Dienstag, 2. September 2014

FDP geht unter - AfD hat das Image einer Eintagsfliege überwunden und muss ernst genommen werden

FDP nach der Sachsen-Wahl: Der Untergang

FDP nach der Sachsen-Wahl: Der Untergang

Auch in Sachsen fliegt die FDP aus Regierung und Landtag - dabei hatte sich die Führung dort so weit wie möglich von der Bundespartei abgesetzt. Für den Parteichef Lindner geht der Kampf ums Überleben weiter. Wie lange hält er durch? Von Severin Weiland mehr...
AfD - die neue Kraft

Erstaunlich, wie die AfD  bei der CDU und bei der FDP Stimmen sammeln konnte.
Diese neue alternative Partei wurde zu wenig ernst genommen.
Angela Merkel will jedoch mit der erstarkten Partei auf keinen Fall zusammen politisieren.
Letztes Jahr werteten Politologen den Erfolg der AfD nur als Strohfeuer.
Nun zeigt sich, dass alle anderen Parteien die AfD ernst nehmen müssen. Viele möchten ein alternatives Angebot zu den bisherigen Parteien. Die neue Partei versteht es, konservative und progressive Kräfte unter einen Hut zu bringen.

Wo ist da die Gleichberechtigung?

Nach TAGI:

Bundeshaus-Sekretärin ist ihren Job definitiv los

«In gegenseitigem Einvernehmen getrennt»: Die Parlamentsangestellte, die Nackt-Selfies im Büro machte, arbeitet nicht mehr beim Bund. Mehr...

Montag, 1. September 2014

Einfluss des Handy auf die Liebesbeziehung

Klaus Heer, Paartherapeut, findet in seinem Interview im Tagi:

Das SMS als erotischer Verstärker?

Erst wenn einer der beiden fremdgeht, entdeckt er die erotische Potenz der Kurznachrichten – mit jemand anderem. Sogar sprachhölzerne Männer werden plötzlich richtig poetisch, zur Verblüffung ihrer angestammten Partnerin.


Was macht die Kurznachricht so potent?

Im Moment, wo ich sie losschicke, kommt sie schon an. Diese erotische Unmittelbarkeit lässt die Schmetterlinge tanzen. Auch wenn man schon zehn, zwanzig Jahre zusammen ist. Vorausgesetzt natürlich, man ist beherzt und etwas sprachbegabt.


Ist Sprache denn erotischer als ein Bild?

Ja, sicher! Viel, viel wirkmächtiger. Das Wort fährt direkt in das Lustzentrum.


Geben Sie ein Beispiel.

Okay, ich probiers mal: «Wie lange haben wir nicht mehr zart gefüsselt unter dem Tisch! Fünf Jahre oder zehn? Ich stell grad fest: Es fehlt mir, jetzt wos so warm ist, draussen und zwischen dir und mir.»


KOMMENTAR: Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass das BILD  mehr beeinflusst als das abstrakte Wort. Wenn Klaus Heer behauptet, das Wort fahre direkt in Lustzentrum, so teile ich diese Meinung nur mit der Zusatzbemerkung: Das WORT muss beim Adressaten ein BILD auslösen. Die Aussage der Familientherpeutin Virginia Satir finde ich treffend:

Worte haben keine Energie, solange sie nicht ein Bild auslösen. Das Wort an sich bedeutet nichts, rein gar nichts. Etwas was ich immer im Auge behalte ist:
Welches sind die Worte, die bei den Menschen Bilder auslösen? Denn: Die Menschen folgen dem Gefühl des Bildes.

 

 Dieser Gedanke von Virginia Satir müsste bei Kommunikationsprozessen vermehrt Beachtung finden, der uns im Zusammenhang mit der Bildungslandschaft der Zukunft weiterbringen könnte: Ohne Bild keine Bildung. Ohne Bilder keine Leistungsverbesserungen. Nicht nur die Werbung, die Suggestopädie, das autogene Training, die Hypnose beeinflussen unser Verhalten mit Bildern.
 

Die These von Virginia Satir gilt auch beim Beispiel in obigem Interview. Der Satz "zart gefüsselt unter dem Tisch" löst ein konkretes Bild aus und bestätigt, dass Virginia Satirs These zutrifft. 
 

