Sonntag, 12. Dezember 2010

Schlecht beobachtet


Der  "BEOBACHTER" Nr. 25, 2010 verglich  Löhne. Die Autorin Carsten Köllmann wollte mit Ungleichheiten   ungerechte Löhne bewusst machen.
So wird bei dem Vergleichen ein Versicherungsbroker präsentiert und wir lesen darunter -  gross gedruckt - seinen durchschnittlichen Monatsgehalt:



8000.-- Fr.




Daneben finden wir - ebenfalls ganzseitig - die Illustration der "Fachfrau Betreuung".
Hier steht darunter in grossen Lettern der Monatsgehalt von


3120.-- Fr.



Lediglich kleingedruckt wird gedruckt: (50% Pensum)


Dies ist eine journalistische Fehlleistung. Ein Vollzeitjob wird mit einem Teilzeitjob verglichen.  Der Leser, der nur die Zahlen vergleicht, wird getäuscht. Erst wenn man das Kleingedruckte liest, wird  bewusst, dass der Vergleich mit den Zahlen hinkt.


Ich bin sicher, der Beobachter würde eine solche Unzulässigkeit  in einem anderen Bereich anschwärzen. Mit Vergleichen dürfen wir Leser nicht täuschen. Apfel müssen mit Aepfeln verglichen werden. Würde nämlich die Fachfrau auch zu 100% arbeiten, hätte sie einen Monatsalair zwischen 6-7 Tausend Franken. Hätte jedoch die Autorin die Monatslöhne unter analogen Bedingungen verglichen, so wäre Ihre Kernbotschaft zu wenig bewusst geworden worden.

Ob  wohl  der Beobachter  künftig besser beobachten wird, wie die eigenen Autoren arbeiten? 

Samstag, 11. Dezember 2010

Photo zur nächsten Woche


storybild Nächste

Die Woche soll frostig werden: Die Temperatur steigt angeblich nie über Null Grad. (Bild: Keystone)





AUFBAU DES NEUEN K - LEHRGANGES (UEBERSICHT):




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1. BAUSTEINE DER RHETORIK
2. AUSSAGEN und ARGUEMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN
3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN
4. SCHWIERIGE SITUATIONEN, auch im UMGANG mit KUNDEN - Umgang mit Stress und Ueberraschungen
5. VERHANDELN- aber wie?
6. PRUEFUNG
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1. BAUSTEINE DER RHETORIK
Sie werden im ersten Modul die wichtigsten BAUSTEINE der angewandten Rhetorik kennen lernen, damit sie diese Erkenntnisse bis zum nächsten Modul festigen können.
1. Der ERSTE Eindruck
Wir lernen uns auch kennen
Sie wissen, wie wir während des Lehrganges arbeiten werden - bis zur Prüfung.
Ich werde Ihnen laufend mitteilen , was prüfungsrelevant ist
2. Start ist die halbe Miete
3. Sich vorbereiten- aber wie?
4. Zeitaspekt
5. Das Wichtigste ist Ihre Einstellung gegenüber dem Kunden und der Sache
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2. AUSSAGEN UND ARGUMENTE AUF DEN PUNKT BRINGEN
Zeitprobleme der Mitarbeiterkommunikation
Informationsfülle, Informationsschwemme, Informationsmanagement

  1. Information - Informationsflut

    Der durchschnittliche Mensch rettet sich zwar vor der Informationsschwemme durch gezielte Reduktion und bewusstes Abblocken: ... www.rhetorik.ch/Information/Information.html - Cached - Similar
  2. Zeit managen - aber wie?

    3. März 2002 ... Mit der Informationsschwemme umgehen können ... Wo belastet mich die Informationsschwemme? Wieviel Zeit wende ich auf, um Informationen zu ... www.rhetorik.ch/Zeitmanagement/Zeitmanagement.html - Cached - Similar
  3. Knill+Knill Kommunikationsberatung

    Wie können nun Informationsabläufe organisiert werden, damit die Angestellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein ... www.rhetorik.ch/Information/Informationsmanagement.html - Cached - Similar
  4. Die Informationen sammeln – und sinnvoll verarbeiten Beschaffung ...

