Dienstag, 4. September 2018

Storytelling

Was ist Storytelling (Aus Wikipedia)?

Storytelling (deutsch: „Geschichten erzählen“) ist eine Erzählmethode, mit der explizites, aber vor allem implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben und durch Zuhören aufgenommen wird. Die Zuhörer werden in die erzählte Geschichte eingebunden, damit sie den Gehalt der Geschichte leichter verstehen und eigenständig mitdenken. Das soll bewirken, dass das zu vermittelnde Wissen besser verstanden und angenommen wird.
Heute wird Storytelling neben der Unterhaltung durch Erzähler unter anderem auch in der Bildung, im Wissensmanagement, als Methode zur Problemlösung und als Marketing-Methode eingesetzt.




explain-it Erklärvideos
YouTube - 06.03.2014

Grundlegendes über die Methode

Eine lebendig erzählte Geschichte gewinnt die Aufmerksamkeit und Konzentration anderer Menschen leichter als eine nüchterne Ansprache. Die Zuhörer versuchen, den Handlungsablauf, den Sinn (die Metapher) zu erfassen und die darin enthaltene Weisheit zu verstehen. Auch wenn die Zuhörer nicht jede Einzelheit konkret verstehen, werden sie dennoch den Kern der Geschichte begreifen. Beim Zuhören gelangen Menschen oft in einen entspannten Trancezustand, in dem sie Inhalte noch tiefer aufnehmen können. Meist wirkt die Geschichte im Unbewussten weiter, und Erkenntnisse reifen so noch lange weiter. Oft werden auch Fabeln und Anekdoten erzählt oder eine Weisheit in einer Pointe ausgedrückt. Zum Erzählen gehören neben der Sprache auch weitere persönliche Ausdrucksmittel wie Gestik, Mimik und die Stimme. Dabei muss das Grundmuster der Geschichte immer aus der Lebenswelt der Zuhörer stammen, also der Welt der Schüler, der Patienten, der Kundschaft oder des Betriebs.
Geschichten erzählen erfüllt viele Aufgaben: Lebenserfahrung vermitteln, Wissen weitergeben, Sachinformationen vermitteln, Problemlösungen aufzeigen, Denkprozesse einleiten.
Storytelling in Präsentationen. Vier Beispiele



Storytelling in Unternehmen

In Unternehmen werden Geschichten strategisch dazu eingesetzt, um Traditionen, Werte und Unternehmenskultur zu vermitteln, um Ressourcen zu wecken, aber auch um Konflikte in einer Metapher bildhaft und „unter die Haut gehend“ erfahrbar zu machen und Lösungswege aufzuzeigen. Mitarbeiter-Erzählungen werden genutzt, um Auskunft über die Unternehmenskultur zu erhalten und um kostspielige Prozessschwächen aufzudecken. Im Vergleich zu abstrakter Information haben Geschichten den Vorteil, verständlicher zu sein, stärker im Gedächtnis zu bleiben und Sinn und Identität stiften zu können.[1]
Storytelling wird von Unternehmen auch als Marketing-Methode eingesetzt. So empfiehlt der Trendforscher Matthias Horx: „Marketing morgen heißt: eine Geschichte von Menschen erzählen, die sich vorgenommen haben, etwas herzustellen, was Menschen wirklich lieben und brauchen. Weil es ungewöhnlich schön ist. Oder echte Probleme löst. Weil es die Welt rettet. Oder Spaß in einer Weise macht, für die der Mensch geschaffen ist.

LINKS:
www.rhetorik.ch/Aktuell/07/12_13/12_07.pdf
Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
allem auf einem einfachen rhetorischen Erfolgsrezept: “Geschichten erzählen”. Das narrative Element gründet auf uralter Erzählkunst – und erlebt im ...


www.rhetorik.ch/Narrativ/Narrativ.html
12. März 2005 ... Abstrakte Abhandlungen und endlose Powerpoint Präsentationen sind weniger gefragt als narrative (erzählende) Elemente bei Vorträgen, ...


