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Rhetorik.ch Blog
Persönliche Gedanken
von Marcus Knill
zu Aktuellem.
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marcus knill
um
00:07
Audio-Übersicht Audio

Luzia Tschirky ist die jüngste und erste weibliche Russland-Korrespondentin bei SRF. Sie spricht über ihr Leben als Kriegsreporterin und den Umgang mit Gefühlen in der Berichterstattung.
Luzia Tschirky ist eine der Journalistinnen, die seit dem ersten Tag des Krieges erklärt, was in der Ukraine geschieht. Die 31-jährige Russland-Korrespondentin berichtet von einem Ort, wo sie die Nächte in Luftschutzkellern und die Tage damit verbringt, verlässliche Quellen und Augenzeuginnen und Augenzeugen zu finden. Im Podcast «Focus» spricht sie unter anderem über ihr Leben als Kriegsreporterin, über das Sortieren von Wahrheit und Propaganda, und den Umgang mit Gefühlen in der Berichterstattung.
Die Episode wurde am Freitag, 1. April aufgezeichnet. Die Ereignisse in Butscha rund um die getöteten Zivilist:innen sind deshalb nicht Thema im Gespräch.
SRF 3: Mit 28 Jahren wurden Sie die erste Frau auf dem Russland-Korrespondentenposten bei SRF. War das speziell für Sie, so jung und determiniert, so eine Stelle anzutreten?
Luzia Tschirky: Für mich war klar, dass ich das schaffen kann. Für viele Menschen um mich herum jedoch nicht. Es gibt das Klischee, dass die Person, die aus Moskau berichtet, sicher das Ende der Sowjetunion miterlebt hat und ein Mann über 50 ist. Jemand wie ich passt nicht in das Klischeebild einer Krisenreporterin. Vorbehalte mir gegenüber habe ich auch in Russland bemerkt. Man dachte, ich sei die Assistentin. Dann hiess es am Telefon, man möchte gerne mit dem Chef sprechen. Ich habe aufgelegt, nochmals angerufen und gesagt, die Chefin sei nun am Telefon.
Sie haben ein grosses Netzwerk in Russland und der Ukraine. Wie einfach war es, Beziehungen zu knüpfen?
In Russland kommt es auf die Region drauf an. In einer Grossstadt, wie Moskau, ist es schwieriger, mit Menschen in engen Kontakt zu kommen, auf dem Land einfacher. In Belarus wiederum, ist es ganz leicht Kontakte zu knüpfen, was erstaunlich erscheinen mag. In Belarus gibt es seit 1994 ein repressives Regime und es gab nie wirklich eine Öffnung, wie damals in Russland in den 1990er Jahren. Darum sind die Leute sehr solidarisch. Auch in der Ukraine hatte ich keine Mühe.
Wie haben Sie gelernt, wem Sie vertrauen können?
Es gab immer wieder Momente, in denen ich gut überlegen musste, wem ich vertrauen kann. Wer für den russischen Inlandsgeheimdienst oder das Departement für Extremismusbekämpfung arbeitet, ist in Russland relativ einfach herauszufinden.
Ich könnte eine ganze Collage mit Schuhfotos machen.
Man sieht es an den Schuhen. Es ist ein protziger, italienischer Stil, der in gewissen russischen Kreisen sehr gut ankommt. Ich könnte eine ganze Collage mit Schuhfotos machen.
Sie sind ständig umgeben von schrecklichen Bildern. Wie viel Gefühl dürfen Sie als Korrespondentin zulassen?
Als ich nach dem Kriegsausbruch zum ersten Mal die Ukraine verlassen habe, stand ich an der Grenze und sah zu, wie mein ukrainischer Kameramann und seine Frau wegfahren mussten. Er durfte das Land nicht verlassen und sie wollte ihn nicht alleine lassen und blieb bei ihm. Ein ukrainischer Soldat stand neben mir.
Ich als ausländische Korrespondentin kann einfach so das Land verlassen, zurück in die Schweiz, wo mein Leben nicht in Gefahr ist. Ich hatte nicht das Recht, zu weinen.
