Freitag, 4. Mai 2012

EHE TEST aus dem Jahre 1939


Welche Verhaltensweisen gelten heute noch? Eine kurze Reflexion lohnt sich.


Quelle 20 Min:


storybild 



Robert Mitchum und Jane Greer im Film «Out of the Past» von 1947.

Pluspunkte


 
1.Gibt Gattin freizügig Mittel oder den Gehaltscheque (5)
2.Ist höflich gegenüber Freunden der Frau
3.Macht Gattin regelmässig Komplimente für Aussehen, Kochen, Haushaltsführung et cetera
4.Erinnert sich an Geburtstage, Jubiläen et cetera
5.Hilft Frau beim Abwasch, Kinderhüten, Reinigen
6.Höflich und gesittet sogar wenn mit der Frau alleine
7.Fragt Frau nach ihrer Meinung in Bezug aufs Geschäft und soziale Kontakte
8.Hat mindestens einmal pro Woche ein date mit seiner Frau (5 pro Date)
9.Liest seiner Frau laut aus der Zeitung, Magazinen oder Büchern vor
10.Ein guter Gesprächspartner
11.Ein beständiger Arbeiter und guter Versorger (5)
12.Überlässt der Frau das Auto an Tagen, an denen sie es braucht
13.Geschickt im Haus, repariert Bügeleisen, Staubsauger, hängt Bilder auf et cetera
14.Geniesst es, die Frau überall mitzunehmen, wohin er geht
15.Mischt sich nicht in Anweisungen der Frauen an die Kinder ein
16.Hat eine adäquate Versicherung für die Familie (5)
17.Streitet nicht mit der Frau vor den Kindern oder in der Öffentlichkeit
18.Heisst Gäste willkommen – ein interessanter Unterhalter
19.Sagt der Frau oft, dass er sie liebt (5)
20.Kommt in der Regel mit einem Lächeln nach Hause
21.Teilt geschäftliche oder persönliche Probleme mit ihr
22.Hilft der Frau in den Mantel und öffnet ihr die Tür
23.Hat morgens gute Laune
24.Ist ausgeglichen
25.Raucht nicht
26.Interessiert an Sport
27.Schreibt häufig und liebevolle, wenn weg von zu Hause
28.Spielt mit den Kindern oder hilft ihnen bei Aufgaben (5)
29.Ist bereit, mit der Frau shoppen zu gehen
30.Wartet auf seine Frau oder holt sie von ihrer Party ab
31.Tritt ordentlich auf – Schuhe poliert, Haar geschnitten, Anzug gebügelt
32.Besucht die Kirche und drängt die Kinder, zur Sonntagsschule zu gehen (10)
33.Besucht Elterntage und lehrreiche Vorträge
34.Ist ehrgeizig – arbeitet oder lernt für seine Beförderung
35.Überrascht Frau manchmal mit Süssigkeiten, Blumen, Geschenken
36.Ein schneller und effizienter Arbeiter, nicht der Schlendrian-Typ
37.Macht sich bereitwillig selbst Frühstück
38.Ein leidenschaftlicher Liebhaber – versteht sich darauf, dass die Frau bei der ehelichen Vereinigung Orgasmus hat (20)
39.Zeigt der Frau Aufmerksam- und Zärtlichkeit in der Öffentlichkeit (5)
40.Ist ein besonnener Lenker
41.Ist freundlich, aber bestimmt und der Kopf seines Haushalts
42.Ist bei Männern gut gelitten, mutig – keine Sissy
43.Ist ehrlich zu seiner Frau (10)
44.Isst was aufgetischt wird ohne zu grummeln oder zu murren
45.Seine Kinder freuen sich, wenn er nach Hause kommt (5)
46.Versucht, seine Frau mit modernen, arbeitsparenden Geräten auszurüsten (5)
47.Gibt Frau echte Film-Küsse, keine pflichtbewussten Küsschen auf die Wange
48.Wenn die Frau krank ist, ruft er von der Arbeit aus an und fragt nach ihr
49.Hängt seine Kleider ordentlich an Haken oder Bügel
50.Küsst Frau, wenn er von der Arbeit oder eine Reise kommt


