Freitag, 20. August 2010

Tortour gestartet

DAS KONZEPT:

Die TORTOUR ist das erste mehrtägige Non-Stop-Radrennen der Schweiz. Die TORTOUR kombiniert die besten Ideen aus allen bestehenden Langdistanzrennen. Damit ist das Rennen attraktiv für Leistungssportler, Breitensportler sowieTeamsportler und Firmen. Das Rennen läuft während Tag und Nacht – eine grosse Herausforderung für Fahrer UND Betreuer. Das Rennen startet in Neuhausen am Rheinfall und führt über rund 1000 km und 15000 Höhenmeter rund um die Schweiz wieder zurück nach Neuhausen an Europas grösstem Wasserfall. Die Einzelfahrer und Teams benötigen für diese Strecke rund 2 Tage Fahrzeit.

  • Einzelfahrer, 2-er, 4-er und 6-er-Teams
  • Männer-, Frauen- und Mix-Kategorien Zu den Detailangaben
  • Kontroll- resp. Wechselposten ca. alle 50 km
  • Bei den Teams ist immer nur 1 Fahrer im Einsatz, die anderen fahren im Begleitfahrzeug mit und wechseln bei jedem Kontrollposten (jeweils nach ca. 50 km). Ausnahme: Am Start, in der Mitte des Rennens und die letzte Etappe fährt das ganze Team gemeinsam (insgesamt 150 km). Zu den Detailangaben

Ich war heute morgen 0300 am Start

Matthias Knill gibt am Einzelstart jedem Athleten die besten Wünsche mit auf den langen Weg.

Dienstag, 17. August 2010

Messekontakte optimieren- aber wie?

Kontakte und Kommunikation sind das A und O einer Messe!

Zum Ueberlegen: Können Sie eine Messerfahrung mit Kundenkontakten schildern, die erfolgreich war?

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Wichtige Themenfelder der exklusiven Veranstaltung (roter Faden):

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1. Eindruck

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LINKS:

  1. Menschenkenntnis

    Aus wissenschaftlicher Sicht wurde beim Phänomen "Erster Eindruck" folgendes experimentell ... nicht hypochondrisch, 1, hypochondrisch. gelassen, 2, reizbar ... www.rhetorik.ch/Menschenkenntnis/Menschenkenntnis.html - Cached - Similar
  2. [PDF]
  3. Wahr-nehmen oder Falsch-nehmen

    1. Der erste Eindruck. Beim ersten Eindruck spielen persönliche Sympathien und Antipathien eine zentrale Rolle. Der erste Eindruck kann trügen, ... www.rhetorik.ch/Wahrnehmen/Wahrnehmen.html - Cached - Similar

- Kleidersprache

2. Kontakt schaffen - aber wie?

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- Die Einstellung

LINK über das Suchfenster im KNILL BLOG:

knill blog: 15.06.2010

15. Juni 2010 ... Bei der Einstellung geht es um unsere innere Haltung. Stimmt die innere Haltung mit dem überein, was wir denken, so stimmt auch die Stimme ... knill.blogspot.com/2010_06_15_archive.html -Cached

- Der Start

LINK:

Start und Schluss

Start und Schluss. von Marcus Knill. Smalltalk Starts. Bei der Unterhaltung mit einem neuen Gesprächspartner haben sich folgende Smalltalk Starts bewährt: ... www.rhetorik.ch/StartSchluss/StartSchluss.html -Cached

- Aktive Besucheransprache (Auf Kunden zugehen?)

Gibt es nicht bessere Anknüpfungsfragen als: "Kann ich Ihnen helfen?" oder: "Sie interessieren sich für Produkt XY?"

- Wie kann ich das Interesse für ein Kundengespräch wecken?

- Getränke, Kaffee ? (Der Wurm ist für die Fische da - nicht für den Fischer)

3. Fragehaltung

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LINK

Fragen

7. Mai 2008 ... Fragen statt sagen. Eine Lehrerin, die in der Pausenaufsicht einen Schüler ... Hätte die Lehrerin die bewährte Regel "Fragen statt sagen" ... www.rhetorik.ch/Fragen/Fragen.html - Cached - Similar

4. Zuhören

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LINK

  1. Hoeren, Hinhoeren, Zuhoeren

    Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören. ... Vom Hören über das Hinhören zum aktiven Zuhören zu kommen. ... www.rhetorik.ch/Hoeren/Hoeren.html - Cached - Similar

