Dienstag, 5. April 2016

Wenn Kühe nach dem Winter den Frühling spüren

"Freiheit die ich meine!"

Das Video des Bauern Pfister wird ein Hit:

Aargauer Kühe hüpfen um die Wette



 Video Bauer Pfister aus dem Fricktal filmte seine Kühe, 
als sie das erste Mal dieses Jahr auf die Weide durften. 
Das Video wird zum viralen Hit. Mehr...

KOMMENTAR: Das zeigt, wie wichtig 
für alle  Lebewesen 
die Freiheit ist.
 

Christian Amsler spricht Klartext

«Es ist inakzeptabel, den Händedruck zu verweigern»

Keine Ausnahmen beim Handschlag in Schulen: Das fordert Christian Amsler, Präsident der Schweizer Erziehungsdirektorenkonferenz. 

Quelle Tagi-online

Der Händedruck gehört zum Unterricht dazu, findet Amsler – auch zwischen Lehrerinnen und muslimischen Schülern.
Der Händedruck gehört zum Unterricht dazu, findet Amsler – auch zwischen Lehrerinnen und muslimischen Schülern. Bild: Symbolbild/Keystone













Eine Sekundarschule im Kanton Baselland hat entschieden, dass muslimische Schüler ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen nicht die Hand reichen müssen. Hätten Sie das auch so gemacht?

Nein, das ist ein klarer Fehlentscheid. Die Schule wollte womöglich einfach ein unangenehmes Problem aus dem Weg haben. So hat man für die Schüler offenbar eine Ausnahme gemacht.  

Was soll eine Lehrerin tun, wenn ein Schüler auf Allah verweist und ihr den Händedruck verweigert?
 
Ich verstehe, dass man als Pädagogin in einem solchen Moment zuerst einmal perplex ist. Ich glaube, man sollte sofort das Gespräch suchen, zuerst mit dem Schüler, und dann auch mit den Eltern. Man muss ihnen unmissverständlich klar machen, dass diese Geste zu unseren Gepflogenheiten gehört. Es ist inakzeptabel, den Händedruck zu verweigern. Aus meiner Sicht gibt es hier keinen Verhandlungsspielraum – und ich bin sicher, dass es grosse Teile der Schweizer Gesellschaft auch so sehen.
Warum ist ein simpler Händedruck so wichtig?

Der Handschlag am Morgen ist ein wertvolles Ritual. Man heisst die Schüler willkommen, blickt ihnen in die Augen – und gibt ihnen so zu verstehen: Du bist jetzt in meiner Obhut. Genau so habe ich es als Primarlehrer auch gemacht. Man spürt so auch sehr schnell, wie eine Schülerin oder ein Schüler drauf ist, wie es ihr oder ihm geht. Ich finde nicht, dass man hier aus Rücksicht auf religiöse Hintergründe eine Ausnahme machen sollte.


Die betroffene Schule hat den Kanton eingeschaltet, um Hinweise zu erhalten, wie man mit solchen«Handschlag-Verweigerern» umgehen soll. Warum sind unsere Schulen mit dieser Art von Problemen so schnell überfordert?

Es ist nun mal so: Wir haben heute mehr Schüler, die anderen Religionen angehören, also müssen wir uns auch vermehrt mit solchen Fragen befassen. Sie kennen die Fälle: Schwimmen, Kopftuch, Feiertage, Ernährung. Die Debatte entzündet sich immer wieder an gefühlt kleinen Ereignissen. Dazu kommt die angespannte Stimmung gegenüber dem Islam in ganz Europa. Ich finde, unsere Schulen haben bis jetzt meist sinnvolle Lösungen gefunden. Aus meiner Sicht ist es darum auch nicht nötig, dass man nun Richtlinien ausgearbeitet und Gutachten schreibt, dass sich nun Wissenschaftler und Politiker bis in die höchsten Ebenen damit befassen. Ich hoffe, dass die betroffene Schule sich die Sache nochmals überlegt und einen pragmatischen Weg findet.