Mängel


1.Starrt andere Frauen im Beisein der Gattin an oder flirtet mit ihnen (5)
2.Liest Zeitung am Essenstisch
3.Kommt nicht umgehend zu Tisch, wenn das Essen fertig ist
4.Bringt Besuch mit zum Essen, ohne die Frau vorzuwarnen
5.Ruft nicht an, wenn er spät zum Essen kommt
6.Vergleicht Gattin unvorteilhaft mit seiner Mutter oder anderen Frauen (5)
7.Lobt öffentlich seine Junggesellentage und bereut die Ehe
8.Kritisiert die Gattin in der Öffentlichkeit (5)
9.Rülpst ohne Entschuldigung oder furzt am Tisch
10.Lässt Schubladen offen
11.Lässt Schuhe im Wohnzimmer liegen
12.Schnarcht
13.Gleichgültig im Badezimmer – lässt Rasierklingen offen oder Ränder an der Wanne
14.Badet nicht oder wechselt Socken nicht oft genug
15.Putzt nicht regelmässig Zähne und Fingernägel
16.Zieht sich sonntags ungern an und rasiert sich nicht
17.Hängt Schlipse oder Kleidung an Türknaufe
18.Bohrt öffentlich in Zahn, Nase oder nuckelt an Zähnen
19.Lehnt ab, dass Frau fährt
20.Redet obszön oder vulgär
21.Gibt der Frau die Schuld an allem, was schief läuft
22.Sagt er sei zu müde, um abends mit der Frau auszugehen
23.Ist misstrauisch und eifersüchtig
24.Trinkt regelmässig (5)
25.Lügt, nicht zuverlässig (5)
26.Wird wütend, wenn die Zeitung zerfleddert ist
27.Stur – gibt selten zu, dass er falsch liegt. Entschuldigt sich selten (5)
28.Spricht über die Effizienz seiner Stenographin oder anderer Frauen
29.Zieht Frau wegen ihres Fettes, Langsamkeit et cetera auf
30.Erzählt peinliche Dinge über seine Frau in der Öffentlichkeit
31.Macht sich über die Hüte der Frau, ihre Kleidung, Kochkunst, Fähigkeiten im Haushalt et cetera lustig
32.Raucht im Bett
33.Ruft «Wo ist …?» ohne erst selbst zu suchen
34.Nimmt sonntags das Radio etwa für Baseball-Übertragungen in Beschlag
35.Mag Kinder nicht oder schimpft sie zu grob aus (5)
36.Ein chronisch Kranker oder ein offensichtlich Abhängiger von Medikamenten
37.Schreibt mit Stift auf Tischdecke
38.Ein chronischer Maulheld oder Aufschneider
39.Streit mit anderen Autolenkern oder verflucht sie
40.Hilft den Verwandten der Frau nicht wie den eigenen
41.Rollt sich in die Bettdecke – entzieht sie der Frau
42.Isst Zwiebeln, Rettich oder Knoblauch vor dem Date oder Zubettgehen
43.Spielsüchtig
44.Schiebt zu viel auf die Mutter, ein «Muttersöhnchen» (5)
45.Banalisiert die Meinung der Frau, ihr Urteil oder ihre Fähigkeiten
46.Öffnet die Post der Frau
47.Gibt mit seinen Ex-Freundinnen oder Eroberungen an (5)
48.Lässt überall im Haus das Licht brennen
49.Küsst Frau genau nachdem sie gerade das Make-Up aufgetragen hat
50.Ein Bücherwurm – spricht nicht genug mit der Frau, wenn zu Hause


Kommentar: Möglicherweise tönen viele der Aussagen heute  bereits antiquiert. Doch finde ich alle Grundsätze der "Wertschätzung des Partners" -    zeitlos. Falls Sie diese Woche nur EINEN der beachtenswerten Vorzüge ernst nehmen, hätte sich das Lesen dieses Beitrages gelohnt.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Die letzte Chance für Sarkozy: Ob er sie nutzen konnte?


Am Mittwochabend kam es zum ersten und einzigen Zusammentreffen zwischen Hollande und Sarkozy.
20 Millionen Zuschauer verfolgten den Schlagabtausch vor laufender Kamera.
Vor der Show hatte der bisherige Präsident etwas an Boden gut gemacht. Doch führte in den Umfragen Hollande vor dem Duell immer noch noch mit 6 %.
Im Studio wurde nichts dem Zufall überlassen. Kameraeinstellung Licht, Dekor, selbst die Temperatur wurde festgelegt. Sekunden wurden genau gestoppt. Sarkozy benötigt einen Sieg und versprach deshalb entsprechend  aggressiv zur Sache zu gehen.