    File Format: PDF/Adobe Acrobat - Quick View stellten trotz der Informationsschwemme nicht das Gefühl haben, unterinformiert zu sein? In unserem Fall zeichneten wir ... www.rhetorik.ch/Aktuell/05/04_21/in_puncto_4_05.pdf - Similar
Weniger ist mehr, Kommunikationsprozesse vereinfachen



Dieser Beitrag basiert aus Referaten bei Grossveranstaltungen (für Kunden) bei einer Kantonalbank.
Eine Kernbotschaft
So machen Sie die Kommunikation einzigartig: Sie nehmen nur eine Kernbotschaft Sie verknüpfen diese Botschaft mit nur
  • Einem Bild
  • Einer Analogie
  • Einer Geschichte
  • Einer Erzählung
  • Einem Beispiel
Reden Sie einfach und adressatengerecht, so dass Sie alle verstehen. Im Unterricht oder einer Diskussion stellen nur eine Frage. Wenn Sie vor mehreren Leuten reden, sprechen Sie immer nur mit einer Person länger als nur 5 Sekunden. Wenn Sie sich verändern und verbessern, arbeiten Sie jeweils nur an einem Lernpunkt oder Lernbild. Sich auf einen Punkt, eine Sache konzentrieren können, bringt Erfolg. Dieses Fokussieren hat etwas mit Achtsamkeit zu tun und ist beim Zuhören wichtig. Wenn Sie die Zahl Eins in der Kommunikation beherzigen, wird das Kommunizieren viel einfacher und Sie werden sehen: Ihr Ausdruck wird künftig einen Eindruck hinterlassen.

  1. Mut zum Vereinfachen

    Alpha Artikel vom Juli 2005: Mut zum Vereinfachen. www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html - Cached - Similar
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3. DIALOGIK - ZUHOEREN - FRAGEN (16. Januar)

  1. Hoeren, Hinhoeren, Zuhoeren

    Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören. ... Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen. ... www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html - Cached - Similar
  2. rhetorik.ch aktuell: Zuhören, Fragen, Argumentieren

    27. Apr. 2008 ... www.rhetorik.ch aktuell: (27. Apr, 2008). Zuhören, Fragen, Argumentieren. Rhetorik.ch Artikel zum Thema: Reden über das Reden ... www.rhetorik.ch/Aktuell/08/04_27/index.html - Cached
  3. &&&&&&&&&&&&&&&&


    4. SCHWIERIGE SITUATIONEN UND KUNDEN - Umgang mit Stress
  1. LINKS:
    1. Stress

      Jederman erlebt Stress. Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Druck, Spannung oder Veränderung. Eine gewisse Dosis an Stress kann das Leben ... www.rhetorik.ch/Stress/Stress.html - Cached - Similar
    2. Stressbewältigung

      In vielen Gesprächen mit Leidtragenden zeigt sich vielfach, dass das Problem darin liegt: Es fehlt oft an der notwendigen Kenntnis, wie Stress sinnvoll ... www.rhetorik.ch/Stressbewaeltigung/Stressbewaeltigung.html - Cached - Similar
    3. Stressoren. Zurück zum Artikel. Stressoren. Zurück zum Artikel. www.rhetorik.ch/Stress/Stressoren.html - Cached - Similar
    4. Redeangst überwinden - aber wie ?

      Stress kann via Bewegung abgebaut werden. Personen, die bewusst ruhig ... Mit Bewegungen, die nicht zur Aussage gehören, wird dann der Stress abgebaut (z. ... www.rhetorik.ch/Redeangst/Redeangst.html - Cached - Similar
    5. Deeskalationsrhetorik

      10. Febr. 2007 ... Stress: Die Fähigkeit, Stress zu ertragen und mit Stress umzugehen. Stress. Beeinflussung: Kenntnis der Selbst- und ... www.rhetorik.ch/Deeskalation/Deeskalation.html - Cached - Similar
    1. Kundenreklamationen

      28. Okt. 2006 ... Kundenreklamationen. ... Kundenreklamationen. von Marcus Knill. Weniger Reklamationen, dank ... Kunden wertschätzen. Wünsche ernst nehmen. ... www.rhetorik.ch/Reklamationen/Reklamationen.html - Cached - Similar
    2. Den Chef kritisieren- aber wie?

