Samstag, 13. August 2016

Phänomen TECHNO

Zurück zu den Urmenschen?


Gedanken zur Street Parade



Wer dieses Wochenende in Zürich in die Beatklänge taucht, kann erleben, wie Menschen,
die im Job tagtäglich funktionieren müssen, für ein paar Stunden aus dem Alltagstrott ausbrechen. 
So wie Eingeborene, Urvölker und Indianer sich mit monotonen Rhythmen
in Trance versetzen können, gelingt es auch heutigen Menschen aller Berufsgruppen sich gleichsam -dank lautstarker Technomusik - auch ohne Drogen, auszuflippen.
Meist wird zwar mit Alkohol und synthetischen Drogen nachgeholfen.
Wie oft auch die Eingeborenen mit Pflanzensäften oder Pilzen experimentiert hatten, sei dahin gestellt.
Das Phänomen und der Erfolg der Technopartys basiert auf:
- der Kraft der Massen (massenpsychologische Effekte)
- der Einfachheit des Klangteppichs (monotone, gleichförmig pulsierender dumpfer Bass, die Schläge bezeichnete ein Kritiker als "Lärm von Maschinen")
- entspricht dem hedonistischen Zeitgeist (jeder kann das entrückte Glücksgefühl für sich genießen)
- Rhythmus animiert zu Bewegungen
- die lang andauernden Bewegungen (Kopf, Arme, Rumpf) fördern dann das  Ausflippen (Trancegefühl)

Übrigens signalisieren die Tatoo- und Piercingträger ebenfalls ein "Zurück zu den Eingeborenen" (Körperbemalungen, Metallringe zur Halsverlängerung, Körperverstümmelugen als angebliche "Verschönerung")

Fazit: Das Phänomen ist eigentlich gar nichts Neues - weder Fortschritt noch Regression.

Freitag, 12. August 2016

Ein Satz, bei dem ich innehalten musste:

Wenn es so ist, dass wir nur einen 

kleinen Teil von dem leben können,

was ist in uns - was geschieht mit dem Rest?


Dieses Zitat aus Merciers "Nachtzug nach Lissabon" löste einige Assoziationen aus.
Ob wir uns wohl viel zu wenig bewusst, dass wir nicht alles leben können, was wir an Begabungen
und Neigungen in uns steckt?
Sollten wir uns nicht vermehrt den Rest unseres Lebensweges so gestalten, dass wir uns nachträglich
nicht das Vorwefen müssen, wir hätten unsere Gaben zu wenig genutzt?
Niemand möchte wohl, sich im ausstehenden Teil des Lebens dumpf treiben lassen.
Es lohnt sich in jeder Lebensphase innezuhalten und zu reflektieren, wie wir die nächste
Etappe gestalten möchten.
Richtungswechsel oder das Setzen neuer Schwerpunkte sind jederzeit möglich.

Nachtrag:

Im nämlichen Buch fand ich später einen Satz, der diese Assoziationen sinnvoll ergänzt:

Das Leben ist nicht das, was wir leben.
Es ist das, was wir uns vorstellen zu leben

Dieser Satz könnte die gestellte Frage gleichsam beantworten.

Der Doperin Julia Jefimowa schlägt Hass entgegen

Buhrufe und Pfiffe für die russische Schwimmerin

Die mehrfache Dopingsünderin weinte nach der Hassattacke bittere Tränen.
Ein russischer Journalist versuchte die Sportlerin zu trösten, die soeben  Silber über 100m Brust gewonnen hatte. Die Sportlerin hatte das Publikum und die Medien gegen sich.
Im Grunde genommen hätte das IOC ausgebuht werden müssen. Niemand kann es verstehen, dass die notwendige Sanktionen aufgeweicht wurden und die Kontrollinstanzen die Glaubwürdigkeit verloren haben. Jefimowa war schon in zwei Dopingfälle involviert. In einem Fall wurde sie 16 Monate gesperrt. Ihr drohte sogar eine lebenslange Sperre. Russland hätte eigentlich für den vom Staat sanktionierten Skandalen ausgeschlossen werden sollen. Die generelle Strafe wurde nachträglich mit dem Vorwand zurückgezogen, weil man die unbescholtenen Sportler nicht Strafen wollte. Eine mehrfache Dopingsünderin muss sich somit nicht wundern, dass sie nach dem fragwürdigen Entscheid nicht bejubelt werden konnte.

Probleme mit illegalen Asylanten

Immer mehr abgewiesene Asylanten tauchen unter.