 LINKS:

rhetorik.ch aktuell: Sinnvoll Kommunizieren

www.rhetorik.ch/Aktuell/08/06_11/index.html
11.06.2008 - Wer so schreibt oder so redet, dass man das Gesagte mit den äusseren Sinnen wahrnehmen kann, hat den Vorteil: - Die Worte können wir uns ...

Autoplay

29:55 

Uebung:
Erzähle Deine Lebensgeschichte in einer Minute

______________

Welches Ereignis war einschneidend in meiner Lebensgeschichte?
Was dient als roter Faden?
Wie präsentiere ich mich? (Als passiver Held, als Getriebener oder als attraktiver  und aktiver Held?
Was macht meine Lebensgeschichte spannend?
Wie gewinne ich das Publikum? 
Wodurch wird meine Geschichte weitererzählt?

Wie finde ich eine Geschichte bei einem Unternehmen?

- Weshalb existiert das Unternehmen?
- Wie hat sich das Unternehmen entwickelt?
- Welche Mensche stehen hinter dem Unternehmen?
- Wo ist es gescheitert?
- Welche besondere Stärke hat es? (USP)
Die Geschichte kann chronologisch aufgebaut werden.



Worauf ist zu achten? 

- Geschichte muss authentisch sein. Ehrlich, glaubhaft.

- Geschichte soll einzigartig sein
- Sie zeigt eine Persönlichkeit
- Sie muss leicht nacherzählt werden können
- Bilder, Metaphern dürfen nicht fehlen 

Storytelling als Marketinginstrument

- Mit einer Geschichte erzählen wir über das Angebot
- Wir erreichen damit mehr Aufmerksamkeit
- Wir können Botschaften verständlicher und nachhaltiger vermitteln
- Geschichten erhöhen die Gehirnaktiviät

Bein Smalltalk spielt das die narrative Rhetorik eine grosse Rolle:

www.rhetorik.ch/Smalltalk/Smalltalk.html
Wichtig ist das "WIE man redet", nicht das "WAS"; Themen werden nicht vertieft; Die Plauderei bleibt bewusst an der Oberfläche; Smalltalk muss stets freundlich ...
 





Montag, 3. September 2018

"Mohrenkopf" ist für die Konsumenten ein Markenname

 

Die Firma Dubler weigert sich, den Markennamen zu ändern und setzt sich durch

Bei der Migros Zürich gibt es wieder «Mohrenköpfe» der Firma Dubler – trotz der Debatte, die das Produkt ausgelöst hatte.






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Laut dem Komitee gegen rassistische Süssigkeiten ist der Name Mohrenkopf eine herabwürdigende und rassistische Bezeichnung für den Kopf einer dunkelhäutigen Person. Es wurde eine Petition gegen den Namen gestartet.

Ein Leser-Reporter hat die Dubler-Produkte im Migros-Shopvillemärt in Zürich entdeckt. Auf dem Schild steht: «Neu: Dubler Mohrenköpfe im 4 Pack». Um die «Mohrenköpfe» der Firma Dubler war vergangenen Herbst eine hitzige Debatte entbrannt. Laut dem Komitee gegen rassistische Süssigkeiten ist der Name Mohrenkopf eine für den Kopf einer dunkelhäutigen Person. Es wurde eine Petition gegen den Namen gestartet. , sagte Besitzer Robert Dubler im Interview mit 20 Minuten. Im Zusammenhang mit der Süssigkeit sei der Begriff nicht rassistisch, sonder sogar positiv besetzt. Eine Umbenennung des Produkts komme unter keinen Umständen infrage. Sein Vater habe im Jahr 1946 mit der Produktion angefangen. Die «Mohrenköpfe» hätten schon immer so geheissen. Laut Gülcan Akkaya, Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus EKR, sein», sagt Akkaya. Celeste Ugochukwu, Präsident des afrikanischen Diaspora-Rates, dagegen befürwortet eine Namensänderung. Man solle dunkelhäutige Personen zwar nicht dauernd in die Opferrolle drängen, das habe ebenfalls etwas Rassistisches. Aber: Das gelte es zu vermeiden. Das Wort «Mohrenkopf» hat seinen Ursprung im althochdeutschen «mor», was die , das «maurisch» oder «afrikanisch» hiess. Auch die Muslime des mittelalterlichen Spaniens hiessen damals «moros», also Mauren. Im «Deutschen Wörterbuch» der Gebrüder Grimm wurde der Mohrenkopf 1885 erstmals als «Biskuitgebäck mit Schokoladenüberzug» erwähnt. Seit den 1940er-Jahren gibt es den «Mohrenkopf» auch in der Schweiz.
KOMMENTAR:
Erfreulich, dass sich die Migros von den Sprachpolizisten nicht kleinkriegen lässt.
Es  ist lächerlich, wenn wir uns die Sprache durch Ueberkorrekte entstellen lassen.
Der Mohr kommt bekanntlich schon in der Weihnachtsgeschichte vor. 
Ein anderes Beispiel:
Ringier verlangt heute von Journalisten, dass sie nicht mehr den treffenden Begriff "Fussgängerstreifen" schreiben dürfen. Sie müssen das Wort Zebrastreifen gebrauchen, obschon der Streifen für Fussgänger und nicht für Zebras gedacht ist. Da haben die Sprachpolizisten gepunktet, weil damit angeblich die Frauen ausgeklammert werden. Wobei mit dem Begriff Fussgänger eindeutig  alle Geschlechter mit eingeschlossen sind.
Aus BLICK:
  3 Unfall auf Zebrastreifen in Winterthur ZH Autolenkerin 
 übersieht zwei Fussgänger

