Spannungsfeld Eltern-Lehrer
In allen Schulen wird die Zusammenarbeit Lehrkräfte - Eltern gross geschrieben.
Angeblich belasten immer mehr Eltern den Unterricht.
Ich zitiere BLICK-online::
Lehrer finden, Väter und Mütter werden immer anstrengender
Wie viel Eltern erträgt die Schule?
Sie kritisieren Lehrmethoden, Unterrichtsstil, Lerninhalte:
Reklamierende Eltern sind kein Einzelfall. Lehrer sind oft mit
anstrengenden Eltern konfrontiert.
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Reklamierende Eltern belasten den Schulalltag.
Keystone
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«Die Zahl der Eltern, die sich in Schulangelegenheiten
einmischen, hat in den vergangenen zehn bis 20 Jahren stark zugenommen»,
sagt Jürg Brühlmann, Chef-Pädagoge beim Schweizer Lehrerverband.
Der
Grund: «Bildung hat heute einen höheren Stellenwert als früher. Eltern
wissen: Wer später erfolgreich sein will, muss in der Schule gute
Leistungen bringen. Der Druck ist gestiegen», sagt Brühlmann. «Und wegen
des Internets denken viele, sie wüssten es besser als die Lehrer.»
So
belasten eifrige Eltern den Schulalltag.
«Wenn Eltern ständig in der
Schule auftauchen, kommen Lehrer kaum noch zum Unterrichten. Natürlich
darf man sich bei Problemen beschweren. Aber sich nicht dauernd
einmischen, schliesslich sind die Lehrer die Profis. Die Eltern sollten
ihnen auch etwas vertrauen», sagt Brühlmann.
Lehrer hätten für die
zunehmende Elternarbeit kaum Zeit. Deshalb fordert der Lehrerverband:
«Klassenlehrer sollen wöchentlich zwei Stunden weniger unterrichten und
diese Zeit in die Elternarbeit investieren.» Derzeit gibt es in rund
einem Dutzend Kantone eine solche Form der Entlastung, darunter
Bern und
Luzern – jedoch nur eine Stunde pro Woche.
Im
Fall von Ruth Grossen verhängte die Schule Niederried BE ein Kontakt-
und Hausverbot. Beim Schweizer Schulleiterverband hört man zum ersten
Mal von einer solchen Massnahme.
«Beide Seiten hätten es nicht zu
einer solchen Eskalation kommen lassen dürfen», sagt Präsident Bernard
Gertsch. Kämen Eltern und Lehrer zu keiner gemeinsamen Lösung, schalte
sich die Schulleitung ein. Danach seien neutrale Dritte gefragt, etwa
die Schul- oder die Elternberatung. «Ein Hausverbot ist in einem
Konflikt höchstens eine kurzfristige Notlösung zur Deeskalation. Sie
löst aber das Problem nicht.» So etwas dürfe man höchstens so lange
aufrechterhalten, bis eine Mediation «durch neutrale Dritte» Erfolge
zeige.
KOMMENTAR:
Die Zusammenarbeit Eltern - Schule finde ich sehr wichtig. Lehrkräfte müssten aber vermehrt lernen, sich mit schwierigen Kommunikationssituationen (auch mit Erwachsenen) auseinanderzusetzen und sie müssten die entsprechenden Navigationsgeräte nutzen können. Seit Jahren erteile ich Weiterbildungskurse, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Gerne helfe ich Behörden, Schulleitern und Kursverantwortlichen weiter.