Ein erfahrener Lehrer sagte mir in einer Weiterbildung:
Heute würde ich nicht mehr Lehrer werden!
Der Grund: Wenn Sonderschüler in die Normalklassen integriert werden müssen
und Lehrkräfte sich vor allem den verhaltensgestörten Kindern widmen müssen,
leiden die anderen Kinder darunter.
Bei der früheren Sonderschulung wurde beiden - den schwächeren Schüler und den Normalbegabten - gerechter.
Obschon einige der sogenannten verhaltensauffälligen Schüler den Unterrichts ständig STOEREN, meiden Pädagogen bewusst den Ausdruck "verhaltensgestört".
Es ist unverständlich, dass alle Kinder leiden müssen - nur aus falsch verstandener Gleichmacherei.
Ich zitiere 20 Min:
Lehrer wegen Sonderschülern am Limit
Seit dem Jahr 2000 hat sich mancherorts die Zahl der Sonderschüler mehr als verdoppelt. Auch die Kosten sind explodiert.
Die Anzahl der Sonderschüler sowie die Kosten sind deutlich gestiegen
– in mehreren Kantonen: Schüler während des Unterrichts. (Symbolbild)
Die Zahl der Sonderschüler ist in
mehreren Kantonen massiv gestiegen. Das schreibt die «SonntagsZeitung».
Im Kanton Zürich hat sich die Zahl seit dem Jahr 2000 mehr als
verdoppelt. 5067 Kinder und Jugendliche sind aktuell laut Angaben der
Bildungsdirektion als Sonderschüler eingestuft – so viele wie noch nie.
Ihr Anteil an der gesamten Schülerschaft legte von 1,7 auf 3,7 Prozent
zu.
Entsprechend stiegen die Kosten: In knapp zehn Jahren
von 240 auf 370 Millionen Franken jährlich. Das Problem kennen auch
andere Kantone. In Luzern kletterte die Quote der Sonderschüler seit
2005 von rund 2 auf 3,4 Prozent, inzwischen sind 1335 Kinder
Sonderschüler und erhalten intensive Betreuung. Auch das ist ein
Höchststand. Im Kanton Bern stieg die Zahl von 1641 auf rekordhohe 2406 –
eine Zunahme um 50 Prozent.
Gewaltige Aufgabe für Schulen
Allein
in den letzten fünf Jahren explodierten die Kosten für Sonderschüler im
Kanton Bern um 22 Prozent auf jährlich 217 Millionen Franken. Die
Zunahme ist vor allem auf die steigende Zahl von Sonderschülern
zurückzuführen, die in die normalen Regelklassen integriert werden,
gleichzeitig nimmt die Schülerzahl an den herkömmlichen Sonderschulen
kaum ab.
«Heute wird zu schnell irgendetwas diagnostiziert und
therapiert», sagt Kaspar Vogel, Präsident des Lehrerverbands Sek ZH und
Sekundarschullehrer in Winterthur. Die Behörden treiben die Integration
der Sonderschüler vielerorts voran, ein Folge des
Behindertengleichstellungsgesetzes, dem die Schweizer 2002 zugestimmt
haben.
Eine gewaltige Aufgabe für die Schulen: Sie müssen nicht
nur verhaltensauffällige Kinder in den regulären Unterricht integrieren,
sondern auch Schüler mit Lernschwierigkeiten, Autismus-Störungen und
tiefem IQ unter 75.
Gilt ein Kind als Sonderschüler, bekommen die
Schulen zusätzliche Stellenpensen für die Betreuung durch Heilpädagogen.
Anders, klagen Lehrer, sei der Unterricht kaum zu bewältigen. Schon
jetzt würde der Unterricht zum Teil so
massiv gestört, dass er gar nicht
mehr möglich sei.
KOMMENTAR: Heute kommen noch Flüchtlingskinder und Kinder der Asylsuchenden dazu.
Das führt zu einer weiteren Belastung. Es ist nicht einfach, zu unterrichten, wenn eine Vielzahl von Kindern der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Weshalb kann man nicht zum alten bewährten System zurückkehren, wenn sich zeigt, dass die gut gemeinte integrierte Schule nicht funktioniert?
Veränderungen sind nur gut, wenn sie zu Verbesserungen führen.