Samstag, 1. September 2018

Ein Lehrstuhl fürs Spazieren?

SPAZIERGANGSWISSENSCHAFT

Der Basler Soziologe Lucius Burckhardt erfand in den 1980er-Jahren die Disziplin der Spaziergangswissenschaft. Die besondere Form der Urbanisierungskritik wird heute noch in Kassel gelehrt. Professor Martin Schmitz ist sozusagen in die Fussstapfen von Burckhardt getreten - und unterrichtet in «Spaziergangswissenschaften».

Martin Schmitz

Martin Schmitz


SRF: Sie unterrichten Spaziergangswissenschaft an der Kunsthochschule in Kassel. Ist Spazierengehen so schwer, dass man das lernen muss?

Martin Schmitz: Nein, spazieren gehen kann jeder, ganz im Beuys‘schen Sinn: «Jeder Mensch ist ein Künstler». Aber was die Spaziergangswissenschaft will mit Bezug auf das Planen und Bauen, auf unsere Mobilität und unserer Wahrnehmung der Umgebung, das kann man durchaus in einem Seminar besprechen.

Die Disziplin der Spaziergangswissenschaft oder Promenadologie geht auf den Basler Soziologen Lucius Burckhardt zurück. Was bezweckte er?

Lucius Burckhardt prägte den Begriff der Spaziergangswissenschaft, als sich immer mehr Menschen in den 1980er-Jahren immer preiswerter durch die Welt bewegen konnten und sich die Umgebungen dadurch sichtbar veränderten.
Lucius Burckhardt ging es immer um Gestaltung: Wie wird geplant und realisiert? Wie wirkt das Gebaute auf uns zurück? Ein Promenadologe untersucht die Beziehungen zwischen Mobilität, Wahrnehmung und die Rückkopplungen auf das Planen und Bauen.

Und dazu muss man spazieren?

Das Gehen ist die einfachste Form, sich einen Raum, eine Landschaft oder eine Stadt zu erschliessen.

Burckhardt kritisierte den Städtebau genauso wie die zunehmende Mobilität. Unsere Städte sind seither weiter gewachsen, die Mobilität nimmt laufend zu. Alles schlecht aus Sicht eines Promenadologen? Oder tut sich auch Positives im Städtebau?

