man mit seinem Verhalten und positiven Charaktereigenschaften noch mehr aus sich herausholen kann.

Für die Studie teilte das Team um Yan Zhang von der Huazhong University in Wuhan 120 Erwachsene in drei Gruppen auf. Anschliessend wurden alle Teilnehmer gebeten, die Fotos von 60 neutral schauenden Frauen zu bewerten. Ausschlaggebend dafür sollte deren Äusseres sein.


Folgenreiche Freundlichkeit
 
Zwei Wochen später wurde der Prozess wiederholt. Dieses Mal erhielten zwei der drei Gruppen jedoch zusätzliche Informationen zu den Fotos. Bei Gruppe 1 waren diese positiv (z. B. Freundlichkeit, Ehrlichkeit), bei Gruppe 2 hingegen negativ (z. B. Geiz, Unehrlichkeit). Gruppe 3 diente als Kontrollgruppe.
Während alle Probanden im ersten Durchlauf das Aussehen der abgebildeten Frauen in etwa gleich bewerteten, traten in der zweiten Runde deutliche Unterschiede zu Tage. So beurteilten diejenigen, die die positiven Begriffe erhalten hatten, die Fotos deutlich besser als die, die Negatives genannt bekamen, oder als die, die keinerlei Infos erhalten hatten.

Das zeigt laut den Forschern, dass Menschen positive Charaktereigenschaften durchaus mit einem schönem Aussehen assoziieren. «Dieses Phänomen ist auch als Halo-Effekt bekannt», so Zhang  In anderen Worten: Wer anderen freundlich gegenübertritt, hat grosse Chancen, als besonders attraktiv wahrgenommen zu werden.


Der Halo-Effekt:


LINKS:
23. Nov. 2007 ... "Charisma hat viele Facetten. Jacky Kennedy hat es gehabt, so wie auch Hitler oder Charles Manson. Sowohl Trickbetrüger, Charlatane und ...
www.rhetorik.ch/Charisma/Charisma.html

28. Okt. 2006 ... Kundenreklamationen. von Marcus Knill. Weniger Reklamationen, dank ... Kunden wertschätzen. Wünsche ernst nehmen. Zuvorkommend und ...
www.rhetorik.ch/Reklamationen/Reklamationen.html