Sonntag, 31. August 2014

Zum Noceboeffekt

Die Umkehrung des Placeboeffektes: Der Noceboeffekt
 

In beiden Fällen ist die Erwartungshaltung des Patienten treibende Kraft.
Ein Placebo wirkt, weil es die Heilungserwartung weckt und das Nocebo schadet, weil der Patient von einer Gefährdung oder Bedrohung ausgeht.
Der Mechanismus basiert auf der klassischen Konditionierung. Beim pawlowschen Hund reichte am Schluss das akustische Signal einer Glocke, um den Speichelfluss auszulösen.
Eine Person, die Angst vor den Gefahren der Technik hat und sicher ist, dass Mobilfunksender schädlich sind, können  Antennen Angstreaktionen auslösen und negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben, auch dann, wenn die Antennen nicht senden.


EinBILDungen ob positiv oder negativ beeinflussen unser Befinden.


Auch einmalige Informationen über bevorstehende Schmerzen können langanhaltend wirken.
Die Informationen über Umweltgefahren lösen eine unterschiedliche Nocebowirkung aus, da manche Menschen für die Art der Beeinflussung empfänglicher sind als andere.
Viele Therapeuten wollen zwar den Patienten beweisen, dass nur die Einstellung falsch ist. Obwohl es richtig wäre, die Behandlung bei der Psyche anzusetzen, meiden die Patienten Psychiater und Psychologen, weil sie ja nach ihrer Sicht ein organisches Problem haben.

ZUSATZBEMERKUNG: Die Medien haben übrigens auch einen enormen Einfluss auf die Befindlichkeit von Menschen , weil ihre realen oder fiktiven Hinweise auf Gesundheitsgefahren konkrete Auswirkungen haben können.
Wir kennen das Phänomen der sich selbsterfüllenden Prophezeiung. Sobald sich Symptome melden, suchen die Betroffenen nach der Gefahrenquelle und werden dabei immer fündig.

 
FAZIT:

Auch eingeBILDete Gefahren können krank machen!
Die Welt ist voller Gefahren (Elektrosmog, Radioaktivität, belastete Lebensmittel usw.) Es hat sich gezeigt: Die Umwelterkrankungen häufen sich wie Schmerzen, Ausschläge, Konzentrationsstörungen. Die Beschwerden sind effektiv da. Doch  oft hat nicht die Umwelt diese Krankheiten verursacht, sondern die Erwartungshaltung der Menschen.
Das heisst: Was ich erwarte, kann eintreten.

Deshalb lese ich keine Beipackzettel.

LINK:

22. Nov. 2008 ... Die gelesenen Gefahren und denkbaren Folgen führen dazu, dass sie die Menschen, wegen des Gelesenen schwere Krankheiten einbilden ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/08/11_22/

Bilder überzeugen mehr als Worte. Nur Worte, die Bilder auslösen wirken nachhaltig. Diese Erkenntnis wird bei Argumentation-, Überzeugungs- und vor allem ...
www.rhetorik.ch/Einbildung/Einbildung.html

Samstag, 30. August 2014

Eindeutige Leserumfrage (20 min): Geri Müller soll zurücktreten!

Die Leser glauben nicht an eine Intrigengeschichte.
Für sie war Geri Müller einfach zu unvorsichtig.

Ich zitiere:

Umfrage:



Mehrheit will, dass Geri Müller zurücktritt

von D. Pomper - Nach der Nackt-Selfie-Affäre soll Geri Müller von seinen politischen Ämtern zurücktreten. Das finden über 60 Prozent, wie eine 20-Minuten-Umfrage zeigt. Ein Rücktritt würde sich auch auf die Pension auswirken.





