Donnerstag, 13. Mai 2021

Aus Westfälische Nachrichten


„Vermutungen werden schnell zu Tatsachen“

Gerüchte entstehen zu einem Zeitpunkt, an dem die Lage noch unübersichtlich ist, auch für die Polizei. „Dann gibt es immer Experten, die etwas wissen oder vorgeben, etwas zu wissen“, sagt der Leiter des Fachgebietes Kommunikationswissenschaft. Diese Informationen bewegen sich zunächst häufig in geschlossenen Gruppen wie beim Nachrichtendienst WhatsApp. Nach dem Stille-Post-Prinzip werden sie weitergegeben – und damit verfremdet. „Einer hat etwas gehört, und wenn eine weitere Person so etwas Ähnliches gehört hat, dann haben es schon zwei gehört – und dann muss es ja stimmen.“

Die wenigsten machten sich die Mühe, zwischen Fakten und Vermutungen zu unterscheiden, und so „werden Vermutungen schnell zu Tatsachen“, schreibt Kommunikationsberater Marcus Knill auf seiner Webseite Rhetorik.ch. Ist ein Gerücht erst einmal öffentlich, lässt es sich kaum noch unterdrücken. Diejenigen, die es lesen, sind verunsichert. Die Polizei muss es auf seinen Wahrheitsgehalt prüfen. „Das macht Mehrarbeit und hat erheblichen Einfluss auf die Lagebereinigung“.

Mittwoch, 12. Mai 2021

Ob der Eritreer ausgeschafft wird?

Eine Frau wurde vor den einfahrenden Zug geschubst.

 

Am Freitagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr kam es am Zürcher Hauptbahnhof zu einer Attacke auf eine Zugsreisende: Ein Eritreer schubste eine wartende Frau am Perron vier vor den einfahrenden Zug. Der Zugführer verhinderte durch eine rasche Notbremsung Schlimmeres, das 40 Jahre alte Opfer wurde von Passanten aus dem Gleisbett gehoben. Die Frau wurde beim Vorfall nur leicht verletzt. Der mutmassliche Täter wurde kurz nach der Tat von der Zürcher Kantonspolizei verhaftet. Erste Ermittlungen ergaben, dass der 27-Jährige sein Opfer nicht kannte. 

 

Falls der Täter nicht ausgeschafft wird,  wäre dies Wsser auf die Mühlen jener Gruppen, die finden, die Schweiz gehe zu larsch gegen kriminelle Asylanten vor.

Eritreer (27) stösst 40-Jährige vor einfahrenden Zug

Dienstag, 11. Mai 2021

Die Differenzen beim Rahmenabkommen

Zum Rahmenabkommen:

 

EU vs. Schweiz - Rahmenabkommen


Darum geht es bei der Unionsbürgerrichtline (UBRL): Die Richtlinie geht in mehreren Bereichen weiter als das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU von 1999, dass die Personenfreizügigkeit heute regelt:

  • Vereinfachter Zugang zu den Sozialwerken: Personen, denen nach Antritt einer Stelle in einem anderen EU-Land gekündigt wird, haben bereits nach drei Monaten Anspruch auf Sozialhilfe von sechs Monaten. Nach einem Jahr haben sie unbeschränktes Aufenthaltsrecht, einschliesslich Anspruch auf Sozialhilfe. Derzeit haben EU-Bürger in den ersten 12 Monaten in der Schweiz keinen Sozialhilfe-Anspruch, danach maximal sechs Monate.
  • Recht zum Daueraufenthalt: Unionsbürger und ihre Familienangehörigen erhalten nach 5 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt das dauerhafte Recht zu bleiben. Das gilt in der Schweiz derzeit nur für Bürger aus 15 EU-Staaten (die sogenannten EU-17 Staaten ohne Zypern und Malta) und nicht für alle EU-Angehörigen.
  • Erschwerte Ausschaffung: Auch Unionsbürger können zwar aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in ihr Heimatland ausgeschafft werden, es muss aber gemäss dem Verhältnismässigkeitsprinzip jeder Einzelfall überprüft werden. Unionsbürger aus der Schweiz auszuschaffen, dürfte laut Experten eher schwieriger werden.

Nach Ansicht der EU hätte die Schweiz die UBRL als Weiterentwicklung des Freizügigkeitsabkommens schon lange übernehmen müssen. Die Schweiz wollte aber im Rahmenabkommen eine Klausel unterbringen, dass sie die UBRL nicht übernehmen muss. Die EU hingegen wollte die Schweiz zur Übernahme verpflichten. Im aktuellen Entwurf zum Rahmenabkommen wurde die UBRL als Kompromiss dann überhaupt nicht erwähnt. Es wird aber befürchtet, dass die EU nach Unterzeichnung des Abkommens die Frage erneut aufbringt und ein Schlichtungsverfahren nach den neuen Regeln einleiten wird.