5. Problem Konzentration (Präsenz)

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LINK

Mut zum Vereinfachen

Konzentration als Erfolgsformel. Erfolgreiche Menschen können sich auf ein Ziel konzentrieren. Dieses Erfolgsprinzip macht sich immer bezahlt. ... www.rhetorik.ch/Vereinfachen/Vereinfachen.html -Cached - Similar

6. Freundlichkeit

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LINK

Kundenreklamationen

28. Okt. 2006 ... Kundenreklamationen. ... Kundenreklamationen. von Marcus Knill. Weniger Reklamationen, dank ... Kunden wertschätzen. Wünsche ernst nehmen. ... www.rhetorik.ch/Reklamationen/Reklamationen.html - Cached - Similar

7. Visitenkarte?

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- Kundenkontakte knüpfen- aber wie?

8. Gesprächskontrolle

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- Notizen zum Gesprächsverlauf? (Wo, wie?)

- Wichtige Daten, die mir später nützen:

--> Name

--> Firma

--> Funktion, Position

--> Adresse

--> Tf, FAX, E-Mail, Webadresse

Notieren Sie, für welche Dienstleistung oder Produkte sich der Kunde interessiert oder allfällige Vereinbarungen. Evt. welche Informationen nachgeliefert werden müssen.

Haben Sie Unterlagen, die Sie mit - in einer Papier- , Stoff- oder Plastiktüte mir dem Firmenlogo mitgeben können?

8. Nachverarbeitung/ Nachfassaktionen

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Die Zeit nach der Messe ist sehr kostbar.

Ziel der Veranstaltung:

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Alle kennen die wichtigsten Werkzeuge, wie man in kurzer Zeit eine verständliche, konkrete Kernaussage auf den Punkt bringen kann.

Die Links können im virtuellen Buch www.rhetorik.ch gefunden werden. Navigation über das Suchfenster.

Montag, 16. August 2010

Vor den Bundesratswahlen:

Abwarten oder vorpreschen?

Nicht alle Kandidaten finden die Balance zwischen "bewusster Zurückhaltung" und "sich rechtzeitig in Szene setzen".

Die Nachfolge von Moritz Leuenberger und Hans-Rudolf Merz wird am 22. September bestimmt. Die Parteien werden demnächst die Kandidaten küren. Vor diesem Zeitpunkt haben sich die Topanwärter völlig unterschiedlich verhalten.

Die Kronfavoritin der SP, die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga bekannte sich früh als Anwärterin. Die Basler Regierungsrätin Eva Herzog stieg erst heute ins Rennen. Der Berner Nationalrat Johann Schneider-Ammann und die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter sind in Lauerstellung.

Der Zürcher Nationalrat Ruedi Noser brachte sich in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» offensiv ins Spiel. War es nun richtig sich als Aussenseiter ins Gespräch zu bringen? Vielleicht konnte er durch dieses Vorpreschen punkten. Sein Name wird dadurch immerhin bekannt Doch besteht die Gefahr, dass er nach der negativen Stellungsnahme der Partei wieder am Horizont verschwindet.

Schneider-Ammann konnte es sich leisten zu warten, denn er kann sich der Unterstützung seiner Partei sicher sein.

Keller-Sutter müsste sich schneller entscheiden. Sie muss länger aufgebaut werden, zumal die SP sehr wahrscheinlich mit einer Frauenkandidatur ihre Chance schmälert, gewählt zu werden. Keller-Sutter will jedoch bewusst abwarten, bis sie weiss. ob sie an der Delegiertenversammlung der Kantonalpartei nominiert wird.

Die drei FDP-Männer aus dem Tessin, die sich selbst ins Gespräch gebracht haben (die Nationalräte Ignazio Cassis , Fabio Abate und der Regierungsrat Gabriele Gendotti) sind eher chancenlos. Sie müssten die anderen Kandidaten überragen.

Sommarugas Chancen sind intakt, zumal sie es in den Medien hervorragend gemacht hat. Sie wäre fähig, einen längeren Wahlkampf durchzustehen. Ihr Auftreten war bislang souverän. Obschon ihr die Exekutiverfahrung fehlt, überzeugt sie aus meiner Sicht als Person.

Die Taktik von Jacqueline Fehr hingegen ist riskant. Das zögerliche, abwartende Verhalten wird als ZAUDERN gewertet. Angeblich sieht Fehr nicht ein, dass man als Kandidatin den Medienmarathon auf sich nehmen muss. von einer Bundesrätin erwarten wir Kritikresistenz, und die Bereitschaft, sich zu exponieren.