Was ist zu tun, wenn ein Elternteil dem Sohn trotz Mahnungen sagt: «Du gibst keiner Frau die Hand, auch nicht der Frau Lehrerin?»

Dann ist zu befürchten, dass es läuft wie in der Kopftuchdebatte: Am Schluss muss ein Richter entscheiden. (Tages-Anzeiger)
(Erstellt: 03.04.2016, 18:56 Uhr)


Der Schaffhauser Regierungsrat (FDP) leitet die Konferenz der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren. Der 52-Jährige arbeitete selbst rund zehn Jahre lang als Primarlehrer.

KOMMENTAR:

Spannend wie die Leserschaft auf die Handschlag -verweigerungsgeschichte  reagiert.
Die grosse Mehrheit vertritt die Meinung, dass wir in der Schweiz keine Parallelgesellschaften wünschen und es ein Akt der Höflichkeit ist, sich den Gepflogenheiten eines Gastlandes anzupassen.
Wer im Iran Ferien verbringt, wird null Toleranz entgegengebracht.
Es gibt Leser, die Verständnis zeigen für die Verweigerer, aber sich anderseits gegen die Edelweisshemdenträger stark gemacht haben.
Es lohnt sich, in der Schule Spielregeln durchzusetzen: Unter dem Hinweis, Religion sei Privatsache verbunden mit der Ansicht, der öffentliche Raum soll neutral bleiben, werden vielerorts christliche Symbole demontiert. Vor den Muslimen dürfen die öffentlichen Verantwortlichen  nicht einknicken und jede erwünschte Sonderregelung, Respektlosigkeit oder  Ablehnung unserer Kultur erlauben. 
Nachtrag: Händedruckgeschichte ohne Ende.
Sogar Bundesrätin Sommaruga lässt sich verlauten. Für sie gibt es keinen Dispens vom Händedruck in der Schule.
Ich zitiere noch SRF:

Rektor rechtfertigt sich

Zuvor hatte sich erstmals auch die Leitung der Therwiler Sekundarschule öffentlich geäussert. Rektor Jürg Lauener stehe nach wie vor zur Sonderregelung für die beiden muslimischen Schüler. Man habe ja nicht einfach nur nachgegeben, sondern einen Kompromiss geschlossen, rechtfertigt er sich. So sei vereinbart, dass die beiden Schüler auch den männlichen Lehrern die Hand nicht mehr geben dürfen. «Sie dürfen den Lehrern und den Lehrerinnen nicht mehr die Hand geben. Damit ist die Diskriminierungsfrage für uns beseitigt», betont Lauener.
Für die Öffentlichkeit ist das Thema damit aber keineswegs abgehakt. Auch wenn die Schulleitung von einem Kompromiss spricht, ist klar: Die Wurzel des ganzen Konflikts liegt darin begründet, dass zwei Schüler aus religiösen Gründen, Frauen den Händedruck verweigern.
Ganz wohl war dem Therwiler Schulrektor dabei aber offenbar nicht. Nachdem seine Schule im November die Sonderregelung vereinbart hatte, informierte er das Basellandschaftliche Bildungsdepartement. «Es ist ein Problem, das in allen Schulen auftauchen könnte», sagt Lauener. Er schlägt daher vor, dass der Kanton möglichst bald Vorschriften oder Empfehlungen für solche Situationen herausgibt, um Schulen eine Orientierung zu geben, wie sie sich in gewissen Situationen verhalten sollen. «Das erwarte ich». Bis eine solche kantonale Vorgabe kommt, bleibt die Sonderregelung an der Sekundarschule Therwil aber in Kraft.

Lehrerverband: «Keine gute Lösung»

Deshalb verstummt auch die Kritik am Vorgehen in Therwil nicht. «Es ist für mich ein Novum, dass Schülern quasi erlaubt wird, den Lehrpersonen den Händedruck zu verweigern. Ich halte das für keine gute Lösung, weil für alle Schüler die gleichen Regeln gelten sollten», sagt etwa Beat Zemp, Präsident des Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverbandes.

