Geschickt gekontert _________________________________________________ Vergangene Woche löste Tagesschausprecherin EVA HERMAN eine Riesendiskussion aus. Sie vertrat die Meinung, dass Kind und Karriere nicht zusammenpassen. Sie fand, berufstätige Mütter seien ständig überfordert und ihre Kinder würden nicht selten unter seelischen Schäden leiden. Hierauf wurde Eva Hermann in verschiedensten Medien sehr heftig angegriffen. Im Bild am Sonntag ( 20. August) wurde nun die Buchautorin des Buches "Das Eva- Prinzip" mit einer harten Frage - die kommen musste - konfrontiert: Als Tagesschasprecherin sei sie ja selbst auch eine Karrierefrau und halte mit ihrem neuen Buch andere Frauen vom Job ab (Bei der Frage ging es um die Glaubwürdigkeit der Autorin). __________________________________________________________________ Eva Herman konterte: __________________________________________________________________ Ich tat das, was ich für richtig fand. Das habe ich getan, ehrlich und aufrichtig. Jeder soll tun dürfen, was er will. Ich versuche in meinem Buch lediglich zu zeigen, wie schnell man sich im Namen der Emanzipation von seinen eigentlichen Bedürfnissen und Sehnsüchten entfernen kann. Ich staune über jene selbstgerechten Damen, die mit zusammengebissenen Zähnen behaupten, ihr Lebensweg sei der einzig richtige. Dies obwohl die Bilanz traurig ist. Die Emanzipation hat für viele Frauen einen hohen Preis. Ich selber habe erfahren, wei man mit der Entscheidung für die Karriere abhängig wird von der Wahnehmung anderer. ___________________________________________________________________ Kommentar: Eva Hermans verstand es mit ihrer Antwort, die Glaubwürdigkeit der provokativen These zu stärken, indem sie betont: Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Dadurch, dass Herman jeder Frau das Recht zugesteht, ihren eigenen Weg einzuschlagen, den sie für richtig hält, steht sie nicht als Sektiererin - gegen die Emanzipation der Frau - da. Sie kehrt den Spiess geschickt um und greift nun jene Kritikerinnen und militanten "Emanzen" an, die alle Hausfrauen abgewertet hatten und ausschliesslich den Karriereweg - als den einzig seligmachenden Weg - gepredigt hatten. Was Eva Hermann in ihrer Argumentation zuwenig vertieft hatte, ist die These , dass der Staat von den NUR- Hausfrauen im Grunde genommen enorm viel profitiert. Der Staat zahlt tatsächlich nicht nur die Betreuung der Kinder grosse Summen, sondern er muss zudem für weitere unangenehmen Folgekosten aufkommen (weil die konstante Bezugspersonen in der Betreuungsphase fehlt). Der Konter der abtretenden Tagesschausprecherin überzeugt nicht nur deshalb, weil eine Frau diese Meinung vertritt. Eva Herman unermauert ihre These mit eigenen Erlebnissen. Eine Frage bleibt im Raum: Wie bei Günter Grass bleibt ebenfalls ein ungutes Gefühl zurück. Erfolgte die Provokation absichtlich, im Hinblick auf die Vernissage des neuen Buches am 14. September? Auch bei Eva Hermann der Medienwirbel posititive Auswirkungen auf die Verkaufszahlen haben. Die Verlage lassen grüssen.