Wir werden das Verhalten der Kandidaten weiter verfolgen.

Sonntag, 15. August 2010

Fehler "verewigt"

Wer einen Brief schreibt, liest ihn meist nochmals zur Kontrolle durch. Wer einen Artikel drucken lässt, kontrolliert den Text sogar mehrmals. Wenn es jemand nicht fertig bringt auf eine Tätowierung zu verzichten, müsste er mehrmals überlegen, ob er das irreversible Tattoo überhaupt machen lassen soll. Aber in jedem Fall müsste man vorher genau kontrollieren, welcher Text eingraviert wird.

Grammatik-Fehler: Rihannas  Tattoo-Panne

Grammatik-­ Fehler Rihannas Tattoo-­ Panne

Rihannas «rebelle fleur». (Reuters)

Rihannas «rebelle fleur». (Reuters)

Das letzte Tattoo der Pop-Diva ging leider schief.

Statt «fleur re­belle» (rebellische Blume) stach ihr der Tätowierer «rebelle fleur» unters linke Ohr.

Die Schmachtpresse rotierte: Im Französischen steht das Adjektiv aus Prinzip hinter dem Hauptwort.

Quelle Blick)

Rihannas war schlecht beraten:

1. Sie lernte nicht, NEIN zu sagen

2. Sie liess sich einen sprachlichen Fehler verewigen

Abkürzungen

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Sci-Fi-Filme sind jetzt in,

abgekürzt auch ohne Sinn,

der Reporter mit dem Mic

interviewt die Dame chic.

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CEO und CFO,

CTO und COO,

sie bestimmen in der Welt,

was geschieht mit unserm Geld.

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AdAs nennt man die Rekruten,

die beim Waschen sich sehr sputen,

auch der heut’ge CdA

stand einmal als Lt da.

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Sprachspezialisten sind wir alle,

tappen manchmal in die Falle,

Sps die Abkürzung,

die das Ganze hält in Schwung.

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Und es meint der Peter Dörig

zu u.A.w.g. ganz gehörig,

dass bei ihm halt man nicht muss,

reagieren auf ‘nen Stuss.

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MfG

15.08.2010 Peter Dörig

Kein Totentanz wie in Deutschland - nur Verletzte

Ich zitiere Tagi

Street Parade: Lebloser Mann im Arboretum reanimiert

Bis am Sonntagmorgen behandelten die Sanitäter an der Street Parade 444 Personen – viele wegen Alkohol und Drogen. Drei Männer erlitten schwere Kopfverletzungen, ein Mann musste reanimiert werden.

1/8 Drei Männer wurden mit Schädel-Hirn-Traumata in die Sanitätsposten eingeliefert, ein Mann wurde leblos im Arboretum entdeckt und musste reanimiert werden. Markus Heinzer

Raver hinterlassen rund 60 Tonnen Abfall

Am Sonntag um 11 Uhr war die Stadt bereits wieder sauber gefegt. 120 Mitarbeiter von Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) sammelten am frühen Morgen in der Innenstadt 29 Tonnen Abfall ein und säuberten die Strassen mit 260'000 Litern Wasser von Dreck und Gerüchen. Entlang der Route sind die Veranstalter für die Reinigung zuständig – dort kommt erfahrungsgemäss etwa gleich Abfall zusammen, wie ERZ-Sprecherin Leta Filli gegenüber Tagesanzeiger.ch sagt. Insgesamt dürften die Raver gestern und in der Nacht auf heute Sonntag also rund 60 Tonnen Abfall entsorgt haben – durchschnittlich knapp 100 Gramm pro Person. Das sind rund 20 Tonnen Abfall weniger als im Vorjahr, schätzt Filli. Grund dafür dürften die gesunkenen Besucherzahlen und das schlechte Wetter sein. (fsc)

An der diesjährigen Street Parade erlitten drei Personen erhebliche Kopfverletzungen – in zwei Fällen waren die Betroffenen in tätliche Auseinandersetzungen verwickelt. Gleich nach dem Beginn der Parade wurde ein 31-jähriger Deutscher beim Opernhaus niedergeschlagen, zwei Stunden später gerieten zwei Gruppen junger Männer aneinander. Ein 19-jähriger Schweizer wurde durch einen Faustschlag verletzt und musste mit Kopfverletzungen ins Spital.