Baselbieter Lehrerverein gegen Therwiler «Händedruck-Deal»

5:16 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 04.04.2016
Mit der Sonderregelung werde ein falsches Signal ausgesendet, und zwar auch für die beiden betroffenen Schüler selber, denn sie hätten ja auch später im Berufsleben mit Arbeitskolleginnen, Chefinnen oder Kundinnen zu tun.

Klares Stoppsignal gefordert

Konservative Muslime argumentieren, eine Frau nicht zu berühren sei eine Form des Respekts. Dem widerspricht die Politikwissenschaftlerin Elham Manea deutlich. Einer Frau die Hand nicht zu geben, zeuge von einer fundamentalistischen Religionsauslegung, findet die schweizerisch-jemenitische Doppelbürgerin und liberale Muslimin. «Es geht nicht um Respekt. Es geht um eine Weltanschauung, die die Frau als sexuelles Objekt betrachtet.»
Ein Fall wie in Therwil, wo zwei muslimische Schüler den Lehrerinnen die Hand nicht mehr geben wollen, ist extrem selten in der Schweiz. Trotzdem findet Manea wichtig, dass diese Diskussion jetzt geführt wird. Sie verlangt, dass die Schweizer Behörden nun ein klares Stoppsignal setzen. Sonst würden fundamentalistisch denkende Muslime immer weitere Ausnahmeregelungen fordern.

BLICK:

WIE DIE MUSLIMBRUEDER DEM REKTOR DIE REGELN DIKTIEREN

BLICK trifft einen Verwandten der Muslim-Teenies. Auch er versteht A. und N. nicht. «Es gibt jetzt eine so grosse Aufregung um die Sache. Sie sollten sich den hiesigen Gepflogenheiten anpassen», sagt er. Und weiter: «Die beiden haben einen viel strengeren Glauben als ich. Sie dürfen keine Frau ausserhalb der engsten Familie berühren. Sogar die Cousine gehört schon nicht mehr zum engsten Kreis.»
Die beiden Brüder handelten aus eigenem Willen. «In Syrien ist man bereits ab 14 volljährig. Man kann heiraten und ohne Zustimmung der Eltern ein Haus kaufen», sagt der Verwandte. Er erklärt: «Darum sind die beiden auch selber verantwortlich für ihre Entscheidung.»
Der Handschüttel-Fall kam schon letzten November vor die Schulleitung. «Die beiden Schüler gaben den Lehrerinnen nicht mehr die Hand. Diese fühlten sich diskriminiert und beschwerten sich bei mir», sagt Schulrektor Jürg Lauener (61) zu BLICK.
Im Dezember rief er alle Beteiligten zu einer Krisensitzung. «Wir bestanden darauf, dass die Eltern mitkommen», so der Rektor. Doch die beiden Muslim-Teenies gaben die Bedingungen durch. «In ihrem Kulturkreis gelten die Jungs nun mal als volljährig», so Lauener. «Wir lösten das Problem dann so, dass die beiden Schüler sowohl die Hand der Lehrerinnen, aber auch die der Lehrer nicht mehr schütteln. Damit sei die Diskriminierung aus der Welt geschafft.»
Ganz so wohl scheint dem Rektor dabei aber nicht zu sein. «Wir haben der Direktion für ­Bildung, Kultur und Sport eine Anfrage geschickt, wie man einen solchen Fall handhabt. Bisher haben wir noch keine Antwort erhalten», sagt Lauener.
Dabei sei das Ritual des Händeschüttelns wichtig. «Früher war das wenig verbreitet. Mit den Jahren hat es sich aber etabliert und gehört zu den sozialen Gepflogenheiten an der Schule.»
Für Beat W. Zemp, den Präsidenten des Schweizer Lehrerverbands, ist der Fall eindeutig: «Ich hätte als Schulleiter sicherlich anders entschieden. Der Händedruck ist Teil unserer Kultur.»
Mittlerweile sah sich sogar Justizministerin Simonetta Sommaruga zur einer Stellungnahme genötigt. «Das geht nicht. So stelle ich mir Integration nicht vor», sagte die Bundesrätin in der TV-Sendung «10 vor 10».
A. und N. waren im Unterricht. Sie wollten gegenüber den Medien keine Aussage machen. Sie haben ihre Schule in der Hand.

