| Herrliches warmes Maiwetter ist angesagt |
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Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Worte und Bilder, die unter die Haut gehen

Das Röschen, das die Gattin des Alt Bundesrates Deiss als Tattoo auf ihrer Schulter verewigen liess, fand noch ein grosses Medienecho. Heute ist dies nichts Besonderes mehr. Viele lassen sich unbedacht tätowieren, wohl wissend, dass die Worte und Bilder nicht ohne Schmerzen unter der Haut verewigt werden. Vielleicht aber auch - ohne zu wissen - wie toxisch die benutzte
Farbe ist und wie schmerzvoll das Entfernen einer Tätowierung sein kann. Von den Narben nicht zu sprechen. Die Totenköpfe, Jungfrauen usw. haben zudem keinen Langzeitwert.
Die alten STICH-Worte und STICH-Bilder kommen rasch aus der Mode , wie beispielsweise das Hirschgeweih im oberen Gesäss.

Ulrike Landfenster erwähnt zwar in ihrem jüngsten historischen Buch "Stichworte, Tätowierungen und europäische Schriftkultur", dass man bereits bei der 1991 entdeckten Gletscherleiche, Narbentätowierungen (die von Schnitten stammen) entdeckt habe.
Wenn man jedoch bedenkt, dass in Auschwitz die Nummerntätowierungen gleichsam ein in Fleisch geprägtes Mal Tatsache ist, fällt es schwer, die Tätowierung als alte Kulturtechnik zu bezeichnen. In der Antike wurden bereits Soldaten und Sklaven mit Tätowierungen stigmatisiert.
Laut Landfenster galt die Tätowierung in der Frühneuzeit als Ausdruck der Barbarei.
Heute sind Tätowierungen Botschaften, mit denen man der Umwelt nicht nur Persönliches von sich selbst preisgibt. Viele Bilder und Worte wollen auch die Umwelt beeinflussen. Wollen wir unseren Körper als PR - Plattform missbrauchen?
Lernen Sie NEIN sagen. Wollen Sie Ihre Haut zu einer Leinwand verkommen lassen?
So - wie wir im Netz (Facebook, Google usw.) die Gefahren und Folgen des unbedachten Publizierens kennen sollten, müsste sich die Oeffentlichkeit auch über die Auswirkungen des Tätowierens Gedanken machen. Auch hier gilt: Ueberlegen, denken - dann erst handeln.
Notiert von
marcus knill
um
08:32
Mittwoch, 23. Mai 2012

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von Hildegard Knill
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Sprachreiniger sind die Wegbereiter von Sprachpolizisten
Sprachreiniger werden nicht nur in den USA zu Volksbelehrern.
In den Staaten gibt es längst keine behinderten Mitbürger mehr. Sie sind "Herausgeforderte".
Auch bei uns nisten sich immer mehr Sprachreiniger in Redaktionen und Verlage ein.
Bei Ringier wurde beispielsweise der Begriff "Fussgängerstreifen" eliminiert. Mit dem Ausdruck "Zebrastreifen" wollte man die Frauen mit einbeziehen, obschon der Fussgängerstreifen nicht nur für Zebras geschaffen wurde.
In den Schulen darf es keine "Verhaltensgestörte" mehr geben. Euphemistische Begriffe wie "Verhaltenauffällige" oder "Verhaltenoriginelle" sollen die Störer im Unterricht nicht vor den Kopf stossen.
Schnörkellose Offenheit scheint verpönt. Wenn bei betroffenen Menschen - beispielsweise in den Staaten selbstverschuldeten übergewichtigen Kindern oder Truckerfahrern - in einer Kampagne nicht mehr als DICK bezeichnet dürfen - sondern den Terminus GROSS verankern wollen, so nützt dies nichts, zumal falsch ernährte Jugendliche schon in der Highschool zur Insulinspritze greifen müssen. Das Schönreden wird kein Umdenken bewirken.
Ich wehre mich seit Jahren gegen eine Sterilisierung der Sprache. Wenn wir die Auswüchse der Sprachpolizisten verhüten wollen, müssen wir dafür uns dafür einsetzen, dass wir bei eindeutigen Sachverhalten kein Blatt vor den Mund nehmen. Weshalb nicht Klartext reden und schreiben?