Sonntag, 20. August 2006
Samstag, 19. August 2006
Unverständlich! __________________________________________________________________ Hans Wyss, Chef des Bundesamtes für Veterenärwesens (BEVET) hatte bereits vor Monaten Aerger im Zusammenhang mit der Hickhackpolitik des Bundesrates beim Entscheid "Kampfhundeverbot ". Er musste sich auch schon bei der Thematik "Vogelgrippe" vorwerfen lassen, die Informationspolitik sei national und international zu wenig koordiniert. Nun muss er sich auch noch von Tierschutzkreisen vorwerfen lassen, man habe im Verfassungsentwurf die Streichung des Verbotes von Qualtransporten auf Schweizer Strassen heimlich gestrichen und damit könnten die der Schweiz beispielsweise Rinder bis zu 29 Stunden - nonstop - zusammengepfercht transportiert werden. Das Transitverbot habe er in der Verordnung klammheimlich gestrichen. In einem Interview im Beobachter vom 18. August 06 akzeptierte jetzt Wyss diesen Vorwurf und gibt immerhin offen zu, man hätte auf diesen Punkt aufmerksam machen müssen. Wyss konnte in diesem Interview beispielsweise die Frage nicht beantworten, was künftig geschehe, wenn ein Lastwagen an der Grenze gemäss Fahrtenschreiber mit Tieren bereits acht Stunden gefahren ist aber in der Schweiz höchstens sechs Stunden am Stück transportiert werden dürfte. (Müssten die Tiere an der Genze ausgeladen, untergebracht und getränkt werden?) Solche Fragen erheischen nach Hans Wyss einer rechtlichen Beurteilung. ________________________________________________________________ KOMMENTAR: _________________________________________________________________ Einmal mehr wird bewusst, dass die Schweiz in verschiedensten Belangen Schritt um Schritt genötigt wird, sich notgedrungen dem europäischen Recht anzupassen und die eigenen Schutzbestimmungen aufgeben muss. Wir haben bereits erlebt - dass gegen den Willen des Volkes - die 40 Tönner durch die Schweiz geschleust werden dürfen und es scheint, dass der Volkswille "Alpeninitiative" dadurch unterlaufen wird. Die Schwertransporte auf der Strasse konnten nicht reduziert werden. Im Gegenteil: Sie nehmen ständig zu . Die grauenhaften Tiertransporte (In Europa werden Schweine, Rinder, Schafe und Hühner stundenlang zum Teil unter widrigsten Bedingungen -"Hitze" - "Raumfrage" - "Wasserversorgung" quer durch Europa gekarrt) werden hingenommen. Niemand protestiert. Diese Transporte sind erstaunlicherweise - nach europäischem Recht - zulässig und der Schweiz sind angeblich auch bei diesem Problem die Hände gebunden. Es scheint, dass das Bundesamt für Veterenärwesen kapitulieren muss. Die tierfreundlicheren Bestimmungen würden mit der Streichung des Transitverbotes fallen gelassen. Die Schweiz müsste sich - einmal mehr - dem europäischen Recht unfreiwillig fügen. Damit würden die eigenen Tierschutzbestimmungen zur Farce. Hans Wyss hätte es in der Hand - zusammen mit der neuen Chefin Doris Leuthard - den Widerspruch bei den Tierschutzbestimmungen zu klären. Einerseits kämpft er angeblich für ein Verbot, anderseits möchte er auch das Verbot streichen. Hoffentlich gelingt es Wyss dieses Dilemma zu klären . Als Kommunikationsprofi weiss Wyss bestimmt, dass Widersprüchlichkeiten sofort ausgeräumt werden müssten. Die Bevölkerung hat ein Anrecht auf eindeutige Antworten! Der Vorschlag eines Leserbriefschreibers, den Bundesrat und die Verantwortlichen dieses jüngsten Entscheides ( das Transitverbot zu streichen), sollte man auch einmal in einem Wagen mit leidenden Tieren 29 Stunden lang - nonstop - transportieren lassen; dieser Vorschlag wäre gar nicht so abwegig. Man muss kein militanter Tierschützer sein, um einzusehen: Auch Tiere haben eine Anrecht, ohne Qualen transportiert zu werden. ________________________________________________________________ PS: Es lohnt sich bei www.rheotrik.ch im Suchfenster die Stichworte Vogelgrippe und Pitbull einzugeben. Sie finden dann unsere Beiträge und Analysen zu dieser Thematik.
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marcus knill
um
09:47
Mittwoch, 16. August 2006
Zick-zackverhalten rächte sich. ____________________________________________________________ Doris Leuthard müsste jetzt den Kurs bestimmen. ______________________________________________________________ Nach dem grauenhaften Vorfall im Kanton Zürich (bei dem ein Kind von zwei Kampfhunden zerfleischt worden war) hatte das Bundesamt für Veterenärwesen die Auffassung vertreten, man müsste beim Hundeverbot die rechtliche Frage mit berücksichtigen, bevor ein Verbot von Rassen auf eidgenössischer Ebene über den Leist geschlagen wird. Vieles sei nämlich kantonal geregelt. Wyss stand damals für viele als Zögerer da, als jemand, der nicht bereit ist, zu handeln. Hernach wurde der Direktor des Bundesamtes für Veterenärwesens von Bundesrat Deiss zum Handeln "gezwungen". Wir verglichen die Geschichte mit dem Kindervers "Joggeli wott go Birli schüttle" und wir hatten