    Montag, 4. April 2016

    Der Schnee kommt zurück

    Bei uns erst am Freitag
    laut 20 Min:

    Zur letzten umstrittenen ARENA

    MEINE GEDANKEN ZUR  ARENA
    (DIE NEGATIVEN ERWARTUNGEN WURDEN NICHT ERFUELLT)

    Bildergebnis für Arena Blancho
    Bildergebnis für Arena Blancho
    Bildergebnis für Arena Blancho 
    Schon vor der Sendung gingen die Wogen hoch.
    Jonas Projer wurde kritisiert, weil er den umstrittenen Zentralrat Blancho eingeladen hatte:

    Ich zitiere Persönlich:

    Der umstrittene Präsident des islamischen Zentralrats ist zu Gast bei Jonas Projer. In den sozialen Medien gehen die Wogen hoch. Der Moderator verteidigt seinen Entscheid.
    Freitag ist Arena-Tag. Auch diese Woche, in Hinblick auf die vergangenen Anschläge in Brüssel, wartet Moderator Jonas Projer mit einem brisanten Thema auf: «Angst vor dem Islam» titelt das SRF im Newsletter. Auf Anfrage von persoenlich.com berichtet Projer, dass vor allem zwei Themen im Zentrum stehen: Leben im Umfeld der terroristischen Verbrechen und das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in der Schweiz. Zwei grosse Brocken, die von vier Muslimen diskutiert werden sollen.

    Dafür habe man eine liberale, zwei «mittige» sowie «am anderen Ende des Spektrums» einen Vertreter des islamischen Zentralrats eingeladen. Bei letzterem handelt es sich um Nicolas Blancho, den Präsidenten der Organisation, welcher in der Vergangenheit immer wieder durch seine ultra-konservativen Wertvorstellungen auffiel. Blancho rede an einem Ende, Jasmin El Sonbati, Gründungsmitglied vom Forum für einen fortschrittlichen Islam, am anderen, relativiert Projer. 
    Ende Zitat


    Ich verfolgte die umstrittene Sendung mit grossem Interesse, zumal dem Moderator bereits vor der Sendung vorgeworfen wurde, er habe nur Muslime eingeladen.

    Wer die Sendung verfolgen konnte, war  überrascht, wie die Thematik trotz angeblich einseitiger Runde gut beleuchtet werden konnte.

    1. Die Arena wurde eindeutig entschlackt und dadurch die Dichte des üblichen Ablaufs  wesentlich entlastet. Es agierte nur noch  ein fundierter Experte. Der Prüfstand fehlte.

    2. Neu wurde das Publikum vermehrt in die Diskussion mit einbezogen. (Ein Wunsch, der früher immer wieder vorgebracht wurde). Die Zuschauer waren in dieser Sendung auch viel besser beleuchtet und verschwanden nicht mehr gleichsam in einer Dunkelkammer.
    Die Sendung hatte Bodenhaftung mit den Voten aus dem Publikum,  beispielsweise mit dem Chauffeur und seinen konkreten Bedenken. Oder auch mit der Frau, die es nicht begreifen konnte, dass Kinder von islamischen Familien im Baselbiet ihrer Lehrerin  die Hand nicht mehr reichen durften.
    Im Gegensatz zu den ersten Sendungen war die jüngste Ausgabe eindeutig dialogischer und dadurch wurde auch der Moderator als lockerer empfunden.