Nicolas Sarkozy und François Hollande kreuzten Klingen im französischen Fernsehen

Hitzige Debatte: Präsident Sarkozy (rechts) und sein Herausforderer François Hollande (Bild: Keystone / EPA)Zoom
Hitzige Debatte: Präsident Sarkozy (rechts) und sein Herausforderer François Hollande (Bild: Keystone / EPA) Quelle NZZ


Kommentar:

Die Auseinandersetzung war hitzig und recht emotional, zum Teil chaotisch. Beide griffen den Kontrahenten an. An Vorwürfen mangelte es nicht. Hollande wirkte selbstsicher und  verstand die Angriffe recht gut zu kontern. Hinsichtlich Haushaltdefizit pocht Sarkozy auf eine Schuldenbremse.  Hollande will die Spitzenverdiener höher belasten. Oft sprachen beiden Streithähne gleichzeitig Die Präsentatoren versuchten immer wieder die Kandidaten zu trennen.

Nach meinem Dafürhalten werden die Analytiker heute bei der Beurteilung zu einem Unentschieden kommen. Nach meinem Dafürhalten Hat Hollande die Nase nach wei vor vorn und wird siegen.



Nachtrag:


 Ich zitiere BLICK


Fast drei Stunden duellierten sich der amtierende französische Präsident Nicolas Sarkozy und sein Herausforderer François Hollande gestern Abend im TV. Hollande, der mit einem kleinen Vorsprung ins Rennen stieg, gilt auch weiterhin als Favorit für die Wahlen am Sonntag.




Mit dem grossen TV-Duell zwischen Nicolas Sarkozy und François Hollande ist am Mittwochabend der französische Präsidentschaftswahlkampf auf die Zielgerade gegangen. In ihren Wortgefechten sparten die beiden Kandidaten nicht mit aggressiver Rhetorik.
Der Amtsinhaber Sarkozy versuchte mit Angriffen auf das Zahlenwerk im Wahlprogramm seines sozialistischen Herausforderers zu punkten. Hollande dagegen konterte mit dem Hinweis auf die Regierungsbilanz des um eine zweite Amtszeit kämpfenden Staatschefs: «Sie suchen permanent Schuldenböcke, es ist nie Ihre Schuld», sagte Hollande, als Sarkozy auf die Krise verwies.
«Unsere Arbeitslosigkeit ist gestiegen, unsere Wettbewerbsfähigkeit ist gesunken und Deutschland hat es besser gemacht als wir», erklärte Hollande. Sarkozy erinnerte seinen Rivalen daraufhin daran, dass sich dessen Programm nicht am erfolgreichen Modell Deutschland orientiere. «Wettbewerbsfähigkeit ist das Schlüsselwort», betonte Sarkozy.
Immer wieder bezichtigte Sarkozy seinen Herausforderer der Lüge. Hollande giftelte zurück: «Dieser Begriff (Lüge, Anm.) wird bei ihnen langsam zum Leitmotiv, eigentlich müsste ich beleidigt sein, aber in ihrem Mund wird es zur Gewohnheit.»


 Sarkozy dankte es ihm wenig später bei anderer Gelegenheit und sagte:


 «Danke für ihre Arroganz.»

NACHTRAG KURZ VOR DER WAHL:

ALLE RECHNEN MIT DER ABWAHL von S.


Mittwoch, 2. Mai 2012

Es war zuerst ein friedlicher 1. Mai.


Doch die Chaoten konnten es nicht lassen.
Die Polizei reagierte aber rasch und konsequent. Sie wartete nicht wie vor Jahren mit einschreiten. Es blieb somit bei einigen Scharmützeln. Erstaunlich: Es hatte viele Gaffer und viele Jugendliche, die Polizisten provozierten. In der Nacht erfolgte dann ein Brandanschlag mit grossem Sachschaden.


Ich zitiere Blick

1. Mai Brennende Container, Chaoten attackieren Zivil-Polizisten

  Der 1. Mai verlief bis am Nachmittag ohne Zwischenfälle. Dann gegen 17 Uhr spitzte sich die Situation jedoch zu: Chaoten wurden handgreiflich, zündeten Container an.