Warum wird überhaupt über ein Rahmenabkommen verhandelt? Die Schweiz ist weder Mitglied der EU noch des EWR. Sie setzt für die Zusammenarbeit mit der EU stattdessen auf bilaterale Verträge, die zum Beispiel den Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt sichern. Die EU ist aber nur willens, diesen bilateralen Weg fortzusetzen, wenn die institutionellen Fragen in einem Rahmenabkommen geregelt werden.

Der Vertrag soll zum Beispiel grundsätzlich regeln, wie Streitigkeiten beigelegt werden, aber auch wie die Schweiz ihr Recht im Gegenzug für den Marktzugang an jenes der EU anpassen muss.

Was, wenn es kein Rahmenabkommen gibt? Dann laufen die bisherigen bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU weiter. Die EU will aber keine neuen Marktzugangsverträge – etwa ein Strommarktabkommen – mehr abschliessen. In Frage dürfte wohl auch die Aktualisierung bestehender Verträge stehen, sollte eine solche nötig werden.

 

Kommentar: Wenn das Rahmenabkommen scheitert, liegt es daran, dass die Schweiz jede Aenderung automatisch nachvollziehen muss und das Vollk nicht mehr das letzte Wort hat. Bis jetzt hat die EUmit der direkten Demokratie in der Schweiz Mühe.  Nach meinem Dafürhalten müssen bei allen Verhandlungen verträge immer wieder neu BIlATERAL augehandelt werden.

 

 

Montag, 10. Mai 2021

Temperaturen tauchen

Eisheilige ohne Frost

 Morgen Dienstag, dem Tag des Mamertus, stürzen die Temperaturen gnadenlos ab. Während der Eisheiligen, von Mittwoch bis Samstag, geht es kühl weiter, (Quelle SRF)

Das heisst, am Tag des Pankratius, bis zum Samstag, dem Tag der Kalten Sophie, bleibt es kühl mit Temperaturen deutlich unter dem langjährigen Mittel.

 

Wetter Eisheilige 2021: Schon wieder eine Punktlandung | wetter.com

 

Sonntag, 9. Mai 2021

So ein Tag.......!

 Heute ist der wärmste Tag


Es dürfte der bislang wärmste Tag des Jahres werden. 

Bis zu 28 Grad erwartet

Das wäre bislang der wärmste Tag des Jahres

Samstag, 8. Mai 2021

Die gendergerechte Sprache emotionalisiert

 Der Kreuz mit dem Sternchen


Sie nisten sich immer mehr ein - die Genderzeichen, etwa auf Plakaten, im Fernsehen oder in Artikeln, wenn von Lehrer*innen oder Politiker:innen die Rede ist. Das Gendersternchen, der Doppelpunkt, oder auch die kurze Pause im gesprochenen Wort, steht dabei für die Bemühung, alle Geschlechter linguistisch einzubeziehen – das kommt nicht überall gut an. Denn Sprache hat mit Wohlfühlen zu tun, sagt Linguist Martin Luginbühl . (Quelle SRF)

SRF News: Warum ist die Debatte um gendergerechte Sprache so emotional aufgeladen?

Martin Luginbühl: Es geht um Sprache. Und die ist verwoben mit Identität. Wir fühlen uns dort wohl, wo unsere Sprache gesprochen wird. Wir fühlen uns dort wohl, wo wir sprachlich wertgeschätzt werden. Wir zeigen über den Sprachgebrauch, wer wir sind oder wer wir sein wollen. Eine ganz zentrale soziale Kategorie ist das Geschlecht. In der deutschen Sprache müssen wir in vielen Fällen das Geschlecht anzeigen. Deshalb ist das ein zentraler Aspekt unserer Identität und es überrascht nicht, dass das Emotionen auslöst.

 

Die Rede ist oft von einer ideologischen Sprachpolizei, die einem die gendergerechte Sprache aufzwingt. Ist da etwas dran?

Wenn wir unter einer Ideologie Werte und Normen verstehen, dann steckt  Ideologie im Sprachgebrauch. Und es ist tatsächlich so: Auch im Versuch, die Sprache diskriminierungsarm zu machen, steckt eine Ideologie, nämlich jene, Menschen in ihrer Vielfalt sprachlich wertzuschätzen.


Ich verstehe, dass das für viele nicht positiv konnotiert ist. Ich bin  dagegen, dass man sagt, alle müssten nun den Genderstern und nur diesen benutzen.

Das Thema wird vor allem an Universitäten diskutiert. Ist es nicht vor allem eine intellektuelle, ja schon fast elitäre Debatte?

Ich glaube, dass es im Bereich der Personenbezeichnungen einen Sprachwandel gibt, und es gibt ja unterdessen auch viele Betriebe, die damit beginnen, diskriminierungsarme Sprache zu verwenden. Ein Sprachwandel ist aber immer ein kollektives Phänomen.
 