LINKS:
Sprachpolizei
Feministische Rhetorik
Weichspüler
Zebrastreifen
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Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen zu Recht, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich männlich geprägt waren, ...
www.rhetorik.ch/Feministisch/Feministisch.html
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1. Jan. 2004 ... Das Sachbuch "Die Sprachpolizei" von Diane Ravitsch analysiert und kritisiert Fehlentwicklungen und Auswüchse dieser zum Teil grotesken ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Aktuell_Jan_01_2004.html
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... 05: Wer steht, wird besser verstanden · 25 Nov 04: Zum Gebrauch des Plurals · 22 Sep 04: Modernes Latein · 01 Jan 04: Sprachpolizei säubert Schulbücher ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/Sprache.html
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9. Jan. 2011 ... Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Sprachpolizei · Das Elter · Kindergartenlehrperson · Feministische Sprache · Aktuell Sprache ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/01_09/index.html
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5. Juli 2011 ... Die "Genderpädagogen" durchkämmen als Sprachpolizisten die Märchen und Kinderbücher. So zwingen sie Mädchen zu Kampfspielen.
www.rhetorik.ch/Aktuell/11/07_05/index.html
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29. Dez. 2010 ...
Dez, 2010). Die Kindergartenlehrperson. Rhetorik.ch Artikel zum Thema:
Aktuell Sprache · Kindergartenlehrperson · Das Elter · Sprachpolizei ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_29/index.html
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15. Aug. 2006 ... Sprachpolizei · Medienrecht. In "20 Minuten" haben wir gelesen: "Je mächtiger der Suchmaschinenbetreiber Google wird, desto weniger Spass ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/06/08_15.html
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Notiert von
marcus knill
um
00:52
Dienstag, 22. Mai 2012
Siehe LINKS:
Airbagrhetorik
Quasseln
Reden und nichts sagen
Diplomatenrhetorik
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12. Mai 2002 ... "Airbagrhetorik" ist eine defensive Art der Kommunikation. Worthaufen drängen sich zwischen die Gesprächspartner. Diese leeren Worte im ...
www.rhetorik.ch/Airbag/Airbag.html
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12. Sept. 2007 ...
Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich
(www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer
Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/index.html
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Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Der Vorteil der Airbag-Rhetorik liegt auf der Hand: Niemand kann die Redner später an den Aussagen messen. Wenn das Pu- blikum solche Standardphrasen ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/09_12/09_07.pdf
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Über die fragwürdige Kunst des Redens mit hohlen Worthülsen. Sehen Sie auch die Beiträge über Quasseln und Airbagrhetorik.
www.rhetorik.ch/Hohl/Hohl.html
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14. Sept. 2009 ... Das Studium der Fotostrecke illustriert, dass diese Frau schon immer wusste, was sie wollte. Ihre Airbagrhetorik wird gezielt eingesetzt und ist ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/09/09_14/index.html
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24. Dez. 2010 ... Worthülsen oder Airbagrhetorik sind Formulierungen, die Redner oder Schreibende gedankenlos einsetzen ohne zu überlegen, was die Worte ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/10/12_24/index.html
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8. Dez. 2005 ... Nach ihrem 50-minütigen Treffen zwischen Condoleezza Rice und Angela Merkel erklärte die Kanzlerin, Rice habe Fehler zugeben.
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/12_08.html
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11. Sept. 2008 ...
Die folgende Analyse ist in der Zeitschrift Persönlich
(www.persoenlich.com), dem online Portal der Schweizer
Kommunikationswirtschaft im ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/09_11/index.html
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Notiert von
marcus knill
um
03:12
Montag, 21. Mai 2012
Sarrazin-Auftritt in der ARD
Jauch zeigt Mut zur Lücke
Es gab mittlerweile so viele misslungene Diskussionsrunden zur Euro-Krise, dass bei SPIEGEL ONLINE schon die Forderung aufkam, dieses Thema für Talkshows zum Tabu zu erklären. Günther Jauch hat am Wochenende den Beweis geliefert: Es geht! Für eine gute Talkshow zum Thema Euro-Krise reicht es völlig, die Zahl der Gäste zu halbieren - um die richtige Hälfte versteht sich. Großrhetoriker Steinbrück und Provokationsprofi Thilo Sarrazin diskutierten über genau die Fragen, die vermutlich eine ziemlich große Zahl von Deutschen umtreibt. Und gleichzeitig strafte die Debatte ganz nebenbei all jene rechten Verschwörungstheoretiker und Sarrazin-Jünger lügen, die gerne über angebliche Denk- und Sprechverbote in Deutschland spintisieren.
Denkverbote gab es nicht, alles kam auf den Tisch: Sind die Deutschen auch wegen des Holocaust so gute Europäer? Steinbrück würde es differenzierter ausdrücken, sagt ansonsten aber sinngemäß: Ja, und das ist auch gut so. Ein "solcher politischer und ökonomischer Klotz wie Deutschland" mit solch dunkler Vergangenheit sei für seine Nachbarn eben nur zumutbar, wenn er in europäische Institutionen eingewoben sei. Sarrazin sagt sinngemäß: Ja, und das ist nicht gut so.