Der Tag der Arbeit hat die Menschen in Zürich massenweise auf die Strasse gelockt. Rund 12'000 Personen nahmen am Umzug durch die Innenstadt und an der offiziellen Kundgebung teil – 2000 mehr als im Vorjahr. Der von Gewerkschaften und dem 1.-Mai-Komitee organisierte Anlass verlief ohne Zwischenfälle.
Im Verlauf des Nachmittags jedoch spitzte sich die Situation  zu: Chaoten provozierten mit Knallkörpern, zündeten Container an.
Anwohner machten währenddessen mit einer bunten und friedlichen Kunst-Aktion auf sich aufmerksam: Von einem Dach an der Langstrasse warfen sie Hunderte Ballone ab.

Minderjährige in Gewahrsam

Die Polizei nahm vor den Augen von unzähligen Schaulustigen die ersten Festnahmen vor. Laut Blick.ch-Informationen handelt es sich bei zahlreichen Festgenommenen um Minderjährige.
Um etwa 17 Uhr kam es zu vereinzelten Scharmützeln. Laut Angaben TV-Senders «TeleZüri» griffen Chaoten zivile Polizisten an. Einzelne der Beamten seien sogar verprügelt worden.
Das Gebiet um den Helvetiaplatz wurde grossräumig abgeriegelt. Die Polizei setzte vereinzelt Tränengas und Wasserwerfer ein.
Am frühen Abend herrschte wieder angespannte Ruhe. Insgesamt zieht die Polizei eine positive Bilanz. (mcb/noo)

Nachtrag TAGI:


Brandanschlag in der Nacht - über eine Million Schaden


Wie Stadt- und Kantonspolizei am Abend in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben, habe man Sachschäden durch das konsequente Eingreifen grösstenteils abwenden können. Über 50 Personen wurden verhaftet, ein Polizist wurde durch einen Steinwurf am Kopf verletzt. An der Herbartstrasse nahe der Bäckeranlage setzten Chaoten Container in Brand. Dabei wurden mehrere parkierte Autos beschädigt.


Medienchef attakiert


Am Abend warf rund ein Dutzend Chaoten Bierflaschen auf Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei. Cortesi gab gegen 19.15 Uhr auf dem Helvetiaplatz Journalisten Auskunft, als plötzlich eine Horde von Vermummten aus dem Kanzleiareal herausstürmte und ihn attackierte. Dank seiner beiden Bodyguards flohen die Angreifer sofort. Verletzt wurde niemand.


Brandanschlag in der Nacht


In der Nacht auf Dienstag, kurz vor 2.30 Uhr, brannte bei den Geleisen Höhe Manessestrasse 103 ein Bahnwagen. Beim Eintreffen der Polizei standen die Führerstände einer Einschotter-/Planiermaschine sowie einer in der Nähe abgestellten Strassenwalze in Vollbrand. Es entstand ein Schaden von über einer Million Franken. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Stadtpolizei (Telefon 044 411 71 17) sucht Zeugen.


Die Brandstiftung ist vermutlich politisch motiviert. Auf Plakaten des Revolutionären Aufbaus wird gegen die restriktive Wohnungspolitik und die Yuppiesierung durch die aufgewerteten Quartiere protestiert. Neben der Weststrasse und der Brandschenkestrasse wird als jüngstes Beispiel die Binz erwähnt, «die daran glauben muss». (Tages-Anzeiger)

1. Mai fast friedlich: Brennende Container, Chaoten attackieren Zivil-Polizisten 


  1. Mai fast friedlich Brennende Container, Chaoten attackieren Zivil-Polizisten

LINKS:

10 Juni 2007
Im Spiegel online entdeckten wir einen Versuch, diesen schwarzen Block von einer anderen Seite zu beleuchten. Interessant ist ... Wie am 1. Mai kommt es gleichsam zu einer Tradition der Gewalt und damit zu einem ungeschriebenen Recht, Kravall zu machen, Schaufenster einzuschlagen, Autos anzuzünden, Polzisten mit Steinen zu bewerfen d.h. an bestimmten Tagen oder betimmten Anlässen Gewalt auszuüben, die selten geahndet wird. Dem Schwarzen Block ...