Lucius Burckhardt war nach dem Zweiten Weltkrieg in Basel Zeuge, wie das individuelle Verkehrssystem Auto in eine bestehende gotische Altstadt eingebaut werden sollte. Das hatte es zuvor im Städtebau nie gegeben, folglich gab es auch keine Fachleute, die diesen Prozess umsichtig planen konnten.
Für Burckhardt bedeuteten der Abriss ganzer Häuserzeilen und die Verbreiterung der Strassen die Zerstörung seiner Heimatstadt. Er kritisierte nicht die Mobilität an sich. Gestört hat ihn vielmehr, dass die politisch Verantwortlichen nicht grundsätzlich über den Sinn der totalen Automobilisierung nachdachten.
Heute leben wir ja nach wie vor mit den Folgen dieser Entwicklung. In Peking löste sich ein 100 Kilometer langer Autostau erst nach zehn Tagen auf. Es tut sich aber was im Städtebau, das merke ich auch am riesigen Interesse an Burckhardts Schriften zur Planung und Gestaltung. (Quelle SRF)

Spazieren als Wissenschaft?
Bildergebnis für spazieren gehen
KOMMENTAR:
Es benötigt kein Studium, um zu erfahren, welche Kraft imun bewschwertem Spazieren liegt. Sicherlich hat jeder schon erfahren:
- Wer beim Schreiben eine Blockade hat, geht an die  frische Luft und spaziert eine geraume Zeit. Plötzlich löst sich der Knopf im Kopf und zu Hause kann der Text mühelos weiter getippt werden.
- Während des Spazierens fallen uns ungewollt neue Gedanken zu (Spazieren als Innovationstechnik)
- Da wir uns beim Spazieren nicht wie beim Auto- oder Fahrradfahren  stets konzentriert auf den Verkehr achten müssen, können wir uns beim Spazieren entspannen.
- Joggen entspannt uns weniger, weil wir uns dabei meist auf die Leistung konzentieren. Viele messen beim Joggen ständig Puls und Blutdruck.
- Während des Spazierens hingegen können wir gedanklich abschweifen. Wir sehen Blumen, hören den Vögelgesang und können die Umwelt voll und ganz geniessen.
Nach meinem Dafürhalten genügen die persönlichen Erkenntnisse über die Vorteile des Spazierens. Ein Lehrstuhl an der Universität über eine Spaziergangswissenschaft erübrigt sich jedoch. Auch wenn Promonadologie so schön wissenschaftlich klingt.
 

Freitag, 31. August 2018

Krisenkommunikation im Vatikan

Kommunikation ist Chefsache -
auch im Vatikan





In heiklen Situationen können Führungskräfte nicht einfach abtauchen. Dies gilt auch für den Papst.
Auch der Pontifex unterliegt  den Kommunikationsgrundsätzen im Umgang mit der Oeffentlichkeit.
In schwierigen Zeiten fällt es allen Chefs schwer, sich bei  Negativem  angemessen zu äussern.
In Krisensituationen dürfen sie Probleme nicht aussitzen in der Hoffnung, die Medien hätten  neuere wichtigere Themen zum beackern.
Es ist  offensichtlich, dass der beliebte Papst mit dem Image der Volksverbundenheit und Bescheidenheit als Oberhaupt der katholischen Kirche bei den Missbrauchsfällen  zu spät gehandelt und Fehler gemacht hat.
Er gibt  diese Fehler auch im Brief an „das Volk Gottes“ zu. Er und mit ihm die Kirche habe bei den Missbrauchsskandalen „nicht rechtzeitig gehandelt“.
KOMMENTAR:
Dieses Schuldeingeständnis, verbunden mit einer Bitte um Verzeihung, ist noch kein Befreiungsschlag, zumal es wie  zu spät und erst auf Druck erfolgt.
Schweigen, beschwichtigen, Probleme unter den Teppich kehren ist immer kontraproduktiv. Nur Lügen wären als Verteidigungsstrategie noch schlimmer.
Wenn Kommunikation Chefsache ist, darf dieser in heiklen Situationen nicht schweigen oder keine Stellung beziehen, gar seinen Mediensprecher für sich sprechen lassen.
Nach den jüngsten Vorwürfen des ehemaligen päpstlichen Nuntius von Washington, Carlo Maria Viganò, der Papst Franziskus schwer belastet, stehen dem Papst turbulente Zeiten bevor.