Die Hälfte der untergetauchten illegalen Asylanten sind aus Afrika.
Über 90 Prozent der Bevölkerung begrüßt die rasche Ausschaffung.
Doch sind die wenigsten Länder in der Lage, die Probleme an den Grenzen zu lösen.
In der Schweiz ist es nicht einfach, längere Zeit unerkannt zu bleiben.
Deshalb wollen die Abgewiesenen meist so rasch als möglich, sich nach 
Deutschland durchzuschlagen.
Zur Zeit herrschen in Como und bei Weil vor Basel chaotische Zustände.
Der Ansturm von illegalen Flüchtlingen ist derzeit ein Problem,
vor dem wir die Augen nicht verschließen dürfen.
Europa merkt allmählich, dass nicht alle, die sich ein besseres Leben wünschen,
aufgenommen werden können.
Durch härtere Aufnahmekriterien und der bevorstehenden Kostenlawine und
raschere Ausweisungen kommt es zu zusätzlichen Problemen an den Grenzen.
Jedenfalls wird der Andrang nicht anerkannter Flüchtlinge nach Europa auch die
Schweiz noch lange beschäftigen.

Donnerstag, 11. August 2016

Wer ein Piercing stechen lässt, weiß meist nicht.......

Vor einer Operation müssen Piercings entfernt werden


Für viele gibt es Probleme, wenn Piercings nur schwer zu entfernen sind. Ein Kursteilehmer musste eine wichtige Operation verschieben, weil übers Wochenende ein Piercing nicht entfernt werden konnte. Er ärgerte sich, dass man ihm vor dem Stechen über diese Problematik nicht informiert hatte.
Im Grunde genommen müsste uns schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass ein pflichtbewusster Chirurg aus hygienischen Gründen kein unnötiges Ristko eingehen darf.

Mittwoch, 10. August 2016

Jacqueline Fehr - haben Sie in der Staatskunde gefehlt?

Die Zürcher Regierungsrätin möchte den Baustein "Jeder Bürger hat EINE Stimme"pulverisieren.

Wer gewissen Gruppen zwei oder nur eine halbe Stimme geben will, rüttelt an einem Grundprinzip der Demokratie. Genau das schlägt Fehr vor -  mit der Begründung: Es gebe immer mehr Alte.
Ist sich die SP-Politikerin nicht bewusst, dass ihr Grudgedanke im Grunde genommen rassistiisch ist?

Es ist noch nicht so lange her, da hatten Schwarze kein Mitspracherecht. In der direkten Demokrate wird keine Gruppe ausgegrenzt. Alle, die das Stimmrechtsalter erreicht haben, erhalten EINE Stmme.

Und zwar, ob alt oder jung, ob arm oder reich, ob jemand in der Stadt oder auf dem Land wohnt.

Montag, 8. August 2016

Trump und der Fettnapf

Der Krug geht doch zum Brunnen bis er bricht.

Wer normalerweise ins Fettnäöpfchen tritt, muss dies in der Regel teuer bezahlen. Es kann mitunter den Job kosten.
Meist erfolgt der Tritt in den Fettnapf unabsichtlich.                                                                               Bei den verbalen Entgleisungen Trumps wurde der Oeffentlichkeit bewusst: Er wollte absichtlich provozieren. Es kam zu einem überraschenden Phänomen. Statt Imageverlust, profitierte der umstrittene Präsidentschaftskandidat.  Je mehr Ausrutscher, desto mehr punktete er. Beleidigungen, ungefilterte Behautungen beflügelten das "Enfant terrible". Möglicherweise schätzten viele die ungeschminkten Unkorrektheiten als Gegenreaktion zu den Spachpolizisten der politisch Korrekten.                                                                                                                                            Fettnapfverhalten als Erfolgsrezept?                                                                                                         Plötzlich wendete sich das Blatt. Trump hatte nicht erkannt, dass er den Bogen überspannt hatte.         Zwei gravierende Fehltritte lösen eine Welle der Empörung aus - auch aus den eigenen Reihen.           Es war vor allem der Angriff Trumps gegen die Eltern eines hochdekorierten, muslimischen Vietnamveteranan. Für die Amerikaner ein No-go.                                                                                       Dann der herzlose Rauswurf eines schreienden Babys während seiner Rede. Das kam in den Medien noch schlechter an, als alle Fettnapfgeschichten seiner Frau, die ebenfalls genüsslich ausgelotet wurden (Plagiatsvorwurf, gefakter Lebenslauf und ihr Einsatz als "Schwarzarbeiterin").                          Wer vor Wochen noch am Wahrheitsgehalt der Redewendung zu zweifeln begann: "Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht", darf heute wieder hoffen:"Er geht doch zum Brunnen, bis er bricht."