Er erzählte mir von sich, dass er 23 Jahre alt sei, eine Frau und ein kleines Kind habe. Ich fand die Situation unerträglich und war kurz davor, zu weinen. Dann sagte er: «Du bist doch eine starke Frau». Ich dachte mir, wie ich es mir erlaube, neben jemandem zu weinen, der an einem Grenzposten steht und keine Schutzweste hat, weil es zu wenige gibt in der Armee. Ich als ausländische Korrespondentin kann einfach so das Land verlassen, zurück in die Schweiz, wo mein Leben nicht in Gefahr ist. Ich hatte nicht das Recht, zu weinen.
Sie und ihr Mann, der auch Journalist ist, haben in Russland eine Wohnung. Sie leben in Moskau. Gibt es unter diesen Umständen überhaupt einen Alltag, zu dem Sie zurückkehren können?
Ich würde sagen, wir haben keine Wohnung mehr in Moskau. Für mich ist es momentan nicht denkbar, definitiv nach Russland zurückzukehren. Ein Grund ist die Gesetzgebung. Wer den Krieg auch so nennt, riskiert 15 Jahre Strafkolonie in Russland. Ich habe weniger Bedenken, dass mir das als Schweizer Staatsbürgerin drohen könnte. Es geht mir dabei mehr um meinen Mann, der eine russische Staatsbürgerschaft hat und die Personen, mit denen ich zusammen arbeite.
Das Gespräch führte Kathrin Hönegger im Rahmen des Podcasts «Focus». Die ganze Folge hören Sie im Audio oben.
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marcus knill
um
11:45
Nicht alle Scherze sind gelungen
April - April
Am ersten Tag des Aprils häufen sich traditionellerweise Meldungen, die irgendwie anders sind. 2022 ist da keine Ausnahme. So bietet etwa der Onlineshop Qoqa auf der eigenen Website eine «Anti-Parkbussen-Versicherung» an. 30 Franken soll diese pro Jahr kosten. Leider sind am Freitagmorgen jedoch schon sämtliche Angebote «vergriffen». Wohl ein Zeichen dafür, dass die Meldung nicht ganz ernst gemeint ist.Ins Auge sticht auch eine Meldung der Post. Sie will nämlich fortan in grünem Gewand auftreten, schreibt sie in einer Medienmitteilung am Freitagmorgen. Hintergrund des Farbenwechsels seien die Nachhaltigkeitsbemühungen der Post. Dass dafür bis 2024 jedoch 6000 Fahrzeuge, unzählige Uniformen und sämtliche Filialen neu gestrichen werden, darf bezweifelt werden. Darüber hinaus ist man in den Regionalredaktionen der Schweizer Zeitungen auch dieses Jahr wieder sehr kreativ gewesen.
Das örtliche Nachrichtenportal Arcinfo meldet, dass der Fussballverein Neuchâtel Xamax mit dem Eishockeyclub aus La-Chaux-de-Fonds fusionieren will. Schaut man auf der Webseite der Clubs nach, taucht dazu aber nichts auf. In Zürich sorgt eine Meldung des «Tages-Anzeiger» für Aufsehen. Demnach soll im Stadtteil Altstetten eine Hochhaussiedlung sogenannter «Tiny Houses» entstehen. Dafür sollen Hunderte Schrebergärten weichen. Sogar eine spektakuläre Visualisierung liefert die Zeitung mit. Dass es bei der Meldung nicht mit rechten Dingen hat zugehen können, wird daran ersichtlich, dass ein, im Artikel angekündigter, Besichtigungstermin für eine Modellwohnung in der neuen Siedlung bei der Stadt nicht gelistet ist.
Über den Geschmack dieses Witzes kann man streiten: Die Uni Lausanne behauptet, die Raumtemperaturen in ihrem Campus aufgrund ausbleibender russischer Gaslieferungen von 22 auf 20 Grad reduzieren zu wollen. Darüber schreibt die Zeitung «24 Heures». Auch mehrere Polizeikorps haben es sich am heutigen Freitag nicht nehmen lassen, mit kuriosen Meldungen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen: So meldet die Kantonspolizei Aargau auf ihrem Instagram-Account, dass der Korps neue Pferde für die berittene Einheit bei den «Kollegen in Deutschland» bestellt habe – samt aufwendig inszeniertem Video. Doch im Gegensatz etwa zum Kanton Bern kennt der Aargau bereits seit Jahren keine berittene Einheit mehr. In Zürich hat sich die örtliche Stadtpolizei ein anderes Fortbewegungsmittel als Sujet für den Aprilscherz ausgesucht. Dort soll bald ein Polizeivelo mit Blaulichtaufsatz zum Einsatz kommen. Selbst in der Velostadt Zürich dürfte dies jedoch auch in Zukunft nicht der Fall sein.