    3.  Die üblichen Ausweichtechniken der Extremisten konnten nicht mehr so einfach zelebriert werden, wie bei früheren Sendungen, bei denen fragwürdige Vertreter des Islams mit diskutierten. Jonas Projers Nachhaken erschwerte die Versuche der bekannten NICHT-Antworten.
    Blancho versuchte zwar immer wieder, jegliche Kritik am Islam als Islamophobie abzutun. Sein Argumentationskonzept: Die Gewaltaktionen sind für ihn die Frucht der Islamophobie in unseren Kulturkreisen.

    4. Durch den  geschlossene Auftritt von Muslimen konnte  herausgeschält werden, dass die einzelnen Akteure eigentlich nur einen Teil der islamischen Bevölkerung repräsentierten und sich der Zentralrat nur verbal eine zentrale Funktion zuschreibt und gar nicht so ernst genommen werden müsste, wie er sich gibt.
    Es wurde ferner deutlich, dass die verschiedenen Vertreter in vielen Fragen sehr uneinig sind. Bei der Verweigerung der Handreichung bei Frauen trat sogar eine Spaltung der verschiedenen Akteure zu Tage.


    Ich persönlich war erstaunt, wie sich die Vereinfachung des Konzeptes positiv auf die ganze Sendung auswirkte.

    Der Einschub aus dem Publikum mit der Verweigerung des Handschlages bei Lehrerinnen wurde hernach sogar zu einem grossen Medienthema. Weil der Moderator wissen wollte, ob der Handschlag verweigert werden dürfte in unserem Kulturkreis, kam der oberste Muslim der Schweiz Montassar Benmrad bei seinem Auftritt in Schleudern. Er beantwortete die eindeutige Frage nicht, ob er es richtig finde, wenn der Händedruck an Schulen in der Schweiz verweigert wird. Projer akzeptierte dieses Ausweichen nicht. Er wiederholte in gewohnter Manier  seine eindeutige Frage und erhielt als Antwort ein „Ja und nein“ mit der weichgespülten Ergänzung im Konjunktiv: „Ich würde sagen, eher nein“.

    Im Vorfeld sagte Jonas Projer zu dieser umstrittenen Sendung:


    «Eine gute Arena ist zuallererst inhaltlich relevant – denn dafür bezahlt man die Gebühren.Wenn die Debatte zusätzlich auch noch emotional und spannend ist, gehe ich richtig zufrieden nach Hause. Diese Woche bin ich riesig gespannt».

     
    FAZIT: Die Sendung war inhaltlich tatsächlich relevant.
    Ich teile die Meinung jener Medienkritiker nicht, die Jonas Projer vorwerfen, er habe Blancho eine Werbeplattform im öffentlich- rechtlichen Fernsehen geboten.
    Im Gegensatz zu früheren Auftritten (ARENA und SCHAWINSKI) wurden die Ausweichmanöver entlarvt und der Moderator drohte sogar dem gewieften Agitator das Mikrofon abzustellen, als er sich um die Schlussfrage mokiert hatte und einen Werbespot für IZRS-Veranstaltung  einschieben wollte.
    Wie bei der Analyse Medienclub mit Franz Fischlin, vertrete ich auch bei dieser Sendung die Meinung: Das Fernsehen darf die Vertreter einer relevanten Gruppe nicht ausladen, wenngleich ihre Meinung für viele Zuschauer als fragwürdig oder unzumutbar empfunden werden.

     
    LINK:



    Marcus Knill

    26.03.2016

    Der Medienclub hätte die Berichterstattung über Flüchtlinge analysieren sollen. Stattdessen dominierte Polemik.