Ein weiterer Mann zog sich bei einem Sturz Kopfverletzung zu, wie Urs Eberle, Sprecher von Schutz und Rettung gegenüber Tagesanzeiger.ch sagt. Nach ersten Angaben sei er von einem Lovemobile gestürzt. Diese Angaben können am Sonntagmorgen von der Stadtpolizei nicht bestätigt werden. Schliesslich entdeckten Passanten gegen 21 Uhr in der Nähe der Rentenanstalt einen leblosen Mann. Dieser wurde reanimiert und zur weiteren Pflege ins Spital gebracht, wie Eberle weiter sagt. Die Ursache für den Kollaps ist noch nicht bekannt. Er wies jedoch keine äusseren Verletzungen auf. Alter und Nationalität des Mannes gibt Schutz und Rettung nicht bekannt.

700 falsche Ecstasy beschlagnahmt

Ein Sicherheitsangestellter wurde von einem Love Mobile angefahren und dabei leicht verletzt. Im Hauptbahnhof stürzte ein Besucher vom Perron unter einen stehenden Zug und zog sich leichte Verletzungen zu. Insgesamt suchten bis heute Sonntagmorgen 444 Personen die Sanitätsposten auf. Die Sanitäter mussten 248 Personen wegen übermässigem Alkohol- und Drogenkonsum behandeln, 34 waren jünger als 16-jährig. 93 mussten ihren Rausch in einer Patientensammelstelle ausschlafen. 53 Patienten mussten ins Spital eingeliefert werden. Die restlichen Behandlungen betrafen vorwiegend leichte Prellungen, Stauchungen oder Schnittverletzungen.

Die Stadtpolizei verhaftete am Samstag und in der Nacht auf heute Sonntag insgesamt 23 Personen. Der jüngste Verhaftete war 17 Jahre alt, der älteste 37. Gründe für die Festnahmen waren: Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung, Taschendiebstahl und Widerhandlung gegen das Ausländergesetz. Die Stadtpolizei beschlagnahmte zahlreiche Drogen. Darunter 400 Gramm GHB/GBL, 700 unbestimmte Tabletten, die als Ecstasy verkauft wurden. Die Zusammensetzung der Tabletten ist nicht bestimmt. Häufig enthalten solche Tabletten jedoch gar keine berauschenden Wirkstoffe. Die Händler müssen trotzdem mit einer happigen Strafe rechnen: «Sie können wegen Drogenhandel und wegen Betrug zur Verantwortung gezogen werden», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

Trotz dieser negativen Bilanz waren die Organisatoren zufrieden. Immerhin gab es keine Toten. Verletzte, Drogenkonsum müssen an so einer Grossveranstaltung immer in Kauf genommen werden.

Für die Veranstalter war nach 20 Min jedenfalls die Street Parade «ein voller Erfolg».

Freitag, 13. August 2010

Qualität der Medien

Die jüngste wissenschaftliche Standortbestimmung macht bewusst:

Einfalt verdrängt Vielfalt!

Medien

Landbote:

Belasten schlechte Medien die Demokratie?

Onlineportale und Gratisblätter zerstören die Qualität der Schweizer Medien - zu diesem Befund kommt eine Studie von Wissenschaftern um den Zürcher Soziologen Kurt Imhof. Darunter leide die Demokratie. Während Polanski und Hirschmann die Spalten füllten, gerieten internationale Probleme aus dem Blickfeld.

  • Laut einer Studie nimmt die Medienqualität ab (Symbolbild)

"Die publizistische Tradition in der Schweiz steckt in einer tiefen Krise", sagte Co-Autor Kurt Imhof am Freitag vor den Medien in Bern. Die Studie, die als Jahrbuch mit dem Titel "Qualität der Medien - Schweiz, Suisse, Svizzera" erschien, geht denn mit der Schweizer Medienlandschaft auch hart ins Gericht.

Die wachsende Gratiskultur mit Onlineportalen und Gratiszeitungen führe zusammen mit dem Spardruck zu einer "Erosion der Qualität". Da diese auch kostenpflichtige Titel und Sender betreffe, leide die Demokratie, folgern die Wissenschafter.

Statt ausgewogen über politische Debatten zu berichten und Ereignisse einzuordnen, würden die Informationsmedien zunehmend auf Einzelereignisse fokussieren, Konflikte personalisieren und moralisch-emotional berichten.