Illustration aus Blick:

Bildergebnis für Papst im Gegenwind




HAT DER PAPST VON DEN UNTATEN DES EX-KARD. THEODORE McCARRICK SCHON 2013 GEWUSST OHNE IHN ZU SANKTIONIEREN?
Genau das behauptet der hochrangige, ehemalige Vatikanbotschafter in seinem schockierenden Memorandum. 
Tatsächlich kursierten seit  2000 Gerüchte oder Hinweise, wonach der amerikanische Geistliche sich an Seminaristen vergangen haben soll. Erst 2018 kam eine Untersuchungskommission der New Yorker Erzdiözese zum Schluss, dass McCarrick auch einen Minderjährigen missbraucht hat. In der Folge wurden in den Medien zahlreiche weiter Fälle aufgerollt. Franziskus entzog dem 88 jährigen darauf hin im Juni die Kardinalswürde und zwang ihn, in Klausur zu gehen. Es war eine präzendenzlose Strafe, die nach Viganò bereits Papst em. Benedikt XVI. verhängt hatte, die aber praktisch nicht umgesetzt wurde.
Mitte August folgte dann der gravierende Pennsylvania Grand Jury Bericht, der offen legte, dass während 70 Jahren 300 Priester über 1000 Kinder und Jugendliche missbraucht hatten. 
Bei seinem Chile-Besuch verteidigte Papst Franziskus den umstrittenen Bischof Barròs, den er  gegen den Einspruch der chilenischen Bischöfe ernannt hatte und sprach von Verleumdung. Barròs wurde eine Mitwisserschaft im grössten Missbrauchsskandal des Landes (Fernando Karadima) vorgeworfen. Nach einer Empörungswelle von Missbrauchsopfern und einer Intervention von Kard. O´Malley, Vorsitzender der vatikanischen Missbrauchskommission, musste der Papst einlenken. Er leitete eine Untersuchung durch den päpstlichen Sondergesandten Erzbischof Charles Scicluna ein. Es zeigte sich, dass Papst Franziskus mit seiner eigenen Einschätzung im Unrecht war.
Jason Berry, ein Investigativ-Journalist hat mehrere Bücher über den Vatikan geschrieben. Er ist der Meinung, dass dies das erste Mal sei, dass ein Papst von innen, aus der Hierarchie der Kirche, beschuldigt wird einen Sexualstraftäter wie den aus dem Kardinalskollegium entlassenen Erzbischof McCarrick gedeckt zu haben. Deshalb ist das elfseitige, detaillierte Memorandum von Viganò  so eine grosse Sache.
Und zu dieser grossen Sache will jedoch Papst Franziskus  nichts sagen!
Auf dem Rückflug von Irland antwortete er auf die Frage einer Journalistin zu von Viganò vorgebrachten Anschuldigungen: „Ich werde dazu kein einziges Wort sagen“. Er vertraue auf die journalistische Kompetenz, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen: „Lesen Sie es aufmerksam durch und bilden Sie sich selbst ein Urteil!“
Vollständiges Zitat:


"Ich habe die Erklärung heute Morgen gelesen, und ich muss Ihnen aufrichtig sagen, dass ich Ihnen und all denen, die daran interessiert sind, dies sagen muss: Lesen Sie die Erklärung sorgfältig durch und treffen Sie Ihr eigenes Urteil", antwortete er. "Ich werde kein einziges Wort dazu sagen." (Ende Zitat)

Analyse:
Da der Papst die Anschuldigungen Viganòs nicht explizit dementiert, bleiben sie im Raum stehen. Andere müssen das Geschäft erledigen, sie zu verifizieren, während er sie aufgrund seines eigenen Wissens als erster beurteilen könnte. 


PAPST ZIEHT SEINE AUSSAGE ZUR HOMOSEXUALITAET ZURUECK

Mit seinem  Hinweis auf die Möglichkeit psychiatrischer Mittel bei der Begleitung von homosexuellen Kindern, kam Franziskus zusätzlich unter Druck. Der Papst hatte auf dem Rückflug von Irland nach Rom vor Journalisten gesagt, wenn sich Homosexualität schon in der Kindheit zeige, gebe „es viel, das mit Psychiatrie gemacht werden kann, um zu sehen, wie die Dinge liegen“
Nach der heftigen Kritik vor allem von Seiten der Homosexuellenverbände hat der Vatikan  die päpstliche Stellungnahme zensiert und den  Hinweis auf die Psychiatrie  gestrichen, obwohl das Interview im Internet jederzeit heruntergeladen werden kann. 
KOMMENTAR:
Dazu ist  anzumerken. Bei Interviews gilt das gesprochene Wort! Einmal ausgedrückt, bringt man die Paste nicht mehr in die Tube zurück!

