Samstag, 14. Dezember 2013

Eine gute Idee

Weshalb nicht an den Vorweihnachtstagen eine Schneeschuhtour?

 
Das ist auch für den Kopf gut!

Die Fehrs haben mich im Tele Züri nicht überzeugt

Das Politikerehepaar steht seit der Aufdeckung der illegalen Beschäftigung einer Asylantin im Regen.

Karikatur im Tagi:

Schwarzarbeit

KOMMENTAR: Ich habe die beiden Beschuldigten diese Woche im Tele Züri gesehen und gehört.
Sie haben mich - aber auch das Publikum (gemäss den Echos) - nicht überzeugt. Für mich wirkten beide unglaubwürdig. Es lohnt sich, diese Sendung im Archiv noch einmal anzuschauen. Achten Sie auf die Stimme, den Blickkontakt, die Argumente und die Wirkung. Sie werden viele Signale entdecken, die verraten, dass etwas nicht stimmen kann.
In Krisensituationen darf man eine Schuld weder bagatellisieren noch beschönigen.
Der Medienauftritt des Politikerehepaares war kontraproduktiv. Gravierend ist es, dass bei Fehrs die Verfehlung ihrer politischen Botschaft in die Quere kommt. Wenn ein Politiker eine Verkehrsbusse hat oder eine Ordnungsbusse kassiert, kommt er in der Regel ungeschoren davon. Bei Fehrs  hingegen widerspricht ihr Handeln ihrer poltischen Kernaussage. Es ist deshalb keine Lappalie mehr. Die Geschichte wird gravierende Folgen haben. In einer Arena wird Hans Fehr sicherlich nicht mehr auftreten können, wenn es um die Thematik Asylanten geht. Er wird künftig nicht mehr eingeladen werden. Ursula Fehr machte sich zusätzlich unglaubwürdig. Denn sie hatte ihre Position als Gemeindepräsident für persönliche Interessen missbraucht, weil sie sich für die Asylantin (für ihre persönlichen Interessen) als Politikerin eingesetzt hatte und sich auch mit ihrem Mann öffentlich widersprochen hatte:
Zuerst liess nämlich das Ehepaar verlauten: "Wir würden es wieder machen"  Später aber zugeben mussten: " Wir haben einen Fehler gemacht." Prognose: Die Sache ist für die Fehrs noch lange  nicht ausgestanden! Sie haben auch ihrer Partei geschadet.

NACHTRAG (Tagi-online):
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Strafanzeige gegen das Ehepaar Fehr

Wende im Fall Fehr: Die Polizei wird laut einem Bericht wegen Verdachts auf Verstösse gegen das Ausländer- und das AHV-Gesetz gegen Hans und Ursula Fehr (SVP) ermitteln. Mehr...
  

Freitag, 13. Dezember 2013

Herzliche Wintergrüsse zum dritten Advent

Nach der Rückkehr aus unserem gefreuten Seminar in Davos wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit diesem zuckersüssen Winterbild einen erholsamen dritten Advent. Beeindruckend war für mich das echte Interesse der zahlreichen kompetenten Fachkräfte an der Thematik Medienrhetorik  in Drucksituationen.



PS: Beeindruckend waren für mich zudem - in unserem Hotel - die russischen Langlaufteams, welche morgen am Weltcup teilnehmen werden. Die Sportler waren dermassen verbissen auf den bevorstehenden Wettkampf konzentriert, dass sie die Hotelgäste um sich herum nicht mehr wahrgenommen haben und ihre Skis wie Heiligtümer mit auf Zimmer genommen hatten oder im   Minibus mit verdunkelten Scheiben bearbeiten liessen. 

Emil Jönsson stürzt am Start

Bei perfekten äußeren Bedingungen macht der Langlauf-Weltcup Mitte Dezember Station in Davos. Auf dem Programm stehen ein längeres Distanzrennen im freien Stil und ein Freistil-Sprint.
Ob sich  wohl diese Geheimniskrämerei  im Wettkampf auszahlen wird? Das sich voll und ganz auf ETWAS konzentrieren können ist zwar aus meiner Sicht eine gute Sache (übrigens auch bei Kommunikationsprozessen) und   ein wichtiges Erfolgskonzept. Ob es aber so verbissen getan werden muss, ist für mich eine  eine Frage, die gestellt werden darf.  Wir werden  morgen das Rennen am Bildschirm live mitverfolgen können.