Es dürfte wohl die grösste Kunst beim Aprilscherz sein: So exotisch wie möglich zu sein, aber dennoch einen gewissen Realitätsbezug einhalten. Nicht ganz gelungen ist dies einer Architekturfirma aus der Ostschweiz. Sie vermeldet, am Bau eines neuen Sportstadions in Wil beteiligt zu sein, das nicht nur unterirdisch sein soll, sondern auch rund 80’000 Zuschauern Platz bieten wird. Zum Vergleich: Der örtliche Challenge Ligist begrüsst zurzeit im Schnitt etwa 738 Personen pro Spiel.
Immer beliebt für Small Talk und damit auch Aprilscherze: Das Wetter. Hierzu meldet Zentralplus, dass man im Kanton Zug den vor kurzem niedergeprasselten Saharastaub einsammeln und abgeben darf. In den sozialen Medien wittern einige auch hinter dem heutigen Wintereinbruch einen schlechten Aprilscherz. Nach wochenlangem Sonnenschein sind die Temperaturen pünktlich auf den neuen Monat fast im ganzen Land nahe an den Gefrierpunkt gesunken. Vielerorts gab es Schnee. Hier ist wohl aber alles mit rechten Dingen zugegangen. Den ersten Aprilscherz leistete sich übrigens die BBC vor 65 Jahren – und erst noch mit Schweiz-Bezug. Die Korrespondenten berichteten damals, dass im Kanton Tessin Spaghetti geerntet würden. Bis heute wurden keine solche Sichtungen gemacht.
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marcus knill
um
18:35
Mit der Moderation in der Arena von Mitte März hat er der Halbierungsinitiative unbeabsichtigt geholfen.
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marcus knill
um
14:57
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marcus knill
um
00:47
Die in Bern übertragene Rede ist ein Musterbeispiel, wie man mit wenig Worten eine grosse Wirkung erzielen kann.
Beispiel einer adressatengerechten Rede
von Marcus Knill
Wolodymyr Selenskyj überzeugt mit seinen Reden während des Angriffskrieges der Russen. Weshalb? Er spielt kein Theater, obschon er Bühnenauftritte beherrscht.
Mit seiner Rhetorik bewirkt er viel, weil er sich stets auf das jeweilige Publikums einstellt und weil er selbst von dem überzeugt ist, das er sagt. Bei jeder Rede formuliert er jeweils konkreten Botschaften an die entsprechenden Staaten. Die westliche Welt bittet er immer um Unterstützung. Er weiss, ohne humanitäre Hilfe, Waffen und nachhaltige Sanktionen gegen das übermächtige Russland hat er schlechte Karten. Jeden Tag, den die Widerstandskämpfer länger durchzustehen vermögen, steigt die Chance bei Verhandlungen zu punkten. Selenskyj ist glaubwürdig, weil er Vorbild ist und die Situation vor Ort kennt. Seine bildhaften Schilderungen der Situation sind realistisch. Er argumentiert mit Emotionen. Für mich lebt er das EEEEE Prinzip:
Engagement (zeigt sich in der Stimme, im freien Sprechen), Emotionen (Wir spüren die echte Betroffenheit), Energie (Er is fit bei jedem Auftritt, ausDRUCKstark), Erscheinung (situationsgerechte Kleidung), Einfache Sprache (Verständlichkeit)
Selenskyj investiert viel Zeit und Energie, um den Westen zu Hilfsaktionen zu zwingen. Erstaunlich, was er mit seinen Reden alles erreicht hat: Umfangreiche Waffenlieferungen, Finanzhilfe, bei der Koordination der Flüchtlingsaufnahme, aber auch hinsichtlich Unterstützung der Staatschefs auf diplomatischer Ebene. Die Reden haben dazu beigetragen, dass die Sanktionen gegen Russland enorm verschärft worden sind. Wolodymyr Selenskyj verkörpert den Widerstandswillen gegen Putins überraschenden Angriffskrieg.