    NACHTRAG AUS 20 MIN:

    In der Sendung «Arena» vom letzten Freitag wich Montassar Benmrad dieser Frage zuerst aus. Benmrad ist der Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen Fids, die als gemässigt und liberal gilt. Auf Nachfrage antwortete Benmrad: «Ja und nein. Ich würde sagen, eher nein.» Als die «Schweiz am Sonntag» nachhakte, meinte Benmrad, er empfehle den muslimischen Schülern Frauen die Hand zu geben. Man solle aber Geduld haben mit Muslimen, die es anders hielten und der Meinung seien, dass es respektvoll sei, die Hand eben gerade nicht zu geben.
    «Verführung verhindern»
    Zu diesen Muslimen gehört etwa Qaasim Illi vom Islamischen Zentralrat Schweiz. Illi, der fremden Frauen die Hand nicht gibt, heisst den Entscheid von Therwil gut und plädiert für mehr Toleranz. «Es gilt das Konzept der Geschlechtertrennung um die Verführung zu verhindern.» Es sei im Islam ein Tabu, dass Männer Frauen die Hand geben. Dieses Prinzip gelte auch umgekehrt, weshalb es falsch sei, von Frauendiskriminierung zu sprechen.
    Illi warnt davor, die Vereinbarung von Therwil wieder aufzulösen: «Würde die unsittliche Annäherung zwischen einem jungen Mann und einer Lehrerin erzwungen, grenzt das an körperlicher Nötigung.» Überhaupt versteht er die ganze Aufregung nicht: «Nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln forderten alle lautstark, dass Muslime sich von Frauen fernhalten sollen. Und jetzt fordert man plötzlich wieder körperliche Nähe.»
    «Sind hier nicht in Saudi-Arabien»
    Für die Händedruckverweigerung gar kein Verständnis hat dagegen Saida Keller-Messahli vom Forum für einen fortschrittlichen Islam. «Wir leben hier nicht in Saudi-Arabien.» Man dürfe den Forderungen extremistischer muslimischer Männer nicht nachgeben. Denn das bedeute, den politischen Islam zu unterstützen.»
    Das Thema bewegt auch die 20-Minuten-Leserschaft. 87 Prozent der über 18’000 Umfrage-Teilnehmer finden die Händedruckverweigerung inakzeptabel. Auch Andersgläubige müssten sich der Schweizer Kultur anpassen. 5 Prozent sind der Meinung, das zeuge von Respekt gegenüber anderen Kulturen. 8 Prozent können die Diskussion um einen simplen Handschlag nicht verstehen.

    Sonntag, 3. April 2016

    Schmerzgrenze scheint noch nicht erreicht

    Erstaunlich, was sich Menschen alles antun, 
    um aufzufallen.




    (grossflächige, schwarze Tätowierungen)






    Der letzte Schrei: Blackout Tattoos:
    Alles wird in Kauf genommen.
    Grenzenloser Schmerz, gesundheitliche Schäden usw.

    Ich zitiere aus 20 Min:









    KOMMENTAR: Für mich unvorstellbar, dass jemand Beruf, Karriere so leichtsinnig auf Spiel setzen kann.
    Wer ein gesundes Selbstwertgefühl hat, verzichtet auf irreversible Tattoos
    LINKS:

    21. Juni 2015 ... Ich kenne einige Unternehmen, die wünschen keine Mitarbeiter mit Tatoos, vor allem, wenn sie Kundenkontakt haben. Eltern und Lehrer ...
    knill.blogspot.com
    6. Apr. 2015 ... Lieber kein Tatoo, als sich nachträglich ärgern und leiden. Wer sich leichtsinnig Tattoos stechen lässt, muss sich der Nachteile bewusst sein.
    knill.blogspot.com
    9. Dez. 2014 ... Tatoos sind zwar mit Schmerzen und Kosten verbunden. Doch gemacht sind sie schnell. Die wenigsten denken ans Entfernen der Tatoos
    knill.blogspot.com
    2. Febr. 2013 ... So wie die Stimme, die Mimik und Gestik und die Kleidersprache sagt auch das Tatoo etwas aus über eine Person die sich stechen liess oder ...
    knill.blogspot.com

    Rückkehr des legendären Jaguar XK-SS

    Als moderner Klassiker

    Jaguar schliesst weitere Lücken in seinem Fahrgestellnummern-Archiv. Nach sechs Lightweight E-Type bauen die Briten nun neun XK-SS aus den 50er-Jahren nach.