Co-Autor Mark Eisenegger bemängelte unter anderem, dass in den letzten Monaten wenige Topthemen aus dem Softbereich wie der Hausarrest von Regisseur Roman Polanski oder das Privatleben des Zürcher Clubbesitzers Carl Hirschmann die Medien beherrschten. "Auf der anderen Seite geraten internationale Probleme immer mehr aus dem Blickfeld", sagte Eisenegger.

Wirtschaftsmedien: Krise viel zu spät erkannt

Die Kritik richtet sich auch an die Wirtschaftsjournalisten. Den Autoren zufolge haben sie die Finanzmarktkrise viel zu spät erkannt. "Ihre seismographische Funktion hat versagt", so Eisenegger. Zudem sei die globale Wirtschaftskrise auf eine UBS-Krise reduziert worden, was einen grossen Teil des Themas ausblende.

Qualitätszerfall der Medien?

Prof. Dr. Kurt Imhof publizierte ein aufschlussreiches Jahrbuch über die Qualität der Medien

Das Anliegen, eine Plattform für eine empirisch unterlegte Qualitätsdebatte zu führen, kann rhetorik.ch gut nachvollziehen, zumal wir in unseren punktuellen Analysen ebenfalls erkannt haben, dass sich eine wirtschaftliche Krise bei den Informationsmedien abzeichnet und sich der Trend zu inhaltsarmen Softnews laufend verstärkt.

Eine Forschergruppe um Kurt Imhof zieht im jüngsten umfangreichen Jahrbuch 2010 "Qualität der Medien" eine recht kritische Bilanz zur Schweizer Medienlandschaft. Diese Gruppe sieht die nachhaltige Information über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefährdet, was negative Auswirkungen auf das demokratische Gemeinwesen habe.

Die Befürchtung, es gehe puncto Qualität der journalistischen Angebote nur in eine Richtung, nämlich bergab, wird wissenschaftlich erhärtet. Das umfassendes Datenmaterial, das mir Kurt Imhof ebenfalls zugestellt hatte, verschafft einen Überblick über die Schweizer Medienlandschaft. Die düsteren Perspektiven werden im neuen Jahrbuch wissenschaftlich begründet.

Den Forschern geht es um eine politische, inhaltliche Frage: Unterrichten die Schweizer Medien die Bevölkerung so, dass die Bürger wohl informiert an den demokratischen Prozessen teilnehmen können? Folgende Tendenzen werden herausgeschält:

(Zitat NZZ online)

* In allen Mediengattungen wächst das Angebot an Klatsch bzw. an so genannten Softnews, welche die klassischen publizistischen Kernthemen Politik, Wirtschaft und Kultur zurückdrängen.

* Die Nachhaltigkeit der Berichterstattung lässt nach. Episodische, auf Personen, Konflikte und Katastrophen zugespitzte Informationen nehmen zu.

* Obwohl die Welt zusammenwächst, schotten sich die Medien ab, indem sie die Auslandberichterstattung stark abbauten. «Die grossartige Tradition der schweizerischen Auslandberichterstattung bricht ein», notiert das Jahrbuch.

* Die Wirtschaftsinformation bleibt mangelhaft.

* Der Erfolg der Gratiszeitungen und die Gratisangebote im Internet senkten unter den Konsumenten das Bewusstsein dafür, dass Informationsqualität etwas kostet.

* Die Einbruch bei den Werbeeinnahmen erschwert die Finanzierung der redaktionellen Leistungen.

* Die Bedeutung derjenigen Medientitel, die wenig zur Informationsqualität beitragen, wird weiter wachsen.

* Der recherchierende, einordnende Journalismus gerät weiter unter Druck.

* Auch die Presse orientiert sich vermehrt an den Unterhaltungsbedürfnissen der Medienkonsumenten «statt an Informationsbedürfnissen der Staatsbürger». Diese Trends gefährden nach Ansicht von Imhof das Funktionieren der Demokratie in der Schweiz.

Mit seinen Forschungsdaten will er nun die Diskussion über Aufgabe und Qualität der Medien fördern. Der von ihm geleitete Forschungsbereich Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich hat die Ergebnisse in einem 370-seitigen Jahrbuch zusammengefasst, das Informationen enthält zu Besitzverhältnissen, Bilanzen, Publikumsverhalten und politischen Rahmenbedingungen sowie Analysen der Themen- und Informationsakzente, welche die verschiedenen Medientitel setzen. Die Daten werden künftig laufend im Internet aktualisiert (www.qualitaet-der-medien.ch ). Gedruckte Jahresbilanzen sollen auch in den kommenden Jahren erscheinen.