Ich hatte die ganze Rede Selenskyjs in Bern auf dem Monitor verfolgt.
Der Auftritt wirkte glaubwürdig, nicht einstudiert.
Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Kritik spricht er offen aus. In der Schweiz tadelt er das Verhalten von Nestlé.
Seine Gestik ist natürlich. Die Mimik lebt.
Zum Augenkontakt: Ich fühlte mich angesprochen.
Er ist immer bescheiden gekleidet.
Er spricht mit kraftvoller Stimme.
Für mich ist jede Rede ein Musterbeispiel, wie man mit wenig Worten eine grosse Wirkung erzielen kann.
Er fordert zwar mehr, als er bittet. Und hat das Glück, dass der Zeitgeist und die USA gegen Russland sind.
Die beruflichen Erfahrungen kommen dem Redner gewiss zu Gute. Ob er sich aber langfristig als Führer bewährt, wird sich erst noch zeigen.
**************
Supplement:
Medienspiegel aus dem Netz:
Wie das deutsche Parlament mit Selenskyj und seinem Land am Donnerstag umgegangen ist, ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten.
Einfach würdelos."
Die Frankfurter Rundschau nennt die "peinliche Stille" nach Selenskyjs "flammendem Appell" ein "unwürdiges Schauspiel". Die Rede sei ergreifend gewesen. "Der Sternstunde folgt der Absturz in einen schwarzen Moment des deutschen Parlamentarismus." Besonders gelobt wird auch hier das rhetorische Geschick des ukrainischen Präsidenten: "Wolodymyr Selenskyj ist ein großer Redner. Bei seinem Auftritt vor dem US-Kongress beschwor er die Bombardierung von Pearl Harbor und baute auf diesem Trauma das Verständnis für seine Bitte um Hilfe für sein Land in Flammen auf. Auch die Deutschen packte er bei ihrer tiefsten Trennungserfahrung: 'Sie befinden sich gerade wieder hinter einer Mauer und mit jeder Bombe, die fällt, wird sie stärker.' In eindringlichen Worten baute er das Bild aus – etwa indem er Nord Stream 2 als Zement für diese neue Mauer verglich – und machte so das ukrainische Ohnmachtsgefühl für alle im Raum spürbar."
Der Focus hingegen erinnert daran, dass Selenskyj trotz einer emotionalen Rede auch die Haltung der USA nicht ändern konnte, und hält "die kühle Absage von Deutschland" für richtig. Selenskyj erinnere die Deutschen an ihre historische Verantwortung und versuche Deutschland in den Ukraine-Krieg zu ziehen. Doch sein Mauervergleich gehe nicht ganz auf: "Der Überfall auf die Ukraine, das ist die Schuld Putins, Stalins selbst ernannten Erben. Damit, auf diese ruchlose Weise die Schande des russischen Volks gemehrt zu haben, wird Putin in die Geschichte eingehen. Um auf eine der historischen Analogien zu kommen, die Selenskyj anführte, um den Westen zur Kriegsteilnahme gegen Russland zu nötigen: Als Walter Ulbricht, der DDR-Scherge der Sowjetunion, in Berlin die Unrechtsmauer hochzog, fiel ihm John F. Kennedy nicht in den Arm. Und auch die Bundeswehr blieb in ihren Kasernen. Weil es womöglich den Dritten Weltkrieg bedeutet hätte. Diese Geschichte hat Selenskyj verschwiegen."