      Mit Kritikern umgehen · Kritikgespräche · Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing. von Marcus Knill. Viele Menschen trauen sich nicht, ... www.rhetorik.ch/Kritik/Chef.html - Cached - Similar
    3. Kritikgespräche

      Mit Kritikern umgehen · Den Chef kritisieren- aber wie? Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing. von Marcus Knill. Kontrollkonflikte ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritik.html - Cached - Similar
    4. Mit Kritikern besser fertig werden

      22. Nov. 2006 ... Online Artikel (extern) · Kritikgespräche · Den Chef kritisieren- aber wie? Kundenreklamationen · Harvardkonzept · Bossing · Mobbing ... www.rhetorik.ch/Kritik/Kritiker.html - Cached - Similar
  2. Schwierige Gesprächsituationen

    Es lohnt sich, schwierige Situationen zu simulieren und sich in einem fachgerechten Coaching mit den gewünschten Situationen vor der Kamera ... www.rhetorik.ch/Gespraech/Gespraech.html -Cached - Similar
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  4. 5. VERHANDELN- aber wie?

  5. *********
  6. Verhandeln ist ein Einigungsprozess

  7. Es gilt, eine Lösung zu finden

  8. Ziel ist nicht der Sieg, sondern eine vorteilhafte Lösung, die beiden Seiten dient

  9. ANALYSIEREN Sie zuerst die Situation

  10. Das NEIN gehört zu den stärksten Worten

  11. Entscheidend ist WIE Sie etwas sagen

  12. Lernen Sie dem Druck standhalten
  13. Sie überzeugen, dank der Erkenntnisse der ersten Bausteine

  14. NATUERLICHKEIT - KUERZE - VERSTAENDLICHKEIT -
  15. Results 1 - 10 of about 54 from www.rhetorik.ch for Verhandeln aber wie. (0.45 seconds)
    1. Verhandeln - aber wie?

      Verhandeln Sie kontrolliert. Bleiben Sie ruhig und klar. Vermeiden Sie falsche Eindrücke, Missverständnisse, aber auch Leichtsinn. ... www.rhetorik.ch/Verhandeln/Verhandeln.html - Cached - Similar
    2. Das "Harvard" Verhandlungs Prinzip

      Dieser Begriff ist vom Harvard Negotiation Project als Marke registriert. Siehe dazu auch. Verhandeln - aber wie? Ver-hand-eln, Hand drauf ... www.rhetorik.ch/Harvardkonzept/Harvardkonzept.html - Cached - Similar
    3. ***********

Freitag, 10. Dezember 2010

Der Spruch des Tages


In der Boulevardpresse habe ich folgenden Titel gelesen:


Die Kukidentgeneration zeigt Zähne!

(Dies im Zusammenhang mit dem Jugendwahl der Senioren)

Medienkritik



Beschwerde gegen den CLUB (SF).



Anfangs dieser Woche reichte Martin Baltisser beim Ombudsmann der SRG eine  Beschwerde ein.

Es  geht um den Club nach dem Sieg zur Ausschaffungsinitiative. Titel "Ausschaffungsinitiative zwischen Triumpf und Wut". Der Vorwurf: Zwei Tage nach dem Sieg der SVP habe der  einzige Gewinner (NR Stamm  SVP) die Rolle des Buhmanns übernehmen müssen. Er sei von fünf Verlierern in die Zange genommen worden. Der Moderator Röbi Koller habe an diesem Abend die Uebermacht ungehindert entfalten lassen. Die rechtsbürgerliche Weltwoche schrieb von "Monopolmedium mit Schlagseite", analysierte sogar die Redeanteile und glaubte deutlich zu erkennen, dass das Konzept so angelegt gewesen sei, so  dass der SVP Nationalrat (als Vertreter der Volksmehrheit) so richtig habe abgeurteilt werden können. Er hätte gar keine Gelegenheit gehabt, seinen Triumpf zu thematisieren.







Ich habe mir die Sendung nachträglich ebenfalls angeschaut und muss tatsächlich bei der Auswahl der Runde einige Fragezeichen setzen.