PAPST: GEGEN SKANDALE UND SPALTUNG HELFEN SCHWEIGEN UND GEBET
Laut CSI-schweiz.ch begegnet man aus Sicht von Papst Franziskus Skandalen und Spaltungsversuchen am besten mit Schweigen und Gebet. "Mit Menschen, die keinenguten Willen haben, mit Menschen die nur Skandal suchen, die nur Spaltung suchen, die  nur Zerstörung suchen, auch in Familien, da braucht es Stille und Schweigen. Und es braucht auch das Gebet", sagte das Krichenoberhaupt am Montag, den 3. September im Morgengebet im vatikanischen Gästehaus Santa Marta.

KOMMENTAR: 
Schweigen kann tatsächlich in seltenen Fällen richtig sein. Wenn Ruhe eingekehrt ist, dürfen wir  Skandale nicht unnötig aufwärmen, indem wir  von uns aus auf sie zurückkommen. Aber  bei einer Skandalierung dürfen wir nicht schweigen. Wer ungerechtfertige Vorwürfe nicht stoppt oder zurückweist, nimmt in Kauf, dass er sie mit schweigen akzeptiert.

 
FAZIT:

Kommunikationskompetenz muss vom Chef ausgehen. Alles andere ist unglaubwürdig.
Auch der Papst sollte folgende  Punkte beachten:

1. Der Chef muss schnell sein und durch klare Stellungnahmen Gerüchten und ihrer Verbreitung vorbeugen oder sie stoppen.
Noch besser ist eine zeitnahe umfassende Kommunikation, die  nicht mehr korrigiert werden muss, sodass sich die Oeffentlichkeit selbst ein Bild machen  und weitere oder falsche Presseberichte richtig einordnen kann. Der Wissensvorsprung ist im medial ausgefochtenen Powerplay das grosse As, das sticht.

2. Das Kommunikationsmittel muss sorgfältig ausgewählt werden

Am glaubwürdigsten und wirksamsten ist die persönliche mündliche Stellungnahme. Schweigen ist selten richtig. Wenn man schweigt, muss mindestens begründet werden, warum man dies tut. Sonst ist Schweigen kontraproduktiv und ein Zeichen von Schwäche.



3. Lügen sind ein No-Go
Auch Halbwahrheiten, Vermutungen, Hypothesen, Spekulationen sind nicht hilfreich: „Vermutlich werden wir…“.

Nur Fakten zählen. Man kann sagen, dass man sie noch nicht alle kenne. Auch können weitere Informationen angekündigt werden, und wann sie zu erwarten sind. 
Was wir aus den Fehlern der Vatikankommunikation lernen können:
Späte Einsicht kommt schlecht an, wo man sie voraussetzen dürfte! Es muss zeitnah gehandelt und faktenbasiert informiert werden. Bei unsnicherer Faktenlage  kann auf laufende Untersuchungen hingewiesen und spätere, sicherere Informationen in Aussicht gestellt werden. Es darf gesagt werden, dass "wegenaufender Ermittlungen vorläufig nichts gesagt werden kann. In schwerwiegenden Situationen ist Kommunikation Chefsache, sein Schweigen kommt allgemein schlecht an. Nachträgliche Klitterungen der eigenen Stellungnahmen mindern die Glaubwürdigkeit und Autorität.

Donnerstag, 30. August 2018

Aus TAGI


Karikatur

Sonntag, 26. August 2018

Schlagerexperte Heck ist tot


KOMMENTAR:
Was mich bei Heck faszinierte:
Der Schnellsprecher war medienrhetorisch eloquent und hatte eine gute Stimme,
obschon er als Kind nach einem Bombenangriff stotterte.
Mit eisernem Training brachte er die Behinderung weg.

Dieter Thomas Heck - Es ist Mitternacht, John - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=K0v3HGUVrFI
07.09.2010 - Hochgeladen von Schlagermusikgirl27
Dieter Thomas Heck - Es ist Mitternacht, John (1981)