Jaguar E - Sportwagen IKONE feiert Geburtstag

Jaguar E war ein Wurf-
Er wurde zur Ikone



Wallpaper Jaguar e Type

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Falls die SPD Basis den Koalitionsvertrag nicht gutheissen sollte

Der schlimmste Fall muss antizipiert werden


Bundespräsident Joachim Gauck: Wichtige Rolle, wenn es zum Nein kommt Zur Großansicht
DPA
Bundespräsident Joachim Gauck: Wichtige Rolle, wenn es zum Nein kommt

Berlin - Drei Tage noch. Dann werden die Sozialdemokraten Gewissheit haben. Wenn im Verlauf des Samstags das Ergebnis des Mitgliederentscheids vorliegt, dürfte man ein kollektives Aufatmen in den Führungen von SPD und Union vernehmen. Oder einen Moment der Schockstarre erleben.
Quelle: Spiegel-online:
Es ist ein Risiko, das SPD-Parteichef Sigmar Gabriel sich selbst und seinem Koalitionspartner in spe zugemutet hat, als er der Basis das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zum Votum vorlegte. Obwohl vieles dafür spricht, dass die Basis dem Koalitionsvertrag zustimmt: Gibt es einen Alternativplan, falls die Sozialdemokraten sich verweigern? Ein führender Unionsmann sagt es so: "Man sollte über einen Plan B nicht öffentlich reden, denn er beschwert doch nur den Mitgliederentscheid." Hinter vorgehaltener Hand aber wird die Variante eines Scheiterns doch durchgesprochen; für diesen Fall richten sich die Blicke auf Schloss Bellevue. Es wäre die bislang heikelste Herausforderung für Bundespräsident Joachim Gauck. Bei einem Votum der Genossen gegen den Koalitionsvertrag würde Gauck in den Mittelpunkt der Debatte rücken, wie künftig das Land regiert wird - oder ob es vielleicht sogar baldige Neuwahlen gibt. Dann könnte das zum Tragen kommen, was Verfassungsrechtler mit Blick auf Artikel 63 des Grundgesetzes die "Reservekompetenz" des Staatsoberhaupts nennen.
Eine Rolle, die Gauck sicher ungern übernehmen würde: darüber entscheiden zu müssen, ob Neuwahlen notwendig sind in einem Land, das sich nach den Erfahrungen in der Weimarer Republik Stabilität als obersten Verfassungsgrundsatz verordnet hat.

Derzeit wird Deutschland bis auf weiteres von der alten schwarz-gelben Regierung geschäftsführend regiert.

Die drei Szenarien für den Fall eines negativen Votums von der SPD-Basis:
Szenario I:
Bei einem Nein der SPD-Basis wäre zunächst die Frage der alternativen Regierungsbildung zu stellen: Nach Lage der Dinge kämen dafür Schwarz-Grün oder eine SPD-geführte Koalition mit Grünen und Linken in Frage. Da dem Bundespräsidenten daran gelegen sein dürfte, Neuwahlen nach Möglichkeit zu vermeiden, wäre wohl selbst Letzteres für den Anti-Kommunisten Gauck vorstellbar. Aber fürs Erste stünde Angela Merkel als CDU-Chefin mit ihrer starken Unionsfraktion im Rücken in der Pflicht - sie müsste deutlich machen, ob sie erneut Gespräche mit den Grünen sucht.
Schwarz-Grün ist eher unwahrscheinlich, auch wenn beide Seiten nach der Wahl immerhin in Sondierungsgespräche gegangen sind. Doch an der Ausgangslage hat sich nichts geändert: Die Grünen sind personell und inhaltlich in einer Umbruchsphase und deshalb nicht gut aufgestellt für ein solches Experiment. Die Union müsste ihnen wohl noch weiter entgegenkommen als der SPD, um einen Koalitionsvertrag zu erreichen - aber warum sollten sich CDU und CSU darauf einlassen? Und: Am Ende könnte ein Parteitag der Grünen doch nein zu einer schwarz-grünen Koalition sagen.
Käme es nicht zu Schwarz-Grün, wäre die SPD-Führung gefragt: Als größte Oppositionspartei könnte sie eine Regierung bilden. Rechnerisch hätte eine Koalition von SPD, Grünen und Linke eine Mehrheit - aber in der Wirklichkeit? Teile der Linken wollen nicht regieren, bei vielen Grünen gibt es große Vorbehalte gegenüber der Linkspartei, Gleiches gilt für die SPD. Dazu kommt: Nach einem Nein der SPD-Basis zu einer Koalition mit der Union bliebe in der Parteispitze wohl kein Stein auf dem anderen. Zerstritten und desorientiert könnte eine SPD kaum Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Falls also weder Schwarz-Grün noch Rot-Rot-Grün gelingen, käme es zu