Wenn ich den Titel ernst nehme, müsste eine Balance bestehen zwischen Vertretern, die triumphieren und jenen, die nach der Abstimmung enttäuscht waren. Wenn fünf Enttäuschte die Sendung dominieren können, darf das Thema Einseitigkeit diskutiert werden. Es interessiert mich nun, wie diese Problematik der Ombudsmann beurteilt.


 



Bei allen Abstimmungen gibt es Verlierer und Frustrierte. Ich sah aber bis jetzt noch nie eine Nachlese, bei der vor allem Verlierern die Bühne überlassen wurde.


 








Ich bin ein vehementer Vertreter einer Kommunikationskultur, bei der Meinung und Gegenmeinung hart aber fair ausgetauscht wird. Dennoch geht es mir dabei auch um eine angemessene Verhältnismässigkeit.


 






Uebrigens: Es gibt eine legale Einseitigkeit






Ich hätte Mühe, wenn beispielsweise am 1. Mai vor allem Arbeitgeber und Gewerkschaftskritiker zu Wort kommen würden. Am Tag der Arbeit ist der Feiertag des Arbeiters. Selbstverständlich darf es an diesem Tag der Standortbestimmung auch kritische Gedanken geben - doch dieser Tag gehört einseitig der Arbeiterschaft.






Genau so stört es mich, wenn am Geburtstag der Eidgenossenschaft (1. August)  die Kritiker unseres Staates am Mikrofon den ganzen unseren Staat schlecht machen können. Auch an diesem Feiertag sollen kritische Gedanken  Platz haben. Den Frustrierten, den Kritikern und Unzufriedenen dürfen wir an diesem Freudentag nicht das Feld überlassen.



 






Wenn nun an einem Abstimmungssonntag etwas Aussergewöhnliches  eintritt - wie bei der Minarett- oder bei der Ausschaffungsinitiative - hätten sich  viele Wähler eher interessiert, wie dieses Ergebnis zustande gekommen ist.  Experten und Analytiker gäbe es zu Hauf. Warum hätten an diesem Tag die Sieger nicht eher im Mittelpunkt stehen dürfen?






Ich habe mich jahrelang mit Beeinflussungsphänomenen auseinandergesetzt. Ich habe dabei erlebt, wie angeblich neutrale Organisatoren Veranstaltungen und Sendungen beeinflussen konnten, ohne dass die bewusste Steuerung erkannt worden war. Die Manipulation erfolgte lediglich durch die Auswahl der Redner und der Themen. Angenommen, das Herz des Organisators schlägt auf der Gegnerseite, so könnte er gezielt eine beliebte eloquente Rednerin auf "seiner" Gegnerseite  engagieren.



Bei der Befürworterseite hingegen könnte der parteiische Organisator eine unbeliebte Person engagieren, die sich zudem kompliziert ausdrückt.  Bei dieser subtilen Manipulation oder Einseitigkeit könnte ihm keine Institution Einseitigkeit nachweisen,  obwohl der Organisator gezielt und bewusst manipuliert hat. Nach aussen scheint alles korrekt. Jede Seite kommt zu Wort. Die Redezeit wurde auch analog aufgeteilt.   Es bleibt somit ein Ding der Unmöglichkeit,  jede Sendung völlig neutral zu konzipieren. Letztlich entscheidet immer die Gesinnung der Macher. Die Person, die etwas machen kann, der hat im Grunde genommen MACHT.




Als Gegner jeglicher Maulkorbpolitik würde ich deshalb den Programmschaffenden nach wie vor  viel Vertrauen schenken und sie an der langen Leine führen. Wichtig scheint mir jedoch die Gesinnungsvielfalt in allen Arbeitsteams. Ich hatte bei Arbeitsgruppen gesehen, die bewusst  gesinnungspluralistisch zusammengesetzt worden sind , dass  dort - langfristig gesehen -  Einseitigkeit kein Thema mehr war.
 