    Ausländerkriminalität

    Weshalb sind Ausländer 

    häufiger kriminell?

    (Ich zitiere BLICK-online) Ausländerkriminalität ist kein Phantom – sondern Tatsache. Davon ist der Strafrechtler und Sozialdemokrat Martin Killias überzeugt. Dass seine eigene Partei das Thema tabuisiere, sei ein Fehler.
     
    Jugendliche treten ein Opfer (gestelltes Symbolbild)
    Falsche Hobbys? Ausländer werden häufiger kriminell (Symbolbild).
     

    Ist die Ausländerkriminalität bloss ein Hirngespinst?

    Nein, behauptet der bekannte Kriminologe und Strafrechtler Martin Killias. Nicht nur die Kriminalitätsstatistik, sondern auch seine eigenen Studien mit Opfern von Straftaten würden dies bestätigen.
    «Es dominieren jüngere Männer und bei Gewaltdelikten auch solche, die die Opfer wegen der Sprache (mehr noch als wegen des Aussehens) als ausländisch wahrnehmen», schreibt Killias im einem Gastkommentar im «Tages-Anzeiger».

    Secondos häufiger delinquent als ihre «Cousins»

    Zudem würden bei Schülerbefragungen Jungen mit Migrationshintergrund häufiger von begangenen Straftaten berichten als andere. Und: Secondos seien häufiger delinquent als ihre «Cousins» in den Herkunftsländern ihrer Eltern. 
    «Man wollte in Genf keine Erfolgskontrollen.» - Martin Killias
    Der Kriminologe und Strafrechtler Martin Killias (Archiv) Keystone
    Ausländerkriminalität sei also keine Folge von Kriegstraumata, so Killias. Auch vom Import einer «Gewaltkultur» könne man nicht sprechen. 
    Bloss: Wieso werden Menschen mit Migrationshintergrund dann häufiger kriminell?
    Der Kriminologe führt das auf «die spezifischen Bedingungen des Aufwachsens hierzulande zurück» – vor allem die Freizeitgestaltung habe einen grossen Einfluss auf das Verhalten junger Menschen.

    Hobbylos macht kriminell

    Im «Tages-Anzeiger» schreibt Killias: Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien «haben generell weniger strukturierte Hobbys wie Musik, Literatur und Theater, sie treiben weniger Sport – und wenn schon dann Fussball und Kampfsport – und verbringen mehr Zeit ziellos im öffentlichen Raum».
    Leider, so Killias, werde gerade Musikunterricht aber von «konservativen Politikern» nicht als wichtiger Beitrag zur Integration wahrgenommen – sondern lediglich als Ausgabenposten. 

    Attacke gegen links

    Doch der Sozialdemokrat stichelt nicht nur gegen rechts, er greift auch seine eigene Partei an – weil sie die Fakten nicht wahrhaben will und Ausländerkriminalität tabuisiert. 
    Das habe dazu geführt, dass SP und Grüne 2010 den Gegenvorschlag zur Ausschaffungsinitiative bekämpft hätten und heute deshalb nicht dieser «massvolle Text» in der Verfassung steht, sondern «ein um Welten schlechterer» in Kraft tritt. 
    «Mit Tabus kann man sich ins Bein schiessen», folgert Killias im Kommentar.

    KOMMENTAR:
    Zielloses Herumlungern und Langeweile ist ein guter Nährboden,  um kriminell zu werden. Das leuchtet ein.
    Sicherlich trifft  Martin Kilias den Nagel auf den Kopf, wenn er
    feststellt, dass all jene Kreise,  welche die Fakten nicht wahr haben wollen, sich  letztlich selbst ins Bein schiessen.
    Aus den wertvollen Gedanken des Strafrechtlers müssten folgende Schlüsse gezogen werden:
    Asylanten müsste ein strukturierter Alltag  ermöglicht werden (sinnvolle Hobbys sind gefragt) und die linken und grünen Parteien dürften die Ausländerkriminalität nicht mehr länger tabuisieren.