Szenario II

Der Bundestag würde zusammenkommen, um einen neuen Kanzler zu wählen. Fände sich auch in einem zweiten Wahlgang keine absolute Mehrheit zur Wahl eines Kanzlers, würde es schließlich am Bundespräsidenten hängen. Er könnte entweder die Wahl eines Regierungschefs mit relativer Stimmenmehrheit akzeptieren und diese Person zum Kanzler einer Minderheitsregierung ernennen - oder das Parlament auflösen. Mit der Konsequenz, dass es innerhalb von 60 Tagen Neuwahlen gäbe.
Szenario III

Falls Gauck einen Minderheitsregierungschef ernennen würde, in diesem Fall wohl Angela Merkel, könnten dennoch rasch Neuwahlen anstehen. Denn Merkel bräuchte nur ein paar Abstimmungen im Bundestag verlieren, die Vertrauensfrage stellen und damit scheitern - das Staatsoberhaupt müsste das Parlament auflösen. Eine Minderheitsregierung unter Merkel, die sich im Bundestag für einzelne Maßnahmen auf wechselnde Mehrheiten stützt, ist schwer vorstellbar. Die Gründe liegen auf der Hand: Deutschland als wichtigstes Land der EU braucht eine stabile Regierung. Die Folgen der Politik einer Merkel-Minderheitsregierung, die im Zweifel gegen eine rot-rot-grüne Mehrheit im Parlament stünde, würden sich in Zeiten einer sich wieder zuspitzenden Euro-Krise zeigen - an unruhigen Finanzmärkten und steigenden Zinsen für deutsche Staatsanleihen.
Das aber will niemand.

Kommentar: Falls die SPD Basis den Koalitionsvertrag ablehnt würde der Oeffentlichkeit bewusst, dass die Journalistin Slomka im medienträchtigen Interview mit Gabriel auf einen wunden Punkt des Vorgehens der SPD Befragung hingewiesen hatte.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Völlig daneben

Promis sind immer online

So etwas dürfte nicht geschehen.

 Aus 20 Min:


Das Bild machte im Netz schnell die Runde: An der Mandela-Trauerfeier schiesst Barack Obama mit David Cameron und Helle Thorning-Schmidt ein Selfie. Die First Lady ist nicht amused.

Aus TAGI:
Das Problem: Das Foto entstand während der Trauerfeier für Nelson Mandela. Im Internet brach ein Sturm der Entrüstung los. Auf einer derartigen Veranstaltung habe man doch nichts zu lachen, und erst recht nicht in eine Handykamera, so der Tenor. Für die meisten war der Fall klar: Der Präsident hatte Spass, wo es sich nicht gehörte, und seine Frau regte sich gehörig darüber auf.
«Zeichen unserer Zeit»
«Ich denke es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass dieses Bild mehr Aufmerksamkeit erhält als der Anlass selbst», schreibt nun AFP-Fotograf Roberto Schmidt, der die Szene festgehalten hat, auf der Webseite der Nachrichtenagentur. Sein Team habe hart gearbeitet, um die Reaktionen des südafrikanischen Volks auf den Tod ihrer Vaterfigur zu dokumentieren: «Wir haben etwa 500 Bilder hin- und hergeschoben, (...) und dieses vermeintlich triviale Bild hat nun einen grossen Teil dieser Arbeit in den Hintergrund gerückt.» Ganz zufällig habe er die Szene festgehalten – ohne über deren Effekt nachzudenken. Die Staatsoberhäupter hätten sich eben einfach wie menschliche Wesen verhalten, «wie du und ich».