Nachdem ich jahrelang mit grossem Interesse den CLUB  mitverfolgt hatte, stellte ich bei den bisherigen Sendungen noch nie eine politische Einseitigkeit fest. Wahrscheinlich wird der Ombudsmann diesen einmaligen Ausriss bei der Beurteilung in einem grösseren Rahmen sehen. Persönlich bin ich überzeugt, dass sich das Konzept "Fünf gegen Einen " im CLUB nie mehr wiederholen wird.
 


Mittwoch, 8. Dezember 2010

Schlechte Nachrichten übermitteln-aber wie?





Genaue Zahlen sind in der Schweiz nicht bekannt. In Deutschland geht man davon aus, dass täglich Tausende unangenehmer Botschaften im Berufsalltag vermittelt werden.
Ueberwiegend  geschieht dies durch Vorgesetzte. Dabei ist die kritisierte Person dieser Herausforderung hilflos ausgeliefert. Vor allem, wenn es um eine bedeutsame "Schlechte Nachricht" ist.
Bei jedem "Schlecht-Nachrichten-Gespräch" - aber auch beim Kritikgespräch - müssen drei Bedingungen erfüllt sein:
1. Es gibt einen konkreten bestätigten Sachverhalt (Kritik,  Leistungs- oder Verhaltensbeurteilung) die angesprochen werden muss.
2. Die betreffende Person weiss noch nichts davon oder ahnt diffus, dass etwas Unangenehmes auf sie zukommt.

3. Die schlechte Nachricht ist wichtig (Der Kritikpunkt muss dringend angesprochen werden).
  


  Schlechte Nachrichten:  Vielen Führungskräften fällt es schwer mit Kritik und Meinungen anderer umzugehen
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Corbis
Schlechte Nachrichten:


  Vielen Führungskräften fällt es schwer mit Kritik und Meinungen anderer umzugehen


Quelle: Manager Magazin







Der Kollege, der selten pünktlich zum zum Meeting erscheint, die Mitarbeiterin mit den auffällig schlechten Verkaufszahlen oder ständig dreckige Tassen in der Büroküche – überall gibt es  Situationen, in denen sich  ein "Verhaltensverbessungsgspräch" aufdrängt. Nicht selten resultiert aus einem Kritikgespäche ein  heftiger Streit. Wer weiß, wie man solche Gespräche professionell führt, verliert keine unnötige Erergie oder keine wertvolle Zeit. Oft führen unbedachte Kritikgespräche zu einer Störung auf der Beziehungsebene.







1. ANWAERMPHASE


2. SACHVERHALT OHNE UMSCHWEIFE KONKRET SCHILDERN (3o Sekunden)


2. DEN KRITISIERTEN BITTEN: "WAS MEINEN SIE?" (Aktiv Zuhören, Ausreden lassen)


3. DISKUSSION


4. DAS ZAUBERWORT "SELBST "


5. VEREINBARUNG (KONTROLLE- TERMIN FIXIEREN!)




Wir vermitteln ihnen am Freitag die Werkzeuge für den Alltag. Diese werden nicht publiziert.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Calmy-Rey wird gewählt werden, aber...



Das Parlament kann es sich nicht leisten, morgen die angeschlagene Bundesrätin Calmy-Rey völlig bloss zustellen. Sie wird gewählt werden. Trotz  vieler Pannen trotz all der Fettnäpfchen, in die sie ständig getreten war-  Micheline Calmy- Rey kam bislang immer schadlos über die Runden. Sie profitierte jahrelang von ihrer Beliebtheit. Wer mit ihr zusammenarbeiten musste, merkte sofort, wie verbissen, ichbezogen, chaotisch, mediengeil die Chefin ist.
Morgen jedoch - bei der vorgesehen Wahl zur Bundespräsidentin - wird sie garantiert mit einem Denkzettel rechnen. Zu gravierend waren Ihre Verfehlungen.


Ich zitiere TAGI:

Parlamentarier wollen Calmy-Rey abstrafen



Am Tag vor der Wahl der neuen Bundespräsidentin machen National- und Ständeräte ihrem Ärger über das Verhalten der Aussenministerin in der Libyen-Affäre Luft. Auch einer anderen Bundesrätin droht Ungemach. Mehr...



Wie erwartet kam die Ohrfeige!