Ende Zitat NZZ

Es ist unbestritten: In publizistischen Hinsicht verlieren in der Medienlandschaft Schweiz zentralen Abonnementszeitungen deutlich an Terrain. Die redaktionellen Ressourcen schwinden. Die Gratiskultur hat mit den Onlinemedien und den Pendlerzeitungen das Kostenbewusstsein für professionellen Journalismus zerstört. Dies hat zwangsläufig Folgen für die Qualität der Informationsmedien und fördert den Konzentrationsprozess. Das Berufsprestige der Journalisten schwindet. Durch diese Entwicklungen wird der wichtigste Service Public in der Demokratie geschwächt, zumal die Qualität der demokratischen Auseinandersetzung von den Vermittlungsleistungen der Informationsmedien abhängig ist.

Ferner ist unbestritten: Die publizistische Versorgung durch qualitätsschwache Gratismedien Online wie Offline hat ständig zugenommen. Die Kaufpresse steckt somit in einer grundsätzlichen Finanzierungskrise. Es ist vorhersehbar, dass die Gratiszeitungen und Onlinemedien im Vergleich zur Abonnementspresse und den öffentlichem elektronischen Medien weiter wachsen. Vor allem jüngere Altersgruppen zwischen 15 und 34 wurden bereits in einer Gratiskultur sozialisiert. In einer Kultur, in der das Episodische und der Human Interest das grösste Gewicht hat. Dies gilt auch für die Online-Newssites, die von der Reputation der Medientitel leben, aber den journalistischen Qualitätsanforderungen nicht genügen können. Es fehlt an den notwendigen Ressourcen.

Aus Internet: www.presseportal.ch

Kommentar:

Wir können davon ausgehen, das das Rad der Zeit nicht mehr zurückgedreht werden kann. Der Vormarsch des Gratisangebotes wird ungebremst weitergehen. Es müsste aus meiner Sicht eine Art Qualitätskontrolle geschaffen werden. Es mangelt an einer neutralen Institution, die nach vorgegebenen Kriterien feststellt, wer qualitativ gut informiert.

Wie wäre es, wenn regelmässig Preise verliehen würden für vorbildliche journalistische Arbeit?

Alle Institutionen, die Medien analysieren - wir zählen uns auch dazu- sollten sich zu einem Netzwerk zusammenschliessen.

Die Medienkompetenz müsste unbedingt in den Schulen vermehrt gefördert werden.

Es könnte sicherlich eine Lösung gefunden werden, damit die Autoren von Onlineportalen wie im Musikmarkt (dort gibt es eine SUISA) aus einem Topf entschädigt werden können. Dies setzt voraus, dass alle Bezüge mit ganz kleinen Beiträgen belastet würden.

Nach meinem Dafürhalten schadet es nichts, wenn Information und Unterhaltung weniger getrennt wird.

Im Zusammenhang mit der Qualitätsverbesserung der Medien müsste hingegen der alte Grundsatz künftig konsequenter gelebt werden: Kommentar und Information ist sauber zu trennen. In dieser Hinsicht wird leider zu oft gesündigt.

Kritiker des Jahrbuches weisen darauf hin, dass die Journalisten heute viel besser ausgebildet werden und ihr Marktwert deutlich gestiegen sei.

Es wird zudem bestritten, dass Gratiszeitungen die Demokratie belasten.

Persönlich vertrete ich die Meinung, dass im Zeitalter des Gratisangebotes immerhin mehr gelesen wird als früher.

Nach meinen Beobachtungen hat das Bedürfnis nach vertiefenden Angeboten trotz des Einheitsbreies enorm zugenommen.

Ferner bin ich überzeugt, dass sich im Internetzeitalter jedermann vertiefende Informationen selbst leicht beschaffen kann. Wer will, hat qualitativ hochstehende Beiträge schnell verfügbar.

Nachdem ich in meinem Beruf täglich das Online Angebot durchkämmen muss, teile ich die Erkenntnis der Autoren, dass der Einheitsbrei dominiert. Die Einfalt verdrängte die Vielfalt.

Das mahnende Jahrbuch ist ein wertvoller Ansporn, die Qualität der Medien künftig zu optimieren.