T-online gibt Selenskyj mit seiner Kritik zwar "völlig recht". Trotzdem dürfe Deutschland nun "nicht kopflos handeln": "Es ist auch verständlich, dass die ukrainische Regierung den moralischen Druck auf Deutschland besonders erhöht. Denn es war vor allem die Bundesrepublik, die in den Augen vieler osteuropäischer Staaten die Region mit den Nord-Stream-Pipelines destabilisiert hat. Selenskyj kritisierte, dass Deutschland Bedenken nicht ernst genommen und damit zum jetzigen Krieg beigetragen habe. Zweifellos ließen sich vergangene Bundesregierungen von billigen russischen Rohstoffen blenden und sie unterschätzten die Kaltblütigkeit, mit der Putin seine machtpolitischen Ziele verfolgt. Die Antworten auf diese Fehler müssen nun trotzdem Sinn ergeben. Es ist vollkommen richtig, dass Deutschland schnellstmöglich die Abhängigkeit von russischen Rohstoffen lösen muss – besser heute als morgen. Aber für eine entschlossene Reaktion gegen Putin braucht es innere Einigkeit."
Moralisch habe Selenskyj zwar gewonnen, schreiben die Stuttgarter Nachrichten. Doch ob ihm das nutze, sei unklar: "Das saß. Überaus geschickt hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Rede im Bundestag dazu genutzt, der deutschen Außenpolitik den Spiegel vorzuhalten. Parlament und Regierung ins Gesicht zu sagen, wie leisetretend und dienstbeflissen sie so viele Jahre gegenüber der russischen Politik aufgetreten sind. Dennoch wäre es falsch, Selenskyj nun blind zu folgen. Zwar hat Deutschland größtes Interesse, die Ukraine auf vielfältige Art und auch mit Waffen zu unterstützen. Sich aber durch Flugverbotszonen, wie die Ukraine sie von der Nato fordert, oder dergleichen in den Krieg gegen Russland ziehen zu lassen – das hieße: diesen Krieg zum europäischen Flächenbrand auszuweiten."
Selenskyj. ist ein überzeugender Politiker kein Schauspieler. Ansonsten könnte man Putin auch gerne noch mit seinem alten Spitznamen,- den KGB "Giftzwerg" nennen. Vielleicht sollte man dies auch.
Selenskyi hat ein begnadetes Team um sich, das weiß, das dieser Krieg mittelfristig auf anderen Ebenen als sich die verbitterten Lügner Lawrow und Putin vorstellen können, gewonnen wird.
Und jedes Mal mit einer Träne für das aktuelle Leid im Auge meinen Respekt für jemanden, der auf allen Ebenen für die Ukraine kämpft statt sich feige zu verstecken.
"Selenskyi hat ein begnadetes Team um sich"
Ja, sein gesamter Auftritt ist hochprofessionell, denn die Leute, die hinter ihm stehen, die sind es auch. Sein großer Förderer z.B. ist Ihor Kolomoisky, der durchaus zwielichtige Oligarch, der (neben Selensky) in den Pandora Papers auftauchte und der sich damit brüstete, die gesamte Serie "Diener des Volkes" auf seinem Kanal habe er geschaffen, um die Präsidentschaftskandidatur des dahinterstehenden Schauspielers vorzubereiten.
Wenn man Putins Krieg verstehen will, dann muss man verstehen, dass es in Putins zweifellos krankem Hirn auch darum geht, eine Rechnung mit Ihor Kolomoisky zu begleichen. Indem er sein Vermächtnis kaputtbombt. Kolomoisky hat Putin jahrelang im Fernsehen beleidigt und verspottet, ihn einen Perversen und Schizophrenen genannt und einen "kleinen Mann". Putin reagiert vermutlich allergisch auf sowas und Menschen sind ihm scheißegal.
Ich persönlich bin der Meinung, der Westen kann dem ukrainischen Volk helfen, was wahrlich nichts dafür kann, und dafür sorgen, dass Putin, der sicherlich gefährlicher ist als jeder ukrainische Oligarch, seine Träume vom Großreich möglichst zu Lebzeiten begräbt. Aber in einen Weltkrieg hineinziehen lassen darf er sich von diesen Cliquen niemals.
Notiert von
marcus knill
um
16:17
(Aus srf)
Nach dem CO2-Gesetz haben die Berner Stimmberechtigen auch ökologischere Autosteuern abgelehnt.
Kommentar: Eine Inflation steht bevor. Alles wird massiv teurer, ohne dass der Lohn steigt.
Deshalb werden in diesen harten Zeiten alle Oeko-vorlagen abgelehnt, die auch noch ans Portemonnaie
gehen.
Notiert von
marcus knill
um
18:02