20 Min:



Das Zeichen war deutlich und dürfte seine Spuren hinterlassen haben: Nicht einmal die Hälfte aller Parlamentarier hat am Mittwochmorgen Aussenministerin Micheline Calmy-Rey zur Bundespräsidentin gewählt. Das gab es seit der Einführung des Proporzwahlsystems 1919 noch nie. 


 Zum Rücktritt zwingen kann sie zwar niemand. Nun werden jedoch erste Stimmen laut, die Calmy-Rey nahelegen, ihre Karriere im Bundesrat spätestens in einem Jahr zu beenden. «Wenn Frau Calmy-Rey die heutige Botschaft nicht verstanden hat, kann ich ihr auch nicht helfen», sagt FDP-Präsident Fulvio Pelli zu 20 Minuten Online. «Die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Dezember 2011 nicht mehr gewählt wird, ist sehr, sehr gross.»




Ueli Leuenberger, Präsident der Grünen, ist gleicher Meinung: «Die 65-Jährige wird und sollte bei den Gesamterneuerungswahlen nicht nochmals antreten.» Die Grünen stellen sich auf den Standpunkt, dass bei Gesamterneuerungswahlen nur antreten soll, wer sich vornimmt, die ganze vierjährige Legislatur im Amt zu bleiben. Eine Motion des Genfer Ständerats der Grünen, Robert Cramer, die Bundesratsrücktritte während der Legislatur unterbinden wollte, ist hängig.


Blick:


Calmy-Rey-Wahlschlappe: Schlechtestes Ergebnis aller Zeiten!
Calmy-­ Rey-­ Wahlschlappe Schlechtestes Ergebnis aller Zeiten!
Was für eine Ohrfeige: Nur 106 Stimmen erhält Micheline Calmy-Rey bei der Wahl zur Bundespräsidentin. Damit hat sie den historischen Minus-Rekord von anno 1920 gebrochen. Das Protokoll der Wahl-Schlappe.




Fazit: ist dies Stärke, Selbstbewusstsein oder Uneinsichtigkeit?  Micheline Calmy-Rey ignorierte die Wahlschlappe und zeigte sich unbeeindruckt. Bewusstes Verdrängen der historische Schlappe oder  haben jene persönlichen Mitarbeiter in Genf recht, die Micheline Calmy-Rey als CRUELLA bezeichnet hatten (In Anlehnung an  "Die Böse" in einem Trickfilm).
Micheline Calmy-Rey machte mit Ihrer Reaktion über das historisch miserable Wahlergebnis deutlich, dass sie sich über die Meinung anderer keinen Deut kümmert.
Sie tut so, als habe sie nichts falsch gemacht.
Stimmt mit ihrem Verhalten im vergifteten Kommunikationsklima des Bundesrates überein.  


Kann eine Sololäuferin zu einer Prima Interpares mutieren?


Jeder erfahrene Coach weiss, dass es gewisse Persönlichkeitsstrukturen gibt, die nicht geändert werden können. Bei Micheline Calmy-Rey darf angenommen werden, dass sie nicht bereit ist, aus alten Fehlern zu lernen.

 Tagi online schildert am 9. Dez., weshalb die Bundesrätin auf so viel Abneigung stösst. Man kann die schlechte Wahl nicht nur mit der Begründung abtun, es sei nur ein unwürdiges Spiel des Parlamentes gewesen.

Ich zitiere die Gedanken zur  berühmten Egomanin, der jegliche Selbstkritik abgeht:



«Ich, ich, ich»