KOMMENTAR: Diese Momentaufnahme an der Mandela Feier wurde von den Medien mehr Beachtung geschenkt als allen anderen Aufnahmen während der Trauerfeier. Ausschlaggebend ist und bleibt die negative Wirkung dieser Aufnahme. Jede  nachträgliche Rechtfertigung hilft nichts mehr. Bilder wirken stärker als Worte - und DIESE Wirkung ist ausschlaggebend!

Werden Moderatorenstellen gestrichen?

SRF setzt auf mehr Personenkult

 (Quelle Handelszeitung)

Das Schweizer Fernsehen prüft, die Zahl der Moderatoren zu reduzieren. Experten sehen das als Weg, die Sendungen klarer zu positionieren. Doch die Personalisierung hat auch Kehrseiten. Mehr...


Das Schweizer Fernsehen prüft, die Zahl der Moderatoren zu reduzieren. Experten sehen das als Weg, die Sendungen klarer zu positionieren. Doch die Personalisierung hat auch Kehrseiten.
Ist der Abbau an Moderatorenstellen einfach nur Mittel zum Sparen? Medienprofessor Heinz Bonfadelli vermutet auch eine andere Absicht hinter der Konzentration auf weniger Gesichter am Bildschirm. «Dies deutet auf eine stärkere Personalisierung der einzelnen Sendegefässe hin».

Das sieht auch Kommunikationsexperte Marcus Knill so. «Sendungen wie ‹10vor10›, Tagesschau oder Schweiz Aktuell leben von Identifikationsfiguren.»
In vielen Ländern sind denn auch einzelne Männer und Frauen über Jahrzehnte Aushängeschilder der Nachrichtenformate. In den USA werden die Sendungen gar nach den Moderatoren benannt. So heissen etwa die Abend-Nachrichten bei CSB «Evening News with Scott Pelley». Auch in Deutschland ist der Personenkult üblich. Seit 1992 moderiert etwa Peter Kloeppel die Sendung RTL Aktuell. «Das Ziel muss sein Glaubwürdigkeit, Sympathie und Identifikation beim Volk zu schaffen. Dazu braucht man pro Sendung zwei bis drei kompetente Moderatoren», kommentiert Knill.

Sparen als erwünschter Nebeneffekt

Der Zürcher Markenexperte und Chef der Agentur Jung von Matt, Dominique von Matt, sieht SRF auf dem geplanten Weg aber vor einem grossen Hindernis: «Wir haben in der Schweiz kaum Starkult. Es braucht daher Mut sich auf eine bis zwei Personen zu fixieren.» Für die Marke einer Sendung sieht er aber Vorteile: «Es gibt ein klareres Markenbild der Sendung. Die Person wird allerdings dann Teil der Marke» und so könne auch eine Abhängigkeit vom Moderator entstehen.
Dass dabei auch die Kosten sinken, ist ein erwünschter Nebeneffekt. «Ich kann mir vorstellen, das auch Sparvorstellungen mit zu dieser Ausrichtung beigetragen haben», so Dozent Bonfadelli. Denn mit nur noch zwei Aushängeschildern pro Sendung könnten auch Abläufe einfacher werden. «Für die Produzenten-Teams der Sendungen wird es einfacher. Diese müssen sich nur noch auf zwei Personen einstellen und kennen diese besser»

Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Senders

Für den Professor der Uni Zürich ist klar, dass eine Konzentration der Moderatoren aber auch ein Verlust der Vielfalt ist, die jetzt bei SRF in einzelnen Formaten geboten wird. Ob dies beim Publikum Anklang findet, stellt Bonfadelli in Frage. Auch Knill sieht heikle Punkte. «Auch wenn die Quoten sinken und Geld eine Rolle spielt – eines ist für eine öffentlich rechtliche TV-Station bei allen Massnahmen nicht zu vergessen – es geht schlussendlich um den Auftrag und die Akzeptanz beim Publikum»
Bei Schweiz Aktuell etwa sind speziell viele Moderatoren beschäftigt, die auch eine breite Palette der Schweizer Dialekte abdecken. Eine Konzentration würde heissen, die Vielfalt zu Gunsten eines schärferen Profils zu opfern.
Der Weg zu mehr Personenkult dürfte für die SRF-Spitze also noch steinig und lang werden. Es braucht zur Umsetzung vor allem eines – Mut.