geschrieben, Wyss sei erst aktiv geworden, nachdem der Chef zum Rechten gesorgt habe. Bundesrat Deiss stand damals unter dem Druck der Öffentlichkeit (Blickkampagne mit Unterschriftensammlung). Leider wussten wir damals noch nicht, dass Bundesrat Deiss seinem Direktor gleichsam in den Rücken gefallen war und den ersten Hauruck - Entscheid unbedacht gefällt hatte. Es dauerte nicht lange und es folgte der jüngte Zack-kurs. D.h. Bundesrat Deiss krebste zurück. Er hatte angeblich die rechtliche Fragen zu wenig gründlich abgeklärt. ____________________________________________________________________________ Nun rächte sich diese Lavieren. Erneut ist das Gesicht eines Kindes von einem Pitbull entstellt worden. Zickzackkurse sind in der Politik nie vertrauensbildend. Das Lavieren einer Landesregierung nimmt die Glaubwürdigkeit, die - vor allem in Krisensituationen - etwas vom Wichtigsten ist. Die Öffentlichkeit konnte damals das Hin und Her auf Bundesebene nicht nachvollziehen. Am 10. März wird dieser Zickzackkurs in der Presse beschrieben. Wir zitierten die Presse: Bundesrat Deiss nimmt einen Grossteil der von ihm vorgeschlagenen Massnahmen gegen gefährliche Hunde wieder zurück. Aus dem damaligen Pressespiegel: * Ins Verbot verbissen (Tagesanzeiger) * Muss noch ein Kind sterben? (Südostschweiz) * Peinliches Politstück (Berner Zeitung) * Der Bundesrat handelt zynisch (Blick) * Deiss verzichtet auf Pitbullverbot (St. Galler Tagblatt) * Schnelle Schüsse treffen nicht (NZZ online) * Doppeltes Spiel im Bundesrat (NZZ am Sonntag) Nach der tödlichen Pitbull-Attacke auf einen Kindergärtler im Kanton Zürich präsentierte Diss damals eine Liste mit 13 Hunderassen, deren Haltung nur noch unter strengen Bedingungen erlaubt sein soll. Diese Massnahmen liess er jedoch fallen. Wir kommentierten damals dieses Zickzackverhalten: Nachdem sich bei der Vogelgrippethematik nach den ersten Kommunikationspannen allmählich die Erkenntnis durchsetzt hatte, dass alle Entscheide auch europäisch bedacht und koordiniert werden müssen - Katzen einsperren oder nicht? - Hausgeflügel impfen? Ja oder nein? - Tamiflu verabreichen oder nicht?) so hätte Bundesrat Deiss erkennen müssen, dass sich "Windfahnen-Rhetorik" nie auszahlt. Hans Wyss (Direktor BVET) war damals der Leidtragende. Er musste unter seinem Departementschef das Hüst und das Hot auszuführen . Wyss hatte das Lavieren der vorgesetzten Stelle auszubaden. ------------------------------------------------------------------------- Nachdem der Bundesrat zurückgekrebst war, kam es nun schon wieder zu einem schlimmen Fall, der mit dem vorgesehenen Verbot hätte vermieden werden können. _________________________________________________________________________ DER NEUE FALL: Kleinkind von Pitbull attackiert. Ein anderthalbjähriger Knabe wurde in Genf schwer verletzt Der Knabe wurde in einem Park in Genf von einem Pitbull mehrmals in Gesicht gebissen worden. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, wurde das Kind mit unbestimmten Verletzungen ins Spital eingeliefert. __________________________________________________________________________ Es liegt nun an Doris Leuthard, der Nachfolgerin von BR Deiss, den Kurs des Bundesrates zu korrigieren und dafür zu sorgen, dass endlich gefährliche Hunderassen verboten werden.
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marcus knill
um
15:49
Sonntag, 13. August 2006
VEREINFACHEN - OHNE ZU VERFAELSCHEN - IST EINE KUNST. ****************************************** ABSCHREIBEN - OHNE ZU VERFAELSCHEN - IST AUCH EINE KUNST __________________________________________ Eine Journalistin (Monika Widler)in der Frauenzeitung BRIGIGTTE (17/06) übernahm weitgehend meine Analyse über Christoph Blocher und den Artikel "Vereinfachen", jedoch so geschickt, dass er nicht als Plagiat bezeichnet werden kann. Meine Beiträge wurden lediglich etwas umgeschrieben, ein wenig verändert und noch etwas beigefügt. Es wurden leider auch Sequenzen wortwörtlich übernommen. Beispielsweise: __________________________________________ "Die wirkliche Kunst besteht darin, zu vereinfachen ohne zu verfälschen" __________________________________________ Dieser Satz aus meinen veröffentlichen Fachbeiträgen (Alpha, rhetorik.ch) wird sogar noch in veränderter Form zum Titel: ___________________________________________ "VEREINFACHEN OHNE ZU VERFAELSCHEN IST EINE KUNST" __________________________________________ Wenn nun eine Sequenz aus rhetorik.ch - ohne Quellen- oder Autorenangabe (wortwörtlich abgeschrieben wird), so gibt dies zu denken. Texte dürfen nach meinem Dafürhalten immer übernommen werden. Das machen wir auch. Doch sollten diese Sequenzen als Zitate bezeichnet werden. Eine Profifrau würde zudem auf den Quellentext und den Autor verweisen. Diese Hinweise werten eine Journalistin nicht ab - im Gegenteil. Fazit: ABSCHREIBEN - OHNE ZU VERFAELSCHEN - IST AUCH EINE KUNST, ABER EINE FRAGWUERDIGE.