Und zeigen die im Zuge der Euro-Krise wieder aufgebrochenen Vorurteile von Schummel-Griechen und deutschen Spar-Diktatoren möglicherweise, dass der Euro eben nicht zur europäischen Einigung beiträgt - sondern zur europäischen Zwietracht (Sarrazin)? Oder entstehen diese Ressentiments nur, weil das Krisenmanagement der Bundesregierung versagt hat (Steinbrück)? An dieser Stelle konnte man einmal mehr froh sein, dass kein Proporzgast aus dem Regierungslager anwesend war, sonst wäre die Runde mindestens zehn Minuten lang in den Doof-selber-doof-Modus zurückgefallen.
Stattdessen ging es noch darum, ob eine gelungene europäische Einigung eigentlich nur die Summe aus Frieden, Demokratie und Wohlstand darstelle (Sarrazin) - oder ob da noch mehr sei, eine Art europäische Mission in der Welt. Steinbrück: "Unabhängige Gerichte, Sozialstaat, Trennung von Staat und Kirche, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Aufklärung - das ist Europa, und davon finde ich bei Sarrazin nichts."
Dazwischen noch eine Menge Ökonomie aus der absoluten Spezialitätenabteilung, die richtige Interpretation von Außenhandelsstatistiken etwa oder das Timing der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Aber immer, wenn die beiden gefühlten Großvolkswirte Steinbrück und Sarrazin allzu penetrant die Länge ihrer Rechenschieber vergleichen wollten, beendete Jauch die Fachdebatte, kehrte zurück zur großen Frage, wie eigentlich Euro und Europa zusammenhängen, und entlockte Sarrazin ganz zum Schluss noch das Bekenntnis, dass er bei der nächsten Bundestagswahl vermutlich wieder SPD wählen werde.
Kommentar: Günther Jauchs Meinung und die Antipathie des Publikums gegenüber Sarrazin war deutlich erkennbar. Sarrasin stand im Gegenwind. Dennoch holte sich der Moderator viele Punkte, weil er sich vom Druck von aussen nicht beeinflussen liess und den Mut aufbrachte, heisse Tabuthemen offen und vertiefend auszudiskutieren. Die Kontrahenten Steinbrück und Sarrazin brachten es meist fertig, die missliebige Gegenmeinung zu erdulden. In der Regel liessen sie das Gegenüber ausreden. Nur einige Male konnte sich Steinbrück nicht mehr beherrschen. Dank Günther Jauch kam es bei dieser Auseinandersetzung zu einem echten Meinungsaustausch. Ich bin überzeugt: Bei einer grösseren Runde hätte der Zuschauer vor allem Quasselrhetorik anhören müssen, weil in grösseren Runden viel leeres Stoh gedroschen wird. Die Reduktion der Gesprächsteilnehmer hatte sich somit ausbezahlt.
Nachtrag: Mich erstaunen heute die zahlreichen positiven Echos im Netz für Sarrazin.
Beide Kontrahenten konnten bei Jauch ihre egoistischen Ziele verwirklichen. Steinbrück war es möglich, sich als Kanzlerkandidat zu profilieren und Sarrazin als Werbeträger seines neuen Buches.
Notiert von
marcus knill
um
09:04

Letzte Woche arbeitete ich wiederum mit Steffen Lukesch zusammen. Mein Partner und Fernsehprofi betonte in unserem anspruchsvollen Intensivseminar mit Führungskräften:
Dieser Gedanke macht uns einmal mehr die Bedeutung der Augenkommunikation bewusst:
LINKS:
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7. Jan. 2007 ... Der Blickkontakt darf als Kommunikationsbrücke nicht unterschätzt werden. Schlechter Blickkontakt reduziert die Wirkung beim Gegenüber.
www.rhetorik.ch/Blickkontakt/Blickkontakt.html
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24. März 2007 ... Wir haben erlebt, dass der Blickkontakt dann automatisch stimmt, ... Wer während des Sprechens an den Blickkontakt denkt, wirkt lächerlich.
www.rhetorik.ch/Ueberzeugen/Erfolg.html
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Ich habe in einer Seminararbeit der Uni Freiburg zu dieser Thematik in einem e - book folgende Seiten gefunden:
Augenkommunikation
Hier werden wertvolle Erkenntnisse aufgelistet. Daraus einige Aspekte:
4. Blickverhalten
4.4) Blickverhalten in der Konversation
Notiert von
marcus knill
um
07:32