Die akademische Welt allein hat nicht die Macht, die Sprache zu verändern. Das ist immer ein Prozess, der von der Gemeinschaft getragen werden muss. Ich beobachte das und bin sehr gespannt, was sich durchsetzen wird. Und ich wünsche mir, dass die Diskussionen künftig vielleicht etwas weniger polemisch, dafür sprachwissenschaftlich informierter geführt werden.
FAZIT:
 
Rhetorik.ch hat sich immer gegen die Verstümmelung der Sprache eingesetzt.
Es geht bei der Kommunikation stets um Verständlichkeit. Kürze ist ein wichtiger Verständlichkeitshelfer. Gendergerechte Sprache verlängert die Texte. Die Texte werden unverständlicher.
Texte müssen so gelesen werden können, wie sie geschrieben sind.
Sternchen, Doppelpunkt können nicht ausgesprochen werden.
Gendergerechte Sprache hemmt zudem den Sprechfluss.
Es gibt genügend Möglichkeiten, die Frauen miteinzubeziehen, ohne dass die Sprache zerstört wird. Die Sprache ist ein zu wertvolles Gut, als dass die Schreibweise Sprachpolizistinnen überlassen werden darf.
 
LINKS:
 


www.rhetorik.ch › Feministisch › Feministisch
Miniaturansicht
Feministische Sprache, Linguistik. ... Seit den Gleichstellungsdiskussionen forderten feministische Linguistinnen, dass zahlreiche Begriffe, die ausschliesslich ...

Kommentare:

  • Andreas Meier  (Epikur)
    Kleiner Vergleich am Rande: Das wahre Opfer ist ja im Endeffekt die Eleganz u. die Ästhetik der deutschen Sprache, welche schlichtweg nicht ausschliesslich den Zweck "woker" Gleichmacher-Ideologie, sondern primär das qualitative Ausdrücken von Inhalten bezweckt. Als würde man allen Köchen vorschreiben, völlig unabhängig vom Geschmack o. der Küche überall immer die gleiche Würzmischung zu verwenden, ob es den Leuten nun passt oder nicht. Ironischer Weise eine Zerstörung echter Vielfalt u. Ideen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Blödsinn.. unsere Jungen (auch manch Erwachsener - und ich meine keine Legastheniker) können eh bald nicht mehr lesen.. da fällt ihnen der "kleine" Unterschied kaum auf und die Wertschätzung gegenüber meines Nächsten beweise ich nicht mit Buchstaben!

     

     

Freitag, 30. April 2021

10 kleine Negerlein

Volkslieder sind historische Kulturgut und sollten nicht verändert werden

Original:


Politisch korrekt:

Zehn kleine Kinderlein

Volkslied (Anfang 20. Jh.)

Volksweise (Anfang 20. Jh.)

Musiknoten zum Lied Zehn kleine Kinderlein

Liedtext

Zehn kleine Kinderlein,
Die fuhren übern Rhein;
Das eine ist in's Wasser gefall'n,
Da waren's nur noch neun.
Ein klein, zwei klein, drei klein,
Vier klein, fünf klein Kinderlein,
Sechs klein, sieb'n klein, acht klein,
Neun klein, zehn klein Kinderlein.

Neun kleine Kinderlein,
Die gingen auf die Jagd,
Das eine wurde totgeschoss'n,
Da waren's nur noch acht.
Ein klein…

Acht kleine Kinderlein,
Die gingen in die Rüb'n,
Das eine hat sich totgegess'n,
Da waren's nur noch sieb'n.
Ein klein…

Sieben kleine Kinderlein,
Die gingen zu 'ner Hex',
Das eine hat sie totgehext,
Da waren's nur noch sechs.
Ein klein…

Sechs kleine Kinderlein,
Gerieten in die Sümf,
Das eine ist d'rin stecken geblieb'n,
Da waren's nur noch fünf.
Ein klein…

Fünf kleine Kinderlein,
Die gingen mal zum Bier,
Das eine hat sich totgetrunk'n,
Da waren's nur noch vier.
Ein klein…

Vier kleine Kinderlein,
Die aßen heißen Brei,
Das eine hat zuviel gegess'n,
Da waren's nur noch drei.
Ein klein…

Drei kleine Kinderlein,
Die fuhr'n in die Türkei,
Den einen traf der Sonnenstich,
Da waren's nur noch zwei.
Ein klein…

Zwei kleine Kinderlein,
Die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich totgeweint,
Da gab es nur noch einen.
Ein klein…

Ein kleines Kinderlein,
Das fuhr mal in der Kutsch,
Da ist es unten durchgerutscht,
Da war'n sie alle futsch.
Ein klein…