Niemand behauptet, die zwei Schweizer Geiseln wären auch nur einen Tag früher zu Hause gewesen, hätten sich Micheline Calmy-Rey und Hans-Rudolf Merz anders verhalten. Aber der letzte Woche publizierte Libyen-Bericht der Geschäftsprüfer hat den Zorn darüber neu entfacht, was ein Parlamentarier als «Hyperkommunikation» bezeichnet: «Ich, ich, ich», laute die Politik der Aussenministerin und sie lebe diese in Interviews, Auftritten und Indiskretionen hemmungslos aus. Die Schuld den Bundesratskollegen zuschieben und sich selber als tadellos darstellen – so sehen viele Calmy-Reys Rolle in der Libyen-Affäre. Dafür hat sie gestern gebüsst.
Den Vorwurf der «Ego-Politik» wird Calmy-Rey nicht mehr los. Zu oft hat sie ihn selber genährt. Enthusiastisch griff sie die Idee für eine «Genfer Initiative» auf, ein origineller Vermittlungsvorschlag im Nahostkonflikt. So kam sie in die internationalen Schlagzeilen, doch schon ein Jahr später war dem Vater der Initiative nicht mehr klar, wie stark der Schweizer Aussenministerin das Vorhaben noch am Herzen lag. Feurig eignete sich Calmy-Rey auch Kofi Annans Vorschlag an, in Genf ein internationales humanitäres Forum aufzubauen. Nach drei Jahren ging dem Projekt die Luft aus – auch deshalb, weil es mit anderen Länder zu wenig abgesprochen und von der Schweiz zu wenig nachhaltig finanziert war, wie Kenner sagen.


Mangelnde Selbstkritik


Von Calmy-Rey aber wird man nie hören, sie habe sich geirrt. Dass sie den Bundesrat nicht über die Pläne zur Befreiung der Geiseln in Tripolis orientiert hatte, verteidigte sie durch alle Böden hindurch – und hinterliess mit dieser Rechthaberei fassungslose Bundesratskollegen.


Um einen guten Draht zu den Parlamentariern kümmert sich Calmy-Rey nicht, ihre Mitarbeiter behandelt sie manchmal respektlos. Das erinnert an Pascal Couchepin. Auch er ging forsch voran, ohne seriös alle Details zu bedenken, sprang mit Untergebenen ruppig um und neigte zum grossen Auftritt, dem wenig folgte. Aber man nahm es ihm weniger übel als Calmy-Rey. Couchepin wirkte sympathisch nonchalant; bei ihm spürten viele Parlamentarier trotz allem etwas Herzhaftes. Calmy-Rey dagegen erleben sie als verbissen und kalt.
Fin de règne – läuft die Amtszeit ab, sinkt die Nachsicht. Das erlebte Couchepin. Auch Calmy-Rey muss sich in ihrem zweiten Präsidialjahr darauf einstellen.



Micheline Calmy-Reys Höhen und Tiefen

Micheline Calmy-Reys Höhen und Tiefen



 FAZIT:

Heute sind Selbstkritikfähigkeit  und Teamfähigkeit zwei Schlüsselkompetenzen, die bei Führungspersönlichkeiten nicht unterentwickelt bleiben dürfen. Deshalb sehe ich für die uneinsichtige Bundesrätin schwarz. Mit Selbstschutzbehauptungen versucht sie  sich über Wasser zuhalten.

Die künftige Bundespräsidentin müsste jedoch nach dem heutigen Ergebnis irgendwann einmal die Konsequenzen ziehen. Alle warten darauf.  Im geltenden Regierungssystem hatten leider zu viele Mitglieder  nur noch die eigenen Erfolge im Blickfeld.  Calmy-Rey verkörperte seit Jahren  dieses Systems.


 Kollegialsystem schwindet!


Die SP müsste nach der historischen Schlappe endlich  zugeben, dass das Problem nicht nur bei den bürgerlichen Parteien liegen kann, wenn es mit dem Kollegialsystem im Bundesrat so schlecht bestellt ist. die Partei müsste wissen, dass Michelin Calmy-Rey wesentlich zu dieser Misere  beigetragen hat.

Nachtrag:

Der Tagesanzeiger erinnert an das eigenmächtige Verhalten der Aussenministerin mit ihren Verhandlungen im Iran, als sie gegen die Sanktionspolitik Verträge abschloss:

Micheline Calmy-Rey hat sich ab 2006 für eine aktive Vermittlungspolitik der Schweiz im Konflikt um das iranische Atomprogramm eingesetzt. Für die USA war dies laut Wikileaks überaus lästig.
Das Bild ging um die Welt: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey trägt bei einer Pressekonferenz im März 2008 ein Kopftuch.
Das Bild ging um die Welt: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey trägt bei einer Pressekonferenz im März 2008 ein Kopftuch.
Bild: Keystone