Dienstag, 1. Mai 2012

Blocher als Dauer-Medienthema hat wohl bald ein Ende




Christoph Blocher bleibt ein unablässiges Thema, wie lange eigentlich noch?

Ich zitiere TAGI
1/11 Die SVP-Führungsriege informiert am Donnerstag, 7. April, in Bern über die Kandidatur von Christoph Blocher für das eidgenössische Parlament (v.l.): Nationalrat Adrian Amstutz, Alt-Bundesrat Christoph Blocher, Nationalrat Toni Brunner und Nationalrat Caspar Baader.
Bild: Keystone

   


Man redet viel in der Schweiz, hat Friedrich Dürrenmatt gesagt. Es kommt einem vor, als rede die Schweiz nur noch über ihn: Christoph Blocher, gelernter Bauer, promovierter Jurist, ehemaliger Justizminister, Vizepräsident der Schweizerischen Volkspartei, Nationalrat derselben, Unternehmer, Oberst, Publizist, Kunstsammler, Familienvater, Protestant und Schweizerretter vor dem Herrn.
Heute verhandelt eine Kommission seine parlamentarische Immunität. Eine Hausdurchsuchung bei ihm gibt seit Tagen zu reden. Vorher ist es die Finanzierung seiner Partei gewesen. Zuvor ging es monatelang um seine Kritik am Nationalbank-Präsidenten. Um den Nachgang zu den Nationalratswahlen unter besonderer Berücksichtigung seiner Partei und seiner selbst. Um die Wahlen davor. Womit nur das Gröbste über die letzten Monate erwähnt ist. Was die letzten dreissig Jahre angeht, muss eine Zahl genügen: 17'800'000 Nennungen im Internet. Das sind viele für einen Mann, dessen Heimat keine Vordränger mag.


Seinen Getreuen wird immer klarer, was seine Gegner schon lange behaupten



Denn: Kann sich irgendjemand an eine Schweiz ohne so viel Blocher erinnern? Ohne dass seine Person, seine Politik, sein Vorgehen, seine Kritik oder sonst etwas von ihm die Öffentlichkeit dermassen beschäftigte? Vage glaubt man sich an Stilleperioden zu erinnern, das letzte Mal nach seiner – selbst verschuldeten – Abwahl aus dem Bundesrat. Damals hat sich Christoph Blocher zurückgezogen, tief gekränkt. Dann kehrte er zurück, dekoriert mit einer neuen, selbst versehenen Amtsbezeichnung: abgewählter Bundesrat. Er war auf einer Mission. Seither ist er auf Rache aus.
Und es wird seinen Getreuen immer klarer, was seine Gegner immer behauptet haben: dass sich bei Christoph Blocher alles nur um Christoph Blocher dreht. Oder sagen wir: nur noch. Selbstverständlich sieht er das anders, aber er sieht ja immer alles anders. Er wolle so lange weitermachen wie Konrad Adenauer, sagt er gerne. Er, der auch Winston Churchill und Franz Josef Strauss zu seinen Vorbildern zählt. Also zwei andere alte Männer, die sich überlange für unersetzlich hielten. Warum kein Nachfolger in seiner Partei gross geworden sei, hat man ihn einmal gefragt. «Weil unter einer Wettertanne nichts nachwächst», gab er zurück. Das heisst also, um in seinem Bild zu bleiben, dass er angewurzelt stehen bleibt, bis ihn einer fällt. Am besten der Holzfäller aus dem Hodler-Bild.


 (Tages-Anzeiger)


Kommentar: Nach der fragwürdigen Abwahl als Bundesrat, bekam die Blocherpartei noch Aufwind. Die Strategie und Parolen gaben Christoph Blocher lange recht. Seit längere Zeit dominieren nun jedoch Intrigen und Idiskretionen. Blocher ist überzeugt, dass er immer wieder totgeschrieben worden sei und auch heute nicht totgeschrieben werden könne. Doch wird immer deutlicher sichtbar, dass er alles tut, um der Oeffentlichkeit zu zeigen, dass er sich selbstlos für die Schweiz aufopfert. In den Medien ist er zwar ständig präsent. Doch besteht  die ernsthafte Gefahr, dass er als Retter der unabhängigen Schweiz nicht mehr ernst genommen wird. Doch für einen gekränkten Christoph Blocher scheint heute eine weiser Abgang kaum mehr möglich. Er hätte sich als Mäzen von kulturellen Institutionen einen Namen schaffen können. Der Einsatz für die Musikinsel Rheinau wäre ein guter Einstieg zum Umsteigen gewesen.