Die 20 Minuten-Umfrage zeigt: Von den 11262 Teilnehmern sind 61.3 Prozent der Meinung, dass Geri Müller nicht mehr tragbar ist und er von all seinen politischen Ämtern zurücktreten soll. 38,7 Prozent halten das dagegen für unnötig. Schliesslich mache jeder mal einen Fehler, den man auch verzeihen könne. 
KOMMENTAR: Nach dem Medienwirbel vor wenigen Tagen ist es ruhiger geworden um den umstrittenen Nationalrat. Als Berater musste ich die Interaktion MEDIEN- GERI MUELLER eine ganze Woche eingehender verfolgen und habe in mehreren Analysen die Vorkommnisse laufend kommentiert. Für mich ist der Imageschaden des fahrlässig handelnden Politikers dermassen gross, dass ich mir eine schadlose Rückkehr in den Job nicht mehr gut vorstellen kann. Der beschädigte Ruf kann nicht - einfach nur so - korrigiert werden

Freitag, 29. August 2014

Erholen durch Kontrasterfahrung

Bewährte Erkenntnisse aus der Praxis




Als Berater habe ich viel Kontakt mit wechselnden Menschen. Deshalb  brauche ich Zeiten, in denen ich mich zurückziehen kann. Bei mir bewährte sich der kurzzeitige Rückzug in Refugien. 
(z. Bsp.: Albführen, Salmenfee, Titisee)

Wer viel mit Menschen zu tun hat, sollte in den Ruhephasen auch mal allein sein können.

Die Kontrasterfahrung hat sich bewährt:

Wer ständig für andere da sein muss, darf sich in Erholungsphasen mal selbst im Mittelpunkt stehen und sich "bedienen" lassen.
 Leute, die ständig mit Kunden zu tun haben und freundlich sein müssen, sollten die Erholung nicht in Gruppen suchen.

Deshalb: Fragen Sie sich immer, wovon Sie sich erholen müssen.

Viele Leute arbeiten unablässig und machen dann einige Wochen Ferien.
Es hat sich aber gezeigt, dass mehrere kurze Auszeiten - übers Jahr verteilt - sinnvoller und nachhaltiger sind als ein mehrwöchtiger Urlaub am Stück.

Es ist erwiesen, dass der Erholungseffekt nach dem Urlaub nicht lange anhält.  Nach drei bis vier Wochen ist er verschwunden. Dies spricht auch für mehrere kurze Erholungszeiten.


Die Balance zwischen SPANNUNG und ENTSPANNUNG ist das Wichtigste.

 

Wer sich gut erholen will, sollte nicht nur im Urlaub die Joggingschuhe anziehen. Wir erholen uns am besten mit regelmässiger integrierter Bewegung.

Die Erholungsforschung hat nachgewiesen, dass man auch im Alltag regelmässig Zeit nehmen sollte für PAUSEN. Lieber in der Mittagspause ein paar Schritte  gehen als mit Kollegen den neusten Klatsch durchsprechen.



Haben Sie gewusst, dass lange Reisen mit Zeitverschiebung wohl Anregung bringen aber wenig Erholung. Denn der Körper benötigt einige Tage, bis er sich an die Zeitverschiebung gewöhnt hat.



Donnerstag, 28. August 2014

Affront gegenüber Angestellten

Sich rasch entschuldigen und alles ist wieder gut?

Bei der tragischen Geschichte Geri Müllers gilt zu berücksichtigen:

Geri Müller vor den Medien am 19. August in Zürich (Archiv) play Hat sich entschuldigt:  Schwamm darüber?
Es war eine äusserst brisante Nachricht, die Geri Müller im Zuge der Nackt-Selfie-Affäre ans seine Geliebte N.W. (33) geschickt hatte. Sie enthielt ein Bild, auf dem der Stadtammann unten ohne in seinem Büro sitzt.
Dazu schrieb Müller laut der «Schweiz am Sonntag»: «Die Sekretärin ist weg.» Wenn sie ins Büro reinkommen würde, würde er sie fragen, «ob sie sich bedienen will».
Ein Affront gegenüber den Angestellten – doch nun scheint sich Müller dafür entschuldigt zu haben.
Jedenfalls bestätigte Jonas Fricker, der Präsident der Aargauer Grünen, gestern in der Sendung «Talk Täglich» auf Tele M1, dass Müller das Gespräch mit den beiden Frauen gesucht und sich «ausgetauscht» habe. Zum Inhalt des Gesprächs machte Fricker keine Angaben.
Allerdings meint Fricker, dass Müller sein Nationalratsmandat niederlegen sollte, wenn er wieder als Stadtammann von Baden tätig sein will. Schliesslich sei die Selfie-Affäre auch eine Auswirkung der Überlastung. (bau)

KOMMENTAR: Beim GERIGATE gilt es die Relationen zu wahren. Beides ist falsch: Vorverurteilen und Beschönigen.