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marcus knill
um
08:48
Freitag, 11. August 2006
Von Walfischen und "vom bücken" __________________________________ Diese Woche coachte ich eine Geschäftsleitung eines grösseren schweizerischen Verbandes im Fernsehstudio Nottwil (GDI = Guido A. Zäch Institut). Der Chef Marketing des Verbandes erwähnte in einem Beitrag, es fehle noch Geld. Man suche deshalb einen namhaften Sponsor. Als der Hausherr Dr. Guido A. Zäch die Gruppe während des Tages einmal begrüsste, hörte er zufälligerweise auch das Anliegen des Marketingschefs. Guido A. Zäch fragte hierauf die Teilnehmer: ____________________________________________ "Welches ist das grösste Tier auf der Erde?" ____________________________________________ Ein Teilnehmer: ____________________________________________ "Der Elefant." ____________________________________________ Zäch: ____________________________________________ "Nein, der Walfisch ist das grösste Tier! Und wisst Ihr, wie er sich ernährt?" ____________________________________________ Teilnehmer: ____________________________________________ "Mit Plankton." ____________________________________________ Zäch: ____________________________________________ "Richtig, so ist auch bei den Finanzen. Viele kleine Spenden ergeben Grosses! Uebrigens", fügte er dann bei, "Viele wissen es nicht, es ist genug Geld vorhanden. Es liegt nämlich auf der Strasse.!" ____________________________________________ Fragende Blicke. Die Teilnehmer stutzen. ____________________________________________ Zäch: ____________________________________________ "Aber man muss sich bücken!" ____________________________________________ ERKENNTNIS: 1. "Kleinvieh macht auch Mist." 2. Um zu Geld zu kommen, müssen wir etwas tun (sich bücken) und darf nicht warten, bis das Geld selbst kommt.
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marcus knill
um
19:52
Terrorattacke vereitelt _______________________________________________________________________ Massenmord war das Ziel war des perfiden Plans von jungen Terroristen. Sie wollten Flüssigchemikalien in Flugzeuge schmuggeln und sie dort zu Sprengsätzen mixen. Kaum vorstellbar, wenn die ausgebildeten Massenmörder die Bomben gleichzeitig in 10 Grossflugzeugen hätten zünden können. Dieser Anschlag wäre einmalig gewesen, vor allem, wenn ein Flugzeug auch noch auf eine Grosstadt abgestürzt wäre. Nach ersten Informationen waren junge britische Muslime die wichtigsten Drahtzieher. Ich konnte zufälligerweise vor wenigen Wochen in Berlin an einer internen Veranstaltung für Sicherheitfachleute mit dabei sein. Nach meinem Referat sprach eine der prominentesten Fachpersonen (die Spezialistin für Terrorismus) des Bundesnachrichtendienstes. Sie wies in Berlin darauf hin, dass derzeit junge Terroristen wieder aktiv sind. Uns wurden bedenkliche Hetzreden abgespielt. Internetseiten waren zu sehen, die lediglich eine halbe Stunde für die Anhänger online waren - mit allen detaillierten Rezepten zur Herstellung von Sprengsätzen. Diese Anleitungen konnten die Terroristen für sich herunterladen. Es beeindruckte mich, dass der BND auch genaue Kenntnis hatte von den Ausbildungslagern der Muslime in Australien und Pakistan und dass man weiss, dass sich nicht alte Muslime aus dem nahen Osten als Attentäter in Frage kommen, sonden Jugendliche (vielfach Konvertierte), die in Europa aufgewachen sind und von den Hetzpredigern beeinflusst wurden. In einem Video war zu sehen, wie man bei Versuchen und echten Sprengsätzen zeigt, wie man mit einer Explosion möglichst viele Menschen töten kann. Die jüngste Geschichte verdeutlicht, dass der BND die Problematik in Berlin vor Tagen nicht einseitig oder übertrieben dargestellt hatte . Wir haben jetzt nach dem Terroralarm erkannt, diese Prognosen waren keine Hirngespinste. Es gibt sie, die gefährlichen Massenmörder. Und das schlimmste: Sie sind jung, sind in Europa aufgewachsen und leben unter uns.
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marcus knill
um
12:16