Montag, 30. April 2012

Bild des Tages:


Im Frühling schauen sich die Japaner gerne Blumen an


Quelle 20 Min:

Die  Medienkompetenz müsste schon in der Volksschule erworben werden.

Ich zitiere TAGI

 

Zehntausende Jugendliche sind süchtig nach ihrem Handy 

 

 Erstmals belegt eine Studie, dass viele Schweizer Teenies ihre Handys nicht nur toll finden, sondern regelrecht davon abhängig sind: 40'000 Jugendliche zeigen starke Suchtsymptome – mit weitreichenden Folgen.

Ohne ist für viele nicht mehr möglich: Jeder zwanzigste Jugendliche ist süchtig nach seinem Handy.


Ohne ist für viele nicht mehr möglich: Jeder zwanzigste Jugendliche ist süchtig nach seinem Handy.
Bild: Keystone

98 Prozent der 12- bis 19-Jährigen besitzen ein Handy – und mehr als jeder Zwanzigste von ihnen zeigt Anzeichen von starkem Suchtverhalten. Zu diesem Schluss kommt laut der «SonntagsZeitung» eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Forschungsstiftung Mobilkommunikation der ETH Zürich (FSE). Oder anders ausgedrückt: Fast 40'000 Jugendliche sind süchtig nach ihrem Handy.
Für diese Jugendlichen geht laut der Studie gar nichts mehr, wenn das Handy nicht in Griffnähe ist. Dann bekommen sie Konzentrationsprobleme, schlafen nicht genug und zeigen Entzugserscheinungen. Das könne so weit gehen, dass die Betroffenen ihr Telefon sogar bis unter die Dusche mitnehmen. Haben sie das Handy nicht dabei, fühlen sich Abhängige ängstlich und hilflos, wie der Medienpsychologe und Studienverfasser Gregor Waller gegenüber der «SonntagsZeitung» ausführt. 


Eine emotionale Bindung zum Handy


Die Symptome seien vergleichbar mit einer klassischen Verhaltenssucht, wie Glücksspielabhängigkeit oder Videospielsucht. Als Konsequenz würden die Jugendlichen die Schule und soziale Kontakte vernachlässigen. Dafür hätten sie eine besondere emotionale Bindung zum Handy, es habe


 «die Funktion eines Kuscheltiers»,


 so Waller weiter.


Betroffen von der Handysucht sind laut der Studie Mädchen wie Jungen aller untersuchten Altersstufen. Jedoch hätten viele der Süchtigen ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern – die übermässige Handynutzung könne daher auch eine Strategie zur Bewältigung dieser Probleme sein.
Es ist das erste Mal, dass der Umgang von Jugendlichen mit Handys in der Schweiz wissenschaftlich erforscht wurde. Experten fordern, dass die Resultate Konsequenzen haben: Fachpersonen müssten entsprechend geschult werden, sodass sie eine allfällige Handysucht erkennen und darauf reagieren können, sagt zum Beispiel Franz Eidenbenz vom Zentrum für Verhaltenssüchte in Zürich gegenüber der «SonntagsZeitung». Eltern sollten sich im Notfall an Sucht- oder Beratungsstellen wenden und eine Therapie in Betracht ziehen. (fko)




Kommentar: Ich verweise auf meine Beiträge zur Medienkompetenz.
  LINKS:



Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat
Mittwoch, 11. April 2012. Medien 35. Der Umgang mit den neuen. Medien erfordert Kompeten- zen, die man erwerben muss. von MarcUs Knill ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_13/sn.pdf
13. Apr. 2012 ... SN Artikel vom 11. April, 2012. Der Umgang mit neuen Medien erfordert Kompetenzen, die man erwerben muss. PDF.
www.rhetorik.ch/Aktuell/12/04_13/index.html


Rhetorik.ch. Knill+Knill Kommunikationsberatung. Knill.com · www.rhetorik.ch aktuell: (16. Februar, 2005). Medienkompetenz erwerben - Ein Muss ...
www.rhetorik.ch/Aktuell/05/02_16.html


Sonntag, 29. April 2012